Danke für das Review, schade dass meine FF nicht so an zu kommen scheint, aber ich mach trotzdem weiter. Ein Autor freut sich schon sehr über Feedback ;)
„Was dann?" fragte der Schwarzhaarige fast schon eine Spur zu aggressiv. „Dann Professor..." spie Hermine ihm abfällig und mit starker Stimme entgegen. „Werde ich mit aller Kraft Ihnen das Leben zur Hölle machen und da können Sie noch so viele Zauber auf die Hütte legen, .!" In Hermine war wieder so etwas wie ein Wille zu kämpfen erwacht, nein – der Wille war erwacht! Snape sog scharf die Luft ein. Nein dumm war Hermine ganz bestimmt nicht, darauf wollte er auch gar nicht hinaus. „Und wie würden Sie ihr Verhalten bezeichnen Granger? War es nicht außerordentlich dumm, nichts mehr zu essen?" Hermines Augen verengten sich zu Schlitzen. Was bildete sich dieser Giftmischer eigentlich ein. Sie würde sich sein ungehobeltes Verhalten sicher nicht bieten lassen. Sie war eine Gryffindor und nicht so ein verlogener … Hermine wollte diesen Gedanken gar nicht zu Ende denken.
Ohne ihn wäre sie hier gar nicht gelandet. Dieser Krieg war sinnlos, aber lieber hätte Hermine mit Harry und Ron gekämpft. Und wo war sie jetzt? Im Behandlungszimmer einer Praxis mit ihrem Entführer, Professor Snape. 'Na das habe ich mir ja schon immer gewünscht', dachte Hermine resigniert.
„Lassen Sie mich allein Snape, ich will Sie nicht sehen. Außerdem soll ich mich doch erholen", zischte Hermine genervt.
Snape biss sich zunächst auf die Lippe. „Ich werde in der Nähe sein Granger, Sie entkommen mir nicht", knurrte er ihr zu.
Hermine ließ sich nach hinten sinken und zog die Decke nach oben.
„Gehen Sie." Hermines Tonfall war kühl. Selbst Snape schien dies zu verwundern. Er sagte nichts dazu. Der Schwarzhaarige verließ schweigend das Behandlungszimmer.
„Ich werde heute Abend wieder nach ihr sehen", sagte er kurz angebunden zu Charlet, welche einen übermüdeten Eindruck machte, daher nickte sie nur.
Den Tag verschlief Hermine die meiste Zeit eigentlich, etwas anderes hätte Hermine auch nicht machen wollen. Denn ihr Körper brauchte wieder Kraft und die holte er sich durch den Schlaf. Sie hatte Johnny versprochen etwas von seinem tollen Erdbeerkuchen zu probieren. Aber erst wenn sie wieder auf dem Damm war.
Gegen Abend, der große Praxisansturm war vor rüber, vernahm Hermine ein Klopfen.
„Ja?"
Sekundenbruchteile später öffnete sich die Tür und Hermine sah zu ihrem Arzt. „Dr. Hopkins", sagte Hermine müde und fuhr sich durch die Haare. „Ja der bin ich wohl", antwortete er. „Wie geht es Ihnen Miss Granger?" Hermine zuckte mit den Schultern. „Ich denke, den Umständen entsprechend... gut." William setzte sich auf einen Stuhl neben der Liege und schien sich einige Notizen zu machen. „Was ist eigentlich mit Mr. Snape, Sie scheinen... wenn ich mir die Frage erlauben darf, nicht besonders gut aufeinander zu sprechen sein." Hermine schnaubte. Nein, sie verachtete Snape grade zu. Doch sollte sie das diesem Arzt auch auf die Nase binden. „Wenn ich ehrlich sein soll Dr. Hopkins... besonders gern haben wir uns nicht gerade." Hermine entschloss sich nicht weiter darüber zu reden. Obwohl sie wusste, dass dieser Satz nach einem großen Aber klang.
William hatte sich zurück gelehnt und dabei die Arme verschränkt. Inzwischen hatte er den rechten Ellenbogen auf den linken Unterarm gestützt und seinen Zeigefinger vor den Mund gelegt. Dabei machte er einen furchtbar kritischen Analyseblick. Hermine beobachtete ihn dabei etwas irritiert. „Ist irgendwas?" erkundigte sie sich. „Nein, nein... ich denke nach."
Snape hatte sich irgendwie merkwürdig verhalten, weswegen er genauere Informationen bei Hermine einholen wollte, jedoch gestaltete sich dies als sehr schwierig. Vielleicht sollte er seiner Patientin etwas Zeit geben, dieser Weg war wohl der Beste.
Nicht das William Paul Hopkins neugierig war, der Hochgewachsene musste nur sehr gut über alles informiert sein.
„Miss Granger, Sie müssen mir nicht sagen, was genau passiert ist... jedoch möchte ich Ihnen ans Herz legen, möglichst bald wieder etwas zu essen. Johnny könnte Ihnen unter Umständen etwas zubereiten, ich persönlich sollte lieber die Finger davon lassen", hüstelte er.
William wollte Hermine nicht unbedingt unter die Nase reiben, dass er nicht gerade ein talentierter Koch war. Für ihn reichte es ja, aber nicht für andere.
„Wenn Sie etwas benötigen, rufen Sie Charlet oder Johnny..." Der hochgewachsene machte seine geübte Handbewegung durch die grauen Haare. „Oder nach mir." Hermine konnte sich ein leises Kichern nicht verkneifen. Dieser Arzt hatte Humor, dass musste sie ihm lassen und für einen Moment waren die negativen Gedanken verschwunden.
Snape dagegen war alles andere als erfreut über die ganze Situation. Hermine hatte ihn so weit gebracht, dass er sie hierher bringen musste, um ihr das Leben zu retten. Nicht das er daran zweifelte, aber die ganze Sache strapazierte auch seine Nerven. Etwas paranoid musterte er seine Umgebung. Warum hatte er das Gefühl, dass ihn alle anstarrten, wenn es auch gar nicht so war.
Er war sich wirklich nicht sicher, ob Hermine dicht halten würde. Oder ob sie ihn ans Messer lieferte. Sie hätte allen Grund dazu, aber die Gryffindor durfte nicht vergessen, dass er ihr mehr oder weniger das Leben gerettet hatte.
Wieder einmal wurde Snape klar, dass Frauen ein Fall für sich waren. Irgendwie musste er Hermine wieder aus der Sichtweite der Dorfbewohner und auf die Berghütte befördern.
Severus wurde abrupt aus seinen Gedanken gerissen, als er eine etwas ältere Dame auf sich zu laufen sah. Sie wollte ihn doch nicht etwa ansprechen.
„Monsieuuuuur!" rief sie ihm zu. 'Habe ich ein Schild um meinen Hals hängen, auf dem steht, kommuniziere mit mir?' Snape versuchte sein Gesicht so zu verziehen, dass diese komische Frau ihn nicht weiter störte, aber falsch gedacht. „Können Schie mir weiterhelfen?" fragte sie säuselnd mit einem französischen Akzent, welcher nicht zu überhören war. Snape rollte mit den Augen. „Womit denn?" knurrte Snape genervt, vielleicht konnte er so endlich diese Frau loswerden. Aber falsch gedacht. „Ich muss unbedingt zu Dr. Hopkins... er isch ein ehemaliger Studienfreund von mir." Zur Sicherheit nahm Snape etwas Abstand ein. Er mochte es nicht besonders, wenn ihm Menschen so nahe kamen. Vor allem solche französischen Damen. „Das er hier eine Praxis hat, wissen Sie Mrs...?" Snape musterte sie einen Augenblick lang fragend. „Nennen Schie misch einfasch Chantal." Snapes Miene versteinerte sich, doch in seinem inneren tobte es, er hatte Mühe sich das Lachen zu verkneifen. 'Chantal... das ist so ein... typisch... oh je.. bei Merlin...'. Erst jetzt stieg ihn dieser leicht alkoholische Geruch in die übergroße Nase. Die gute Chantal war also auch noch etwas angetrunken.
Snape räusperte sich. „Chantal, vielleicht sollten Sie ihn einfach in der Praxis aufsuchen... die ist hier gleich in der Nähe."
Ihr Gesichts zierte sogleich ein erfreutes Grinsen. „Vielen Dank Monsieur."
Amüsiert sah Snape dieser Dame nach.
William hatte noch einmal nach Hermine gesehen und wollte endlich in die Mittagspause gehen. Sein Magen knurrte und das unüberhörbar. Er notierte Charlet noch einige Dinge und machte sich auf den Weg nach draußen. Selten hörte er den Gesprächen auf der Straße zu, doch dieser französische Akzent entging ihm nicht. Das war doch nicht etwa... Sichtlich entsetzt weiteten sich die Augen des hochgewachsenen Arztes. Zwar konnte er nicht sehen wer genau das war, aber es reichte William aus, um möglichst wieder schnell in die Praxis zu kommen.
Er nahm die Beine in die Hand und betrat schnell wieder die sicheren Wände seines Arbeitsplatzes.
„Dr. Hopkins, ist noch etwas?" erkundigte sich Charlet erstaunt, denn Williams gehetzter Anblick ließ sie ins Grübeln kommen.
„Ich.. nun... Charlet, ich bin für NIEMANDEN zu sprechen!" sagte er schnell und hechtete schon fast in sein sicheres Büro. Sekunden später hörte man nur noch wie er den Schlüssel umdrehte. Die Tür war auf jeden Fall zu.
Der Grund für Williams komisches Verhalten stand ein paar Minuten später vor ihr in der Praxis. Eine Frau, schwarze längere Haare, hellbraune Augen, etwas größer und ein ziemlich komisches Lächeln.
„Ischt... Dr. Hopkins vielleicht zu gegen?" fragte sie grinsend. Charlets Augenbrauen schossen in die Höhe. Also deshalb war er weg gelaufen. Wegen dieser komischen... angetrunkenen Französin.
Sollte sie ihn in die Pfanne hauen oder mal für ihn lügen? Charlet entschied sich für das letztere.
„Nein Dr. Hopkins macht gerade Mittagspause... und ist nicht da."
Chantal schien sichtlich enttäuscht darüber das ihr Objekt der Begierde nicht anwesend war.
„Zschu Schade... aber isch komme wieder, keine Frasche..." nuschelte sie und wankte irgendwie aus der Praxis heraus.
„Wuhu... William, das war aber eine äußerst hübsche Dame, wenn ich das bemerken darf", gluckste Charlet als William wieder sein sicheres Büro verlassen hatte. Dieser schenkte ihr einen richtigen Todesblick. „Das ist gar nicht lustig, die war schon während des Studiums scharf auf mich. Trägt Sie immer noch die Brille und diese komische Voodookette?" Charlet prustete sogleich los. „Ja, eine komische Kette konnte ich erkennen, aber die Brille hat sie wohl verloren... sie war auch etwas angetrunken", erzählte die Sprechstundenhilfe ihrem Chef.
Die nächsten Tage ging Williams Versteck – und Fluchtspiel weiter. Chantal ließ einfach nicht locker. Hermine bekam nur am Rande mit, weswegen ihr Arzt sich so merkwürdig verhielt. Charlet hatte ihr allerdings erzählt, das seine ehemalige Studienfreundin eben hinter ihm her war. Die Gryffindor hatte dies nur mit einem amüsierten Lachen kommentiert. Sie war ganz froh etwas auf andere Gedanken zu kommen. Denn ihre Stimmung sank immer gewaltig wenn Snape die Praxis betrat um nach ihr zu sehen. Ihr Professor sagte zwar nie etwas, aber Hermine wusste genau, die Tage im Dorf waren gezählt. Snape würde sie wieder auf die Berghütte nehmen und dies machte Hermine traurig. Tränen glitzerten in ihren Augen und Hermine vergrub ihr Gesicht in ihren zitternden Händen.
„William!" rief eine Dame mit französischem Akzent. Sofort schoss Hermines Kopf nach oben. Oh nein, hatte sie ihren Arzt jetzt etwa erwischt?
Schnell krabbelte Hermine aus ihrem 'Bett' und beobachtete das Geschehen durch den Türspalt.
„Chantal", entfuhr es ihm alles andere als begeistert. 'Mist... jetzt hat sie mich doch gefunden... so etwas blödes aber auch'.
„Oh William ich bin so erfreut dich zu sehen. Du bist so groß und stattlich geworden... das Weiß steht dir ausgezeichnet.
„Ich komm eben nicht so viel an die Sonne, du weißt ich bin hier ja so viel beschäftigt..."
Charlet legte ein paar Akten weg und hob die Augenbrauen. 'Ja mit Pistazien essen...', dachte sie und stellte sich neben William, um dem Geschehen ganz genau folgen zu können.
„Du hast immer noch so einen tollen Humor wie früher William", säuselte sie. „Du hast mich schon damals so damit beeindruckt", fügte Chantal hauchend hinzu. „Wie schön", antwortete er gelangweilt und versuchte dabei äußerst desinteressiert zu wirken. Anscheinend versuchte Chantal seine Reaktion zu ignorieren. Normalerweise bissen die Männer bei ihr ohne viele Widerworte an, aber William interessierte das wohl herzlich wenig.
„Bist du eigentlich inzwischen verheiratet?" Die Französin versuchte dabei so unscheinbar wie möglich zu klingen. William schluckte merklich und seine Augen weiteten sich. „Nein..." nuschelte er und starrte auf das Gekritzel vor ihm.
„Dann habe ich ja freie Bahn", sagte sie ziemlich direkt und schon wich William erschrocken zurück. In seinem Kopf ratterte es. Er war zwar nicht verheiratet, aber... und genau in dem Moment, als er intensiv nachdachte geriet Charlet in sein Blickfeld.
„Jedoch bin ich glücklich vergeben", sagte er stolz und legte seinen Arm um Charlet, welche etwas überrumpelt wirkte. „Nicht wahr Charlet Schatz?" Nun war es an Charlet erstaunt zu schauen. Sie war etwas perplex. „Hö?" entfuhr es ihr verwundert. Seine linke Hand ergriff die ihre und präsentierte den Ringfinger. „Den habe ich ihr zu unserem Einjährigen geschenkt... wir werden nächstes Jahr heiraten", fügte er gespielt überglücklich hinzu. „Charlet du freust dich doch genau wie ich", fragte er und sah hilfesuchend zu seiner Sprechstundenhilfe. „Ähm ja... William."
Chantals Gesichtsausdruck verfinsterte sich. William hatte etwas mit dieser Sprechstundenhilfe, die war doch viel zu jung.
Während die drei in der Praxis noch diskutierten und das „angebliche" Paar versuchte Chantal loszuwerden, ließ Hermine sich grinsend auf dem Bett nieder. Das hatte eindeutig zu Erheiterung beigetragen. Doch ihre Gedanken wanderten wieder zu Snape. Er hatte sich für diesen Abend angekündigt. Sie wollte lieber hier bleiben. Hier war sie wenigstens sicher.
Frustriert zog Hermine die Decke über ihren zitternden Körper und schloss die Augen.
Es wurde kalt... und immer kälter. Ein eisiger Lufthauch umspielte Hermines Haare. Sie glaubte zu träumen. Nach Schutz und Halt suchend schmiegte sie sich an das was sie da gerade trug. Die kalte Luft streifte ihre weichen Lippen und suchte sich den Weg in ihr inneres. Die Gryffindor kniff die Augen zusammen und wandte ihren Kopf ab. Was war denn auf einmal los. Verstört riss Hermine ihre Augen auf und sah in den Nachthimmel und dann sah sie Snape.
„Sie Bastard!" entfuhr es ihr. „Ja ich weiß", antwortete er gelangweilt. Severus Snape hatte sie wieder entführt und auch noch gefesselt. „Das hab ich nicht verdient Snape... lassen Sie mich gehen... sofort", fauchte Hermine und versuchte sich gleichzeitig gegen Snape zu wehren, doch der hielt sie fest, er dachte gar nicht daran locker zu lassen.
Auch wenn Hermine sich gegen Snape wehrte, sie landete wieder in ihrem Zimmer auf der Berghütte. Frustriert sah sie Snape, welcher wieder nach unten verschwand nach. Das war doch einfach zum Mäuse melken. Die Gryffindor hatte sich gerade von ihrem Zusammenbruch erholt und jetzt das?
Das schrie grade zu nach Rache.
Zumindest war Hermine nicht mehr gefesselt, dass war aber nur ein geringer Trost in der ganzen Situation. Die Gryffindor stieß ein genervtes Schnauben aus und krabbelte unter die Decke. Ein bisschen Schlaf würde die Sache zwar nicht ändern, aber ihr etwas Kraft geben.
Während Hermine oben versuchte zu schlafen, saß Snape vor dem Kamin und fixierte die tanzenden Flammen. Nun hatte er Hermine wieder entführt und die Situation somit eigentlich verschlimmert. Aber er konnte nicht mehr zurück. Dazu war es zu spät. Viel zu spät.
Bevor Snape in seine fesselnden Gedanken versinken konnte, vernahm er ein Klopfen. Wer konnte es sein? Einer der Dorfbewohner, am Ende noch dieser Arzt? Sehr langsam erhob sich Snape und schritt mit seinem Zauberstab in der Hand. Als er seine Hand auf die Tür legte, spürte er schon diese ihm bekannte Aura, genau das verhieß nichts gutes.
Unendlich langsam öffnete er dann die Tür und sah in die Augen von Bellatrix. Die hatte ihm gerade noch gefehlt.
„Severus", säuselte sie mit einem süffisanten Grinsen in ihren Zügen. „Bellatrix", erwiderte er kühl. „Ich habe gehört, du sollst hier die kleine Gryffindorgöre gefangen halten... stimmt das?" erkundigte Bella sich. Severus straffte die Schultern und musterte die Hexe, welche die Hütte argwöhnisch musterte. „Hab ich... aber lass das mal meine Sorge sein..."
Bella trat an Snape heran, legte dabei ihre Hände auf den Rücken des Schwarzhaarigen und fuhr langsam mit ihren Fingern seine Wirbelsäule entlang. „Das hast du gut gemacht Severus... der dunkle Lord wird sehr erfreut sein... über deine Geisel... schenkst du ihm Granger?" Severus welcher sich unter ihren Berührungen sichtlich anspannte, atmete tief durch. „Nein, werde ich nicht", kam es beinahe tonlos von ihm, fast desinteressiert.
Das entging Bella nicht, weswegen sie langsam in sein Blickfeld trat. Die dunklen Augen des Schwarzhaarigen waren starr auf die ihren gerichtet. „Severus … du würdest den dunklen Lord damit ein großes Geschenk machen oder mir... ich würde so gerne mit ihr spielen", raunte sie kehlig. Ihre Finger tanzten dabei über die obersten Knöpfe seines Gehrocks. Während sie seine Augen fixierte schoben ihre Finger sehr langsam die ersten Knöpfe aus den Löchern und legten somit sein schwarzes Tuch frei. Begierig wanderte ihre Hand darüber, bis hin zu seinem Hals. Unter ihren Fingern konnte sie die Halsschlagader, welche heftig pulsierte spüren. „Du wirst doch nicht etwa nervös Severus, sag bist du es?" hauchte Bellatrix ihm zu. Ihre Berührungen waren Snape derart unangenehm, dass es ihn fast lähmte. Unfähig sich zu bewegen beobachtete er Bellatrix. „Nein Bella..." antwortete er knapp und eisig. Sein ganzer Körper schien aufs äußerste gespannt. Es schmerzte unerträglich, jeder einzelne Muskel in seinem Körper. Wage nahm Snape war wie sie den Abstand zu ihm verringerte. Als er ihren Atem an seinem Hals spürte, schloss er die Augen. Sachte traten ihre Lippen in Kontakt mit seiner Haut, was ihn tief einatmen ließ.
Sanft suchten ihre Lippen sich den Weg über die bleiche Haut des Schwarzhaarigen, er erschauderte unter dieser Berührung. Dies gefiel Bellatrix, denn ihr war jedes Mittel recht um an das zu kommen, was sie wollte. Doch als sie weiter damit fortfuhr die Knöpfe nach und nach zu öffnen, spürte sie Snapes kalte und kräftige Hand an ihrem Handgelenk. „Hör auf damit", knurrte Severus und schob sie von sich. Auf so ein Spiel ging er schon gleich gar nicht ein. Dafür kannte er Bellatrix zu lange.
Sie gab ein empörtes Schnauben von sich. „Severus... du weißt gar nicht was dir entgeht..." knurrte sie. Das gab es doch nicht. Snape war nicht auf ihre Verführungsversuche eingegangen. „Doch Bella, mir entgeht nichts – was ich nicht schon einmal gesehen hätte", antwortete Snape eisig darauf und knöpfte seinen Gehrock schnell wieder zu.
„Gib mir Granger und wir sorgen dafür, dass du deinen Kopf aus der Schlinge ziehen kannst... wir sind mächtig Severus Snape." Er schüttelte kalt mit dem Kopf. „Nein Bellatrix... Granger bleibt hier... du weißt doch wie gern ich meine schlechten Launen an Gryffindors auslasse", erwiderte er darauf. Die Todesserin hob die Augenbrauen. Snape wollte die Granger bei sich behalten.
„Du brauchst Sie nur um deine schlechte Laune an den Gryffindors aus zu lassen?" fragte sie skeptisch nach. „Nicht nur", erwiderte Snape. „Ich brauch ein Druckmittel... Potter soll mir ruhig auf die Schliche komm, erst dann will ich beide an den dunklen Lord ausliefern Bella", fügte Snape kühl hinzu.
Bellatrix legte den Kopf schief, spielte beinahe mädchenhaft mit einer Strähne und fixierte dabei den schwarzhaarigen, bleichen Mann vor ihr. Er schien die Ruhe selbst. Unbeugsam was seine Geisel anging. Ob er auch grausam zu ihr war? Das traute sie Snape zwar durchaus zu, aber so ganz vertraute Bellatrix dem Tränkemeister nicht. Irgendwas verheimlichte er.
Aufgeben wollte Bella nicht, katzenartig bewegte sie sich auf den dunkelhaarigen Mann zu, ließ unendlich langsam ihre Hände auf seiner Brust nach oben gleiten. Snape spürte ihre kalten Hände in seinem Nacken. Die ganze Situation schien wieder sehr unangenehm zu werden. „Hör auf Bella", knurrte er kalt, aber das hielt die Todesserin nicht von ihrem Tun ab. Zuerst legten sich ihre Lippen gegen die seinen. Es fühlte sich rau an, nicht gerade das, was Snape fühlen wollte. Für einen Augenblick fielen seine Augen zu, denn Bella hatte damit begonnen, verführerisch an seiner Unterlippe zu knabbern.
Ihm entwich ein leises Seufzen. Doch mit großer Abneigung nahm er wahr, dass Bella sich geschmeidig an seinen Körper schmiegte und ihm eindeutige Signale gab. Seine Arme hingen untätig zur Seite herab, sie waren wie gelähmt. Bellatrix fuhr mit ihrem Fingernagel seinen Nacken entlang und gab ein wohlwollendes Geräusch von sich, als sie spürte wie seine Nackenhaare sich dabei aufstellten. Snape versuchte krampfhaft diesem weiteren Annäherungsversuch zu entgehen, indem er sich weigerte den Mund zu öffnen und diesen Kuss zu zu lassen.
„Hör auf Bella, bitte", flüsterte Snape und bereute gleich sofort diese Worte, denn ihre Lippen schoben sich dominant gegen die seinen und zwangen ihn dazu, dem Kuss endlich nachzugeben.
„Severus... hör auf dich zu sträuben..." flüsterte Bella gegen Snapes Lippen.
'Verflucht noch mal... NEIN!'
Wie durch ein Wunder kehrte die Kraft zurück in Snapes Körper. Er legte die Hände auf ihre Oberarme und schob sie von sich.
„Es reicht jetzt Bella, ich möchte das du gehst... was ich mit der Gryffindorgöre anstelle ist meine Sache, der dunkle Lord braucht sich deswegen keine Gedanken machen. Ich liefere ihm Potter schon aus."
Snape war ein schwieriger Fall. Und ihn unterschätzen durfte Bella nicht. Er war ein durchaus begabter Magier. Selbst sie musste sich das eingestehen.
„Gut Snape... aber vergiss nicht... ich werde wieder kommen... irgendwann." All zu deutlich rollte der Tränkemeister dabei mit den Augen. „Ich werde dich hocherfreut erwarten." Sein Ton war eindeutig ironisch.
Bella sah nun endlich ein, dass es keinen Sinn hatte Snape weiter zu belästigen, er gab ja sowieso nicht nach, weshalb sie stillschweigend verschwand.
Der Schwarzhaarige schien sichtlich erleichtert darüber, dass die Todesserin endlich das Weite suchte. Lange hätte er sich nicht mehr gegen sie wehren können. Selbst er, Severus Snape konnte sich nur bedingt gegen weibliche Argumente wehren.
Er ließ sich wieder auf das Sofa sinken und vergrub sein Gesicht in den Händen. Severus musste über einiges nachdenken.
Ein lauter Knall riss Severus aus seinen Albträumen. Kerzengerade saß er in seinem Bett, nass vom Schweiß und einer stoßartigen Atmung. Völlig desorientiert sah Severus sich in seinem Zimmer um. Der Schwarzhaarige konnte diesen plötzlichen Knall gar nicht zuordnen. Mark erschütternd durchfuhr Severus Hermines Hilfeschrei. Alarmiert hechtete Severus aus dem Bett, sein Griff zum Zauberstab war in Blut übergangen, weswegen er diesen sofort in seiner Hand hatte. So schnell seine Beine ihn tragen konnte, stand er in Hermines Zimmer, welche verängstigt in einer Ecke saß. Auf ihrem Bett lagen die Splitter ihres Fensters und Teile des Rahmens. Es roch verdächtig nach Magie.
Langsam pirschte sich Snape an das Fenster heran, um nach draußen zu sehen. Vor dem Fenster war eigentlich nichts mehr zu sehen, doch er entdeckte Fußspuren. Eins wusste Snape, das war eine Warnung gewesen und die sollte er ernst nehmen.
Eigentlich war er ziemlich versunken in seine Gedanken gewesen, aber als ein kalter Lufthauch seine Haut umspielte und er Hermines Schluchzen wahrnahm, zwang er sich wieder in die Realität zurück.
Zögernd näherte sich Severus Hermine. „Miss Granger?" fragte er leise. „Ist alles in Ordnung?" Hermine hob langsam den Kopf, nahm nur schemenhaft Snapes Körper wahr. „Was ist passiert?" fiepte sie. „Eine ernst zu nehmende Warnung Miss Granger... kommen Sie", antwortete er leise und hielt ihr die Hand hin.
Mit Tränen in den Augen ergriff Hermine Severus Hand, welcher sie mit Leichtigkeit auf die Beine zog.
Der Schwarzhaarige brachte Hermine in anderes Zimmer, denn in ihrem ursprünglichen Raum, konnte sie jetzt sowieso nicht mehr schlafen. Er entfachte mit seinem Zauberstab ein paar Kerzen und deutete achtlos auf Hermines neues 'Gefängnis', dann räusperte sich Severus und Hermine drehte sich zu ihm herum. Erst jetzt fiel ihr auf, dass Snape nur in einer dünnen, schwarzen Hose vor ihr stand.
Stumm schluckte sie den dicken Klos herunter. Vereinzelte schwarze Haare auf seinem bleichen Oberkörper, er war ganz und gar nicht muskulös, jedoch zeichneten sich seine Muskeln leicht unter der hellen Haut ab. Ihre Augen wanderten den Arm herunter, auf dem deutlich das dunkle Mal zu sehen war. Dieser Anblick schnürte Hermine die Kehle zu. Es war unübersehbar das Snape zu den Todessern gehörte.
Bevor sie ihre Aufmerksamkeit von Snape abwandte, warf sie noch einmal einen Blick auf seinen Bauch, unter dem Bauchnabel befanden sich vereinzelte Härchen, welche einen Strich der in südlicher Richtung verlief bildeten.
Snape entging ihr Starren nicht. Jedoch schob er es auf das dunkle Mal. „Sie wissen doch schon lange, dass ich zu den Todessern gehöre", stellte er sachlich fest. „Nacht Granger... versuchen Sie zu schlafen."
Mit diesen Worten schloss er die Tür hinter sich und ließ die zitternde Gryffindor alleine.
Diese ließ sich langsam auf das Bett sinken, sie musste das gerade erlebte erst einmal verarbeiten. Es war einfach zu viel auf einmal gewesen. Dieser 'Angriff'' und dann Snape etwas leicht bekleideter als sonst. Es passte einfach nicht in ihr Bild von ihrem Professor.
Achtlos zog Severus sich einen schwarzen Pullover und einen Mantel über, damit er nach draußen gehen konnte, um genauer diese Fußspuren betrachten zu können, nachdem er seine Schuhe angezogen hatte, wagte Snape sich langsam in die Kälte, allerdings nicht ohne seinen Zauberstab.
Langsam lief er durch den Schnee zu besagten Fußspuren. Seine Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf das Fenster. Hier war eindeutig ein Zauberer am Werk gewesen und Snape konnte sich auch denken wer. Bellatrix. Und genau das war typisch für sie. Die Todesserin tat alles um Voldemort zu gefallen, er dagegen versuchte nur seine Maske aufrecht zu erhalten. Damit seiner Geisel nichts zu stoßen konnte, entschloss sich Snape die Hütte wieder Magie zu schützen. Auch seine Zauber waren mächtig, und Snape wusste das Bellatrix ihn dahingehend doch etwas unterschätzen würde.
Severus richtete den Zauberstab auf das kaputte Fenster, um es zu reparieren und gleichzeitig legte er einen Schutzbann auf die Hütte. Sicher war sicher.
Noch einen kurzen Blick zurückwerfend betrat er wieder die Hütte und verschwand in seinem Zimmer, um endlich zu schlafen.
An Schlaf war bei Harry und Ron nicht zu denken. Sie hatten vor ein paar Tagen die Suche nach Hermine begonnen. Gerade nächtigten sie in irgendeinem Hotel, draußen in der Einöde. Ron sehnte sich nach Hermine, er wünschte sich nichts sehnlicher als sie in seinen Armen halten zu können. Obwohl er eigentlich nur Hermines Rettung in seinem Kopf hatte, konnte Ron sich es nicht verkneifen, mal einen ausgiebigen Blick in den Spiegel zu werfen. Das was er vor sich sah, dürfte Hermine doch eindeutig gefallen, eine glatt rasierte Brust, deutliche Muskeln, welche sich deutlich unter der Haut hervorhoben, allerdings nicht übertrieben. Ron fand jedoch, dass er sehr attraktiv wirkte. Blind vor Liebe stellte er sich Hermine in seinen starken Armen vor.
Harry ahnte gar nicht was ihn gleich im Zimmer seines besten Freundes erwarten würde, doch als er dieses betrat, trockneten die Tränen ganz schnell und ein lautes Lachen drang aus dem jungen Gryffindor. Ron fuhr zusammen und drehte sich Harry.
„Warum lachst du?"
Zunächst bekam Harry sich einfach nicht ein. Das war einfach zu komisch, wie Ron vor dem Spiegel herum stolzierte.
„Das ist überhaupt nicht lustig Harry, ich wollte nur sehen... ob ich Hermine gefallen würde", fügte er hinzu. „Was sagst du, als mein bester Freund?" Harry japste nach Luft. „Ich weiß nicht, ich bin ja auch keine Frau", gluckste er.
Ron schmollte, das hatte er mal wieder davon. Es war auch so typisch für Harry. Zumindest lachte er, und das zählte mehr als sein peinlicher Auftritt.
Ein leises Miauen durchdrang die Stille der Nacht. Die glitzernden Augen der einsamen Katze fixierten den Mond. Ihr Fell war sehr verdreckt und abgemagert war die Katzendame auch. Unsicher stolperte sie die dunkle Dorfgasse entlang und miaute kläglich. Dieses Miauen entging William Hopkins nicht, er war zu einem Abendspaziergang aufgebrochen und nun wollte er der Sache auf den Grund gehen.
Zögernd sah er in die dunkle Gasse, aus der er das Miauen vernommen hatte.
„Oh..." entfuhr es ihm, als er sich der dünnen Katzendame vorsichtig näherte. „Was ist denn mit dir los?" fragte er die Katze leise und ging langsam in die Hocke um ihr die Hand hinzuhalten. Die Katze roch neugierig an der Hand des Fremden, um ihn Sekunden später mit ihren Krallen einen Kratzer zu verpassen. William biss sich auf die Zähne und schluckte seinen leisen Schrei herunter.
Eindeutig, diese Katze war eine Zicke. „Willst du nicht mit mir kommen?" fragte er leise und gab nicht auf, dieses Tier tat ihm unendlich leid, selbst wenn sie ihn etwas verletzt hatte. Aber so weh tat es gar nicht.
Schwach sank die Katze zur Seite und miaute kläglich. „Ich weiß auch so, dass du eine Kämpfernatur bist... Kleine", sagte William leise und nahm sie ganz vorsichtig auf seine Arme. Zuerst schien die Katze sich zu sträuben, sank dann aber schwach in seinen Armen zusammen.
Zuhause angekommen legte er die Katze zunächst auf sein Sofa. Die Katze musterte ihn schwach, hatte nun aber nicht mehr die kraft sich zu wehren, weshalb sie träge ihren Kopf wegdrehte. Jedoch entwich ihr ein erfreutes Schnurren, als William ihr Fell säuberte. „Sieh einer an, du bist eine Siamkatze, wunderschön", grinste er und befreite die Katze vom groben Schmutz, immerhin reinigten sich Katzen selber. Er lehnte sich grübelnd zurück. William wollte der Katze einen Namen geben... nur welchen...? Seine Aufmerksamkeit fiel auf eine Flasche Smirnoff. Diese Flasche gehörte sicher Jake, aber halt mal... Williams Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf die Katze. „Was hältst du von Smirnoff?" fragte er grinsend. Die Katze streckte ihm nur den Hintern entgegen. „Gut, genehmigt." Als William endlich zu Bett gehen wollte, und sich dementsprechend fertig für eben dieses machte, fand er 'Smirnoff' in seinem Bett wieder.
„Das war jetzt so klar, raus da... Katzen gehören nicht in mein Bett", nuschelte William müde und schlug die Decke zur Seite. Die Katze schien das relativ wenig zu stören, denn sie suchte sich einfach einen anderen Platz auf seinem Bett.
William gab sich geschlagen, zumindest für diese Nacht sollte sie ruhig hier schlafen. Schon bald waren die beiden im Land der Träume.
„Er wollte dieses Schlammblut nicht herausrücken?" krächzte die kalte Stimme des dunklen Lords. „Richtig", entgegnete Bellatrix in einem sehr spitzen Tonfall. Voldemort musterte den mageren Baumstamm vor sich. „Und was hat er noch gesagt?" erkundigte sich Voldemort interessiert. Seine dürren Finger umspielten das Holz seines Zauberstabes. „Snape möchte Euch Granger und Potter gemeinsam ausliefern." Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. „Deine Äußerung wirft Fragen auf, traust du Snape nicht, es wäre schließlich nicht das erste Mal, immerhin hat er … Dumbledore … kalt gemacht", erwiderte er eisig. Den Namen des Schulleiters spie er aus, Voldemort war einfach nur angewidert. Bellatrix suchte auf Teufel komm raus, einen Grund Snape ans Messer zu liefern, fand jedoch keinen, der Tränkemeister war einfach zu perfekt, um Fehler zu machen, jedenfalls keine Fehler, die sich zurück verfolgen ließen. „Ich habe kein gutes Gefühl dabei, dunkler Lord. Ich traue ihm nicht, es könnte doch nicht schaden, wenn ich Snape weiter im Auge behalte, vielleicht kommen wir so früher an Potter..." begann Bella und beobachtete genau die Reaktion des dunklen Lords. Dieser schien skeptisch über ihren Vorschlag nach zu denken. „Fürs erste Bella, darfst du seine Tätigkeiten dann und wann verfolgen, du könntest Recht haben, mit dem was Potter betrifft, aber so ganz sicher bin ich mir nicht, ob man Potter nicht anders in eine Falle locken könnte." Bellatrix jedoch, schien hoch erfreut Snape weiter beschatten zu dürfen, so hatte sie ihn eindeutig besser im Auge. Sein Verhalten ließ einfach Zweifel aufkommen. Denn Bellatrix traute Snape schon einige Zeit nicht mehr über den Weg.
