Blumensträuße, Torten und Glückwünsche an:
DarkPrincess of Slytherin, Amunet, paranoider Androide, Kylyen, Mäuschen
Naja.. es ist nichht lang.. es ist nicht besonders kurz.. und lange hats auch gedauert...hmm..hmmm.. nächstes Mal mehr.. ich versprechs!
Einsichten
Harrys Herz klopfte schnell als er die schwere Treppe des Black Anwesens fast herunter rannte. Er hatte gehört, dass Lupin eingetroffen war. Eilig lief er in den großen Essaal, indem sowohl Lupin, sowie einige andere Mitglieder des Ordens an dem riesigen, schweren Holtisch saßen. Kurz begrüße Harry sie und verstummte dann. Er wagte nicht die Frage zu stellen, die ihm auf der Seele bannte. Doch das war auch gar nicht nötig, Ginny konnte es in seinen Augen lesen.
Traurig schüttelte sie ihren hübschen Kopf.
„Wir haben noch nichts von ihnen gehört."
Schweigend setzte Harry sich auf den leeren Stuhl neben Ginny. Er starrte auf die Pfanne mit Rührei, die auf dem Tisch stand. Der Hunger war ihm vergangen. Natürlich war er sich den verstohlenen Blicken bewusst, die ihm jeder zuwarf, der am Tisch saß. Er konnte es ihnen nicht verdenken. Schon seit Tagen ähnelte er einer wandelnden Leiche. Plötzlich spürte er Ginnys zierliche Hand auf seiner.
„Du musst was essen.", flüsterte sie.
Der Dunkelhaarige drehte sich zu ihr und sah sie das erste mal an diesem Morgen direkt an. Dann schüttelte er den Kopf.
„Ich habe keinen Hunger."
„Sie hat Recht, Harry.", mischte Lupin sich ein „Wir machen uns alle ein bisschen Sorgen um dich."
Der Angesprochene wandte seinen Blick mit zusammengekniffenen Augen zu seinem ehemaligen Lehrer.
„Ich hab dir schon einmal gesagt, dass es dich nichts angeht."
Er sah die Anderen der Reihe nach an. Ihre Gespräche waren endgültig verstummt. Er hasste es so sehr von ihnen beobachtet zu werden. Er brauchte ihr Mitleid nicht. Harry hasste es, in ihren Augen die Erwartungen an ihn zu lesen, hatte es schon immer gehasst. Er wusste was sie in ihm sahen. Ihre einzige Hoffnung Voldemort zu besiegen. Doch wie sollte er das anstellen. Es mochte ja sein, dass er außergewöhnliche Kräfte besaß, doch die des Lords waren trotzdem tausendmal größer.
Harry stand auf und ging zu seinem kleinen Arbeitszimmer. Er wusste, dass Ginny ihm nachkommen würde und er würde mit ihr sprechen müssen, auch wenn dass das war, was er in der letzten Zeit mehr als alles andere gemieden hatte. Harry dachte an den schmalen, silbernen Ring an Ginys zarter Hand. Wann hatte aufgehört ihm etwas zu bedeuten? Im innersten hatte er immer gewusst, dass Ginnys Liebe zu ihm größer war als seine zu ihr. Aber er hatte gehofft dass ihre Liebe für sie beide reichen würde.
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Er wusste nicht mehr, wie lange er schon lief oder wie weit er gekommen war. Vor ihm tat sich eine schier unendliche Landschaft aus dunklen Tannenbäumen auf. Schwer atmend saß er auf dem erdigen Boden. Langsam hüllte die Dämmerung den Wald in Finsternis und er wurde sich bewusst, dass er seine Nacht wohl hier verbringen musste. Er zog den Umhang fester um sich um sich gegen die hereinbrechende Kälte zu schützen. In seinem Kopf pochte es laut und schmerzhaft. Langsam lehnte er sich gegen einen dicken Baumstamm, wobei sein gesamter Körper zu protestieren schien. Er biss seine Zähne zusammen um nicht aufzustöhnen. Er wusste, dass er eigentlich nicht rasten sollte, er sollte im Schutze der Dunkelheit weiterkommen. Doch wohin?
Er schloss seine Augen. Nur kurz, schwor er sich. Nur einen Moment, um diese entsetzlichen Kopfschmerzen zu vertreiben.
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Tatsächlich öffnete sich die Tür zu Harrys Arbeitszimmer kurze Zeit später und Ginny betrat den Raum. Seit Hogwarts war sie zu einer Hochgewachsenen Schönheit geworden und Harry wusste, dass sie viele Blicke von Männern anzog. Doch ebenso wusste er, dass sie das auch wusste.
Ginny blieb vor dem dunklen Schreibtisch stehen und sah ihren Verlobten sanft an.
„Harry.", meinte sie in einem tadelnden Tonfall, "Was ist denn bloß los mit dir?"
Der Dunkelhaarige spürte kalte Wut in sich aufsteigen. Wut darüber, dass auch sie ihn nicht in Ruhe ließ und zwang an all das zu denken. Wut darüber, dass sie ihn mit ihren kindlichen Augen ansah und nicht verstand. Wieso hatte sie denn nichts gemerkt, wenn sie behauptete ihn zu lieben? Wieso hatte sie nichts gemerkt und diesem Wahnsinn Einhalt geboten?
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Als er die Augen aufschlug wurde es bereits wieder. Seine Kleidung war vom Tau klamm und legte sich schwer auf seine Haut. Die ersten Vögel hatten angefangen zu singen. In seinen Ohren hörte sich ihr Gesang wie lauter Schrei an. Unter Schmerzen stand er schließlich auf und strich seinen feuchten Umhang glatt. Plötzlich kam ihm ein Gedanke. Er knöpfte seinen Umhang auf. Und tatsächlich fand er darin was er gesucht hatte. Sorgsam strich er das Zettelchen glatt.
Madam Malkin's
Anzüge für alle Gelegenheiten
Ein kleines Lächeln stahl sich auf seien Züge und er umgriff das kleine Stück Papier wie einen Rettungsanker. Der erste Hinweis auf seine Identität..
