My Lord, my fiend -my healer, my friend
4.
Ein bisschen wehmütig musste er an Hermine denken. Jetzt konnte er zum ersten Mal nachvollziehen was sie fühlte wenn sie neue Bücher bekam. Ihre Neugier konnte befriedigt werden, sie konnte neues Wissen aufnehmen um so größere Zusammenhänge besser zu verstehen. Genauso ging es ihm jetzt auch.
Ach, Hermine.
Ob es ihr gut ging?
Ob sie sich Sorgen machte?
Ob er sie wohl je wiedersehen würde?
Auch Ron fiel ihm dabei ein. Er vermisste seine beiden Freunde so sehr. Doch auch wenn er jetzt hier war und er nicht erahnen konnte was die Zukunft für ihn bereit hielt, so hielt er trotzdem an dem Gedanken fest, das er seine Freunde eines Tages wiedersehen würde.
Jetzt aber musste er sich um anderes kümmern. Seine Gryffindorseite hatte sich erst einmal gebeugt, doch eine Niederlage sah anders aus.
Auf der anderen Seite, vielleicht hatte der sprechende Hut damals doch recht gehabt. Nach fünf Jahren hatte der Slytherin in ihm die Oberhand und würde sich nicht so leicht wieder einsperren lassen. Es versprach spannend zu werden.
Er begann in einem der Bücher zu lesen. Nach einer Weile erschien die kleine Hauselfe wieder die ihm zuvor schon etwas zu essen gebracht hatte. „Guten Abend Mr. Potter Sir, Meister hat mir befohlen Ihnen Regelmäßig etwas zu essen zu bringen. Wenn Sie eine Wunsch haben, nennen Sie ihn mir." Harry schüttelte nur den Kopf. Darauf hin verschwand die Elfe wieder. Auf dem Tisch erschien, wie zuvor eine Mahlzeit.
Es war inzwischen Dunkel geworden und Harry hatte sich nach dem Essen auf sein Bett gesetzt und begann eifrig zu lesen. Das Buch über die Zweige der Magie war nicht staubige Theorie, wie viele seiner Schulbücher, sondern tatsächlich sogar spannend geschrieben.
Unglaublich! Es machte ihm sogar Spaß darin zu lesen.
Eine Besonderheit des Buches war das es nur zu Anfang in Weiße, Schwarze und auch Graue Magie unterschied. Das Buch stellte aber ganz klar heraus das es bei Magie keinen Unterschied gab. Schwarz oder Weiß existierte nur in den Köpfen der Hexen und Zauberer. Es kam darauf an wie und wofür man Magie benutzt. Es stand auch darin, dass die als „Schwarz" bezeichnete (verbotene)Magie, und zum Teil die Graue, anders wirkte als „weiße". In der Regel konnte schwarze stärker sein und unumkehrbar. Das hieß, wenn etwas zerstört wurde, konnte es nicht mit einem einfachen „Reparo" wieder zusammengefügt werden.
Schon allein das was dieses Buch aussagte veränderte Harrys Sicht auf die Dinge die er kannte. Nichts davon hatte er je in der Schule gehört. Umso gespannter war er darauf was Voldemort ihm dazu zu sagen hatte. Ganz von dem Buch eingenommen, lass er weiter und saugte jedes Wort in sich auf.
Am nächsten Morgen trat Voldemort wieder in das „Krankenzimmer". Er staunte nicht schlecht als er sah was geschehen war seit er Harry die Bücher geschickt hatte. Der junge lag, mehr oder weniger in seine Decke hinein gewühlt, in der Mitte des Bettes, bäuchlings und mit dem halben Gesicht auf einem der Bücher.
Seine Lordschaft war hocherfreut. Sein Plan ging auf, wenn es weiterhin so gut läuft dann würde sich er sein Ziel, nicht nur viel früher, sondern auch mit weniger Aufwand erreichen können.
„Guten Morgen!" Sagte Voldemort laut und deutlich. „Moin..was´n, is schon wieder früh?" nuschelte Harry noch halb im Schlaf. Er wollte sich gerade sein Kissen zurecht rücken als er merkte das dieses Kissen gar kein Kissen war. Es war hart und rau und roch nach Pergament. In dem Moment holte ihn die Realität ein.
Harry richtete sich mit einem Ruck auf und sah das Buch an auf dem er geschlafen hatte. Dann schaute er zu Voldemort, der nur eine Sekunde zu spät, sein amüsiertes Lächeln verschwinden ließ. „Anscheinend ist deine Stimme wieder so gut wie geheilt. Du solltest sie allerdings noch etwas schonen."
Harry nickte verstehend. Irgendwie war es ihm nicht ganz wohl dabei wieder richtig laut und hörbar zu sprechen. Mit Voldemort stumm, in Gedanken, zu reden war um einiges leichter. °Ich kann verstehen dass es dir leichter fällt. Doch solltest du es auch mit deiner eigen Stimme können.° hörte Harry nun die Stimme des dunklen Lords in seinem Kopf.
„Steh auf," sagte er „ Ich will eine letzte Untersuchung durchführen."
War ja klar dass das kommen musste. Aber schließlich sollte ja heute diese Training von dem Voldemort gesprochen hatte beginnen.
Harry tat was ihm gesagt wurde und stand aus seinem zerwühlten Bett auf. Ohne auf die Anweisung zu warten zog er das Oberteil seines Pyjamas aus und trat einige schritte von seinem Bett weg. Voldemort, wieder ganz im `Heiler – Modus` lief einmal um ihn herum um sich einen Gesamteindruck zu verschaffen. Dann ging er zum Standardprotokoll über. Fieber- und Blutdruck messen, kleines Blutbild, Atmung und Herz untersuchen und nochmals alle Verletzungsstellen genau begutachten. Mit gekonnten Handgriffen vollführte Voldemort die Prozedur. Sein Patient ließ alles ruhig über sich ergehen. Der Heiler Voldemort war zufrieden. Von seinem wissen und können her konnte er sagen: der junge Mann vor ihm war wieder geheilt.
„Nach dem Frühstück wirst du in den Trainingsraum gehen. Dort wird Fenrir, wie ich schon sagte dein Training übernehmen."
Harry war im Trainingsraum angekommen. Harry musste schon fast lachen als er erkannte das dieser Raum eher eine großen Turnhalle mit glich als allem anderen. Fenrir Greyback kam ihm mit Vorfreude auf seinem Gesicht entgegen.
Bei diesen Anblick blieb ihm aber das lachen im Halse stecken. Greyback war allein. Aber Harry war, ohne weiteres, davon überzeugt das Greyback keine Hilfe brauchte.
„So, da ist ja unser Welpe." spottete dieser. „Dann fangen wir mal an. Zuerst will ich sehen was du kannst. Lauf!" das letzte Wort war fast gebellt denn gesprochen."Was?" fragte Harry verdutzt. „Ich sagte du sollst laufen." Das ließ sich Harry nicht noch einmal sagen. Er lief los und begann große Runden in der Halle zu laufen."Schneller!" befahl Fenrir.
Nach einer Weile ließ er Harry anhalten. Nach einer kurzen Verschnaufpause ließ er ihn einige Male eine Sprossenwand hochklettern. Rauf und runter, rauf und runter, schneller und schneller. Gleich darauf sollte er noch weitere Übungen machen. Eine ganze Palette an unterschiedlichsten Übungen bei denen Fenrir Harrys Schnelligkeit, Stärke, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination testete.
Harrys Beweglichkeit und Schnelligkeit erstaunten Fenrir. Von Severus wusste er das Harry ein ausgezeichneter Flieger war. Das Besenfliegen, und regelmäßige davon rennen vor seinem Cousin hatten Harrys Körper gut trainiert. Fenrir wusste schon zu dem Zeitpunkt das sich niemand besser für den Job eigenen würde als der Potter - Junge. Begünstigt wurde das noch dadurch das er sehr leicht und wendig war. Sein Lord würde zufrieden sein.
Seine Lordschaft saß zur selben Zeit in seinem Büro um Severus weitere Befehle zu geben. „ Und die Ordensleute wissen noch nichts." stellte Voldemort fest. „Nein, mein Lord. Sie glauben Potter ist verschwunden. Sie sind zwar überwiegend der Meinung das er sich in Eurer Gewalt befindet aber solange das nicht gesichert ist, suchen sie blind."
„Severus, ich überlege ob ich dich nicht ein wenig entlasten soll. Genau! Wirf dem Orden einen Köder zu. Es könnte für uns von Vorteil sein wenn der Orden zielgerichtet sucht. Je mehr sie dadurch auch im Ministerium die Aufmerksamkeit auf sich ziehen umso leichter haben wir es."
„Wie ihr wünscht. Aber was ist mit Potter? "
„Mach dir um ihn keine Sorgen. Im Moment ist er bei Fenrir im Trainingsraum. Fenrir wird seine Fähigkeiten einschätzen. Es ist übrigens sehr interessant. Man mag es kaum glauben aber Potter scheint, tief in sich, eine Seite zu haben die Dumbledore nicht traut. Er weiß es nur noch nicht."
„Wie meint ihr das?" fragte Severus.
Voldemort stand nun von seinem Stuhl hinter seinem Schreibtisch auf und schritt bedächtig durch den Raum. „Ich habe noch nichts Stichhaltiges an dem ich es festmachen kann. Aber er hat die Bücher, die ich ihm gegeben habe angenommen. Er ließt sie sogar recht schnell. Du bist doch sein Lehrer Severus, was meinst du, sollten wir ihm nicht eine extra Ausbildung zukommen lassen?!"
„Ich bin nicht ganz sicher ob ich verstehe worauf ihr Hinaus wollt. Potter ist nur ein mittelmäßiger Schüler, wobei er ein gewisses Potential hat wenn er den richtigen Ansporn erhält. Ich hatte mich zwar vorher noch nicht damit befasst aber ich denke er könnte eine extra Einheit gut verarbeiten."
Voldemort nickte zufrieden. „Gut Severus, ich werde mich dieser Sache persönlich annehmen. Aber wenn mein Plan aufgeht, kannst du mir im weiteren Verlauf einen guten Dienst erweisen. Geh jetzt, ich will dich nicht länger aufhalten."
Snape verschwand danach durch den Kamin und ließ Voldemort in seinem Büro zurück. Letzterer machte sich auf den Weg zum Trainingsraum um die Ergebnisse des ersten Trainingstages seines neuen Mitarbeiters - wieder- Willen zu bestaunen.
Unbemerkt betrat er die Halle, wobei er gerade sah wie Fenrir Harry eine Art Turnübung beibrachte. Eine Weile sah er dabei zu und dachte erstaunt. Es ist fast unglaublich in welch gutem Zustand sich der Junge inzwischen befindet. Fenrir wird in ihm bestimmt einen gelehrigen Schüler finden. Hoffentlich schindet er ihn nicht zu sehr. Am Ende darf ich ihn sonst wieder zusammenflicken.
„Machst Du dir Sorgen?" fragte eine freche Stimme.
Harry stand aufrecht auf einer Matte und genoss es, was sein grinsen verriet, sowohl Voldemort zu necken als auch Fenrir zu verwirren.
„Ich wollte sehen wie ihr voran kommt." gab Voldemort als Antwort.
„Wiederhol die Übung noch ein paar Mal!" befahl Fenrir und ging zu seinem Meister. Harry fügte sich. Auch wenn er erst nicht begeistert davon war von einem Todesser zum Sport gezwungen zu werden so merkte er doch dass das seinem Körper gut tat und er danach ächzte sich zu bewegen - nach allem was vorgefallen war. Außerdem war Fenrir doch kein so übler Schinder wie er angenommen hatte.
„Also, was kannst du mir sagen?"
„Der Junge ist gut. Er muss zwar vor allem an seiner Stärke und Koordination arbeiten aber das dürfte das geringste Problem sein. Ich habe mir auch schon einen Arbeitsplan überlegt."
„Gut aber beeil dich ein bisschen. In ein paar Tagen muss er einsatzfähig sein. Im übrigen werden wir uns seine Ausbildung teilen. Er wird Vormittags von mir unterrichtet. Am Nachmittag kannst du dich seiner annehmen."
So erklärte Voldemort Fenrir seine Idee.
Am nächsten Morgen wurde Harry von der Hauselfe, Mug genannt, geweckt. Er zog sich an und Frühstückte ehe Voldemort, so wie die Tage zuvor zu ihm kam. Gestern hatte er zwar noch gedacht wie ungerecht die Welt doch war. Erst ließ man es zu das er fast zu Tode geprügelt wurde, dann wurde er zwar gerettet, aber ausgerechnet von seinem Feind, dieser zwang ihn nun für ihn zu arbeiten(darauf lief es schließlich raus...) und jetzt hatte er auch noch Schule.
Toll meine neuesten Fächer: Sport und „dunkle" Künste(wie dunkel musste sich noch herausstellen.
Wie jeden Tag bisher begann Voldemort mit einer Untersuchung. Harry war fit; soweit man das sagen konnte war er völlig genesen. Harry verließ seinen Raum und folgte Voldemort. Der Raum in den er geführt wurde schien eigens dafür hergerichtet worden zu sein das er hier unterrichtet werden konnten.
Merlins Bart! Dieses Zimmer kann den Unterrichtsräumen von Hogwarts wirklich Konkurenz machen. Schreibtische, genügend Bücher um zwei Wände nur mit Buchrücken zu tapezieren und sogar ein Übungsfeld.
Harry war beeindruckt - und gespannt. Was würde wohl auf ihn zukommen?
„Freut mich das es dir zusagt." sagte Voldemort und riss ihn aus seinen Gedanken.
Voldemort stellte sich nun vor Harry und nahm eine Haltung ein die Harry nur zu gut kannte: Lehrerpositur.
War ja klar dass das jetzt kommen musste.
Doch ehe Harry sich darauf gefasst machen konnte seine Lordschaft nicht mehr nur als Feind und Heiler zu kennen sondern auch als Lehrer Voldemort geschah etwas das er nicht erwartet hatte. Voldemort reichte Harry, geradezu feierlich, seinen Zauberstab.
Wie zum Zeichen der Persönlichen Feude des Stabes wieder bei seinem Besitzer zu sein schossen aus der Spitze rote, goldene und grüne Frage drägte sich doch noch in Harrys Bewusstsein. „Ich darf doch noch gar nicht außerhalb der Schule zaubern. Wird man das nicht merken?
„Mach dir darüber keine Gedanken. Ich habe alles soweit abgesichert das die Spur überdeckt wird."
An diesem Vormittag ging Voldemort mit Harry in einer kurzen Theoriephase die Zweige der Magie durch. Er erklärte die Merkmale, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen weißer, grauer und schwarzer Magie. In seinem Praxisteil ließ er Harry erst einmal seine persönlichen Neigungen erforschen.
„Aber irgendetwas stimmt nicht." sagte Voldemort. Er ließ Harry einige verschiedene Zauber ausprobieren die aus allen drei Zweigen stammten. Mit unterschiedlichen Tests wollte er herausfinden welcher Zweig für Harry am geeignetsten war. Doch bei den Versuchen kamen sehr konfuse, wiedersprüchliche und zum Teil sinnlose Ergebnisse heraus.
„WÜRGENDER WASSERSPEIER! Mist – Verfluchter! Das darf doch nicht wahr sein. Was hat der alt Narr nur getan?"
Harry erschrak über den plötzlichen Ausbruch Voldemorts. Einen Augenblick später hatte Voldemort sich oberflächlich wieder beruhigt doch Harry konnte fühlen wie es unter der Oberfläche des Voldemort – Vulkans brodelte.
Mit einem, Harrys Meinung nach zu heftigen, schlenker seines Zauberstabes ließ Voldemort ein paar Bücher aus den Regalen zu sich kommen. Manche waren von der Wucht der Magie so beschleunigt das Harry den Kopf einziehen und noch anders ausweichen musste um nicht noch eines ab zu bekommen.
Voldemort schnappte sich ein Buch nach dem anderen aus der Luft, während die, die er nicht mehr brauchte oder noch nicht in der Hand hatte brav vor sich hin schwebten.
Sehr eilig, noch nicht ganz panikartig, blätterte er durch einige der dicken Bücher. Drei hatter er bereits durchgeschaut als er beim vierten endlich fündig wurde.
„Hier halt das!" forderte er den verdutzten Harry auf. Das Buch war fast mittig geöffnet und war eines der größeren und vor allem dickeren Bücher die im Zimmer umhersaußten. Das und Voldemorts frenetische Suche erleichterte Harry es nicht gerade das enorme Buch da zu halten wo es seine Lordschaft gerne hätte. Dieser besah die vor ihm geöffnete Seite und murmelte leise vor sich hin.
„HEY, was machst du da?" Was macht er da? Aber Harry erhielt keine Antwort.
Mit einem Ruck trat Voldemort von dem Buch zurück und begann ohne auch nur eine Wort an Harry zu richten mit einer Beschwörung in einer Sprache die Harry völlig Fremd war.
Violettes Licht breitete sich kreisförmig um ihn aus. Dann, zogen sie sich um ihn herum zusammen, so ähnlich wie die Kreise die sich in stillem Wasser ausbreiten wenn man einen Stein hinein wirft, nur umgekehrt. Als die Ringe ihn berührten Blizte eine grelles, aber ebenfalls violettes Licht auf. Es schmerzte, Harrys Haut fühlte sich an als würde sie brennen. Alles in ihm zog sich zusammen als wolle jedes Molekül zum Sprung in eine andere Position ansetzten. Er schrie kurz gellend auf und wurde gleich danach von Bewusstlosigkeit eingefangen.
Als Harry erwachte lag er wieder in seinem Bett. Ganz ohne zweifel hatte ihn jemand durch die Mangel gedreht, zurecht gezupft, gefaltet und wieder in den Schrank zurück gelegt.
Arrrgh... hatte eine Katze auf seiner Zunge geschlafen?
„Wie geht es dir?" Harry dreht seinen Kopf in Richtung der Stimme. Voldemort saß neben seinem Bett und schien darauf gewartet zu haben das Harry erwachte.
„Was ist passiert?" fragte Harry zurück. „Trink erst einmal was. Dann erkläre ich dir alles." Schon kam auch ein Glas mit Wasser auf Harry zugeschwebt. Er hatte nicht angenommen so durstg zu sein doch kaum hatte er das Glas an die Lippen gehalten stürzte er die Flüssigkeit darin in wenigen Schlücken hinunter.
„Gut. Was dir passiert ist - Dumbledore ist dir passiert. Er hat deine Magiepotential eingedämmt. Ich habe die Blockade gelöst." erlärte Voldemort knapp."
Was...was ,Was?"
„Lass es mich noch einmal erklären. Jeder Magier hat ein gewisse Menge an magischer Energie. Zaubert jemand zu viel auf einmal oder zu schwierige oder komplexe Zauber geht die Energie zur neige und der Magier muss eine Pause einlegen. Man kann es so ähnlich betrachten wie bei körperlicher Kraft. Wenn diese verbraucht ist muss man sich auch erholen. Nun wurde deine Magische Energie gebunden, sprich gefesselt und konnte sich auch nie voll entwickeln geschweige denn deinem Fall hieß dass, das der Gebrauch von Magie die nicht als rein weis eingestuft wird dich schwer schädigen kann. Magie die gebunden wurde sucht sich andere Wege um heraus zu kommen. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Das reicht vom total Ausfall der Magie, was sehr sehr selten geschieht, über Krankheiten und andere körperliche Schäden, Geisteskrankheiten, Seelische Krankheiten oder, in besonders schweren Fällen erfolgt der Tod. In deinem Fall hätte es genau das für dich bedeutet. Darum war es besser dass die Blockade gelöst wurde."
Harry hörte erstaunt zu. Dann fragte er „Woher weißt du das alles?"
„Woher?"Voldemort entkam schon fast so etwas wie ein Schmunzeln.
„Ich weiß das, weil Dumbledore das gleich bei mir getan hat. Nur bei mir ist das ganze fehlgeschlagen. Ich konnte zuerst nicht den Zauber brechen. Wie du siehst bin ich nicht zu Tode gekommen aber spurlos an mir vorbei ging es nicht."
„Was ist dir passiert?" Unbedacht hatte der Junge die Frage ausgesprochen so eingenommen war er von der Erzählung Voldemorts. Für einen Moment schwieg dieser. Er schloss kurz die Augen, Atmete tief durch und sah Harry dann durchdringend an, antwortete ganz ruhig und sachlich.
„Ganz einfach, ich wurde Wahnsinnig"
