Ich habe zwei weitere Kapitel für DSmV fertig, die jetzt bei meiner lieben Beta liegen - also durfte ich nochmal "fremdgehen" und hier ein bißchen weitertippen - ich hoffe, das war ok! Und sorry, wenn ich soviele Ausrufezeichen benutze - aber ohne die geht es bei mir manchmal nicht - ich beherrsche mich schon - echt! ;O)

OoOoO

Kapitel 3

Hermine konnte hören, wie er auf der anderen Seite der Tür herabrutschte und dann offenbar mit dem Rücken dagegengelehnt auf dem Boden sitzen blieb. Sie ging zu der verschlossenen Tür und legte ihre Hände und ihre Stirn dagegen, bis sie sich umdrehte und nun ihrerseits an dem kühlen Holz herabglitt und sich von der anderen Seite ebenfalls dagegenlehnte.

Lange Zeit sagte keiner von beiden etwas, bis Hermine laut genug sagte: „Wie lange hält das noch an?"

„Keine Ahnung.", grollte es gedämpft aus dem Schlafzimmer heraus.

„Was machen Sie gerade, Professor?"

Erst als der Satz heraus war, bemerkte Hermine, daß man ihn sehr leicht missverstehen konnte.

„Das geht Sie überhaupt nichts an!", fauchte er dementsprechend laut.

Ob er wohl...?

Im diesem Moment sprang die Tür auf und da sie nach innen öffnete, fiel Hermine beinahe in den Raum hinein. Snape stieg einfach über sie hinweg wieder ins Wohnzimmer hinein. Komplett bekleidet – und das schien auch die ganze Zeit so gewesen zu sein...

Er drehte sich zu ihr um und deutete drohend mit einem Zeigefinger auf sie herab.

„Wagen Sie es nicht noch einmal, irgendwelche Obszönitäten zu vermuten!"

Hermine spielte die Unschuldige.

„Was meinen Sie?"

„Ich...", ihre Frage schien ihn kurz aus der Bahn zu werfen, aber als er ihr jetzt nicht mehr unterdrückbares Grinsen sah, wurde er umso wütender.

„Halten Sie einfach Ihr vorlautes Mundwerk."

„Ich denke ja gar nicht daran, nicht mehr zu sprechen! Und was wollen Sie dagegen tun? Werfen Sie mich doch raus! Nichts lieber als das! Glauben Sie, es ist ein Geschenk, die Nacht hier verbringen zu müssen?"

„Sie wissen genau, daß das nicht geht. Das sollte Ihnen ihr Verantwortungsbewusstsein sagen."

Hermine stand auf und ging auf ihn zu. Er wich vor ihr zurück, bis er rückwärts gegen den Tisch stieß. Sie kam bis auf Armeslänge an ihn heran.

„Was ist denn mit dem Verantwortungsbewusstsein mir selbst gegenüber?"

Er verengte die Augen zu Schlitzen und verschränkte wieder die Arme enger als notwendig.

„Glauben Sie, daß Ihnen hier drin mehr Gefahr droht, als draußen?"

Sie kam noch einen Schritt näher.

„Was meinen Sie denn zu dieser Frage?"

„Oh, das kommt ganz darauf an, was Sie tun, Miss Granger."

Sie legte den Kopf schief.

„Was könnte ich denn tun, Professor?", sie dehnte seinen Titel beim Sprechen und genoß seine Unsicherheit.

„Sie könnten sich einfach aufs Sofa setzen und dort in Ruhe abwarten, wir könnten einen Tee trinken und vielleicht eine Kleinigkeit essen, wir könnten uns über dies und das unterhalten, wenn es denn gar nicht ohne Reden geht und als anständige Menschen in den nächsten Tag gehen..."

„Oder?"

Plötzlich löste er die verschränkten Arme und trat seinerseits einen Schritt näher an sie heran, so daß sie sich jetzt fast berührten, so daß sie zu ihm aufsehen musste, um ihm noch in die glühenden Augen blicken zu können.

„Oder sie biedern sich weiter wie eine billige Straßenhure bei mir an", spie er ihr mit Verachtung entgegen „nur um einmal in ihrem verpfuschten Leben zu spüren, wie es ist, Macht über einen Mann zu haben. Allerdings kann ich Ihnen verraten, daß es keine wirkliche Macht ist, einen Mann zu beherrschen, der gerade nur mit dem Schwanz denkt und nicht Sie, sondern nur ihre sekundären Geschlechtsmerkmale im Sinn hat."

Ihre Erregung war auf einen Schlag verloschen, als habe man einen Eimer Eiswasser über sie ausgeschüttet. Hermine holte aus und schlug ihm mit aller Kraft eine Ohrfeige ins Gesicht. Sie holte erneut aus und wollte in ihrer maßlosen Wut noch einmal zuschlagen, aber er fing diesen zweiten Schlag ab, indem er ihr Handgelenk so feste packte, daß sie vor Schmerz aufschrie.

Er hielt ihr Handgelenk neben ihren Kopf und beugte sich so weit zu ihr herunter, daß sie seinen Atem auf ihrem Gesicht spürte, als er sprach.

„Hören – Sie – auf – mich – anzumachen. Ich bin nicht einfach scharf auf Sie, Miss Granger, sondern ich stehe, wie auch Sie, unter dem Einfluß eines Fluches. Ich bin ein Mann, der seine Triebe üblicherweise im Zaume halten kann, aber hier geht es nicht um normale Empfindungen oder Begierden. Die Tatsache, daß ich mich diesem Fluch entgegenstellen kann, ist nur durch meine Erfahrung mit schwarzer Magie begründet."

Er hielt ihr Handgelenk jetzt nicht mehr ganz so fest und Hermines Blick wurde fragend.

„Erfahrung? Mit genau diesem Fluch?"

Er ließ sie mit einem Ruck los und sah sie jetzt wieder etwas weniger zornig an. Auf seiner Wange zeichneten sich Hermines Finger in roten und dünneren weißen Striemen ab. Sie war froh, daß er es im Moment nicht sehen konnte.

„Abwandlungen davon. Es gibt ihn in tausenden von Variationen. Malfoy liebte sie und hielt es für einen Partygag, sie zu benutzen. Vorzugsweise, wenn die Feier so todlangweilig war, daß die ersten Gäste früh gehen wollen. Von mir hat er glücklicherweise schnell abgesehen, weil er merkte, daß der Spaßfaktor nicht besonders hoch ist, wenn der Delinquent sich scheinbar problemlos gegen die Wirkung stellt. Ich habe es immer geschafft, Miss Granger und diese Reihe werden Sie heute nacht nicht zerstören. Verstanden?"

Hermine nickte, aber gleichzeitig wurden die Schmetterlinge in ihrem Bauch immer aufdringlicher.

„Wie gehen wir es dann an, daß wir uns nicht vor Ablauf der Nacht zerfleischen?", fragte Hermine ohne jeden Spott in der Stimme.

Snape sah sie regelrecht dankbar an.

„Wir werden schlicht und ergreifend versuchen, uns auf andere Gedanken zu bringen. Wir könnten uns tatsächlich über irgendetwas unterhalten."

„... das nichts mit ‚dem' Thema zu tun haben sollte"

„Das sollte selbstverständlich sein."

Sie standen sich immer noch gegenüber. Mit etwas Abstand zwar, aber trotzdem relativ nah beieinander und ihre Bewegungen wurden langsamer, als fände alles nur noch in Zeitlupe statt.

„Vielleicht sollten wir uns auf die gegenüberliegenden Seiten vom Tisch setzen.", schlug Hermine vor.

„Eine gute Idee, dann ist die Gefahr geringer, daß wir uns zufällig berühren.", stimmte er zu.

„Oder daß wir uns irgendwie anders näher kommen.", murmelte sie leiser.

Er nickte „Oder daß irgendeine Form von Hautkontakt zustande kommt."

„Oder wir uns küssen..." Hermines Blick fing sich auf seinen Lippen, die er gerade vor Nervosität mit der Zungenspitze anfeuchtete, weil schon allein der unnatürliche Atem sie trocken machten.

„Oder wir uns küssen...", wiederholte er den Satz, bevor sie exakt im gleichen Moment wieder aufeinander zuflogen und sich umarmten wie zwei Liebende, die sich nach jahrelanger Trennung endlich wiedersahen.

Ihre Lippen schmiegten sich hungrig aufeinander und auf der Stelle gingen beider Hände auf Wanderschaft. Sie konnten nicht genug voneinander bekommen und diesmal brachte Snape es nicht fertig, sich aus eigener Kraft von ihr zu lösen. Er unternahm einen letzten, halbherzigen Versuch und murmelte: „Das ist nicht richtig, es ist nur der Fluch, wir werden es bereuen!" Aber als Hermine ihm das blütenweiße Hemd aus dem Hosenbund zog, während sie ihn küsste, als seien seine Lippen ihre Luft zum Atmen, um dann ihre schmalen Hände auf seine nackte, warme Haut zu legen und kaum verständlich hervorstieß: „Das ist mir egal!", war es um seine Selbstbeherrschung geschehen. Er ließ zu, daß sie ihm nicht nur das Hemd aus der Hose zog, sondern es vorne mit einem Ruck öffnete, so daß kleine weiße Knöpfe über den Boden klickerten, sie den Kopf senkte und mit ihrer feuchtwarmen Zunge wie eine naschende Katze eine schnelle Bahn über seine Brust leckte.

Er schmeckte nach Kräutern und nach Mann und das Geräusch, daß er von sich gab, als sie es tat, spiegelte sich in seiner Intensität in dem wieder, was sie in ihrem Unterleib fühlte.

Als er sie wieder hochzog und ihr mit seinen Lippen erneut den Verstand zu rauben drohte, war sie so eng an ihn herangepresst, daß sie hart fühlen konnte, wie es um ihn stand und bei aller Erregung, fiel ihr wieder ein, was er gerade eben gesagt hatte und wofür sie ihn geohrfeigt hatte.

Und noch während sie dies dachte, hielt er sich ganz urplötzlich und völlig unerwartet erneut selbst in seinem Tun auf, indem er sie seltsam fest an sich zog und somit jede weitere erotische Handlung fast unmöglich machte. Er vergrub sein Gesicht in ihrem Haar und murmelte heiser und kaum hörbar: „Nicht so... nicht so..."