This is the end, you know...

So, meine Lieben :D Hier ist es nun, das 17. und letzte Kapitel von ... Badezimmer. Ich wollte es am Wochenende ja schon hochladen, aber vor lauter Stress komm ich zu gar nichts mehr. Es ist etwas kurz, but who cares, ich nicht. Ich hoffe, es gefällt euch. Wenn nicht - °schultern zuck° - ich mochte auch das Ende von Breaking Dawn nicht :P | Aber keine Sorge, einfach lesen - und reviewen nicht vergessen :D

Vorher muss ich noch ein bisschen was loswerden:

Vielen Dank an Steffi °flausch°, die ewig unter Badezimmer leiden musste und an Larissa °knuddel°, meinen "größten Fan"

Special Thanks to Harlow Black, Valerie27, StylaChita, Georgie Lorraine, und Your Lily-Rose für eure Unterstützung und eure vielen lieben Reviews!


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Chapter 17: Gefühle

Es war später geworden als James gedacht hätte. Sie hatten noch ziemlich lange beisammen gesessen und irgendwann war auch Sirius nach Hause gekommen. Er hatte es aber anscheinend nicht geschafft ein Mädel abzuschleppen, das tat seiner Stimmung aber keinen Abbruch, hatte er doch schon so einiges intus.

Im Dunkel der Nacht schloss James die Tür seines Hauses auf und schlich leise hinein. Auf dem Flur sah er, dass Licht aus dem Wohnzimmer fiel. Er warf einen Blick hinein. Da lag seine Lily auf der Couch. Der kleine rote Kater schlief auf ihrem Bauch. Das Buch, das sie anscheinend gelesen hatte, war auf den Boden gefallen… Dieses Bild stimmte ihn unwahrscheinlich ruhig und glücklich. Er konnte kaum die Augen von ihr nehmen. Er kam nicht umhin zu ihr zu treten, sich vor dem Sofa in die Hocke sinken zu lassen und kurz über ihr Haar zu streichen.

Und auch er fühlte sich unwahrscheinlich müde. Also setzte er sich in einen der Sessel und beobachtete seinen Engel bis er bald darauf einschlief.


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Wenige Stunden erwachte er wieder aus seinem unruhigen Schlaf. In Sesseln war es halt nicht sonderlich bequem. Sein Blick fiel zunächst wieder auf seine Lily. Sie schlief immer noch zusammengerollt auf dem Sofa. Er lächelte. Es wunderte ihn, dass sie nicht zwischendurch mal aufgewacht war, sondern die ganze Nacht durchgeschlafen hatte. Leise, darauf bedacht sie nicht zu wecken, stand er auf und verließ das Zimmer.


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Lily streckte und rekelte sich wohlig. Dann schlug sie die Augen auf. Das Wohnzimmer. War sie gestern Abend auf dem Sofa eingeschlafen? Sie blickte sich um. Das Buch, das sie gelesen hatte, war zu Boden gefallen. Langsam dämmerte es ihr wieder. Sie hatte vorgehabt aufzubleiben bis James heim kam. Aber sie musste wohl eingeschlafen sein. Sie strich sich die Haare aus dem Gesicht und stand auf. Eigentlich wollte sie direkt zum Badezimmer, aber aus der Küche kam ihr der Geruch von frischen Brötchen entgegen. Neugierig blickte sie hinein und sah, dass James schon liebevoll den Frühstückstisch deckte.

„Guten Morgen", sagte er auch gleich fröhlich, als er sie in der Tür entdeckte.

„Morgen", erwiderte sie.

„Ähm… ich habe Frühstück gemacht. Es ist gleich fertig." Sofort fuhr seine Hand wieder durch sein zerwuscheltes Haar.

Das ließ Lily unweigerlich lächeln und sie sagte: „Okay, ich komme gleich."

Eigentlich war er ganz süß, wenn er so unbeholfen versuchte ihr einen Gefallen zu tun. Irgendwie war er heute aber auch unsicherer als gestern….


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Kurz darauf, erschien sie wieder in der Küche. Er hatte sogar aus dem Garten noch ein paar Blumen geholt und auf den Tisch gestellt. Überhaupt war er sehr bemüht, das fiel Lily sofort auf. Stirnrunzelnd setzte sie sich zu ihm an den Tisch.

„Und, war es dir gestern nicht doch zu langweilig hier alleine? Weißt du, nächstes Mal kannst du wirklich gerne mitkommen. Die Wohnung von Sirius und Remus ist auch wirklich schön, die musst du dir angucken. Sehr stilvoll, hätte ich Padfoot gar nicht zugetraut", begann James.

„Das ist bestimmt nur durch Remus guten Einfluss der Fall", erwiderte sie.

Er grinste sie an. „Das kann natürlich sein. Außerdem sollten wir beide auch mal weggehn in den nächsten Tagen. Ist doch langweilig hier zuhause."

Sie zuckte unentschlossen mit den Schultern.

Die restliche Zeit aßen sie ziemlich schweigsam. Als sie geendet hatten, fragte James: „Wollen wir einen Spaziergang machen?"

Diese Frage war ziemlich überraschend für Lily, aber sie nickte und gemeinsam traten sie in die Morgensonne von Godric's Hollow. Er führte sie aber schnell raus aus dem Dorf und sie gingen, immer noch schweigend, einen verschlungenen Waldweg hinauf. Auf den letzten Metern nahm er ihre Hand und zog sie hinter sich her, abseits des Weges durch ein hohes Gebüsch. Und plötzlich standen sie auf einer Anhöhe und konnten des ganze Dorf und die Felder und Wälder dahinter sehen. Die Sonne tauchte alles in strahlendes Licht, Vögel zwitscherten und überhaupt wirkte alles sehr friedlich und schön.

Lily schloss die Augen und atmete tief die frische Morgenluft ein.

James hatte sich währenddessen schon im hohen Gras niedergelassen. „Komm, setzt dich bitte mal zu mir", bat er.

Sie ging hinüber und nahm neben ihm auf dem Boden Platz. Fragend sah sie ihn an.

„In Ordnung", sagte er, „also, eigentlich wollte ich nur mit dir reden und außerdem ist hier ein sehr schöner Ort…"

Lily nickte, sie biss sich unsicher auf die Lippe und wartete darauf, dass er fortfuhr.

„Ich glaube wir haben in den letzten Tagen ziemlich aneinander vorbeigeredet… Weißt du eigentlich wie das ist, mit jemandem zusammenzuleben, sich zu bemühen und ihn doch nicht erreichen zu können?"

„Ich… ich… ja, ich glaube das weiß ich."

„Das habe ich mir fast gedacht…" flüstere James.

„Und dann", sprach Lily leise weiter, „diese Ungewissheit zu spüren. Nicht zu wissen was richtig und was falsch ist, meine ich. Nicht zu wissen was zu tun. Nicht wissen was zu sagen."

„Oder zu sagen: ‚Ich liebe dich', und es aus vollem Herzen zu meinen." Er blickte sie aus den Augenwinkeln an.

Sie starrte ihn an, unfähig etwas zu erwidern.

„Lily..." Er wandte sich zu ihr um, um direkt in ihre grünen Augen zu sehen. „Ich liebe dich. Ich… ich habe dich, verflucht nochmal, schon immer geliebt. Ich habe es immer ernst mit dir gemeint. Alles was ich will, ist es mit dir glücklich zu sein. Auch wenn uns das Schicksal auf vielleicht unschöne Art zusammengebracht hat."

Aus seinen Worten klang so viel Ehrlichkeit, dass Lily ihm einfach glauben musste. Sie… sie liebte ihn ja auch, aber das ging ihr das nicht zu schnell? Sie hatte so eine Entscheidung noch nicht gefällt, aber andererseits, warum nicht, was hatte sie schon zu verlieren? Sie war sprachlos, eine richtige Liebeserklärung hatte sie noch nie bekommen. Sie war überwältigt.

James lächelte sie an. Vielleicht hatte er sie jetzt doch ein bisschen geschockt, aber sie guckte jetzt so süß, dass er den Drang sie zu küssen nicht mehr unterdrücken konnte. Er beugte sich zu ihr hinüber und küsste sie vorsichtig auf die Lippen. Gleichzeitig schlang er seine Arme um sie und zog sie näher zu sich, was sie willentlich geschehen ließ. Sie erwiderte den Kuss fast augenblicklich.

Obwohl James sie nun ja in den letzten Tagen schon einige Male geküsst hatte, so erfuhr er doch erst jetzt dieses irrationale, besitzergreifende Gefühl. Endlich hatte er sie genau da, wo er sie sich jahrelang gewünscht hatte. In seinen Armen.

Lilys Hände fanden den Weg in sein schwarzes Haar, als sie den Kuss noch vertieften. Sie spürte seine Leidenschaft und seine wahren Gefühle für sie, ebenso wie sie von ihrer eigenen Reaktion überrascht war. Es fühlte sich einfach zu gut an.

Nach einer Zeit, die sich für beide wie eine nie endende Ewigkeit angefühlt hatte, lösten sie sich schwer atmend voneinander.

„Weißt du, dass ich mir Gefühle, die sich geändert haben, nicht eingestehen kann, weil ich meinen eigenen Gefühlen nicht vertraue und Angst habe, verletzt zu werden…? Und dass es mir vorallem sehr schwer fällt zuzugeben, wenn ich verloren habe?", begann Lily.

Er strich ihr zärtlich über die Wange. „Ich glaube aber, dass man manchmal verlieren muss um zu gewinnen." Er machte eine kurze Pause, ließ seinen Blick über das Tal schweifen und fuhr dann fort: „Und ich hatte große Angst, wieder von dir zurückgewiesen zu werden… In der Schule war das irgendwie anders."

„Es tut mir Leid, dass ich dich damals immer abgewiesen habe, James. Ich wusste, dass ich dich verletze… ich konnte dir nur nicht begreiflich machen, dass ich nicht an dir interessiert war. Aber du wolltest ja nicht aufgeben."

Er grinste sie an und zog sie wieder an sich. „Weil ich immer gewusst habe, dass wir zusammengehören. Und ich dachte wirklich, die Hochzeit macht mir alles kaputt. Ich hatte nämlich noch todsichere Pläne, dich bis zum Schuljahresende rumzukriegen."

Sie lachte und schlug ihn spielerisch auf den Arm. Und dann blickte sie sich einfach nur lange in die Augen. Sie liebte ihn. Er liebte sie. Sie hatte sich früher immer gefragt wie Liebe überhaupt zustande kam. Es kam ihr auch unwirklich vor, dass von allen Menschen auf der Welt sich grade genau zwei Menschen ineinander verlieben würden. Dass sie füreinander bestimmt sind. Sie hatte gedacht, dass sie nie den jemanden auf der Welt finden würde, der für sich bestimmt sei. Es musste erst so etwas wie eine vollkommen unfreiwillige, ungeplante Hochzeit mit ihrem selbsterklärten ‚größten Feind' stattfinden, damit sie die Augen öffnete. Wahrscheinlich hatte sie es tief drinnen doch schon immer gewusst. Jahrelang hatte sie ihr Herz aber vollkommen abgeschirmt dagegen, sich in irgendjemanden zu verlieben. Und dann war es James Potter, derjenige gegen den sie sich jahrelang mit aller Kraft gewehrt hatte. Den das Schicksal dann doch mit ihr verbunden hatte.

Und jetzt fühlte sich alles so unendlich richtig an. Das musste es sein. Das musste Liebe sein.

„Egal was alle sagen oder denken, Flower: Ich wusste schon immer, dass wir zusammengehören." Damit küsste er sie wieder. Sie lächelte in den Kuss hinein. Er hatte Recht. Sie hatten noch so viel vor sich, ein ganzes Leben zusammen, dessen sich beide jetzt erst bewusst wurden.

„Ich liebe dich auch, James."

~ The End ~

Denn hier hört die Geschichte auf.


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Danke an alle, die es bis hierher geschafft haben! Ich hoffe, ihr hattet mit Badezimmer genauso viel Spaß wie ich :D

Yours, Feu de Neige a.k.a. Annie