Hallo ihr Lieben, hier kommt das vorletzte Kapitel. Es folgt also noch eins und ihr dürft schon mal spekulieren, wie es wohl enden wird. An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei denen bedanken, die mir regelmäßig ein Review da gelassen haben.

SerpensortiaS, Sepsis, la dame, ich schicke euch einen ganz dicken Knuddler.

Ranko Nein, bei einem One-Shot ist es nicht geblieben, es hat mich selbst nicht los gelassen.

SerS Keine endlos Story, alles hat mal ein Ende, aber noch sind es ja zwei Kapitel. Der Rest bleibt der eigenen Phantasie überlassen g

Sepsis Welcher Mann würde das nicht, schließlich kommt er wahrlich nicht zu kurz lach Aber ob er auch so handeln wird, wir werden sehen.

Kapitel 6 Eine angenehme Zeit

Hermine erwachte aus einem traumlosen tiefen Schlaf. Es war warm und sie fühlte sich geborgen, sie spürte die Präsenz eines anderen Körpers an ihrem Rücken. Arme umschlangen sie von hinten und eine der dazugehörigen Hände umfasste Besitz ergreifend eine ihrer Brüste. Vor Wohlbehagen tat sie einen tiefen Seufzer und schmiegte sich noch enger an die andere Person. Sie musste lächeln, denn etwas an ihrem Po war ebenfalls in Begriff zu erwachen. Severus schien noch zu schlafen, wie sein gleichmäßiger, tiefer Atem verriet, aber in ihr breitete sich wieder dieses angenehme Kribbeln aus.

Sie bewegte sich vorsichtig so weit, dass sein Penis zwischen ihren Schenkeln, an ihrer Scham, positioniert wurde. Sie spürte wie Severus einen tiefen Atemzug tat und sein Körper regte sich, trotzdem schien er nicht vollends erwacht zu sein. Mit einer Hand fasste sie nach unten und schmiegte seine Länge in ihre bereits feuchten Falten.

Sie hörte ein wohlwollendes Brummen, dass tief in seiner Brust seinen Ursprung zu haben schien und dessen Vibrieren, sich auf ihren Rücken übertrug.

„Guten Morgen!", schnurrte Hermine und rieb seine Schwanzspitze an ihrer Klitoris.

„Du bist sehr wagemutig", knurrte er zurück, wehrte sich aber nicht gegen ihre Behandlung.

„Wieso? Was mache ich denn, was so schlimm ist?" fragte sie betont unschuldig.

„Du hast mich geweckt." Seine Stimme klang bedrohlich, doch seine Hände, die begehrlich begannen ihre Brüste zu kneten, verrieten etwas anderes.

Sie streichelte mit leichtem Druck über die Unterseite seiner Erektion, so dass ihr Kitzler weiter stimuliert wurde. „Das tut mir leid, aber ich konnte der Aufforderung eines gewissen Körperteils einfach nicht widerstehen", hauchte sie bedauernd.

„Du unersättliches Weib, hattest du gestern nicht schon genug?"

„Nein, und da sich dein verführerischer, großartiger, geschmeidiger Schwanz vorhin so eindeutig einladend an mein Hinterteil gedrückt hat, bin ich davon ausgegangen du hättest auch nichts dagegen, den Morgen mit einem guten Fick zu beginnen", schmeichelte sie ihm.

Die Worte zeigten Wirkung. Snape fasste sie an den Hüften und versenkte sich mit einer fließenden Bewegung in ihr. „Das klang schon ganz überzeugend, möchtest du dem noch einige Attribute hinzufügen?"

„Was willst du noch hören", fragte sie keuchend, als er begann sich aufreizend langsam in ihr zu bewegen, „dass du mich so wunderbar ausfüllst oder wie seidig es sich anfühlt, wenn du mich stößt?"

„Das wäre ein Anfang", sagte er mit dunkler Stimme und knabberte an ihrem Nacken.

Hermine bog ihren Rücken durch und nahm seinen Rhythmus auf. „Ich finde du bist jetzt an der Reihe mir etwas Nettes zu sagen."

„Ich bin aber nicht nett, das sagte und zeigte ich dir bereits und daher werde ich auch nichts dergleichen verlauten lassen." In seinem Kopf überschlugen sich aber die Emotionen und er dachte, dass sie ihn durch diese Aufforderung, ihr diese Empfindungen zu beschreiben, noch intensiver fühlen ließ.

„Dann muss ich es wohl aus deinen Reaktionen ablesen, wie sehr es dir gefällt." Hermine löste sich von ihm und mit einer schnellen Bewegung saß sie auf seinen Oberschenkeln. Mit einer Hand stützte sie sich auf seiner Brust ab, die andere umfasste seinen Penis und verwöhnte ihn mit auf und ab führenden Bewegungen, wobei ihr Daumen immer wieder über seine Spitze strich. „So kann ich dich besser sehen. Ich werde darauf achten, wie sich deine Atmung beschleunigt, wie deine Augen sich verdunkeln und wie dein Pulsschlag an deinem Hals sichtbar zu rasen beginnt."

Er fasste sie und wirbelte mit ihr herum, bis sie unter ihm zu liegen kam. „Du glaubst also dich darauf konzentrieren zu können?", raunte er in ihr Ohr. „Wir werden sehen, wie lange du dich kontrollieren kannst." Er rutschte tiefer zwischen ihre Beine, mit seinen Fingern teilte er ihre Schamlippen und legte so die kleine Knospe frei. Er umschloss sie mit seinen Lippen und begann sanft an ihr zu saugen. Seine Zungenspitze umkreiste die angeschwollene Perle und immer wieder tippte er sie neckend an.

Hermine konnte sich unter seiner erregenden Behandlung auf nichts mehr konzentrieren, außer dem wundervollen Gefühl zwischen ihren Beinen. Inzwischen stimulierte er sie auch mit seinen Fingern und sie spreizte noch weiter ihre Schenkel. Ihre Finger glitten durch sein Haar und er musste sie an den Hüften festhalten, weil ihr Becken begann unkontrolliert zu zucken. Als sie sich selbst hören konnte, wie die ersten lauten Seufzer über ihre Lippen kamen, war er plötzlich weg. Lachend legte er sich neben sie und schaute sie belustigt an.

Ihre Augen leuchteten vor Verlangen und sie bewegte sich auf allen vieren zu ihm. Ohne umschweife setzte sie sich auf seine Mitte, nahm seinen Schwanz, um ihn an ihre feuchte Öffnung zu führen und ließ sich dann mit einem lautem Seufzer auf ihn nieder. Sie schloss genießerisch die Augen und begann sofort einen wilden Ritt.

„An deinem Durchhaltevermögen was Konzentration angeht, solltest du noch arbeiten", sagte er provozierend, fasste aber nach ihren Hüften, um ihre Bewegungen zu unterstützen.

Sie riss die Augen auf, atemlos aber auch wütend schaute sie auf ihn herunter. „Das war nicht fair", fauchte sie ihn an, „du hast den Spieß umgedreht."

„Und das werde ich jetzt wieder tun." Er drehte sich mit ihr, ohne sich dabei aus ihr zurück zu ziehen, bis er über ihr war. Er küsste sie zärtlich, wie um sie zu besänftigen, wobei er sich wieder in ihr bewegte. Sein Eindringen wurde tiefer und drängender, als er mit rauer Stimme in ihr Ohr flüsterte: „Es fühlt sich so gut an in dir zu sein, so warm und eng. Wenn ich dein Stöhnen höre und du dich unter Ekstase an mich klammerst, kann ich mich kaum noch zurückhalten. Und wenn ich spüre wie dein Orgasmus dich erfasst, wie mein Schwanz von deiner feuchten Weiblichkeit umklammert wird, habe ich das Gefühl mich auf einem schmalem Grat zwischen Wahnsinn und Wirklichkeit zu befinden, bis du mich mit dir über die Klippe reißt."

Mit jedem seiner Worte schickte er Blitze in ihren Unterleib, ihre Fingernägel vergruben sich in seiner Haut und sie küsste ihn über Hals und Schulter. Sie schmeckte seine salzige, feuchte Haut und drängte sich ihm entgegen, dann nahm sie sein Gesicht in ihre Hände, leckte über seine Lippen und sah ihn an. Sie sahen in den Augen des anderen wie der Höhepunkt sich unaufhaltsam aufbaute, ihr schneller Atem traf sich und verwirbelte zwischen ihren nahen Gesichtern. Hermines Augen zuckten zuerst, als sich auch in ihrem Unterleib die Muskeln herrlich zusammenzogen. Severus entwich in diesem Moment ein knurrender Laut, der tief aus seinem Innern zu kommen schien. Seine Pupillen weiteten sich und seine Augen schienen dadurch noch dunkler zu werden. Ihre Lippen bewegten sich aufeinander zu und er stieß mit seiner Zunge tief in ihre Mundhöhle, als er sich pulsierend in Hermines angespannten Schoß ergoss.

Er stützte sich auf seine Unterarme, damit Hermine nicht sein ganzes Gewicht tragen musste und vergrub schwer atmend sein Gesicht an ihrer Halsbeuge. „Wir sind verrückt!"

„Das ist es mir wert", konterte Hermine.

„Du solltest zurück in deinen Turm gehen", sagte Snape, sein Gesicht noch immer in ihren Haaren verborgen.

„Es ist Sonntag!", sagte sie enttäuscht und versuchte ihn anzusehen.

Er rollte sich von ihr runter und lag nun neben ihr auf dem Rücken, sein Unteramr verdeckte seine geschlossenen Augen. „Ich habe auch an Sonntagen Verpflichtungen, denen ich nachkommen muss."

„Und die wären?" Hermine war wieder näher an ihn heran gerutscht und streichelte seine Brust.

„Das geht dich nichts an", knurrte er, stand auf und verschwand im Bad.

Hermine blieb bäuchlings auf seinem Bett liegen und fragte sich, was nun wieder schief gelaufen war. Kurz überlegte sie, ob sie ihm unter die Dusche, die sie jetzt hörte, folgen sollte, verwarf diesen Gedanken aber schnell. Zu groß war ihr die Gefahr, ihn noch weiter zu verärgern, was auch immer der Auslöser gewesen war. Stattdessen rekelte sie sich in den weichen Kissen und Decken, sie fühlte sich zu gut, um düsteren Gedanken nachzuhängen und wäre am liebsten den ganzen Tag hier im Bett geblieben.

Als Snape sein Schlafzimmer betrat, bot sich ihm ein verführerischer Anblick, an den er sich, wie er dachte, schnell würde gewöhnen konnte. Wie eine Wildkatze dehnte und streckte sich Hermines schlanker wohlgeformter Körper zwischen seinen Laken und die Wut die er noch kurz zuvor über sich selbst verspürt hatte, verflog teilweise. „Du solltest dich anziehen."

Hermine schaute auf, als sie seine Stimme hörte und bewegte sich auf ihn zu. Er hatte jedoch ihre Absicht erkannt und wirkte dem entgegen, indem er zu seinem Schrank ging und sich anzuziehen begann. Sie nahm bedauernd zur Kenntnis, dass es wohl das Beste wäre sich seinem Willen zu beugen und ging ins Wohnzimmer, um dort ihre Kleider zusammen zu suchen und sich ebenfalls anzukleiden.

Kurze Zeit später folgte er ihr in seiner gewohnten schwarzen Robe und ging auf ein Regal zu, aus dem er etwas entnahm, was sie nicht sofort sehen konnte. Er wandte sich Hermine zu, blieb aber zwei Schritte vor ihr stehen. „Deswegen bist du doch gestern her gekommen." Mit ausgestrecktem Arm hielt er ihr den Slip hin.

„Das war nur ein Vorwand." Sie nahm das Stück Stoff aus seiner Hand und ging einen Schritt auf ihn zu. „Der eigentliche Grund, war etwas ganz anderes und das weißt du genau." Fragend schaute sie zu ihm hoch. Snape zeigte keine Reaktion und so fügte sie an: "Können wir uns heute Abend sehen?"

Dieser kleine Nimmersatt, dachte er, stellte aber fest, dass es ihm nicht anders ging.

„Nein!", sagte er mit Nachdruck. „Ich habe heute keine Zeit und das habe ich dir bereits mitgeteilt."

„Heute Abend auch nicht? Ich dachte deine Verpflichtungen beziehen sich auf den Nachmittag", enttäuscht zog sie eine Schnute.

„Da hast du wohl die falschen Rückschlüsse gezogen. Nein, heute Abend auch nicht und um es noch mal ganz klar zu machen, es geht dich auch nichts an." Mittlerweile amüsierte er sich königlich, wie sie so vor ihm stand und schmollte, ließ es sich aber nicht anmerken.

„Du hast mir zugestimmt, dass wir uns eine angenehme Zeit machen, was soll das jetzt." Trotzig verpasste sie ihm einen Schlag auf seine Brust, den er mit einem leicht hochgezogenen Mundwinkel zur Kenntnis nahm.

„Mittwoch wäre mir recht."

Überrascht und erfreut sah sie ihn an, nur um im nächsten Moment wieder ihre Nase zu krausen und ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. „Das ist noch so lange hin."

„Drei Tage", sagte er.

„Fast vier", stellte sie fest.

„Entweder du gibst dich damit zufrieden, oder wir lassen es ganz bleiben." Dabei verschränkte er seine Arme und schaute sie ernst an. „Und um ein für alle mal klar zu machen, wie es laufen wird. Ich bestimme wann wir uns sehen, kein Wort zu Dritten und du vernachlässigst auf keinen Fall das Lernen für die Prüfung. Sollte ich feststellen, das du einen der Punkte nicht erfüllst, hat das zur Folge, das die Abmachung null und nichtig ist. Hast du mich verstanden?"

„Sonst noch was?" Sie verschränkte ebenfalls ihre Arme vor der Brust und zog eine Augenbraue hoch.

Auch seine Augenbraue erreichte ungeahnte Höhen. „Im Augenblick nicht!"

„In Ordnung, dann Mittwoch. Um Acht?" Sie hatte die provokante Haltung aufgegeben und richtete stattdessen ihre Kleidung, wobei sie den Slip in eine Hosentasche steckte.

„Eher später und zwar so spät, dass du gar nicht in Erklärungsnot gerätst bei deinen kleinen Freunden. Ich lasse dich jetzt durch mein Büro wieder raus, falls dich jemand sehen sollte, wird es so besser sein, als wenn du aus meinen privaten Räumen kommst" Er drehte sich um und sie folgte ihm, an der Tür die aus seinem Büro führte blieb er stehen, eine Hand auf die Klinke gelegt und wartete bis sie zu ihm aufschloss.

Sie legte ihre Hand auf seine, stellte sich auf die Zehenspitzen und drückte ihm einen zarten Kuss auf die Lippen. „Bis Mittwoch dann und – es war fantastisch."

Er hatte kein Wort mehr gesagt, nur die Tür geöffnet und hinter ihr leise wieder geschlossen, die Klinke hielt er immer noch in der Hand, als er leise sagte: „Das war es!"

Snape ging zurück in seine Räume und ließ sich dort auf seine Couch fallen. Er hatte sie nicht angelogen, er musste tatsächlich an diesem Nachmittag noch einige Tränke für Poppy fertig stellen und am Abend war er mit Lucius auf Malfoy Manor verabredet. Aber das wichtigste war, er brauchte Zeit zum Nachdenken.

Nachdem sie an diesem Morgen Sex hatten und sein vernebeltes Hirn wieder klar denken konnte, war er wütend geworden und zwar über sich selbst. Wie hatte er ihr in einem Anfall von Sentimentalität nur sagen können, wie es sich für ihn anfühlte mit ihr zu schlafen. Hier war er definitiv zu weit gegangen und er fragte sich welcher Teufel ihn da geritten hatte.

Es war so ungewohnt gewesen, neben jemanden aufzuwachen und nicht zu bereuen, diese Person am Abend zuvor nicht weg geschickt zu haben. In der Regel vermied er es seine Sexpartnerinnen hier auf Hogwarts zu empfangen, sondern man kam anderweitig zusammen und so konnte er auch jederzeit gehen. Aber es hatte sich gut angefühlt ihren warmen Körper an seinem zu spüren und ihren Duft einzuatmen, zu gut für das Maß, das sein Verstand ihm zugestand.

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Hermine kam gut gelaunt am Portrait der fetten Dame an. Heute konnte ihr niemand die Laune vermiesen, nicht einmal ein eifersüchtiger Ronald Weasley. Es hatte gar nicht besser laufen können, die Nacht war phänomenal gewesen und niemand hatte sie auf dem Rückweg bemerkt. So könnte es weiter gehen, wenn es nach ihr ginge. Sie betrat den Gemeinschaftraum und sah ihre Glückssträhne bestätigt. Die wenigen Schüler, die bereits wach waren nahmen keinerlei Notiz von ihr, nur Ginny saß in einem Sessel und schien zu warten, dass Harry kam, um mit ihr zum Frühstücken zu gehen.

„Guten Morgen, Ginny." Sie ließ sich neben ihrer Freundin in den breiten Sessel plumpsen und drückte diese kurz an sich.

„Du riechst nach ihm und nach Sex. Ich erwarte einen vollständigen Bericht und alle Details", flüsterte Ginny, damit niemand es hören konnte und in einer normalen Lautstärke fügte sie an: „Und guten Morgen, Mine."

„Dann sollte ich wohl besser gehen, bevor Harry kommt, schließlich können die beiden sich nicht besonders gut riechen." Hermine stand auf und zwinkerte ihr zu, bevor sie sich mit federndem Gang auf den Weg in ihr Zimmer machte.

Immer noch ein Grinsen auf dem Gesicht stand Hermine unter der Dusche und seifte sich ein. Sie stellte sich vor, es wären seine Hände die ihren Körper berührten und dachte an den vergangenen Morgen. Er hatte Dinge zu ihr gesagt, die ihr einen wohligen Schauer bescherten und sie war sich sicher, dass er sie zumindest mochte. Sich ihren Tagträumen weiter ergebend glitten ihre Finger zu ihrer Scham, was ihr aber überraschend ein schmerzhaftes Wundsein offenbarte. Oh Mine, dachte sie, diese Zwangspause die er dir verordnet hat ist dringend nötig. Sie wusch sich jetzt zügiger, trocknete sich und ihr Haar, zog dann frische Kleider an, um doch noch rechtzeitig zu einem Frühstück in die Große Halle zu kommen.

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Snape saß in einem der lederbezogenen, schweren Sessel im Kaminzimmer von Malfoy Manor. Er starrte gedankenverloren in die goldbraune Flüssigkeit seines Cognacglases, als könne er dort die Lösung eines schwerwiegenden Problems ablesen.

„Severus?"

„Hm!", brummte der so angesprochene nur, ohne auch nur die geringste Regung zu zeigen.

„Ich habe dich gefragt, ob du dir mein Angebot, für mich zu arbeiten, nicht noch mal durch den Kopf gehen lassen willst?", fragte Lucius eindeutig ungeduldig werdend.

„Nein!"

„Du bist sehr wortkarg heute, nicht das mich das sehr wundern würde, du warst noch nie ein Mann der vielen Worte, aber heute... Haben deine Schüler dir wieder welche deiner wertvollen Trankzutaten zu sehr zerhackt, zerschnitten oder sonst was mit ihnen getan?" Amüsiert über diese Vorstellung nippte er an seinem Cognac.

Die Antwort bestand aus zwei zusammengezogenen Augenbrauen und zu Schlitzen verengten Augen.

„Aber nicht doch Severus, das gibt so hässliche Falten." Malfoy lachte, als sich eben jene angesprochenen Falten noch vertieften. „Was kann ich nur tun, um dich etwas aufzumuntern?", fragte er mehr sich selbst, als sein Gegenüber. „Wie wäre es mit einem Besuch eines besonders reizenden Etablissements in London? Wir waren lange nicht…"

„Nein, Lucius! Von mir aus geh allein, mir steht nicht der Sinn nach derartigen Vergnügungen." Die Vorstellung mit Malfoy einen dieser Orte im Rotlichtviertel Londons zu besuchen widerte ihn an. Er war zwar schon einige Male dort gewesen, auch ohne seinen Freund, doch die Spielarten, die der Blonde dort bevorzugte und an denen er selbst oft genug teilgenommen hatte, reizten ihn heute nicht.

Malfoy runzelte verärgert aber auch überrascht die Stirn. Er fragte sich was los war mit dem Tränkemeister. Nicht nur, dass er heute extrem mundfaul war, er wirkte auch noch abwesend. Auch die Aussicht sich anderweitig die Zeit zu vertreiben, ließ ihn nicht locker werden.

„Seit wann bist du derartigen Vorschlägen abgeneigt? Mir scheint du hast auf Hogwarts passenden Ersatz gefunden."

„Lucius, ich sage es dir jetzt ein letztes Mal. Halt dich da raus, es geht dich nichts an" Zornig kippte er seinen Cognac in einem Schluck herunter.

Malfoy ließ sich von der Wut seines langjährigen Freundes nicht beeindrucken, griff stattdessen nach der Kristallkaraffe und füllte das Glas seines Gastes wieder auf.

„So so, bei meinem letzten Besuch sagtest du mir noch, die Sache hätte ein Ende gefunden. Und jetzt höre ich, dass es mich nichts angeht. Das eine Mal habe ich dir helfend unter die Arme gegriffen, du standest dir ja selbst im Weg. Und du dankst es mir, indem du mich nicht mehr teilnehmen lässt. Ich muss sagen; ich bin enttäuscht."

Wütend stand Snape auf und leerte auch das zweite Glas in einem Zug. „Du hast mir geholfen? Glaube mir, ich hatte die Sache ganz gut im Griff, bis du aufgetaucht bist."

Jetzt griff er selbst nach der Karaffe, um sein Glas wieder zu füllen.

Gelassen beobachtete Malfoy den Tränkemeister. „Vielleicht sollte ich dir lieber eine Flasche Feuerwhisky kommen lassen, wenn du meinen Cognac nicht zu schätzen weißt. Warum regst du dich eigentlich so auf?"

Auch das dritte Glas war schon wieder zur Hälfte leer. „Du regst mich auf, Lucius. Begreife es endlich, sie ist nichts für dich."

Malfoy ließ die Antwort auf sich wirken und wiederholte sie Wort für Wort in seinem Kopf. „Sie ist…? Jetzt verstehe ich, eine der beiden hat es dir also angetan. Lass mich einen Moment überlegen – das kleine Schlammblut?"

Die Augen des Schwarzhaarigen funkelten bedrohlich.

Beschwichtigend hob Lucius die Hände. „Ist ja schon gut. Ich meinte natürlich die muggelgeborene Hexe."

Snape stellte sein leeres Glas ab und sagte entschlossen: „Es wird besser sein, wenn ich jetzt gehe."

Malfoy wusste, wenn sein Freund in dieser Stimmung ist, es das Beste war ihn nicht aufzuhalten. Schmunzelnd führte er sein Getränk zum Mund, als die Tür gerade donnernd hinter Severus ins Schloss fiel. Es hatte ihn also erwischt, diesen düsteren Bewohner von Hogwarts Kerkern, auch wenn er es selbst noch nicht wahr haben wollte.

Mit wehendem Umhang rauschte eine dunkle Gestalt durch die Gänge auf seine privaten Räume zu. Der Abend bei Lucius hatte ihn so manche Dinge klar sehen lassen. Der Gedanke an diese Huren, zu denen Malfoy ihn mitschleifen wollte, hatte ihn unweigerlich den Vergleich zu Hermine ziehen lassen und zu einer Einsicht gebracht. Dass alles, was er in solchen Etablissements erhielt, ein billiger Abklatsch von dem war, was er haben konnte und wollte. Es war nichts anderes, als eine zeitlich begrenzte Illusion von Wärme und Nähe, nur die körperliche Befriedigung wurde erreicht, aber nichts sonst. Ihnen allen fehlte etwas, etwas das sie nie würden sein können, sie waren nicht Hermine.

Die Vorstellung, das der Blonde, seine Hände ein weiteres Mal auf sie legen würde, hatte ihn fast zum explodieren gebracht. Er musste seine ganze Selbstbeherrschung sammeln um diesem arroganten, selbstgefälligen Mistkerl nicht am Kragen zu packen, um ihm ein für allemal klar zu machen, das er sich raus zu halten hatte.

Er würde die Zeit mit ihr genießen, er würde es soweit auskosten wie es möglich war. Aber er würde sich auch an die Abmachung halten und sie zum Ende des Schuljahres ziehen lassen. Es wäre nicht richtig sie daran zu hindern, nur damit es ihm besser ging.

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Hermine verbrachte den Großteil ihrer unterrichtsfreien Zeit mit Lernen. Sie lächelte bei dem Gedanken daran, dass sie es nicht mehr nur für einen guten Abschluss tat, sondern auch um Severus keinen Grund zu liefern ihr Arrangement für beendet zu erklären.

Ginny hatte in Erwartung eines ausführlichen Berichts natürlich nicht lange auf sich warten lassen und sie nach ihrem Frühstück in der Großen Halle abgefangen. Gemeinsam gingen sie auf das Zimmer der Schulsprecherin, um dort ungestört und vor allem sicher vor neugierigen Lauschern, reden zu können.

Ginny hatte es sich sofort auf Hermines Bett bequem gemacht und stellte sich innerlich auf eine lange und vor allem detailreiche Berichterstattung ein.

„Nur so viel", sagte Hermine und bei diesen ersten Worten verdrehte ihre Freundin schon wieder die Augen. „Wir haben eine Vereinbarung, an die bestimmte Bedingungen geknüpft sind. Die Wichtigste ist, das ich niemandem erzähle was zwischen Severus und mir läuft."

„Na toll!", sagte Ginny sichtlich enttäuscht. „Und ich habe mich so gefreut davon zu erfahren, was ihr so treibt und vor allem, wie du ihn schließlich davon überzeugen konntest."

Hermine stand mit verschränkten Armen vor dem Bett und schüttelte nur verneinend mit dem Kopf, konnte sich ein Schmunzeln aber nicht ganz verkneifen.

„Das ist gemein", beleidigt zog die Rothaarige einen Schmollmund. „Ich hätte nie gedacht, dass du so etwas durchziehen würdest. Wie denkst du eigentlich darüber und was fühlst du für ihn? Das wirst du mir doch wenigstens sagen dürfen."

Sie legte den Kopf schief, als überlege sie, was sie antworten sollte, dann setzte sie sich zu ihrer Freundin aufs Bett. „Da hast du mich wohl unterschätzt. Aber wenn ich ehrlich sein soll, hat es sich irgendwie verselbstständigt. Nach dieser Nummer an der Schlossmauer, wollte ich wissen was es war, warum ich so handelte und was mich zu ihm hinzog. Ich stellte fest, das ich ihn wieder wollte, aber auch das ich wissen musste, wie er wirklich ist. Daraus habe ich den Mut gezogen den ich brauchte, um ihn ein weiteres Mal zu überzeugen und ihm schließlich den Vorschlag gemacht."

Hermine holte tief Luft bevor sie leiser weiter erzählte. „Er ist so ganz anders, wenn wir zusammen sind, ich fühle mich wohl bei ihm, geborgen und begehrt. Er gibt mir etwas wodurch ich mich besser fühle, alles fällt mir leichter und ich vermute, dass es ihm ähnlich geht, denn irgendetwas muss es sein, sonst würde er es nicht fortführen. - Und ja, ich habe ihn sehr gern."

„Pass bloß auf, dass du dich nicht in ihn verknallst", sagte Ginny mit einem leicht warnenden Unterton und suchte in den Augen ihrer Freundin nach verräterischen Anzeichen. „Bei Merlin, es ist schon passiert. Du bist in Snape verliebt."

„Und wenn schon.", versuchte Hermine sich zu verteidigen. „Mir ist durchaus bewusst, dass wir keine gemeinsame Zukunft haben. Er hat mir deutlich zu verstehen gegeben, dass er keinerlei Interesse an irgendwelchen Beziehungen hat. Aber so lange er es zulässt, werde ich ihn so oft treffen wie es möglich ist und in vollen Zügen genießen, bis zu meinem Abschluss."

„Ich hoffe für dich, dass du den Absprung schaffst."

Das hoffe ich auch, dachte Hermine bevor sie Ginny verabschiedete und wieder allein war.

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Die folgenden Wochen bis zum Beginn ihrer Abschlussprüfung war für Hermine eine der schönsten aber auch anstrengenden Zeiten. Mittlerweile trafen sie und Snape sich fast täglich und bis auf wenige Ausnahmen, schlich sie immer sehr spät am Abend hinunter in die Kerker. Der Schlafmangel war ihr deutlich anzusehen, doch schoben ihre Freunde dies auf ihren übermäßigen Lerneifer in Hinblick auf die Prüfungswoche. Bis auf Ginny wusste niemand über diese seltsame Beziehung Bescheid. Neville war inzwischen mit Luna zusammen, Ron hatte sich mit Lavender getröstet und Harry hatte ohnehin nur noch Augen für die junge rothaarige Gryffindor. Hermine war das nur recht, musste sie sich doch keine Ausreden einfallen lassen, wenn sie sich nach dem gemeinsamen Lernen zurückzog, um nicht zu stören, wie sie so oft sagte.

An den Abenden und Nächten bei ihm ging es bald nicht mehr nur ausschließlich um Sex, obwohl der bei weitem nicht zu kurz kam. Doch immer öfter entwickelten sich Gespräche, über Bücher, über den Unterricht, im speziellen über Zaubertränke. Dabei kam es vor, dass sich regelrecht Streitgespräche über unterschiedliche Ansichten ergaben, aus denen Snape allerdings meist als Sieger hervor ging, da er über ein breit gefächertes Wissen verfügte, das auch sehr viel tiefer ging als Hermines.

Es schien ihn zu amüsieren, wenn ihr die Argumente ausgingen und händeringend versuchte ihren Standpunkt zu vertreten. Er zeigte auch Interesse an ihren Plänen für die Zukunft, welchen Weg sie einschlagen würde, wenn sie studierte. Worüber sie nicht sprachen, war seine Vergangenheit und ihre Empfindungen. Das Thema Gefühle und was sie beide füreinander waren und bedeuteten, wurde von ihnen nicht angesprochen.

Hermine lag vollkommen entspannt in Snapes Bett, den Kopf auf seine nackte Brust gelegt und spielte versonnen mit den wenigen Haaren, die unterhalb seines Bauchnabels eine Linie bildeten.

„Du wirst jetzt, wo die Prüfungen vor dir liegen, nicht mehr hierher kommen", sagte Snape und legte seine Hand auf ihre.

Entsetzt sah sie ihn an. „Warum nicht?"

„Du solltest dich auf deine Aufgaben konzentrieren und außerdem solltest du dazu ausgeschlafen sein", erwiderte er mit Nachdruck.

„Ich kann mich viel besser konzentrieren, wenn ich entspannt bin", sie lächelte ihn hintergründig an.

„Hermine, dieser Abschluss ist wichtig für deine weitere Laufbahn, du willst ihn doch nicht in den Sand setzen, nur für eine weitere Nacht hier?" Es war zwar eine Frage gewesen, aber die Art wie er gesprochen hatte und der Kuss, den er ihr auf die Stirn gab, hatten etwas Endgültiges.

Sie hätte ihm so gern gesagt, dass er ihr mindestens genauso wichtig war wie diese Prüfung und ihre Zukunft, brachte es aber nicht über die Lippen, aus Angst über seine Reaktion. Stattdessen nahm ihre Hand die Spur der Linie wieder auf und sie hauchte ihm mit verführerischer Stimme entgegen: „Dann sollte ich diese Gelegenheit wohl bis zum letzten auskosten."

Er drehte sich zu ihr, fasste fest ihren Po und zog sie verlangend an seinen Schoß. „Du kannst mir glauben, damit bin ich mehr als einverstanden und was es heißt etwas auszukosten, werde ich dir in dieser Nacht zeigen."

TBC

Spekulationen über das Ende würden mich wirklich brennend interessieren, dafür könnt ihr den kleinen Knopf unten links benutzen. ;-)

Vielleicht bin ich ja auch gemein und stelle das letzte Chap. erst on, wenn eine bestimmte Zahl Reviews erreicht ist. Manchmal bin ich halt auch gaaaanz böse. ;-))