DIE GRAUTÖNE DER NACHTWANDLER 2.Teil
„Ich habe etwas Seltsames entdeckt." Meinte Riess während er Helena musterte. „Und dir geht es wirklich gut?" Helena musste grinsen „Ich bin mir gar nicht gewöhnt das du dir sorgen um mich machst." Riess sah sie besorgt an „Ich habe mir heute Nacht den Tatort angesehen nachdem die Streife dort gewesen ist da sind zwei riesen Löcher in den Hauswänden." Helena nickte kurz „beeindruckend hast du Fotos gemacht? Wenn das Barbara sieht wird sie ausrasten." Riess sah sie mit einem langen Blick an „das ist alles worüber du dir sorgen machst?" fragte er. Helena hob die Schultern „das und diese bescheuerten Hangover die man bekommt wen man zu viel getrunken hat." Antwortete sie kühn. Riess schüttelte den Kopf. „Also was hast du Seltsames entdeckt?" fragte sie. Riess zog ein Couvert aus der Tasche und holte mehrere Polaroidfotos heraus „Das wurde letzte Nacht aus dem Juwelier gestohlen." Helena sah sich die Fotos an „Nette Steinchen." Er reichte ihr ein Zeitungsausschnitt sie nahm ihn entgegen und sah das Bild an es zeigte eine mit Diamanten besetzte Halskette. „Wow!" meinte sie. Riess nickte zustimmend „Dieser Artikel war letzte Woche in der Gotham News. Zur Eröffnung des Ladens wurden ein par exklusive Stücke aus Europa eingeflogen und rate mal wo sie jetzt sind." Helena sah ihn an „Gestohlen würde ich mal raten." Riess schüttelte grinsend den Kopf „Der Dieb hat sie nicht mal angefasst." Helena zuckte mit den Schultern „Wahrscheinlich schwer zu verkaufen und der Typ sah nicht so aus als trägt er Frauenschmuck am Wochenende." Riess sah sie an „ich habe nachgeforscht auf dem Schwarzmarkt herrscht grosse nachfrage nach Diamanten dieser Art." „Dummer Dieb, vielleicht kann er nicht lesen." Antwortete sie. Er zuckte nur mit den Schultern.
„Schon irgendwelche Neuigkeiten?" fragte Helena als die den Colckdower betrat. Barbara sass wie immer vor ihrem Computer, sie sah hoch. „Wie geht's der Schulter?" fragte sie zurück. Helena drehte zur Antwort ihren Arm im kreis und zeigte das alles wieder gut war. „Ausgezeichnet." Meinte Barbara und widmete sich wieder dem Computer „ich habe den Knochenbrecher in der Datenbank gefunden, zahlreiche Vorstrafen, Einbruch schwere Körperverletzung aber nichts das uns weiterhilft." Sie sah kurz über den Bildschirm als Diana die Treppe hinunter kam. „Wieso heisst er Kerl eigentlich Knochenbrecher das ist doch unlogisch er bricht doch gar keine Knochen er wirft sie wieso nennt ihr ihn nicht Knochenwerfer oder Knochenspucker?" Helena warf ihr einen abwertenden blick zu „würdest du dich Knochenspucker nennen." Fragte sie mit ekelerregtem Unterton „Und zweitens du solltest dir den Kerl mal genau ansehen." Diana trat hinter Barbara und sah neugierig auf den Bildschirm. „Sieht wie ein zu gross gewachsener Zirkusclown aus." Argumentierte sie. Helena grinste „da stellt sich die Jobsuche etwas schwierig heraus. Auf der anderen Seite würde sich das Publikum bestimmt tot lachen wen er jedes Mal mit dem Kopf den Zelteingang mitreisst." „Ihr geht heute zusammen auf Patrouille." Sagte Barbara ernst „Du lässt Helena die Arbeit machen und greifst erst ein wenn ich dir den Befehl dazu gebe." Fügte sie hinzu und sah Diana ernst an. Diese wollte Protestieren doch Barbara hob die Hand „Du hast morgen Schule ich lasse keine Ausreden wegen blauen Flecken gelten." Diana grunzte „Als hätte ich das schon mal gemacht." „Ich gebe Diana recht bei den blauen hat sie das noch nie gemacht sie waren meistens schon gelblich grün." Argumentierte Helena und setzte sich neben Barbara auf den Schreibtisch. „Denkst du er schlägt heute Abend wieder zu." Barbara zuckte mit den Schultern. „Wir müssen herausfinden was er vor hat und wen er heute Nacht wieder zuschlägt sind wir vorbereitet." Sie reichte beiden ein Blatt aus dem Drucker „Ich habe alle weiteren Juweliere in New Gotam markiert. Helena du überwachst die nördlich des Colcktowers und Diana die südlichen."
„Es ist alles still." Drang Dianas Stimme durch das Com in Helenas Ohr sie war mit dem Geländewagen unterwegs während Helena die Dächer übernahm. „Achtung Alarm 42. Strasse ein Juweliergeschäft das könnte unser Mann sein." Meldete Barbara. „Jetzt nicht mehr." Meinte Helena kühn während sie sich auf den Weg machte sie war nur wenige Blocks davon entfernt. „Bin unterwegs." „Huntress du gehst vor Diana warte im Wagen wenn du dort angekommen bist, du schreitest erst ein wenn ich es dir sage." Befahl Barbara durchs Com. Von Diana war ein enttäuschtes Murmeln zu hören. „Ich bin in Sichtweite." Unterbrach Helena „gehe jetzt runter." „Sei vorsichtig." Mahnte Barbara. Helena landete vor dem Zerbrochenen Schaufenster des Geschäftes. Der Knochenbrecher war gerade dabei einige Halsketten in seinen Beutel zu stopfen. Helena schlich durch den Eingang und positionierte sich davor, sie verschränkte die Arme und meinte: „Sind die nicht etwas zu schön für dich? Ich kenne da jemanden der genau die Passenden Armreifen für dich hätte." Der Knochenbrecher sah hoch er wirkte wenig überrascht und trat auf sie zu „und stell dir vor die müsstest du nicht mal klauen die gibt es gratis." Geschickt wich sie einigen Faustschlägen aus und schlug mit aller Kraft mit ihrem Fuss zurück. Er taumelte etwas und stiess mit seinem Arm eine Glassvitrine an die bedrohlich wankte und dann auf dem Boden zerbrach. „Riess wird eine Krise bekommen." Murmelte sie als sie sich unter einem Duzend Knochepfeilen hindurch duckte. Hinter ihr zerbrach Glass als die Pfeile einschlugen. Helena griff nach einer quadratischen Glaskorpus der über einen Sockel gestülpt war, auf dessen Sockel sich glitzernder Schmuck befand und hob das Glass hoch, er löste sich ohne grossen Widerstand vom unteren Teil doch im nächsten Moment brach eine schrille Alarm aus. „Ups." Grinste sie „wie ungeschickt von mir." Sie warf ihn so fest sie konnte in seine Richtung und sah zufrieden zu wie er seitlich gegen den Kopf des Knochenbrechers schlug. Das Glas zersplitterte und hinterliess kleine schnitte in seiner rechten Gesichts hälfte. Wütend griff er nach ihr, Helena versuchte auszuweichen doch sie war um Millisekunden zu langsam er bekam den Schulterstoff ihres Ledermantels zu fassen und zog sie an sich heran. Sie rammte ihm ihre Linke in die zerschnittene Gesichtshälfte und sorgte dafür dass sich einige Glassplitter tiefer in die Wunden gruben. Er schrie auf und sie wollte aus ihrem Mantel schlüpfen doch er hatte mit seiner zweiten Hand bereiz ihre andere Schulter gepackt, sie spürte wie etwas in ihre Schulter eindrang so fest sie konnte schlug sie ein zweites Mal auf sein Gesicht ein. „Die Polizei ist schon unterwegs." Meinte sie mehr um sich selbst zu beruhigen und spürte den Schmerz der sich wie ein kalter Schleier in ihrem Körper ausbreitete. Er knurrte auf und stiess sie von sich weg. Helena prallte gegen die Eingangstür die bis dahin noch ganz geblieben war, zu Helenas Pech war sie aus kugelsicherem Glass. Der Aufschlag wurde von einem kleinen Blackout begleitet. Das nächste an was sich Helena wieder erinnerte war das sie auf der Strasse lag und Glasssplitter auf sie nieder prasselten. Sie sog die kühle Nachtluft in sich hinein und fluchte. „Diana eingreifen." Hörte sie Barbaras verschwommene Stimme sie schüttelte den Kopf um die Benommenheit aus ihrem Gedanken zu treiben und richtete sich auf ihr ganzer Körper schmerzte doch sie ignorierte es. Der Knochenbrecher trat neben ihr auf die Strasse und begann in die Entgegengesetzte Richtung zu laufen. „Er will abhauen." Meldete sie als sie auf die Füsse sprang um ihn zu verfolgen. Er war langsam und es gelang ihr locker ihn einzuholen „Dieses mal warten wir schön bis die Polizei hier ist." Rief sie als sie ihm in die Beine rutschte und ihn so zu Fall brachte. Überrascht über ihren Angriff taumelte er noch ein paar Schritte vorwärts und prallte wie ein schwerer Kartoffelsack auf den harten Asphalt. Er rollte herum und starrte für einen kurzen Augeblick neben Helena vorbei zu den Dächern die über ihr langen dann richtete er sich langsam und mühsam auf. Helena wirbelte herum als er langsam weg humpelte. Da war Jemand auf den Dächern sie konnte die Anwesenheit einer weiteren Person jetzt spüren. Der Knochenbrecher war einige Schritte weiter stehen geblieben „Keinen Schritt weiter oder du bist Knochenmuss." Hörte Helena Diana sagen sie achtete nicht darauf und konzentrierte sich weiterhin auf die Dächer es war zu dunkel um etwas zu erkennen deshalb wechselte sie auf Nachtsicht ihre Augen blitzten auf als sie sich veränderten und da war tatsächlich jemand und er hatte eine Gewehr bei sich doch die Mündung zeigte nicht auf Helena das Blut gefror in ihren Adern. Ein schrecklicher Gedanke huschte durch ihren Kopf und im nächsten Moment hatte sie auch schon die wenigen Meter zwischen sich und Diana hinter sich gebracht „Diana weg da." Schrie sie. Diana sah erschrocken hoch wie Helena auf sie zu rannte wenige Sekunden später flogen auch schon beide Frauen über den Boden neben ihnen bohrte sich die Kugel in den Asphalt. Aus dem selben Grund aus dem man immer dann den Lack eines Autos zerkratzte wen man es erst vor wenigen Tagen frisch lackiert hatte gab es ebenfalls eine ungeschriebene Regel dass wenn man unkoortiniert durch die gegen flog immer am Landepunkt die Mühlsäcke deponiert waren. Helena begann schon zu fluchen als sie bemerkte das sie darauf zu flogen und wie es nicht anders sein konnten landeten sie genau da wo sie befürchtet hatte. Sie wollte erst gar nicht wissen was sich unter der schwarzgrauen Plastikhaut verbarg doch ihr innerlicher Wunsch fand kein gehör. Mit einem leisen knirschen zerplatzte der Sack unter dem gewicht der beiden und all die Sachen die anscheinend schon seit Wochen darin lagen, und sich schon an ihre Umgebung gewöhnt hatten fanden einen neuen Platz auf Helenas Kleidern und um sie herum auf den Boden. „Igitt!" kreischte Diana angewidert. Helena ignorierte es, sie ärgerte sich darüber das die Liste über die Dinge die sie Ignorierte immer länger wurde und sprang hoch nur um ein weiteres mal den Schmerz in ihrer Schulter zu ignorieren, doch was viel wichtiger war, jemand hatte auf sie geschossen und das machte sie stink wütend. Was auf der einen Seite damit zu tun hatte das sie mit Essensresten übersäht war und auf der andern mit der Tatsache dass sie wütend war. „Ich schlag dich Windel weich." Fauchte sie und rannte los. Als sie eine Minute später über die Ziegel des Daches sprang war der Schütze bereiz weg. „Was ist passiert." Hörte sie Barbara durch das Com sagen. Irgendwo in der nähe quietschten Autoreifen. So schnell sie konnte sprang sie über die Dächer darauf zu. „Huntress hat mich gerade in einen Haufen Essensreste gestossen." Hörte sie Diana sagen. „Verdammt Diana hör auf zu jammern und setz dich hinters Steuer sie fahren in Richtung Hafen." Schnaufte Helena wütend in ihre Halskette.
