Sorry, dass es solange gedauert hat. Ich hatte einige Zeit kein Internet und alles. Deswegen ist dieses Kapitel auch länger geworden! Danke an alle, die Reviews geschrieben haben. Ich würde mich gern über mehr freuen!! Und danke auch an Vanessa und Mica, die mich unterstützen weiter zu schreiben und immer für mich da sind!

Und... ach ja das Übliche: Alles gehört Stephenie Meyer, ich habe keinerlei Rechte.


Eine etwas andere Begegnung

Renees Sicht:

Ich war gerade dabei Bella zu erzählen wie dieser seltsame Unfall geschehen ist. Die Entscheidung, dass sie das folgende Schuljahr deshalb bei ihrem Vater leben würde, anstatt bei Phil und mir nahm sie sehr gelassen auf. Aber sie hatte sich bei Charlie und in Forks, dieser nebel- und regenverhangenen Stadt schon immer wohl gefühlt.

„Mom, die Stadt, wo Daddy wohnt ist schön. Sie ist so ruhig!", dass hatte sie schon gesagt, als sie im Alter von fünf Jahren zum ersten Mal die Ferien mit ihrem Vater alleine in seiner Heimatstadt verbracht hatte.

Ich war so froh, dass meine Bells gekommen war, keiner hatte mir meine Geschichte von dem Wesen mit den roten glühenden Augen geglaubt. Nun, es ist ja nicht wirklich eine alltägliche und leicht zu glaubende Geschichte, aber ich hatte erwartet, dass Phil mir vertraut und nicht wie alle; Ärzte, Krankenschwestern und Freunde meint, ich hätte geträumt.

Meine Tochter war da anders, sie nahm mich ernst, sie glaubte mir.

Und nicht nur sie!

Dr. Cullen, dieser gutaussehende junge Arzt, der nahm mich auch ernst! Ich habe es in seinen Augen gesehen, es war wie ein Erkennen, als wüsste er genau von was ich gesprochen habe.

Auf jeden Fall nahm meine Bella mich ernst und es war sehr rührend, wie sie sich Sorgen um mich machte.

Als sie mit den Fingern über die Kratzer fuhr, zuckte sie zusammen. Also hatte sie auch gemerkt, dass dort die Haut um einige Grad kälter war.

„Bella, hier ist es so stickig, könntest du nicht das Fenster öffnen?", bat ich sie.

Kaum saß sie wieder auf meinem Bett, wurde die Tür des Zimmers aufgerissen.

Ein Junge mit bronzefarbenem Haar rauschte, „Hier bist du ja, Carlisle!", rufend, ins Zimmer. Dann ging plötzlich alles ganz schnell, ein Luftstoß kam durchs Fenster, wirbelte Bellas ebenholzfarbenes langes Haar auf. Der Junge, er war wahrscheinlich einer von Carlisles Adoptivsöhnen, erstarrte, dann drehte er sich langsam in unsere Richtung. Er sah zum Fürchten aus, leichenblasse Haut und die tiefschwarzen Augen, die sogar nicht zu seiner Haut und Haarfarbe passten, waren weit aufgerissen. Sekunden später nahm er eine kauernde Haltung ein, wie ein Raubtier, das seiner Beute auflauert. Ich bildete mir ein, ein leises Knurren, das aus den Tiefen seiner Brust kam, gehört zu haben.

Seine Augen fixierten Bella, sie glühten unnatürlich.

Sie glühten… wie die Augen dieses Wesens bei dem Unfall!

Ich erschauderte… endlich drehte sich auch Dr. Cullen um, es kam mir vor wie eine Ewigkeit. „Edward! Geh doch noch Hause und hilf Esme beim Kochen!", sprach er ihn an, der Junge zuckte zusammen, tauschte einen hastigen blick mit seinem Adoptivvater und verließ ohne ein weiteres Wort und viel schneller als normal das Zimmer.

Der Doktor war ungewöhnlich ernst und starrte die Tür an, bis die Kontrollgeräte anfingen zu piepsen. „Entschuldigen Sie, Mrs. Swan, Sie brauchen wieder etwas Ruhe! Isabella? Du kannst deine Mutter später wieder besuchen, wenn sie ausgeschlafen hat. Du kannst entweder im Wartebereich bleiben, oder an der Rezeption nach guten Restaurants fragen. Oder du kannst mit mir nach Hause zu meiner Frau Esme kommen? Du stehst bestimmt noch unter Schock von der plötzlichen Nachricht! Esme hat sicher zu viel gekocht!", meinte er.

Dann bekam ich eine Spritze mit Schlafmittel, ich bekam gerade noch mit, wie Dr. Cullen und Bells das Zimmer verließen.

Carlisles Sicht:

Ich überprüfte gerade die Kontrollgeräte, und versuchte mir nebenbei Isabellas Reaktion auf die Geschichte ihrer Mutter nicht entgehen zu lassen. Für unsere Anonymität war dies sehr wichtig, Renee und ihre Tochter waren sehr aufmerksame Menschen, sie hatten schon in so kurzer Zeit gemerkt, dass ich anders war.

Und dann stürmte zu allen Überfluss noch Edward ins Zimmer. Edward, der schon lange nicht mehr jagen gewesen war. Normalerweise wäre das nicht schlimm, schließlich sind wir alle schon lange abstinent und ernähren uns von Tierblut.

Nur leider war dies nicht eine normale Situation! Alice hatte eine Vision, vom Besuch einer großen Gruppe nicht abstinenter Vampire hier in Chicago, gehabt. Daraufhin wollte Edward, der dies in ihren Gedanken gesehen hatte, mir Bescheid sagen und achtete weder auf meine Gedanken noch auf die Menschen im näheren Umfeld.

Und ausgerechnet in diesem schon höchstkritischen Moment, kam ein Windstoß durchs Fenster und verteilte Isabella Swans betörenden Geruch im Raum. Sie roch wirklich gut für einen Menschen, auch für mich, doch ich bin es gewohnt Blut zu sehen, schließlich bin ich Arzt und außerdem habe ich jahrhundertelange Erfahrung.

Wäre es eine normale Situation gewesen, hätte Edward nicht im Geringsten gezuckt. Doch ihr Duft. La tua cantate! So etwas hatte ich zuvor nur gehört, dass der Duft eines Menschen für einen bestimmten Vampir so betörend ist, dass er alles vergisst.

Wären wir keine Abstinenzler und wäre Edward nicht trainiert gewesen, würde Isabella nicht mehr leben.

Edward, jedoch, tat das einzig richtige! Nachdem er sich gefasst hatte, hielt er die Luft an und verließ sofort den Raum.

Bella und ihre Mutter starrten auf den Fleck, wo mein Sohn gerade noch gestanden war. Ihre Herzen hatten zu rasen begonnen. Sie waren nervös und beunruhigt von diesem merkwürdigen Ereignis.

Mrs. Swan bekam eine Spritze mit Schlafmittel, sie musste sich noch ausruhen von dem Unfall.

Und ihrer Tochter bot ich an mit zu Esme zum Mittagessen zu kommen. Ihr standen die Fragen über diesen Zwischenfall nur ins Gesicht geschrieben. Dies wollte und musste ich ins Reine bringen.

Isabella sagte zu, also rief ich meine Frau an und sagte ihr, dass ich jemanden mitbringen würde und dass sie doch für Essen sorgen sollte.

Außerdem verließen Rosalie und Jasper das Haus, zu einem, weil Jasper noch nicht so lange abstinent ist, zu anderen, um Edward zu suchen.

Auf dem Parkplatz des Krankenhauses stiegen Bella und ich in meinen Mercedes mit den getönten Scheiben, und fuhren in Richtung unseres Hauses.

Esmes Sicht:

Wir warteten gerade darauf, dass Carlisle in seiner Mittagspause nach Hause kommen würde, um uns zu sagen wie wir uns gegenüber der Gruppe von durchreisenden neugierigen Vampiren verhalten sollten. Edward hatte ihn benachrichtigen wollen.

Doch dann wurden die Augen von Alice glasig, sie hatte eine weitere Vision.

Ihr kleiner elfenartiger Körper bäumte sich plötzlich auf, bevor die Vision zu Ende war und Jasper sie in die Arme nahm, sie zitterte.

„Alice? Was ist los?", Jasper klang sehr besorgt. Er war noch blasser geworden, als Vampire normalerweise schon waren, als Alice diese merkwürdige Vision hatte.

Sie strich sich das kurze schwarze Haar aus der Stirn und schaute uns ernst an. „Edward! Ich hab ihn gesehen, im Wald, dort streift er orientierungslos herum und die Gruppe der Vampire, die nach Chicago kommen, waren auch dort. In Kampfstellung!", sie stöhnte kurz auf, dann starrte sie reglos die Wand an, Sekunden später wandte sie sich wieder an uns, diesmal deutlich panischer! „Jasper, Rosalie! Bitte sucht Edward! Die bringen ihn sonst um! Und Carlisle bringt die Tochter von dieser Renee Swan mit!", Jasper und Rosalie stürmten aus dem Zimmer um Edward zu suchen, nun waren nur noch Alice, Emmett und ich da.

„Esme, es wäre gut, wenn du Essen vorbereiten würdest, Menschenessen, weil…" … Das Klingeln des silbernen Mobiltelefons unterbrach sie. Emmett nahm ab und sein Gesichtsausdruck wurde noch ernster. „Ja klar, Carlisle, wir bereiten etwas zu Essen vor! ...Wo Jasper ist? … Er und Rosalie suchen Edward, um ihn zur Vernunft zu bringen, bevor in die anderen erwischen! … Okay, bis gleich!" Er legte auf, und sagte: „ Das war Carlisle, er bringt das Menschenmädchen mit. Wir sollen etwas zu essen vorbereiten!"

Also ging ich in die Küche, nahm Nudeln aus der Vorratskammer, holte Butter aus dem Kühlschrank, und beauftragte Alice Salbei aus dem Garten zu holen. Alles Sachen, die wir sonst nie benutzten.

Ich begann zu kochen, es sollte Spaghetti mit Salbei-Butter-Soße geben.

In der Ferne hörte ich schon ein bekanntes Geräusch, das Motorengeräusch des Mercedes. Nun kam Carlisle also mit der Tochter dieser aufmerksamen Menschenfrau, die diesen merkwürdigen Unfall hatte.

Einen Unfall, der ganz nach einem Vampirüberfall aussah. Der Überfall eines nicht abstinenten Vampirs mit scheußlich rotglühenden Augen, der bei dem Spiel mit seinem Opfer gestört wurde und dann versucht hatte seine Spuren zu verwischen.

Ich wunderte mich bloß, warum Carlisle das Mädchen mitten in die Vampirhöhle, sprich zu uns nach Hause, brachte.

Und was war bloß mit Edward geschehen? Mit meinem sonst so ruhigen und vernünftigen Adoptivsohn.

Der Mercedes bog in unsere lange Einfahrt ein, das Essen war fertig. Die Attrappen von benutzten Tellern stapelten sich im Spülbecken. Ein Teller für das Mädchen stand noch auf dem Tisch.

Emmett und Alice saßen bereits angespannt und unbeweglich auf unserer schwarzen Ledercouch.

Der Wagen hielt vor unserem Haus. Mein Carlisle stieg aus und ging auf die andere Seite des Wagens und bevor er die Wagentür öffnete, blickte er zum Wohnzimmerfenster, wo ich und auch Alice und Emmett, die vom Sofa aufgestanden waren, standen.

Dann öffnete er die Tür und ein Mädchen stieg zögerlich aus. Ein Mensch, wie ich vorher noch nie gesehen hatte. Das war also Isabella Swan.

Sie sah kränklich aus und war so blass, fast so blass wie wir. Das hatte Carlisle zwar schon erzählt, aber trotzdem war ich geschockt von ihrem Anblick. Ihr ebenholzfarbenes Haar ging bis zu ihrer Hüfte. Und sie verströmte bis ins Haus hinein ein verlockenden Geruch.

Unsicher blickte sie von Carlisle zum Haus.

„Nun Bella, hier wohne ich mit meiner Familie!", hörte ich meinen Mann sagen und dann liefen die beiden zur Tür.

Emmett und Alice, die hinter mir standen waren ebenso erstaunt wie ich, Alice wisperte „ Ich hatte sie in meiner Vision gesehen, aber in Echt ist sie noch viel außergewöhnlicher."

Emmett sagte gar nichts, er starrte nur mit immer noch offenem Mund nach draußen.

Die Haustür öffnete sich und Carlisle kam mit Isabella im Schlepptau herein. „Hallo Esme, wir sind da!"

Die beiden kamen durch den Flur ins Wohnzimmer, das Mädchen trat verlegen von einem Fuß auf den anderen. „Bella, das ist meine Frau Esme und das sind Alice und Emmett!"

Sie blickte auf und wurde rot. „Entschuldigen Sie, dass ich hier so hereinplatze!", sagte sie schüchtern und warf mir kurzen Blick zu, senkte den Kopf aber sofort wieder.

Der Ausdruck ihrer braunen Augen erweckte sofort mein Mitgefühl.

„Keine Ursache, Isabella! Möchtest du etwas essen? Es ist noch etwas übrig geblieben, da unsere anderen Adoptivkinder heute wandern gegangen sind!"

Sie hob den Kopf und antwortete: „Danke, das ist sehr nett von Ihnen. Nennen Sie mich doch bitte Bella! Wie viele Adoptivkinder haben Sie denn?"

Ich lächelte leicht: „Nun gut, dann nenne ich dich Bella und du sagst Esme zu mir, okay? Es sind fünf Kinder, wohl eher Jugendliche, hier: Alice und Emmett, kennst du ja schon und da wären noch Rosalie, Jasper und Edward. Sie kamen aber schon recht früh zu uns, Rosalie und Jasper sind leibliche Geschwister, und Emmett, Alice und Edward auch."

Carlisle warf ein besorgten Blick auf Bella, als ich Edward erwähnte.

Und ihre Reaktion war auch sehr überraschend. Sie zuckte zusammen, als ich Edwards Namen nannte und erklärte mit dünner Stimme: „ Ich glaube, ich habe Edward heute schon kennengelernt! Im Krankenhaus!" Das Mädchen war noch blässer geworden.

Das war wirklich seltsam.

Edward war in Gefahr und musste gesucht werden, nachdem er anscheinend Bellas Bekanntschaft gemacht hatte und sie war total verwirrt und mein Mann war auch seltsam angespannt.

Doch ich hatte sie schon im ersten Augenblick liebgewonnen.

Kaum saßen wir am Tisch und beobachteten Bella, bei dem für uns unschmackhaften Essen, als plötzlich das silberne Mobiltelefon klingelte.

Hatten Jasper und Rosalie Edward bereits gefunden, nachdem sie eine Viertelstunde weg waren?

„Rrriiiing… Drrrriiiing!"


Nächstes Kapitel folgt hoffentlich bald. Freue mich auf eure Reviews!