Here we go again... I can't wait to get on the road again... ähm, ne, falscher Film :P. Okay, also, es ist noch Wochenende, wie ich es versprochen habe, ganz knapp zumindest xD Habe aber auch schrecklich viel um die Ohren... Aber nun gut, hier ist das nächste Kapitel. Und, wie ich euch leider sagen muss: das vorletzte.
Noch was: ist irgendjemandem aufgefallen, dass beim letzten Kapitel die Trennstriche gefehlt haben? Ich liebe die! Aber sie waren irgendwie weg, nachdem das Kapitel on ging o.O Und sie scheinen jetzt gar nicht mehr zu gehen... Nya, mit den O's bin ich auch nicht zufrieden, aber auf die schnelle fällt mir nichts besseres ein...
Ein ganz großes Dankeschön für die Reviews, so viele liebe und nette Reviews wie zu Ch. 15 habe ich ja noch nie erhalten! Danke euch!
oOoOoOo
Chapter 16: Philosophien
Lily saß auf einer Schaukel im Garten ihres neuen Hauses. So ganz hatte sie noch nicht realisiert, dass sie nun hier wohnen würde, ja, dass dieses Haus ganz alleine James und ihr gehörte, aber was brachte die Realisation dieser Tatsache schon. Sie spürte eine leichte Brise wehen und bemerkte all das Leben, das im Sommer in der Natur wachte. Die Schaukel war eine ganz altmodische aus Holz und war an einem Baum befestigt, der auf einer Art kleinem Hügel, also etwas erhöht, stand. Von hieraus konnte sie den größten Teil des Gartens überblicken, es war ja kein ‚Schlosspark', wie der von James' Eltern. Um sie herum standen noch einige weitere Laubbäume, deren Blätter leicht im Wind raschelten. Sie hatte diesen ruhigen Ort sofort gemocht.
Ihre Gedanken wanderten durch die Vergangenheit. Ihre Kindheit… ihre Schulzeit… alles hatte sich mit der Zeit so verändert. Nachdenklich drehte sie den Ehering an ihrem Finger, den sie bisher noch gar nicht wirklich viel beachtet hatte.
Auf einmal sah sie etwas wie einen Schatten. Sie hatte ihn nur schwach aus dem Augenwinkel wahrgenommen. Noch halb in ihre Gedanken versunken drehte sie sich um. Auf einem Ast der alten Eiche hinter ihr, war eine Eule gelandet. Ein großer Uhu, der Lily seltsam bekannt vorkam, auch wenn sie sich nicht erinnert konnte, woher sie den Vogel kannte. In seinem Schnabel trug er eine weiße Lilie. Er ließ sie fallen, ‚schuhute' leise und flog genauso geräuschlos wieder davon wie er gekommen war.
Sie blickte ihm noch kurz hinterher, dann erhob sie sich von der Schaukel und hob die Blume auf. Sie duftete wundervoll. Nachdenklich drehte sie sie in den Händen und steckte sie sich schließlich ins Haar. Sie blieb noch eine Weile auf dem kleinen Hügel, bevor sie seufzend aufstand und hinunter zum Haus ging.
oOoOoOo
Sie wusste auch nicht, was sie da erwartete. Vielleicht zumindest eine Beschäftigung. In Godric's Hollow wusste sie nichts zu tun, sie kannte ja hier niemanden, Rachel war immer noch unterwegs und mit James war die Situation einfach nur noch merkwürdig. Noch dazu hatte sie kein Geld, sie konnte also auch nichts unternehmen. Sie hatte vor, sich als Heilerin zu bewerben, aber die Aufnahmeprüfungen dafür waren erst im September…
Sie hatte kaum einen Fuß ins Wohnzimmer gesetzt, da hörte sie einen lauten Knall aus der Küche. Neugierig schlich die den Flur entlang und blickte vorsichtig um die Ecke in die Küche hinein. Der Boden war übersät mit Keksen und Krümeln, dazwischen lagen Scherben. James versuchte Merlin festzuhalten, damit er nicht in die Scherben tapste, und gleichzeitig seinen Zauberstab nicht fallen zu lassen. Über allem flog der Uhu, der ihr die Lilie gebracht hatte, verstört seine Runden, zumindest versuchte er es, da der Raum nicht ganz zu seiner Flügelspannweite passte. James wurde nun endlich der Katze mit einem sicheren Griff habhaft und mit einem Wink seines Zauberstabes verschwand das Durcheinander auch schon wieder. Der Uhu landete auf dem Esstisch. „Ihr seid doch alle verrückt", murmelte James.
Lily trat lächelnd ins Zimmer. „Was ist denn hier passiert?"
„Ähm…", James fuhr sich mit der Hand durchs Haar. Irgendwie mochte Lily mittlerweile diese Geste, die sich von einem Zeichen der Arroganz zu einem der Unsicherheit gewandelt hatte. „Naja, anscheinend mag dein Kater Eulenkekse, aber meine Eule mag definitiv keine Katzen. Da gab's hier ein kleines Chaos."
„Deine Eule?", fragte Lily fast beiläufig.
„Ja, er heißt Blacky. Den Namen hab ich ihm gegeben um Sirius zu ärgern…"
Sie trat näher und nahm ihm Merlin ab. „Na mein Kleiner, lass doch Blacky in Ruhe. Ich hab mich noch nicht mal bei ihm für die schöne Blume bedankt, die er mir gebracht hat." Sie nahm einen der restlichen Kekse, gab ihn dem Uhu und streichelte über sein Gefieder. Dann flog der Vogel zufrieden aus dem geöffneten Fenster davon.
James hatte jetzt erst bemerkt, dass sie die weiße Lilie im Haar trug. Sie sah wirklich toll aus. Sie trug ein leichtes Sommerkleid, ihre Haare fielen offen und leicht gewellt über ihren Rücken und die Blume war ein richtiges Highlight. Natürlich sah seine Lily immer toll aus. Er warf ihr einen langen, sehnsuchtsvollen Blick zu.
Lily fütterte derweil Merlin mit den Kekskrümeln, die Blacky übrig gelassen. Tatsächlich mochte der kleine Kater diese sehr gern. Auch wusste sie durchaus, dass James ihr die Blume geschickt hatte. Sie wusste nur nicht wie sie darauf reagieren sollte.
Er räusperte sich. „Ähm, Lily, also folgendermaßen. Während du draußen warst hat Sirius kurz durch den Kamin Bescheid gegeben, dass er eine tolle Wohnung in London, ganz in der Nähe der Winkelgasse, gefunden hat. Stell dir vor, kurzfristig hat Remus sich entschlossen mit ihm eine WG zu gründen, da die Wohnung doch recht groß war für einen… Naja, das können sie dir ja noch mal selbst erzählen. Auf jeden Fall haben sie jetzt eine richtige Junggesellenwohnung. Wir wollen darauf heute Abend einen trinken gehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Möchtest du mitkommen?"
Lily musste lächeln. Dann schüttelte sie aber bestimmt den Kopf. „Nein, geht ihr nur alleine, ein andermal komme ich vielleicht mit."
„Du kannst aber wirklich gerne mitkommen, du weißt ja, dass die Jungs dich mögen."
„Nein, ist schon in Ordnung."
James nickte.
oOoOoOo
Den restlichen Nachmittag stromerte Lily durchs Dorf. Sie unterhielt sich mit ein paar Muggeln die hier wohnten und ihr gefiel, dass der Ort so klein war. Sie hatte sich immer gewünscht, so richtig auf dem Lande zu leben. Ihre Eltern hatten ein Haus in einer Kleinstadt, aber so ein Dorf war doch was anderes. Aber – durfte sie es schön finden? Konnte sie es mit sich vereinbaren, den Ort unter solchen Umständen schön zu finden? Immer diese ganze Verwirrung.
Und wenn James freundlich zu ihr war… weil er Mitleid mit ihr hatte? Sie war ihm wichtig, er sorgte sich… das glaubte sie ihm ja auch. Aber nur aus Pflichtgefühl? Heut Abend würde er sicher auch wieder Mädchen in irgendeiner Bar in London aufreißen…
Sie hatte doch immer gewusst, dass er sie früher immer nur ärgern wollte, wenn er sie ständig nach einem Date fragte… Und der Umstand, dass sie es nicht geschafft hat, sich nicht in ihn zu verlieben? Wer verliebte sich schon in den ‚Feind'? Es war lächerlich…
Wenigstens war sie heut Abend zum ersten Mal seit vier Tagen wieder richtig alleine und konnte so tun und lassen was sie wollte. Sie wusste nicht, ob James noch da war oder nicht, aber es war ihr auch egal.
Sie seufzte, als sie das Haus wieder betrat. Im Flur war sie dann fast in James hineingerannt. Schnell trat sie einen Schritt zurück und behielt so das Gleichgewicht.
„Ganz schön stürmisch heute", sagte er.
„Du bist ja noch hier", stellte Lily trocken fest.
„Hätte ich lieber verschwinden sollen, am besten für immer aus deinem Leben?", James sah sie skeptisch an.
Sie schluckte und senkte den Blick. „Ich, ähm… also, nein-"
Er unterbrach sie: „Ich wollte nur warten bis zu wiederkommst, ich mach mich jetzt gleich auf."
Sie nickte.
„Ich komm nicht ganz so spät wieder", sagte er noch und grinste sie an. Er machte einen Schritt auf sie zu und küsste sie kurz auf die Lippen. Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um, verließ das Haus und apparierte nach ein einigen Metern.
Seufzend lehnte Lily sich an die Wand. Er machte sie verrückt. Sie atmete erstmal tief durch und ging dann ins Wohnzimmer um sich alleine einen schönen Abend zu machen.
ooOooOooOoo
James traf sich mit Sirius und Remus im tropfenden Kessel. Von dort aus wollten sie ein paar Muggelkneipen unsicher machen. Peter war irgendwie nicht auffindbar gewesen, aber das kümmerte die drei auch nicht weiter, denn er verschwand in letzter Zeit öfters. War wohl auf Jobsuche.
Sirius begrüßte James mit: „Na… wie geht's dem Ehemann? Und wo hat er sein Frauchen gelassen?"
James verdrehte die Augen und winkte ab: „Ich freu mich auch dich zu sehn, Pads."
„Und, bereust du es, jetzt verheiratet zu sein? Ist wohl nichts mit Mädels abschleppen heut Abend, oder wie haltet ihr das mit eurer Ehe… jaja, nichts ist mehr so wie früher…", philosophierte Sirius drauf los.
„Hatte ich denn eine Wahl? Ich war doch in derselben Situation wie Lily. Vielleicht mit dem Unterscheid, das ich damit besser umgehen konnte."
Remus kam hinzu und reichte seinen Freunden je eine Flasche Butterbier. „Danke Moony. Und nein, Padfoot, ich bereue es nicht, immerhin habe ich jetzt was ich immer wollte…"
Remus runzelte die Stirn: „Ganz so glücklich wirkst du aber nicht."
James seufzte. „Bin ich auch nicht. Ich weiß nicht wirklich was ich noch tun soll… Aber lasst uns nicht die Stimmung vermiesen, sondern erstmal losziehen."
oOoOoOo
Nach einigen Stunden unterwegs fanden sich James und Remus irgendwann alleine an einem Tisch in einem dunklen, verrauchten Pub wieder. Sirius hockte mit einer hübschen Brünetten an der Bar, flirtete und füllte das arme Ding mit Feuerwhisky ab.
James warf ihm einen kurzen Blick zu und wandte sich dann an Remus. Er grinste. „Nunja… ihr beiden wohnt ja jetzt zusammen. In Sirius' Junggesellenwohnung werden bestimmt die Mädchen ein- und ausgehen… genau das passende für dich, du tust mir fast Leid, Moony."
„Passt schon. Mach dir keine Sorgen, damit werd ich schon fertig. Allerdings mache ich mir Sorgen um dich – läuft nicht so gut mit Lily, oder?"
„Nicht wirklich…", antwortete James vage.
„Willst du drüber reden?"
James lächelte seinen Freund an und nickte dann. Remus war einfach immer für sie alle da. Für ihn, für Sirius, für Peter, ja auch für Lily… über seine eigenen Probleme sprach er kaum, aber er war einer der besten Freunde, die man sich wünschen konnte.
„Aber lass uns woanders hingehn", bat James. Er blickte wieder in Sirius' Richtung. „Ihn lassen wir einfach hier, er wird's schon überleben." Er stand auf und ging rüber zu Sirius. Er musste ihn erst auf die Schulter schlagen damit er überhaupt mal die Augen von dem Mädchen nahm.
„Moony und ich hauen schon mal ab. Viel Spaß noch."
„Prongsie, du hättest dir ruhig heut Abend auch mal ein bisschen Spaß gönnen können, dann würdest du auch nicht schon so früh wieder gehen…", sagte Sirius.
„Passt schon, mach du einfach mal weiter hier."
Damit eilte James schon zurück zu Remus und die beiden verließen den Laden. Draußen apparierten sie in die neue Wohnung von Sirius und Remus.
oOoOoOo
James war ziemlich beeindruckt. Remus hatte ihn durch die Wohnung geführt und jetzt saßen sie noch bei einem Butterbier beisammen im Wohnzimmer. Wie durch Zauberei war die Wohnung natürlich schon komplett eingerichtet. Remus hatte sein altes Kinderzimmer bei seinen Eltern leer geräumt und Sirius hatte sich gleich mal noch ein paar eigene Möbel neu gekauft.
„Hübsch habt ihrs hier. Würde Lily sicher auch gefallen, schön hell, zentral gelegen…", begann James.
Remus nickte. „Aber jetzt erzähl mal… wie läuft es bei euch? Schlagt ihr euch die Köpfe ein?"
James seufzte: „Das wäre ja wenigstens etwas. Aber es ist irgendwie total komisch. Unser Umgang miteinander ist wirklich schwierig. Mal ist alles ganz okay und ich habe wirklich das Gefühl, ja, so kann es weitergehen und im nächsten Augenblick ist sie wieder total verschlossen und wirkt traurig. Ich habe ja wirklich alles versucht, ihr alles Mögliche versprochen, ihr gesagt, dass wir das zusammen schon packen…" Er erzählte Remus ein wenig davon, was in den letzten Tagen so geschehen war im Hause Potter.
„Hast du ihr gesagt was du für sie empfindest?"
James schloss kurz die Augen. Darüber hatte er auch schon nachgedacht und war zu keinem Schluss gekommen. Er nippte an seinem Butterbier und sagte schließlich: „Nein… ich habe Angst, weißt du? Angst, dass ich damit dann alles kaputt mache. Das sie mich abweist und sich dann total zurückzieht, so sehr, dass ich dann nicht mehr an sie rankomme…"
„Vielleicht weiß sie einfach nur nicht wie ernst du es mit ihr meinst. Gut, ihr seid jetzt verheiratet, daran ist nicht mehr zu rütteln… bei deinem Standpunkt in der Gesellschaft, eben wegen deines Vaters, könnt ihr es euch auch nicht leisten euch jemals zu trennen. Ganz ehrlich James, du liebst sie doch. Schon so lange. Wollt ihr ein Leben lang einfach so nebeneinanderher leben und für die Gesellschaft eine heile Welt spielen? Weil du den Mund nicht aufkriegst? Du hast jetzt die Chance, mit Lily glücklich zu werden. Vielleicht ist es nicht üblich eine Beziehung auf einer Ehe aufzubauen, ich bin sogar ziemlich sicher, dass das üblicherweise andersrum geht…" Er lächelte.
„Also - was soll ich deiner Meinung nach tun? Immerhin bist du der Einfühlsamste von uns und du kennst Lily…"
„Rede doch noch mal mit ihr. Und sag ihr was du empfindest. So abstoßend findet sie dich doch gar nicht, sonst wäre sie schon längst über alle Berge."
James ließ sich auf dem Sofa tief zurücksinken. „Ich werd's mal versuchen. Jetzt brauch ich erstmal noch was zu trinken… Hast du noch was anderes da als Butterbier?"
oOoOoOo
Hase und Pfeffer und so. °hatschi°
To be continued for one more time...
