DIE GRAUTÖNE DER NACHTWANDLER Teil 5
Helena drehte das Gas auf und raste mit dem Bike zurück in Richtung Stadt ihr war egal wenn sie nun die Aufmerksamkeit auf sich zog. Ihre Seite brannte vom Faustschlag doch sie ignorierte die Schmerzen. Vor dem Darkhorse parkierte sie das Bike und sprang ab. Ihre Hände zitterten als sie nach der Tür griff. Sie trat in die Bar und nahm eine Flasche Whisky vom Tresen sie füllte sich ein Glass und trank es. Helena griff erneut nach der Flasche und liess sich hinter der Theke hinuntergleiten. „Verdammt nicht schon wieder." Sie vergrub das Gesicht in den Händen. Bilder ihrer Mutter wie sie Blutend am Boden lag zuckten durch ihr inneres Auge. „Nicht du auch noch Barbara." Murmelte sie leise während die Tränen über ihre Wangen liefen. Sie setzte die Flasche an und trank einen grossen Schluck. „Helena." Riess trat in die Bar. Schnell wischte sie sich die Tränen aus dem Gesicht. „Was willst du?" fragte sie mit einem verärgerten unterton in ihrer Stimme. „Ich komme gerade vom Spital." Antwortete er „Diana hat nach dir gefragt." Helena stand auf „wie geht es Barbara?" fragte sie leise. „Sie ist im Koma." Antwortete er trübe. „Jemand wird dafür bezahlen." Zischte Helena kalt. Riess griff nach ihren Händen „las mich das machen ich werde sie schon finden du bist im Moment emotional zu geladen. Du solltest nach Hause gehen und dich hinlegen." Helena schüttelte den Kopf „du hast vergessen das ich kein Polizistin bin. Ich bin nicht an eure Regeln gebunden ich werde nach den Dreckskerlen suchen." Er sah sie an, Mitgefühl lag in seinem Blick, doch genau das machte sie Wütend „du wirst alles zerstören wofür du gekämpft hast wenn du so weitermachst ich konnte die Männer im Krankenhaus gerade noch so davon abhalten nicht ein Phantombild von dir zu erstellen." Helena starrte ihn wütend an „ich hätte ihm nicht nur das Handgelenk sonder den Hals brechen sollen." Riess schwieg und Helena erwartete für einen Moment das sie von Barbaras Stimme korrigiert wurde doch niemand sagte etwas und sie realisierte das sie nun alleine die Entscheidungen traf. Ihre Augen blitzten auf und sie riss sich von ihm los. „Es ist vorbei ich bin nicht mehr bereit das leben meiner Freunde zu opfern nur um das Richtige zu tun." Sie holte Luft „Ich bin nicht wie Batman." Fügte sie hinzu. Riess starrte sie verwirrt an „niemand verlangt von dir dass du wie dein Vater bist." Meinte er. Helena nahm einen Schluck aus der Flasche und sah ihn nochmals an „Ich bin auch nicht Huntress. Huntress ist jemanden der Barbara erfunden hatte jemanden der New Gottham von dem Verbrechen reinigt. Huntress liegt mit Barbara im Koma ich bin Helena und ich werde dafür sorgen das solche Menschen wie der Knochenbrecher nicht mehr aus dem Gefängnis ausbrechen können, sogar noch besser er kommt gar nicht erst hinein sondern direkt unter die Erde." Sie stellte die Flasche auf die Bar und ging Richtung Tür „Helena warte." Rief Riess Helena drehte sich zu ihm um und sah ihm in die Augen „Auf Wiedersehen Jesse." Mit diesen Worten verliess sie die Bar.
Helena stand im Türbogen zum Krankenzimmer Barbara lag in einem der Betten ihre Augen waren geschlossen ihr Gesicht bleich. Es schmerzte Helena sie so zu sehen. Dinah sass neben ihr und hielt ihre Hand. Sie Hatte den Rücken zum Eingang und bemerkte deshalb nicht dass Helena da stand. Sie wartete einige Minuten und sah zu wie Dinah sanft mit Barbara sprach und sich dabei immer wieder die Tränen aus dem Gesicht wischte. Helena drehte sich um und wollte gehen als sich ihr ein Rollstuhl in den wegstellte. „Sie sollten hinein gehen und Dinah Gesellschaft leisten Miss. Helena." Meinte Alfred seine stimme klang etwas schwach. „Helena." Erklang hinter ihr die Stimme von Dianah. Das war genau was sie verhindern wollte, sie wollte kurz schauen wie es Barbara geht und dann unentdeckt wieder verschwinden um zu erledigen was sie zu erledigen hatte. „Wow sie sind schon wieder auf Alfred." Meinte sie ironisch, ihre Stimme hatte einen seltsam kalten Unterton den sie selbst nicht mochte. „nun ich habe mich dafür entschieden ein unartiger Patient zu sein." antwortete Alfred ernst. „Helena wo warst du die ganze Zeit?" fragte Dinah flehend. „Ich habe herausgefunden wer dafür zur Verantwortung zu ziehen ist und genau das werde ich nun tun." Antwortete Helena „Barbara hätte nicht gewollt das sie…" begann Alfred doch Helena unterbrach ihn „Barbara ist nicht hier um mir das zu sagen und Hätte die Polizei sich vor Jahren richtig um solche Kriminelle gekümmert. Würden wir nicht genau jetzt hier stehen und Darüber diskutieren." Helena setzte sich in Bewegung sie hielt es keine Sekunde länger mehr aus warum verstand sie niemand, sie hatten alle etwas besseres zu tun und das war im Krankenhaus neben Barbaras Bett zu vergraulen und zu Heulen und darauf zu warten das ein Wunder geschieht. Doch leider war die Traurige Wahrheit das sich bestimmte Sachen nicht von selbst erledigen sonder erledigt werden mussten.
Die Lagerhalle war gegenüber der Fischfabrik man konnte es regelrecht riechen. Helena hatte ihr Bike weit genug weg abgestellt um nicht gehört oder gesehen zu werden. Langsam schlich sie sich in die Lagerhalle hinein sie war noch etwas zu früh. Doch mit etwas Glück konnte sie sich ein gutes Versteck suchen um auf die Gangster zu warten. Doch sie musste nicht lange warten kaum war sie auf einige der Frachtcontainer gestiegen die im hintern Teil der Halle gestapelt waren wurden die zwei grossen Eingangstore aufgeschoben. Helena duckte sich in den Schatten des nächsten Container. Zwei Gestalten traten in die Halle. „Du versteckst dich hinter den Containern und ich empfange sie." Befahl der Dünne „sobald sie in der Halle sind jagst du ihnen einen Pfeil durch den Rücken." Der Knochenbrecher nickte und ging auf Helena zu die etwa 10 Meter über ihm stand. Adrenalin fuhr durch Helenas Adern, ungeduldig richtete sie sich auf „ich muss euch leider mitteilen dass ich eure beiden Handlanger schon heute morgen ins Krankenhaus eingeliefert habe." Sagte sie Kalt. Beide sahen erstaunt zu ihr hoch. „aber ich habe doch am Telefon mit Tom geredet." Überlegte der Dünne überrascht „ich hohl sie da runter." Knirschte der Knochenbrecher und in der nächsten Sekunde rasten zwei Knochenpfeile auf Helena zu sie schien etwas zu überrascht um auszuweichen. Sie trafen sie in der Brust und sie stürzte rückwärts zwischen den Containern hinunter. Der Dünne begann zu lachen „das war einfacher als ich dachte." Schrie er triumphierend. Der Knochenbrecher trat näher an die Container heran "es hat sie voll erwischt ich wird sie rausziehen" er trat den dunkeln Zwischenraum zu im nächsten Augenblick traten ihm zwei Stiefel ins Gesicht er taumelte rückwärts. "Sucht ihr mich." Fragte Helena als sie mit beiden Füssen vor dem Knochbrecher auf dem Boden landete. Die Knochenpfeile steckten immer noch in ihrer Brust. Sie zog sie heraus und warf sie achtlos auf den Boden. „Die Polizei nennt dieses nette ding eigentlich eine Kugelsichere Weste aber ich habe mir gedacht das sie sicher auch gegen Pfeilen funktioniert." Sie grinste böse. Blut lief über das Gesicht des Knochenbrechers doch er kümmerte sich nicht darum. Er setzte zum Angriff an doch er war nicht schnell genug und sie wich seinen Schlägen problemlos aus. Auch sie trat und schlug zu doch sie wusste jetzt dass sie ihn nicht so leicht aus dem Gleichgewicht bringen konnte. Nach einiger Zeit begannen seine Bewegungen langsamer zu werden. Sie nutzte diese Gelegenheit sprang and einer der Wände hoch schlug mit ihren Elenbogen gleichzeitig auf seinen Schädel ein. „Schon müde?" fragte sie mit bösem unterton. Er wankte etwas doch nun mischte sich der Dünne ein. Er griff mit einem Baseballschläger an. Helena hatte keine Zeit mehr um auszuweichen, sie werte ihn mit ihren Unterarmen ab was dafür sorgte das der schmerz durch ihre Arme wanderte. Der Knochenbrecher hatte sich schon wieder gefangen und erneut Pfeile auf sie abgefeuert. Helena warf den Dünnen gegen die Wand wo er bewusstlos zusammensank und versuchte vor den Pfeilen in Deckung zu gehen. Doch einer erreichte sein Ziel, als sie weg sprang drang der Pfeil unterhalb ihrer Weste in ihr Fleisch ein streifte ihre Rippen und trat hinten wieder aus. Helena machte einen Salto über den Boden und landete auf ihren Beinen der Schmerz zuckte durch ihren Körper. Sie verharrte einen Moment wie gelähmt und biss die Zähen zusammen. „Verdammt nicht schon wieder." Zischte sie. Der Baseball Schläger rollte vor ihre Füsse und der Knochenbrecher setzte zum Angriff an. „Nettes Timing." Murmelte sie und wich dem Angriff mit einer weiteren Rolle aus in der sie sich den Schläger griff. Mit dem Gleichgewicht kämpfend landete sie wieder auf ihren Füssen. Ihr Blick wanderte nach unten Blut lief unter der Weste hervor und über ihr linkes Hosenbein. „Na toll." Sie sah im Augenwinkel wie er erneut Angriff und darauf hatte sie gewartet mit aller Kraft die sie besass schlug sie mit dem Schläger zu. Das Holz zersplitterte als es auf seine Schulter auftraf und dann seinen Kopf streifte. Er flog seitlich an ihr vorbei und prallte gegen die Backsteinwand in der er eine Delle hinterliess. Helena sah erstaunt auf das hintere Stück des Griffes das sie noch in der Hand hielt. Stöhnend versuchte sich der Dünne wieder aufzurichten. Helena trat auf ihn zu in der Hand immer noch das war vom Schläger übrig geblieben war. „Ihr habt die Jungs angeheuert um Alfred zu Töten und dann habt ihr Barbaras Wagen von der Strasse gedrängt." Funkelte sie ihn an. Sie packte ihn am Kragen seines Shirts und hob ihn etwas an. „Weshalb?" Er brachte nur ein gurgeln hervor „wer ist euer Boss?" Helena schlug seinen Kopf gegen die Wand hinter ihm er schrie auf und sie wiederholte es einige male dann zog sie sein Gesicht an ihres heran. „Die geliebte…" stammelte er. „Wer?" fragte Helena und schlug ihn nochmals gegen die Wand „…des Jokers." „was ist damit?" fragte sei „sie…sie hat uns den Auftrag gegeben." Helena wollte in nochmals einige male gegen die Wand schlagen doch eine Stimme erklang hinter ihr „Helena Stopp." Riess hatte gerade den Lagerraum betreten seine Waffe im Anschlag. Helena wollte ihm sagen dass er verschwinden soll doch in diesem Moment raffte sich der Knochenbrecher wieder auf und schoss ein duzend Pfeile auf sie. Helena sah den Mann an den sie immer noch am Kragen gepackt hatte es war keine Zeit mehr um auszuweichen. „Ich bin nicht wie du Barbara." Flüsterte sie und riss ihn herum. Als er erkannte woran sie dachte weiteten sich seine Augen. „Nein Bit…" begann er zu schreien sein Schrei vermischte sich mit dem von Riess der ihren Namen rief doch schon im nächsten Augenblick drang Blut aus seinem Mund als die Pfeile sich in seinen Rücken gruben. Helena warf ihn zu Seite und ging in den Angriff über nun war sie an der Reihe. Der Knochenbrecher versuchte auszuweichen doch Helena war schneller sie rammte ihm den Griff des Schlägers in den Hals und sah zu wie das Blut aus der Wunde lief während er gluckernde Geräusche von sich gab. „Helena." Riess kam auf sie zu „Was soll das?" fragte er ungläubig als er auf den Mann starrte. Helena öffnete den Klettverschluss der Weste ohne auf den Toten zu achten und warf sie ihm zu er fing sie auf „Sorry ich musste mir die West mal kurz ausleihen mir ist sonst nichts Besseres in den Sinn gekommen. Aber du kannst sie jetzt wieder zurück haben." Dann verliess sie die Halle so gut sie gehen konnte.
Helena stützte sich auf das Waschbecken ihr war schwindelig und ihr Gesicht war bleich doch das Hatte mit dem Blutverlust zu tun und nicht mit der Tatsache das sie gerade zwei Menschen getötet hatte. Sie fühlte sich kein bisschen anders. „du hast gerade was schlimmes getanen." Sagte sie zu ihrem Spiegelbild es gab wie erwartete keine antwort „Das war böse." Zwei kalte Augen starrten sie an und warteten auf antwort. „Das ist nicht das was wir tun." Sie imitierte Barbaras warnende Stimme. Dann begann sie zu lachen obwohl es ihr nicht nach lachen war dafür war es ihr zu schlecht und schwindlig. Sie ging schwankend zurück in ihr Zimmer und setzte sich an ihren kleinen Esstisch sie versuchte so gut es ging ihre Verletzung zu reineigen und zu nähen. Sie musste sich dazu Zwingen Wach zu bleiben als sie endlich damit fertig war lies sie sich auf ihr Bett fallen und schlief nach wenigen Sekunden ein.
