Part11

Nachdenklich schaute Alex in die Ferne. Wie wird es weiter gehen. Er dachte an die letzte Nacht. Warum wollte Charly ihn nicht in ihren Leben. Er hätte es verstehen können, wenn sie es langsam angehen wollte. Aber warum wollte sie gar keine Bindung. Es war von einer knappen halben Stunde gewesen, als er sich von Charly verabschiedet hatte. Sie hatte ihm klar zu verstehen gegeben, dass so etwas nicht mehr vorkommen wird. Langsam stiegen ihm die Tränen in den Augen. Er hatte schon wieder verloren. Ihre Worte waren endgültig gewesen. „Alex, es tut mir leid, es ist Leidenschaft, aber für diese Leidenschaft verletze ich nicht meine Familie. Sie würden denken, dass es in einer Beziehung endet und das will ich nicht." Das war das Aus. Leidenschaft. Es war Liebe! Wie es scheint allerdings nur von seiner Seite. Er erinnerte einige Warnungen von Stevie. Es hatte nichts genutzt, er hatte sich verliebt und alle Warnungen in den Wind geschlagen.

Langsam stand er auf und ging in die Küche. „Morgen Alex"

„Schön es gibt schon Kaffee" Harry und Marie betraten die Küche. „Bedient euch" Alex setzte sich. „Also Alex wir wollen, dass du es als Erster erfährst. Ich werde mehr Zeit auf Drovers verbringen" Harry schaute Alex ernst an „Harry drucks nicht rum" Marie lachte. „Alex – Harry und ich sind zusammen" Alex konnte es nicht glauben. „Glückwunsch, dann werde ich mehr Zeit auf Killarney verbringen und du übernimmst mehr Aufgaben hier" Alex brachte diesen Satz fast emotionslos raus. Harry und Marie schauten sich verwundert an. „Nein mit den Arbeiten bleibt alles wie gehabt, nur werde ich mehr Nächte hier verbringen"

Marie schaute Alex eindringlich an „Alex für dich ist hier auch Platz, wir hatten eigentlich gedacht, dass ihr beide mehr Zeit hier verbringt."

„Nein, es wird Zeit, dass auf Killarney einiges geregelter läuft. Charly hat hier genügend Unterstützung und ich will einiges auf Killarney in Angriff nehmen" Marie und Harry schwiegen. „So es wird Zeit, sagt ihr Bitte Charly, dass ich um 14 Uhr hier bin um alles weitere zu besprechen" Alex erhob sich.

„Morgen" Stevie und Joe betraten Arm in Arm die Küche „Ach, sagt jetzt bloß nicht, dass es wieder nichts ist" Stevie lachte „Doch jetzt ist es etwas." Sie lächelte Joe an „Marie krieg dich ein, ja ich bin mit Stevie zusammen. Jetzt ist es Offiziell" Marie umarmte beide „Das wurde auch Zeit" Alex klopfte Joe auf die Schulter und gab Stevie einen Kuss „Glückwunsch. So ich muss jetzt aber los" Alex drehte sich um und ging.

„Ähm, was ist denn los? Warum bleibt Alex nicht zum Frühstück?" Marie zuckte mit den Schultern „Keine Ahnung, aber wie es aussieht, zieht sich Alex auf Killarney zurück. Harry und ich habe gerade unsere Beziehung bekannt….." „Wahnsinn …" Joe umarmte Marie herzlich und boxte Harry in die Seite „ Das wurde aber auch Zeit" Alle lachten.

„So wie es aussieht, fehlt aber noch ein Paar" „Stevie halt dich da raus." Joe sah sie ernst an

„Aber…" Nein! Ich habe mit Charly gesprochen, es wird keine Beziehung zwischen ihr und Alex geben. Für sie ist Alex der Mann von Claire. Also Tabu. Sie hat mir gesagt, dass sie ihn mag, aber nicht als Mann an ihrer Seite" Joe hatte alle der Reihe nach eindringlich angeschaut. Er wusste was sich hier jeder wünschte.

„Morgen zusammen, na was sehe ich denn da" Charly schaute verschmitzt in die Runde „JA, sag es ruhig" Marie lachte „ ICH HABE ES GEWUSST" Sie lief auf Marie und Harry zu und umarmte beide ganz herzlich „Und bei euch ist wohl auch alles klar" Joe war ein Stück Zucker in Charlys Richtung „Vorlautes Gör" Nach und nach füllte sich die Küche, Charly holte Charlotte runter und alles redete durch einander. Jeder freute sich mit den Vieren. Es wurde nach Alex gefragt, aber Harry entschuldigte ihn. Arbeit auf Killarney. Jeder nahm es Harry ab, nur Nick nicht. Er schaute zu Charly. Man merkte ihr nichts an, was war vorgefallen, Alex würde niemals freiwillig seine Zeit lieber auf Killarney verbringen statt mit Charly und Charlotte. Nach und Nach ging jeder seiner Arbeit nach.

Es war wie immer und alle trafen sich zum Mittagessen. Auch Alex war da, Marie hatte ihn auf Killarney angerufen und ihm klargemacht, dass er sie und Harry verletzen würde, wenn er nicht mehr an den gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen würde.

„So, da nun alle zusammen sind, muss ich euch etwas sagen." Alle schauten Charly an „Dev hat angerufen und braucht meine Hilfe. Ich werde für ca. 4 Wochen weg sein" Alex erstarrte

„Oh hat er Schwierigkeiten?" Joe schaute Charly an „Ja, er hat er. Ich weiß es ist kurzfristig, aber er hat erst vor einer Stunde angerufen und ihr wisst, dass ich an dem Projekt beteiligt war. Ich will nicht, dass es scheitert" Marie, Harry und Joe nickten „Ok wie geht's weiter?"

„Das wollte ich mit euch besprechen. Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder nehme ich Charlotte mit und lasse sie bei Frank, oder sie bleibt hier. Bedenkt aber, dass auch meine Aufgaben hier mit erledigt werden müssen"

„Das ist schon OK, es ist für Charlotte besser, wenn sie hier bleibt" Es war Alex, der dieses sagte. Sie konnte gehen, er hatte sie verloren, dass wusste er. Charlotte jedoch würde er nicht auch noch verlieren „Alex überlege es dir gut…"

„Dazu gibt es nichts mehr zu sagen" Alex war unglaublich wütend. Dev – oder Detlev war wie er von Stevie wusste, ein Ex von Charly. Was dachte sie sich, dass er es zulassen würde, dass sie heile Familie mit Dev und Charlotte in Amerika spielen konnte. „Das ist schon OK, wir werden die Arbeiten anders einteilen und Joe kann mehr Aufgaben übernehmen" Stevie sah Charly eindringlich an. Was ist, wenn Charly wieder mit Dev zusammen kam und dann in Amerika blieb. Jeder hatte bedenken, Charly wäre fast schon einmal ganz verschwunden.

„Gut, dann ist alles ja geklärt." Charly konnte die Reaktionen nicht verstehen. Alle hingen ihren Gedanken nach. Die Fröhlichkeit war verschwunden. „Ich gehe packen" Charly erhob sich.

Marie schaute in die Runde „Ich kläre das" darauf hin erhob sie sich und verließ die Küche.

„Verlässt sie uns für immer" Es war Tess, die diesen Satz, den alle dachten, aussprach

Nick schüttelte den Kopf „Das glaube ich nicht, ich war bei dem Telefonat dabei. Er scheint große Schwierigkeiten zu haben. Irgendetwas mit dem Bestand. Ich habe es nicht richtig verstanden" Nick schaute zu Joe „Oh, dann ist alles klar, dann fliegt sie wieder nach Andalusien. Es wurde nur Charly gestattet den Bestand zu regulieren, es müssen bestimmt die Verhandlungen neu geführt werden, damit sich nun Dev um die Sache kümmern kann." Alle seufzten erleichtert auf. „Sie will also nicht weg von uns" Alex hätte Tess am liebsten umarmt. Sie nahm es ihm ab zu Fragen. Bei Tess war es unverfänglich, er hätte sich nicht so beherrschen können. „Nein, sicher nicht! Dev ist ihr bester Freund! Wenn sie gebraucht wird, dann ist sie sofort zur Stelle" Joe zwinkerte in die Runde „Dev ist seit 3 Monaten verheiratet! Er ist mit Sam zusammen" Stevie lachte „MAN warum sagst du das denn nicht sofort" Sie boxte Joe in die Seite „PUH" Marie kam wieder in die Küche „Alles geklärt. Es ist keine Ausrede. Sie läuft nicht weg" Harry sah sie fragend an „Charly war schon immer ein unruhiger Geist. Oft war sie nur für kurze Zeit zu Hause, um dann wieder auf Wanderschaft zu gehen. Sie sucht immer das Abendteuer. Aber jetzt nicht mehr. Sie sagt Drovers ist ihr Zuhause und sie würde nur einem Freund helfen" Jetzt verstand Meg, warum alle so angespannt waren. „Ah, dann war das auch der Grund, warum Harry damals Charly nicht erreichen konnte" „Ja, sie war wieder auf Tour"

Alle hielten inne, als sie ein lautes Gebrüll hörten. Es war Charlotte und man hörte Charly beruhigende Stimme. Charlotte kam in die Küche gerannt und lief direkt auf Alex zu. Weinend kuschelte sie sich an Alex. Kurz darauf betrat Charly die Küche „Charlotte…" sie kniete sich vor Alex hin und streichelte über Charlottes Rücken „Charlotte es ist nur für kurze Zeit" Ich will mit" Charly seufzte leise auf und schaute Alex bittend an „Süsse, das geht nicht." Alex hob Charlotte leicht an „Hey und mich willst du alleine lassen" Charlotte schüttelte den Kopf „Wir gehen mit" alle mussten schmunzeln „Endlich bekommt du alles zurück" Marie konnte sich den Satz nicht verkneifen

„Danke Marie" auch Charly musste grinsen, wie oft hatte sie Marie eine Szene gemacht.

„Charlotte bitte, es geht um einen Freund und er braucht Hilfe. Du passt auf Alex auf und ich beeile mich." „NEIN, ich will mit" Charly stand auf „Jetzt reicht es, es ist nicht zu ändern, auch wenn du noch so sehr bockst." Charly nahm Charlotte von Alex Schoß und ging mit ihr raus. Nun hörte man wie Charly streng mit Charlotte sprach.

„Oho, da bekommen wir aber ein bockiges Kind" Aber es sollte nicht so kommen, als Charly und Charlotte wieder in die Küche kamen, war Charlotte friedlich.

„So es tut mir leid, aber ich fliege schon in einer Stunde. Ich habe mir eine Maschine gemietet und fliege selber nach Andalusien." Für ihre Familie war es nichts besonderes, aber Alex machte sich sorgen. „meinst du nicht, dass es ein zu langer Flug wird" Er wusste ja, dass Charly nicht viel geschlafen hatte. Sie hatten sich die ganze Nacht geliebt. „Es geht schon, dass ist nicht mein erster Langstreckenflug" Er wollte noch mehr sagen „Wie sieht es aus, sind auch Sandy und Frank da?" Marie wollte noch mehr Einzelheiten „Ja, ich will Sandy vorschlagen. Sie hat ein gutes Auge und es wird einfacher sein, wenn ich sie vorschlage. Jedermann vertraut Sandy sofort" „Charly ich würde gerne mitkommen" Alle schauten Stevie überrascht an. Charly hielt ihren Blick stand „Meinst du nicht, dass es besser wäre hier zu bleiben?" „Nur noch einmal!" „Ok meintet wegen, schafft ihr es, wenn auch Stevie mitkommt" Joe sah Stevie an „Ja, ich schaff das schon" Stevie beugte sich zu Joe rüber und küsste ihn leicht auf den Mund.

Meg, Jodi, Nick, Tess und Kate hatten alles schweigend verfolgt. Sie wussten nicht was hier vorging. Die Runde löste sich auf und Stevie ging packen.

Alex war Charly unauffällig nach oben gefolgt. „warum gehst du jetzt?" „Alex es geht um einen Freund, wenn ich nicht gehe, dann verliert er alles, was wir aufgebaut haben" Alex konnte sich nicht beherrschen und ging zu Charly. Er nahm sie fest in den Arm „Versprich mir, dass du zurück kommst" Charly rückte von ihm ab „Alex es ist nur für kurze Zeit. Ich habe nicht vor davon zu laufen" Er sah ihr tief in die Augen „Es sah so aus"

„Nein, wir hatten das schon geklärt. Es wird keine Wiederholung geben. Hier ist mein Zuhause und du bist ein Freund. Der Mann meiner Schwester und der Vater von Charlotte. Du wirst immer ein Bestandteil meines Lebens sein" Alex lies sie los. Das war das Aus. Er fühlte wie Herz schwer wurde. Das ist er also, der Mann ihrer Schwester und der „Vater" von Charlotte. Ein Mann für eine Nacht. „ Ich habe verstanden" Alex drehte sich um. Charly seufze erleichtert auf und drehte sich um, als sie fühlte wie Alex sie wieder umarmte. Sie drehte sich um und fühlte auch schon Alex Lippen auf den ihren. Es war ein wilder, verzweifelter Kuss. Charly wusste nicht wie ihr geschah. Instinktiv erwiderte sie den Kuss. Nur noch einmal. So abrupt wie der Kuss begonnen hatte so hörte er auch auf. Charly konnte nicht reagieren. Alex war schon weg.

Sie hatten nicht bemerkt, dass sie Zuschauer hatten. Marie, Joe und Stevie hatten den Kuss gesehen. Sei schauten sich an. Keiner der Beiden bemerkte sie. Alex lief blind an ihnen vorbei und Charly setzte sich geschockt auf das Bett. Joe zog Marie und Stevie in Maries Zimmer.

„Ich möchte nicht, dass ihr Charly auf den Kuss ansprecht! IST DAS KLAR" So bestimmt erlebte man Joe selten. Marie schaute ihn an „Was hat sie gesagt?" „Nichts, sie sagte nur, dass sie einen Fehler begangen hat und etwas angefangen hat, dass keine Zukunft hat"

„Liebt sie ihn" Stevie schaute Joe fragend an „Ich habe keine Ahnung" er schüttelte den Kopf

„Nein, dass ist nicht richtig. Ich habe sie zusammen gesehen. Ja sie liebt ihn, aber sie wird es zu keiner Beziehung kommen lassen. Für sie ist Alex Claires Mann" Marie nickte „So habe ich mir das gedacht. Lassen wir es auf sich beruhen" traurig sahen sich die Drei an. Stevie dachte an Alex und Marie und Joe an Charly.

„Stevie" Charly rief ungeduldig nach Stevie und die drei gingen nach unten. Es wurde ein hektischer Abschied und schon fuhr Joe die Mädels zum Flughaben. Alle gingen ihrer Arbeit nach und jeder hing seinen Gedanken nach.

Ein Tag reihte sich an den Anderen. Es kamen nur spärliche Informationen aus Andalusien, da die Verbindung sehr schlecht war. Alles was sie wussten, war, dass Stevie und Charly in die Berge geritten waren. Seit einer Woche hatten sie nichts mehr gehört und alle wurden nervös.

„JOE" Joe sprach gerade mit Alex über die Trainingsergebnisse. „Ja Marie?" „komm schnell, Charly ist verschwunden" Kaum hatte sie es ausgesprochen, als Alex und Joe los rannten. „Was und was ist mit Stevie?" Marie schluckte „Sie haben sich getrennt. Stevie ist mit Sandy geritten Charly hat eine andere Route genommen. Dev hat gerade angerufen. Es scheint mit einigen Gruppen Ärger zu geben. Charly wollte es Regeln." Alex fühlte wie er erstarrte. Er hätte sie nie gehen lassen dürfen. „Was sagt Dev?" „Die letzte Nachricht von Charly war, dass er ihr eine Woche Zeit geben soll, dass haben sie gemacht. Sie ist nun seit 2 Tagen überfällig"

Joe wurde blass. Seine Schwester hielt immer die Termine ein. „Ich fliege runter" „Nein, du weißt nicht wo sie ist, was willst du tun. Dev hat Stevie, Sandy und Sam in ein Flugzeug gesteckt. Sie sind auf den Weg nach Drovers." Joe wollte gerade etwas erwidern „Joe du weißt, dass du nichts tun kannst. Dev regelt das schon" Alex hatte alles schweigend verfolgt. Sie war weg. Er drehte sich um und ging. Marie und Joe sahen ihm hinterher. Man hatte das Gefühl, als wäre kein Leben in Alex. „Joe geh ihm nach. Ich hole die Mädels vom Flughaben ab."

Joe folgte Alex in den Stall. Er saß auf einem Heuballen und war in sich zusammen gesackt. „Alex.." „Ich hätte sie nie gehen lassen dürfen. Es ist meine Schuld, hätte ich sie nicht bedrängt, dann wäre sie noch hier.." „Nein Alex, dass ist Charly. Du kennst sie nicht so gut, sie wäre so oder so geflogen. Sobald sie gebraucht wird, ist sie da." Joe setzte sich neben Alex und legte seinen Arm um Alex Schultern. „Alex, ich weiß du liebst sie. Sie wird wieder kommen. Wenn etwas Schlimmes passiert wäre, dann hätten wir beide es gespürt!" Alex sah ihn an. „Wenn dem Menschen, der alles für einen ist etwas passiert, dann fühlt man es hier" Joe zeigte auf sein Herz. Alex nickte, ja bei Claire hatte er es sofort gespürt. „Woher weißt du es?"

Joe musste lächeln „Alex wir sind doch nicht blind. Es war auch hilfreich, dass Stevie und ich euch auf der Veranda gesehen haben" Nun breitete sich ein breites Grinsen auf Joe´s Gesicht aus. Auch Alex musste grinsen. „SO" Alex zog eine Augenbraue hoch „ich frage lieber nicht weiter nach" er wurde wieder ernst „Aber es ist vorbei, bevor es angefangen hat. Sie will keine Beziehung" Joe sah ihn an. „Ich sollte es nicht sagen, aber bau auf eure Leidenschaft. Es ist ein Anfang. Gib nicht auf" nachdenklich sah Alex Joe an. Joe klopfte Alex auf die Schultern und ging.

Jeder hing seinen Gedanken nach. Es war kein unangenehmes Schweigen, obwohl niemand wusste, wie es weiter gehen sollte. Alex war der Schweigsamste. Vor seinen Augen hatte er noch die Ankunft von Sandy, Stevie und Sam. Es war ein sonderbares Gefühl, als Marie mit Sandy, Stevie und Sam auf Drovers eintrafen. Joe und Stevie fielen sich in die Arme. Man hatte das Gefühl, Joe wollte Stevie nicht mehr los lassen. Bei der Familie musste er sich einiges anhören und man Lachte.

Jeder hatte ihn herzlich begrüßt. Er sah zu Sandy und Sam, sie waren zwei starke Frauen und doch wenn man sie ansah, konnte man es kaum glauben, dass sie Wildpferde zuritten. Sie waren so klein wie Tess und zierlich. Er spürte wie Sandy ihn über den Arm strich. „Mach dir keine Sorgen, Charly packt das. Sie übersteht jedes Abendteuer" Sie beugte sich zu Alex und umarmte ihn. Alex drückte sie kurz. „Sandy das petze ich, warte nur ab, wenn Frank das erfährt, dass du dich an Alex ranmachst" Joe lachte. Auch Alex musste schmunzeln. In dieser Familie zog jeder jeden auf. „Na wer lässt auch seine hübsche Frau zu so einem Kerl wie mich" Alex beugte sich zu Sandy und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Sandy lachte und streckte Joe die Zunge raus. „Schluss jetzt, bevor ihr anfangt euch einzuschießen." Marie sprach ein Machtwort.

Sonst war es immer Marie, die für Stimmung sorgte, aber jetzt vertrug sie es nicht. Charly war in Gefahr, sie spürte es. Es ging ihr nicht gut. Ein Wagen fuhr vor. Es war Terry. „Nabend, tut mir leid, aber ich habe eine Nachricht von Charly." Alle schauten erstaunt zu Terry „Wie eine Nachricht von Charly?" Marie ging auf Terry zu und sah ihn ernst an. „Sie hat mir eine Nachricht geschickt, sie konnte Dev nicht erreichen. Sie wird noch eine Woche brauchen. Es ist nicht alles so gelaufen, wie sie es sich gedacht hat." Alle schauten geschockt zu Terry. „Wie…. Was heißt das?" Das Telefon klingelte und Marie rannte ins Haus

Es dauerte nicht lange und sie kam wieder raus „Das war Dev. Charly ist nicht bei den Andrades angekommen. Er hat versucht sie über Funk zu erreichen, aber ihr Gespräch wurde unterbrochen. Charly ist in Gefahr" Harry nahm sie in den Arm. Es gab nur wenige Augenblicke in denen Marie ihre Sorge um Charly zeigte. Jetzt aber konnte sie nicht mehr.

„Es sind die radikalen Naturschützer, die Charly abgefangen haben." Sie konnte nicht weiter sprechen. „Wir müssen warten" Terry sah die bestürzten Gesichter. „Es geht ihr gut, ich habe vor einer Stunde eine Nachricht erhalten. Gebt ihr Zeit und habt Vertrauen" Terry verstand das alles nicht. „Terry rede keinen Unsinn, Charly ist in Gefahr." Terry wurde ärgerlich „Charly scheint es nicht so zu sehen. Sie sagte es ist alles OK und ich soll euch beruhigen" Terry und Harry sahen sich an. „Harry?" Harry nickte „habt vertrauen, Charly hat sich gemeldet. Sie wird es schaffen"

Marie wurde wütend „Ja für Charly ist es wieder nur ein Abendteuer. Etwas das man übersteht. Das wir immer voller Sorge auf sie warten ist ihr gar nicht bewusst." Sie brach ab.

Joe stand auf und nahm Marie in den Arm. „Es ist gut. Schhhhhhh." Keiner der Anwesenden wusste, wie oft sie schon Angst um Charly hatten. Keiner wusste, auf was für Abendteuer sich Charly immer ein lies. Wie oft sie nur knapp an einer Katastrophe vorbei gekommen ist. Auch Joe bekam es mit der Angst zu tun. Sandy hatte es schon einige Male erlebt und konnte es nachvollziehen.

„Es hilft nichts. Wir können uns anschreien, aber davon wird Charly auch nicht früher hier sein." Stevie blickte Marie fest an. „Schon gut. Ich geh rein." Marie ging ins Haus. Alex folgte ihr. Er nahm sie in den Arm und lies sie erzählen. Je mehr sie erzählt, desto mehr verstand Alex Marie. Marie liebte Charly wie ein eigenes Kind. Wie es aussieht ist Charly eine Abenteuerin. Ein Schauer lief über seinen Rücken, als er daran dachte wie oft Charly nur knapp mit dem Leben davon gekommen ist. „Warum macht sie das?" Marie blickte zu Alex hoch. „Prue sagte immer, dass sie sich etwas beweisen will. Sie hat es nie gezeigt, aber das Jack keinen Kontakt zu ihr wollte, hat sie tief verletzt." Alex schwieg. Seine starke Charly. Was versuchte sie zu beweisen. „Es wird alles gut. Ich fühle es." Marie sah ihn an „Sie wird dir weh tun. Geh bevor du es nicht mehr kannst" Alex Blick verlor sich „Es ist zu spät. Ich habe Claire geliebt, aber das was ich für Charly empfinde ist viel stärker. Es ist als wäre sie ein Teil von mir. Sie zu verlassen ist als wenn man mir mein Herz rausreißt. Egal wie es weiter geht. Hauptsache sie ist in meiner Nähe. Egal wie" Marie sah wie sich seine Augen sich verdunkelten. Ja er war verloren. Auch er liebte Charly so bedingungslos wie sie.

Sie nahmen auf dem Sofa platz und schwiegen. Jeder hing seinen Gedanken nach.

Es war drei Tage später, als endlich die erlösende Nachricht kam. Sie wurde wieder von Terry überbracht. Keiner wusste, warum Charly ausgerechnet immer Terry anrief. Aber es war ihnen egal. Sie war bei den Andrades angekommen. Joe wollte sofort zu Charly fliegen, aber Terry hielt ihn davon ab. Charly wollte nur noch die Verhandlungen führen und kommt dann direkt nach Drovers. Alle waren erleichtert nur Joe und Marie wurden wütend. Typisch Charly. Sie machten sich sorgen und Charly machte weiter als wäre nichts geschehen. Alex nahm alles wie in Trance wahr. Es hatte ihn tief verletzt. Er konnte Joe und Marie verstehen. Konnte sie nicht verstehen, dass andere vor Sorge fast umkamen. Das man sie so schnell wie möglich in den Arm nehmen wollte.

Die Tage vergingen schleppend. Es wurde ruhiger auf Drovers, nur wenn Charlotte in der Nähe war bemühte man sich fröhlich zu sein. Zu tief saß der Schock. Noch zwei Tage und Charly kommt nach Hause. Alex nahm sich vor dann nicht auf Drovers zu sein. Er konnte es nicht. Er wusste nicht, wie er damit umgehen sollte. Am liebsten würde er Charly schütteln bis sie zur Besinnung kommt und dann wollte er sie einfach nur in den Arm nehmen. Alex sprach mit keinem. Er distanzierte sich von allen. Alex erhob sich, er musste zu Joe. Sie wollten die nächsten Trainingseinheiten besprechen.

„Es tut mir leid, es tut mir leid" Niemand hatte bemerkt, dass Charly angekommen war. Sie umarmte Joe von hinten. Langsam drehte sich Joe um und nahm seine Schwester fest in den Arm. „Ich wollte euch nicht warten lassen. Ehrlich. Ich habe mich .." Sie konnte nicht weiter sprechen. Alex beobachtet alles mit bangen Herzen. War sie in Ordnung. Sie sah so abgespannt aus. Joe lies sie los „Charly – Es ist gut. Warum bist du so schnell wieder zurück?" „Ich weiß doch, was für Sorgen ihr euch macht. Ich wollte nur keine falschen Hoffnungen wecken, darum habe ich eine Woche gesagt. Es war einfacher für mich mit Terry zu sprechen. Ich weiß doch wie ihr leidet" Sie umarmte ihn wieder fest und gab ihm einen Kuss auf die Wange „Ach Charly" Joe wollte sie nicht mehr los lassen. „Es tut so gut dich wohlbehalten wieder hier zu haben" langsam lösten sich die Geschwister von einander. „Warst du schon bei Marie?" Nein ich habe sie im Haus nicht gefunden" „Dann wird sie am Fluss sein, ich hol dir ein Pferd" Joe ging zum Stall, er wollte Alex die Gelegenheit geben Charly ohne Zuschauer zu Begrüßen.

Charly stand einfach nur da und sah ihren Bruder hinterher. Was soll sie sagen? Wie soll sie sich verhalten? Bevor sie noch reagieren konnte fühlte sie zwei starke Arme um sich „Tu mir das nie wieder an" schon fühlte sie seine Lippen. Verzweifelt. Suchend. Zärtlich. Charly spürte seine Zerrissenheit, sein Sorge und seine Ängste. Zum ersten Mal wurde ihr bewusst wie sehr die Ungewissheit, den Menschen, die sie lieben zusetzt. Sicher sie hatte immer um deren Ängste gewusst, aber so wie jetzt hatte sie es nie direkt gespürt. Es war, als würden Alex Ängste sich auf sie übertragen. Sie erwiderte seinen Kuss und legte all ihre Zärtlichkeit rein. Sie versuchte ihn zu beruhigen.

Langsam ließen sie voneinander ab. „Alex es tut mir leid. Ich war vorsichtig und ich bin so schnell wie möglich nach Hause gekommen. Ich gehe so ein Risiko nie wieder ein. Ich habe jetzt zu viel zu verlieren" Sie umarmte ihn fest. Er spürte ihre Zärtlichkeit. Er ließ sie los und trat einen Schritt zurück „Bist du in Ordnung?"

„Ja, es geht mir gut" sanft strich sie über seinen Arm. Er schaute ihr tief in die Augen und sah ihre Zärtlichkeit, langsam beruhigte er sich.

Es war ein schöner Abend. Alle saßen beieinander und waren ausgelassen. Erst nach dem letzten Abenteuer hatte Charly gemerkt, was sie ihrer Familie die ganzen Jahre angetan hatte. Sie hatte ein langes Gespräch mit Marie geführt, aber die Person, die es ihr wirklich bewusst gemacht hatte war Alex. Sie hatte seine Ängste gespürt. Es waren nicht nur Worte gewesen. Sie fühlte seinen Schmerz. Schon in Andalusien hatte sie seine Ängste gespürt, aber das war nichts gegen das Gefühl, als sie in seinen Armen lag.

Nach und Nach verabschiedeten sich alle. Zum Schluss blieben nur noch Alex und Charly übrig. „So wie es aussieht, haben wir wieder Aufräumdienst" Charly lächelte ihm zu. „und wie immer wirst du mich weg schicken" Alex sah sie ernst an „Alex es hat keine Zukunft, es wird kein WIR geben" Charly wusste, dass sie die Fronten klären musste. Es geht nicht so weiter. „Nein es scheint kein WIR zu geben. Aber es scheint als wäre unsere Leidenschaft viel stärker als unsere Vernunft" Alex hatte sich erhoben und Charly zu sich hoch gezogen. Sanft strichen seine Lippen über ihre Stirn, Wangen und dann über ihre Lippen. Er verweilte dort und begann sie zärtlich zu Küssen. Seine Arme schlossen sich fester um sie und seine Hände wanderten unter ihre Bluse. Er musste sie einfach fühlen. Charly gab nach, es fühlte sich so richtig an, nur noch einmal. Alex unterbrach den Kuss. „Lass uns nach oben gehen" Bevor Charly regieren konnte hatte er sie hoch gehoben. Immer wieder küssend trug er sie langsam nach oben. „Lass uns jetzt alles vergessen" Charly schmiegte sich an Alex „Nur noch eine Nacht"

Alex musste grinsen, wenn Charly wüsste. Er hatte sich entschlossen auf Joe zu hören. Charly wollte keine Beziehung, also würde er die Leidenschaft füreinander ausnutzen.

Fortsetzung folgt….