Kapitel 7 – Finale...
Als sie sich voneinander lösten, schien jeder darauf zu warten, was der andere dazu sagen würde. Aber beide schwiegen eine kleine Ewigkeit.
Snape war es, der als erster das Schweigen durchbrach.
„Wir sollten jetzt hier aufhören.", sagte er halbherzig.
„Stimmt.", erwiderte Hermine ebenso unüberzeugend.
„Wir haben das Schlimmste übestanden und sollten froh darüber sein.", versuchte er einen weiteren Anlauf, während seine rechte Hand sich auf Hermines Schulter legte und langsam, mit sanftem Druck ihren Oberarm entlangstrich, während sein Blick fasziniert seiner eigenen Hand folgte.
„Völlig korrekt. Wir sollten uns abtrocknen und beide schlafen gehen.", hauchte Hermine und legte dabei ihre Hände flach auf seine feuchte, feste Brust auf, was bewirkte, daß er seufzend für einen Moment die Augen schloß und mit der linken ihren anderen Oberarm umfaßte.
Er öffnete die Augen wieder – langsam – und als er ihren Blick in ihren senkte, wußten sie beide, daß sie jetzt noch viel weniger Entscheidungsfreiheit über das hatten, was geschehen würde.
Er drückte ihre Oberarme mit seinen kräftigen Händen so hart zusammen, daß es ihr beinahe weh tat und zog Hermine mit einem Ruck an sich heran.
Dieser Kuß war nicht annähernd so sanft, wie der erste eben und als Hermine seine Lippen mit ihrer Zungenspitze berührte, ließ er ihre Arme los, griff stattdessen hinten an den Verschluß ihres Kleides und riß es ihr mit einem Ruck von den Schultern, so dass sie von ihrem eigenen Oberteil einen Moment lang regelrecht gefesselt vor ihm stand, bis sie ihre Arme aus dem halb heruntergezogenen Kleid herausgezogen hatte.
Durch die Nässe des Stoffes, war dies ein fast unlösbares Unterfangen, aber irgendwann war es geschehen und sie hatten ihre Lippen dabei keine Sekunde voneinander gelöst.
Hermine zitterte und Snape hielt es nur eine Sekunde lang für Erregung, bis ihm klar war, daß die inzwischen abgekühlte Nässe auf ihrem Körper sie frieren ließ.
Ohne hinzusehen, griff er hinter sich und drehte kurzerhand die Dusche wieder auf.
Das heiße Wasser prasselte auf sie herab und Hermine keuchte laut auf, als ihre innere Hitze mit der Hitze des Wassers konfrontiert wurde.
Den Kuß weiterhin nicht unterbrechend, zog er sie so eng an sich, daß er ihren BH auf ihrem Rücken öffnen und auch diesen von ihr wegziehen konnte. Nur noch mit einem winzigen Slip bekleidet, stand sie vor ihm, während seine Hände ihre feuchwarmen Körper erkundeten. Ihre nassen Haare legten sich über seine langen Finger, wenn er bei seiner Forschungsreise ihren Rücken hochfuhr und in ihren Nacken griff, um den Kuß noch zu intensivieren.
Sie bekamen beide durch die heiße Kaskade, die auf sie niederging, kaum Luft. Aber das war gleichgültig. Sie waren sich gegenseitig genug Atem.
Er löste sich kurz von ihr und sah ihr intensiv in die Augen.
„Wir haben keine Ausrede mehr.", gab er, durch das Wasserrauschen kaum hörbar zu bedenken.
„Ich brauche keine!", gab sie ohne zu zögern zurück und begann, eine erregende Spur aus Küssen von seiner Halsbeuge bis hinab zu seiner Brust zu ziehen.
„Aber ich..." raunte er und lehnte sich dabei doch gleichzeitig genießend mit dem Rücken gegen die Wand der Dusche und legte den Kopf nach hinten, bis auch dieser die Wand berührte.
„Warum?", flüsterte Hermine durch das Wasser hindurch, während sie immer tiefer an ihm herabglitt und nun seine Hose öffnete und sie ihm sanft aber bestimmt an den Beinen englang nach unten und dann ganz auszog.
Sie konnte eine Handbreit über dem Bauchnabel auf seinem flachen, festen Bauch das Pulsieren der Hauptschlagader wie das sanfte, rhythmische Schlagen einer Trommeldecke sehen. Seine Erregung spiegelte sich in der Kraft und im Tempo dieses Pulsierens in seinem Inneren wieder.
Als Hermine eben diese Stelle küßte, stöhnte er leise auf.
Das all dies ihn mehr erregte, als er zulassen wollte, war inzwischen unübersehbar und Hermine wußte, daß sich zwischen ihren Schenkeln die fühlbare, weibliche Entsprechung fand.
„Weil man mir vertraut, daß genau das hier nicht geschehen wird..." sagte er, aber seine Stimme hatte jede Überzegungskraft verloren. Er nannte Fakten – aber er schien die eigentliche Bedeutung dieser Tatsachen nicht länger zu kennen.
„Weil man mir eine minderjährige Schülerin anvertraut hat und sich darauf verläßt, daß ich mich zu benehmen weiß...", ergänzte er seine Aufzählung, als wolle er sich damit wieder zur Besinnung rufen. Wenn das wirklich der Grund war, scheiterte er mit dem Vesuch kläglich und umfaßte nun sogar Hermines Kopf, die noch immer seinen festen Bauch küßte und dabei ihre Hände mittlerweile in tieferen Regionen agieren ließ.
Die Geräusche die Snape dabei von sich gab und die irgendwo in der Mitte lagen, zwischen schnurrendem Löwen und schwarzem Samt, erregten Hermine in einem Maß, das ihr selbst kaum noch geheuer war. Nie hatte sie etwas bewußt so sehr gewollt, wie diesen Mann, der sich vor ihr zu beherrschen versuchte und doch in diesem Versucht längst vollkommen gescheitert war.
„Ich bin", erklärte sie ihm trotzdem „weder minderjährig noch bin ich länger Schülerin." Und während diese Tatsache ganz allmählich in seinen von Lust vernebelten Geist eintauchte, schoben sich Hermines Lippen unter seinem lauten Aufstöhnen genüßlich über seine nun hoch aufragende Härte.
„Hermine!", rief er ihren Namen, mit dem bißchen Kraft das seiner Stimme angesichts dieser vollkommen unerwarteten Wonnen noch geblieben war.
Die junge Gryffindor hätte beinahe gelacht über die Entrüstung, die sich im Ausruf ihres Namens fand und die doch gleichzeitig Lügen gestraft wurde, durch seine Hände, die ihren Kopf tief auf sich schoben - aber die Gefühle, die es in ihr aufkommen ließ, ihn so zu spüren, so zu schmecken, waren so berauschend, daß sie nicht lachte, sondern ihr Tun intensivierte.
„Großer Merlin", hörte sie ihn keuchen und seine Stimme ließ einen neuen Schwall Feuchtigkeit in ihr gefühltes Zentrum aufsteigen, während ihre Zungenspitze seine Eichel umspielte, bevor sie ihn wieder tief in sich aufsog und mit sanftem, aber bestimmtem Druck ihre Lippen an seinem Schaft entlanggleiten ließ.
Plötzlich zog er sich aus ihr heraus, weil er sich mit dem Rücken so lange an der Wand entlanggleiten ließ, bis er saß. Sie kniete noch immer vor ihm und sah nun ein wenig auf ihn herab.
Das Glühen in seinen Augen schien nur ein Spiegelbild ihrer eigenen Gefühle zu sein und sie atmeten beide schwer – wegen des Wasserfalls, der nach wie vor über sie fiel – aber auch wegen der Erregung, die ihnen fast den Atem nahm.
Er schob die Fingerspitzen zwischen ihre Haut und die dünnen Riemen ihres Slips, zog dies nach unten und dann half er ihr, sich kurz so weit aufzurichen, daß sie das winzige Nichts ausziehen konnte.
Nun trugen sie beide nichts mehr und die Hitze ihrer vom Wasser und von der Lust erhitzten Leiber stieg in dicken Wolken in den Raum auf.
Und dann zog er sich zu sich nach unten, setzte sie sich auf den Schoß und ohne weitere Spiele, ohne weitere Ausflüchte.
Und ohne den ohnehin sinnlosen Versuch, zu verhindern, was geschehen mußte, brachte sie sich auf ihn, versenkte ihn in sich, nahm ihn ganz und gar in sich auf.
Und blieb dann vollkommen unbewegt, eng an ihn geschmiegt auf ihm sitzen. Seine Arme hielten sie genauso fest, wie ihre ihn und das über sie fließende Wasser kam einer wärmenden Decke gleich.
Lange saßen sie so, bevor Hermine ganz langsam und allmählich begann, sich auf ihm zu bewegen. Sie genoß jedes leise Stöhnen, jedes kaum hörbare Keuchen aus seinem Mund und konnte in sich spüren,wie er darauf reagierte, wenn sie ähnliche Geräusche machte.
Gestreichelt von heißem Nass wurde die sanfte Bewegung, das weiche, geschmeidige Gleiten zu einem immer intensiver werdenden Ritt, dessen Tempo sie vorgab obwohl sie sich von seinen Händen auf ihren nassen Hüften leiten ließ.
Es war perfekt. Sie schienen wie füreinander gemacht und Hermine fragte sich, wie es sein konnte, daß sie das in den unzüchtigen Träumen für die sie sich so oft verflucht hatte, immer schon geahnt hatte. Fragte sich, ob es Hirngespinnste gewesen waren, die durch einen Zufall der Realtät entsprachen, oder ob irgendetwas in ihr das hier immer schon gewußt hatte.
Es war gleichgültig.
Es war vor allem in diesem Moment gleichgültig, in dem sie spürte, daß sich in ihr alles zusammenzog und sie fühlen konnte, daß sie sich auf der Zielgeraden befand. Ihr Keuchen wurde lauter, ihr Atem schneller und unregelmäßig und sie fühlte und hörte, daß es ihm ebenso erging.
Doch in dem Moment, in dem sie sich in ihren nun unvermeidbaren Höhepunkt hineinfließen lassen wollte und die Augen schloß, faßte er ihr Gesicht mit beiden Händen.
„Sieh mich an!", sagte er mit vor Erregung heiserer Stimme und sie öffnete die Augen wieder. Sein Gesicht dicht vor ihrem. Er befand sich auf exakt dem selben Level wie sie und hielt die Augen weit offen, um sie anzusehen.
Hermine bemühte sich, es ihm gleichzutun und es gelang.
Sie fühlte das Rauschen in ihrem Kopf, das Knistern in ihrem ganzen Körper, als sich alles in ihr auf diese großartige, herbeigesehnte Weise verkrampfte, nur um sich dann in unzähligen allumfassenden, schwarzen, weichen Wellen durch ihren ganzen Körper hindurch wieder zu entspannen. Wie er, wurde ihr Körper von jeder dieser Schübe so stark erfaßt, daß sich ihr Körper zuckend mehrmals leicht durchbog und bei jedem dieser Schübe, zuckten auch ihre Augen, aber – wie er – hielt sie sie auf und so zeigten sie sich und sahen sich in dem intimsten alle denkbaren Momente so intensiv in die Augen, daß sie den Gipfel des anderen darin sehen, erkennen und mitfühlen konnten, was einem zweiten eigenen Höhepunkt gleichkam.
Als ihre Körper erschlafften und weich wurden, hielt er noch immer, schwer atmend ihr Gesicht in seinen Händen und zog sie nun so an sich, daß ihre Stirn gegen seine lag.
„Wir sind wahnsinnig", sagte er leise, während das Wasser weiter unbeeindruckt von dem, was geschehen war, auf sie herabprasselte.
Hermine lachte kaum hörbar.
„Nein, das sind wir nicht. Das hier war für uns beide selbstverständlicher, als es der Kuß in großen Halle war. Und die Welt da draußen interessiert es nicht, was hier geschieht. Für mich zählt das, was ich gerade erlebt habe. Das, was ich in den letzten Stunden erlebt habe. Für mich zählt nur, daß ich dich so erleben durfte, wie ich dich erlebt habe und für die Welt da draußen zählt auch nicht, daß ich nun hoffe, daß du mich nicht einfach so gehen läßt, sondern daß wir uns wiedersehen."
Ohne die Dusche abzustellen, schmiegte sie sich in seinen Arm und er umfasste sie.
„Erwarte von mir nicht, daß ich alles das, was ich dich wissen lassen möchte, in Worte fasse, Hermine. Ich bin nicht geübt in derlei Dingen..."
Sie schüttelte den Kopf, sah dann hoch zu ihm und er wußte, daß sie ihn tatsächlich auch so verstand. Daß er nicht reden mußte... wer hätte gedacht, daß Hermine Granger sich auf die Kunst der wortlosen Kommunikation verstand...
Er zog sie enger an sich heran.
Was hier geschehen war und was nun weiter geschehen würde, ging niemanden außerhalb dieser Wände etwas an und es zählte auch für niemanden. Für ihn zählte, daß sie frei gewählt hatte, für ihn zählte, daß sie nun in seinen Armen lag und sich dort überaus wohl zu fühlen schien, für ihn war das, was in dieser Nacht geschehen war die Hoffnung auf die Kehrtwende. Für ihn war die Frau in seinen Armen, die ihm so unerwartet und überaus plötzlich in eben diese hineingelegt worden war, die Hoffnung auf die zweite Chance, nach der er sich so sehnte.
Für die sensationsgierige Welt da draußen, war alles, was sie jeh interessieren und erfahren würde...
...nur ein Kuß.
ENDE
