Part 12
Es war als hätte das Abendteuer von Charly vieles verändert. Man sah Tess oft in der Nähe von Charly. Jeder hoffte, dass sie sich annäherten, aber die Situation zwischen den Beiden veränderte sich nicht.
Zwei Wochen nach der Rückkehr von Charly fand Jodi Tess weinend an Tess Lieblingsbaum
„Tess - Was ist los?" Jodi nahm Tess in den Arm. „Es hat keinen Sinn, ich bemühe mich, aber Charly blockt alles ab. Ja sie ist freundlich, aber sie lässt mich nicht an sie ran"
Jodi strich ihr sanft über den Rücken „Ich weiß, so ist es auch bei mir und Ma. Wir haben unsere Chance verspielt" Jodi wusste nicht, was sie noch sagen sollte. Schweigend saßen sie noch einige Zeit zusammen.
Nick hatte Tess von weiten gesehen. Er wusste was seine Frau bedrückte, er war sich bewusst, dass Charly nur zu Meg, Jodi und Tess distanziert war. Wenn es so weiter geht, dann würde Tess daran zerbrechen.
„Hallo Charly" lächelnd kam Charly auf Nick zu „Hallo, na wie ist es. Alles klar. Ich will gerade eine Pause machen, setz dich zu mir" sie lachte ihn an „Ich teile auch mein Brot mit dir" Nick grinste „Welch eine Ehre" Nick stieg vom Pferd und sie setzten sich vor dem Stall aufs Stroh. „Charly wir müssen reden. Ich weiß, dass Meg, Tess und Jodi dich verletzt haben." Nick sah wie sich Charly Mine verschloss „Charly, so geht es nicht weiter. Schaff klare Fronten. Entweder du sprichst dich mit ihnen aus und verzeihst ihnen. Oder wir müssen uns zurückziehen. Tess geht daran kaputt." Es sah, dass Charly dicht machte. Ihr abweisendes Gesicht sprach Bände.
Nick nahm Charly in den Arm „Charly ich weiß mittlerweile wie sehr Tess dich verletzt hat. Es tut mir leid" er drückte sie an sich „Ehrlich! Aber bitte, denk über meine Worte nach" Charly sah ihn an. Nick hatte zwar für Tess ein gutes Wort eingelegt, aber sie dabei nicht vergessen.
Charly gab ihm einen Kuss auf die Wange „Danke. Ich werde es versuchen." Charly schaute ihn ernst an „Weißt du wie es war von allem ausgeschlossen zu werden. Ihr wart eine Einheit und habt mich im Regen stehen lassen. Niemand, außer Harry und Terry, hat mich getröstet, dass Claire tot war. Es hat so wehgetan. Ohne Harry und Terry wäre ich postwendend wieder gegangen."
Nick wurde bewusst wie sehr Charly gelitten haben musste. Es war nicht nur der Ausschluss aus der Familie gewesen. Es stimmte, keiner hatte sie in den Arm genommen. Auch sie hatte Claire verloren und zwar nicht an Claires Todestag, sondern in dem Moment in dem sie es erfahren hatte. Also kurz vor ihrer Ankunft auf Drovers. Sie hatten schon ihre Zeit der Trauer und des Abschiedes, aber für Charly hatte sie gerade erst begonnen. Dazu kam dann noch die Ablehnung durch die Familie.
„Oh Charly" Nick nahm sie fest in den Arm und wiegte sie hin und her. Charly fing an zu weinen. Bisher hat niemand außer Harry und Terry mit ihr über den Tod von Claire gesprochen. Nick fing leise an zu erzählen. Charly immer noch im Arm haltend. So erfuhr Charly endlich von den letzten Tagen von Claire. Alles war Harry ihr nicht erzählen konnte. Ihre Freude über die Liebe zu Alex. Das Leben von Alex und Claire. Die Fröhlichkeit und auch wie abrupt sie geendet hat. Er erzählte ihr von der Fahrt und wie Tess mit ansehen musste, wie ihre Schwester abstürzte. Die Verzweiflung, die alle durchlebten und von der Trauerfeier.
Jodi und Tess kamen auf den Hof und sahen Nick mit Charly. Beide sahen sich erschrocken an „warum weint Charly und warum liegt sie bei Nick in den Armen" Tess war geschockt. Was war nun wieder geschehen. Jodi und Tess stiegen vom Pferd. Jodi war als erste bei Charly und strich ihr sanft über den Rücken „Charly was ist los" Sie sah fragend zu Nick. Charly weinte noch immer. „Niemand hat ihr je von den letzten Tagen von Claire erzählt. Wir haben vergessen, dass sie für Claire gerade erst gestorben ist, als sie bei uns ankam." Jodi schaute ihn entgeistert an. „Oh mein Gott" Sie umarmte Charly und Nick. Tess stand mit Tränen in den Augen vor Charly. Was hatte sie getan. Sie hatte vergessen, dass auch Charly Claire geliebt hat. Sie hatte Charly immer wieder vor den Kopf gestoßen. Es war an einem Nachmittag gewesen, als Charly in Claires Zimmer war. Tess war gekommen und hatte Charly das Bild, auf dem sie und Claire Arm im Arm auf der Veranda standen, weggenommen. Sie wollte lieber nicht an die Worte denken, die sie Charly an den Kopf geworfen hatte.
Nick sah seine Frau an und wusste, sie hatte ihm nicht alles erzählt. Was war noch alles zwischen Tess und Charly vorgefallen. Tess kniete sich vor Charly „Charly es tut mir leid. Ich … nein keine Entschuldigung. Es gibt keine Entschuldigung für mein Verhalten. Ich habe dich so oft verletzt. Bitte lass mich es wieder gut machen." Sie strich ihr sanft übers Bein „Lass uns von vorne Anfangen" Charly schaute auf „Ich…"
„Charly gibt ihr .. ihnen eine Chance" Niemand hatte bemerkt, dass Harry zu ihnen gestoßen ist. Charly stand auf und lief zu Harry. Er nahm sie in den Arm. Nick sah die Beiden an. So viel Liebe hatte er nie von Harry erfahren. Sicher jetzt war sein Verhältnis gut. Jetzt zeigte Harry auch wie sehr er Alex und ihn liebte. Das war der Verdienst von Charly und doch – Harrys Liebe zu Charly war etwas ganz anderes. „Charly" sanft hob Harry ihren Kopf. „Schau mich an" Charly schüttelte den Kopf „Bitte Charly. Sieh nur, wie es jetzt zwischen Alex, Nick und mir ist. Auch sie haben mir verziehen. Sie grollen dir nicht, obwohl sie sehen, dass du immer meine Liebe hattest. Etwas das ich ihnen nie zeigen konnte. Sie habe mir und dir verziehen." Charly schaute ihn verwundert an. Ihr Blick wanderte zu Nick. Auch Nick war erstaunt über die ehrlichen Worte von Harry. Nick nickte bedächtig. „Es tat am Anfang schon sehr weh, wie bedingungslos Harry dich liebte. Aber durch dich haben wir zueinander gefunden." Charly begann langsam zu verstehen. Sie schluckte. „Ich versuche es. Lasst mir Zeit." Harry umarmte sie „Aber klar doch. Wir wissen ja, dass dein stures Köpfen immer wesentlich mehr Zeit." Charly kicherte „Hey"
Auch die anderen mussten schmunzeln, dass war typisch für das Verhältnis von Charly und Harry. Es zeigte Nick wieder, wie stark die Bindung zwischen Harry und Charly war. Es war die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft die sie verband. Er hatte es in Harry und Charlys Blick gesehen. Er liebte sie wie eine eigene Tochter. Wahrscheinlich hat ihn damals das kleine stolze Mädchen einfach überrannt. Bestimmt hat auch die Ablehnung von Jack eine Rolle gespielt, die Harry dazu bewogen hat, für das kleine Mädchen der Beschützer zu sein. Er erinnerte ihn an die Gespräche von Harry und Charly. Oft waren es nur kleine Fragmente. Immer wieder waren es kleine Geschichten. Während Nick über die Situation weiter nachdachte, wurde ihm bewusst, dass Harry Prue geliebt haben musste. Für Harry war Charly ein bisschen Prue.
Nick stand auf „lasst uns einfach einen Schritt nach dem anderen machen" Er nahm Tess und Jodi in den Arm und gab beiden einen Kuss auf den Kopf. Aus der Ferne sah es wieder nach zwei Parteien aus. So empfanden es Marie, Joe und Stevie.
„Irgendetwas muss getan werden. So kann es nicht weitergehen" Joe und Stevie nickten.
„Das wird nichts bringen, ich glaube wir haben Charly zu sehr verletzt" Sie drehen sich um und sahen Meg im Türrahmen stehen. „Doch Meg, Charly ist stur, aber nicht unversöhnlich. Geh zu ihr und sage ihr offen und ehrlich warum du so warst" Marie sah sie eindringlich an. Meg hatte ihr erzählt was vorgefallen war. „ich habe es schon so oft versucht, aber wenn Charly mich so abweisend ansieht, dann verliere ich den Mut" Stevie grinste „Das ist Charlys Masche, mach ein abweisendes Gesicht und niemand traut sich etwas zu sagen" Joe nickte „Damit kommt sie bei allen durch, nur bei Marie nicht" Marie lachte „Naja nicht immer."
Stevie ging zu Meg und nahm sie in den Arm „Charly hat ein großes Herz. Sie will keine Entschuldigung. Alles was sie will ist Ehrlichkeit und Toleranz" Meg ging nachdenklich ins
Haus zurück.
Entgegen den Befürchtungen von Marie, Joe und Stevie wurde das Verhältnis zwischen Meg,Tess, Jodi und Charly etwas besser. Charly bemühte sich, dass konnte jeder sehen. Was die anderen jedoch nicht mitbekamen, war wie sehr sich das Verhältnis zwischen Alex und Charly veränderte. Alex machte seine Drohung war und lies keine Gelegenheit aus Charly zu berühren. Oft genug endete es im Stall.
Einige Wochen waren vergangen Alex und Charly trainierten die Einjährigen zusammen.
„Charly lass es gut sein, er hat für Heute genug trainiert." Charly schaute unwillig in Alex Richtung
„Nur noch eine halbe Stunde" „Nein jetzt ist Schluss" Er ging zu Charly rüber und nahm ihr die Zügel aus den Händen. „Alex" Alex gab nicht nach, er wusste, dass Charly sich beschäftigen wollte. Sie waren alleine auf dem Hof, alle anderen waren in der Stadt einkaufen. Charly gab nach und sie brachten die Pferde auf die Koppel. Alex sah seine Chance. „Komm lass uns zum Fluss reiten" er nahm Charly Hand und zog sie zu ihren Pferden. Es gab nichts was Charly lieber tat als Reiten. Kaum auf ihrem Pferd preschte Charly los. Sie lachte „Na alter Mann kannst du mir folgen" Alex musste lachen, er liebte diese Momente noch mehr als ihre zärtlichen Stunden. Sie ritten um die Wette. In diesen Momenten war Charly ganz gelöst. Alex wollte sie immer so sehen. Charly kam als erste am Fluss an und lies sich ins Gras fallen „Gewonnen" rief sie lachend.
Alex sah auf Charly runter „Hey Cowgirl wir sind wohl etwas übermütig" er zog eine Augenbraue hoch „Etwas Abkühlung würde dir gut tun" kaum hatte er es aus gesprochen als Charly hoch schellte und weglief. Lachend rannte sie um den Baum und versteckte sich. Langsam folgte ihr Alex. Charly wusste, dass sie geliefert war, aber Aufgeben ist nicht ihr Fall. Sie täuschte eine Rechtsdrehung an und lief nach Links. Alex rannte hinter ihr her. Beide waren so miteinander beschäftigt, dass sie nicht bemerkten, dass sie Zuschauer hatten. Tess und Nick waren nicht mitgefahren und hatten sich auch am Fluss niedergelassen. Sie beobachten wie Alex Charly zu fassen bekam. Beide ließen sich fallen und rollen etwas über den Rasen. Aus dieser Kabbelei wurde wie immer mehr. Sie begannen sich zu Küssen und ihre Hände suchten den Weg unter die Kleidung.
„Sag mir, dass ich mich täusche?" Nick lachte „Also was meinst du denn zu sehen?" Tess lachte „Also für mich sieht es wie ein Flirt aus" Nick grinste breit „Also für mich wie ein Liebesspiel. Du scheinst einiges vergessen zu haben – ich frische dein Gedächtnis gerne auf" Nick schnappte sich Tess und begann sie leidenschaftlich zu küssen. Für einige Minuten lies Tess sich ablenken, bevor sie Nick von sich schob „OH ich verstehe, dass war mir doch fast entfallen" sie gab ihm einen zärtlichen Kuss, wurde dann aber ernst. „Meinst du zwischen den Beiden entwickelt sich etwas" Auch Nick wurde ernst „Alex liebt sie und das schon lange. Aber wie es aussieht, will Charly keine Beziehung" Tess schaute zu den Beiden rüber „oder sie hat nur vor unser Reaktion Angst." Nick sah sie nachdenklich an „daran habe ich auch schon gedacht. Es ist bestimmt nicht einfach, sich in den „Mann" der Schwester zu verlieben" Tess nickte „Und wir haben es bestimmt auch noch verschlimmert. Schließlich haben wir ihr klar gemacht, dass wir sie nicht in unserer Familie haben wollen" Nick legte den Kopf zur Seite „OK schon gut, nicht wir ICH" Nick musste lachen „Genau DU"
„OH Nick, was machen wir denn nun" Nick nahm sie in den Arm „Nichts, hoffen wir, dass sich alles zum Guten wendet. Versuchen wir einfach Stück für Stück Charly in unserer Familie aufzunehmen" Tess schmiegte sich an Nick „Ich liebe dich"
Auf der anderen Seite des Flusses war Alex damit beschäftigt Charly zu verführen. Jedes Mal wenn sie sich berührten vergaßen sie alles um sich herum. Er konnte sicher sein, dass Charly auf seine Berührungen reagiert. Aber er wollte mehr. Langsam wanderten seine Hände an ihre Beine entlang. Charly knöpfte sein Hemd auf und liebkoste seine Brust. Alex hielt ihre Hände fest. „Charly – wir können nicht, ich habe nichts dabei…" Charly lies sich nicht aufhalten. „Charly.." Alex stöhnte auf, Charlys Hände wanderten immer weiter runter und Alex verlor die Beherrschung. Nach und nach streiften sie sich die Kleidungsstücke ab. Für Charly gab es kein zurück, sie forderte Alex heraus. „Charly .. „ Charly lies sich nicht aufhalten ihre Lippen wanderten über seine Brust und weiter runter. Nun gab es auch für Alex kein zurück mehr. Er hielt ihre Hände über den Kopf fest und drang in sie ein. Es war ein Geben und Nehmen. In diesen Momenten wusste Alex, dass Charly ihn liebte. Sie sahen sich in die Augen während sie sich liebten. Alle Emotionen spiegelten sich in ihren Augen wieder. Je länger sie zusammen waren, desto schöner und intensiver wurde es. Zusammen, welch ein schönes Wort. Alex hielt Charly in seinen Armen. Er liebte die Momente nach ihrem Liebesspiel. „Charly wir sollten solche Risiken nicht eingehen." Charly richtete sich auf „Ja ich weiß, es tut mir leid" Sie sah ihn an und ihr Blick wurde nachdenklich „wir müssen ganz damit aufhören. Es.." Alex zog sie zu sich runter und küsste sie leidenschaftlich „Das willst du aufgeben" außer Atem schauter er sie an. Charly versteckte ihr Gesicht an seinen Hals „Alex wohin soll das führen. Willst du nicht irgendwann eine Beziehung und auch Kinder" Alex schluckte, was sollte er antworten. Ja das wollte er. Mit Charly „Charly, ich will dich. Egal wie." So ehrlich war Alex noch nie zu ihr gewesen „Ich will dir nicht weh tun, es wird nie mehr werden" Alex wollte nichts mehr hören und machte das, von dem er wusste, dass sie dabei ihre Gefühle nicht verstecken konnte.
Nick und Tess konnten nicht weg, ohne dass die Beiden sie bemerkten. So warteten sie ab. „Nick, wenn das so weitergeht, dann sind wir Morgen noch hier" Nick grinste „Tess sie haben nicht viele Möglichkeiten. Es wird bald Dunkel und sie werden gehen." Nick küsste Tess. „Wir können ja auch ein bisschen spielen" Nun waren beide Paare in ihrer Welt versunken.
Nach und nach wurde das Verhältnis zwischen allen besser. Es war Harry, der Charly immer wieder zuredete. Tess, Jodi und Meg waren Harry so dankbar. Durch Harry wurde Charly nachgiebiger und was Harry nicht schaffte, dass schaffte Marie und Joe. Es verstrich Woche um Woche und die Bande zwischen den Bewohnern immer fester wurde.
Nach und nach füllte sich die Küche. Es war eine feste Sitzordnung entstanden. Alex saß jetzt immer neben Charly. Jeder beobachte wie Alex immer wieder Charly verstohlen berührte. Entgegen dem normalen Verhalten der Familie gab es keine Neckerei. Joe und Stevie strahlten sich an. Joe räusperte sich „also wir müssen euch etwa sagen" Joe und Stevie strahlten sich an. Jeder in der Runde ahnte was kommen wird.
„Stevie hat Ja gesagt, wir werden heiraten" Alles strahlte bevor jedoch irgendjemand reagieren konnte „und wir bekommen ein Baby" Nun gab es kein halten mehr. Jeder lag sich in den Armen. Es dauerte eine weile, bis sich alle wieder beruhigten „Na, dass ging aber schnell" Charly lachte und strahlte „Wir haben auch fleißig geübt" Joe schaute seine Schwester verschmitzt an. Darauf hin wurde er von Stevie gehauen. „Aua" Es wurde ein lebhaftes Frühstück.
Harry ging langsam auf Alex zu. „Geht's dir gut Alex" Harry schaute ihn nachdenklich an. Er hatte Alex Freude gesehen, aber auch, wie traurig er dann wurde. „Ja es geht mir gut. Warum fragst du" Harry hätte früher die Antwort so hingenommen und wäre gegangen. Aber jetzt wollte er für seine Söhne da sein. „Alex ich weiß, dass du Charly liebst. Du freust dich für Joe und Stevie, das weiß ich. Aber ich sehe auch deine Traurigkeit" Alex schaute seinen alten Herrn verwundert an. Sie hatten mittlerweile ein sehr gutes und enges Verhältnis. Charly hatte alles verändert. „Ich würde so gerne meine Liebe zu Charly zeigen, aber ich komm nicht weiter. Wir haben so wunderschöne Momente zusammen." Er zwinkerte Harry zu „und ich weiß, dass du hin und wieder deine Finger dabei im Spiel hast." Harry lachte „aber ich komm nicht weiter. Sie will keine Beziehung" Harry schaute nachdenklich in die Ferne „Ich glaube, dass sie bald keine Chance mehr hat, als sich zu dir bekennen" Alex schaute Harry verwundert an „wie meinst du das?" „Ist dir denn keine Veränderung bei Charly aufgefallen?" „Nein…" Alex hielt inne. „sag, dass das nicht wahr ist." Alex strahlte plötzlich. Es ist ihm aufgefallen, dass Charly seit zwei Wochen nicht frühstückte, aber er dachte sie wäre so angespannt, weil das Training nicht so lief. Sie hatten einige Probleme mit einem Einjährigen „Harry ist das eine Vermutung oder eine Tatsache?" Harry schaute ihn ernst an „Eine Vermutung" Nachdenklich ging Alex davon.
In den folgenden Tagen drehte sich alles um Stevie und Joe. Sie wollten eine kleine Feier. Stevie fragte Harry, ob er die Rolle als Brautvater übernehmen würde, Jodi, Kate und Charly waren ihre Brautjungfern. Charlotte übte schon das Blumen streuen. Sehr zur Freude von Marie und Meg, denn Charlotte übte mir Reis. Joe nahm Alex, Nick und Frank als Trauzeugen. Tess war für die Zeremonie zuständig. Stevie hatte auch sie als Brautjungfer vorgesehen, aber Tess wollte lieber nicht so lange stehen. Sie hatte Stevie schon verraten, dass sie Schwanger ist, es allen aber erst nach der Hochzeit sagen will. Jeder war eingebunden und Tess wurde bewusst, wie sehr sie Charly bei ihrer Hochzeit ausgeschlossen hatte. Es wurde eine hektische Zeit, bei der aber die gute Stimmung nicht verloren ging. Stevie hatte allen nur 3 Wochen Zeit gelassen.
Es war soweit, heute sollten Frank, Sandy, Dev und Sam ankommen. Alex war schon sehr auf Dev und Frank gespannt. Immer wenn Charly von ihnen sprach glänzten ihre Augen. Er war ein bisschen Eifersüchtig. Jeder bekam mittlerweile ihre Zuneigung, auch wenn es noch Unterschiede gab, so war das Verhältnis zu Meg, Tess und Jodi inzwischen sehr gut.
„Charly ich warne dich, wehe wenn du dein Haar so frisierst" So ging es die ganze Zeit, entweder meckere Stevie an Charlys Kleid oder an der Frisur. „Soll ich ein Tuch umbinden, nur damit du zufrieden bist?" Charly lachte. Das konnte noch den ganzen Abend so gehen.
Tess setzte sich zu den Herren. Nick legte seinen Arm um sie „Was ist denn nun wieder los"
Tess lachte „Oh, Charly sieht phantastisch aus. Sie hat sich eine Lockenmähne gemacht und nun meint Stevie, dass sie wie ein Engel aussieht und niemand sie beachten würde. Aber ehrlich, in dem Kleid und mit der Frisur, würde auch jeder nur zu Charly schauen" Tess sah verschmitzt in die Runde. „Das kenn ich, wenn Charly sich aufbrezelt, dass mussten Frank und ich immer Wache stehen." Joe lachte.
„Sie ist anders als Claire, im Alltag sieht sie schon gut aus, sie hat Stil, aber wenn sie sich Schick macht, aber Hallo. Ihr hättet sie gerade sehen sollen. Stevie hat ihr ein cremefarbendes Kleid ausgesucht. Jodi trägt Blau und Kate Rosa. Ihre langen Haare fielen ihr gelockt über den Rücken. Einige kleine Rosen sind so in ihrem Haar gesteckt, dass ihr die Haare nicht ins Gesicht fallen. Es sieht phantastisch aus."
Aufgrund von Tess´s Erzählungen wäre Alex am liebsten aufgesprungen und hätte sich Charly angeschaut. Die Entscheidung wurde ihm abgenommen. Charly betrat den Raum und allen stockte der Atem. Ja sie sieht aus wie eine Braut. Das cremfarbende Kleid lag am Oberkörper eng an. Erst nach unten hin wurde es weiter und bauschte sich um ihre Beine. Stevie folgte ihr, allerdings nur im Bademantel und ging direkt auf Joe zu. „Rede du mit ihr" Joe hob die Hände „Lasst mich da raus" Charly hatte sich zu Harry gesetzt und schaute bockig in die Runde. In solchen Momenten sieht sie aus wie Claire. Der gleiche Ausdruck, der gleiche Blick und auch Charlotte hatte diesen Ausdruck schon drauf. „DU hast mir das Kleid ausgesucht und wie ich mich frisiere ist doch meine Sache." Charly konnte sich nicht mehr beherrschen und sie musste Lachen. Auch Stevie lachte. Alles schauten die Beiden verwundert an „Ätsch reingefallen" „Das haben die Herren davon. Ihr habt doch befürchtet, dass wir uns wegen Kleidung etc. streiten" Nun konnte auch Tess nicht mehr und lachte laut los. „Wir haben euch belauscht und wollten euch nicht enttäuschen" lachend verließen sie den Raum.
Die Herren waren sprachlos. „Kann das sein, dass die mit uns machen, was sie wollen?" Joe fasste sich als erster. „Sieht so aus" schmunzelte Harry. Joe seufzte lauf auf „Und es wird noch viel schlimmer, wenn Sandy und Sam dabei sind, dann geht's erst richtig Rund." Marie hatte die letzten Worte gehört „na dann sei froh, dass sie erst Freitag kommen. Frank hat gerade angerufen, er kann vor Freitag nicht und Sandy will nicht ohne ihn fliegen. Dev und Sam sind gerade bei ihnen angekommen und warten auch bis Freitag" Joe schaute sie verschmitzt an „also eigentlich finde ich es schade, aber nach dem Auftritt von gerade bin ich auch etwas erleichtert. Sam, Sandy und Charly hecken sonst zuviel Unsinn aus." Marie lachte „Ja die Drei haben es in sich" Der einzige, der schwieg und nicht bei der Neckerei mitmachte, war Alex. Er sah immer noch Charly vor sich und vor seinem inneren Auge sah er sich mit Charly vor dem Altar. Ob es jemals so weit kommen wird.
Die Tage vergingen wie im Flug und die Herren hüteten sich, egal wo sie waren, Bemerkungen über die Frauen zu machen. Wer weiß wo sie ihre Ohren hatten. Ein lautes Hupen unterbrach die Stille. Aus allen Ecken liefen die Bewohner von Drovers auf den Hof. Charly und Charlotte hatten als erste den Wagen erreicht. Alex konnte die ankommenden Personen nicht erkennen. Wie immer lagen sich alle in den Armen. Langsam ging er auf die Gruppe zu.
„Ah, Alex freut mich dich kennen zu lernen" und schon wurde er von einem großen Mann umarmt. Die Ähnlichkeit zu Joe war nicht zu leugnen. „Ich bin Frank." Frank drehte sich um „und das ist Dev.. Sandy und Sam kennst du ja" auch von den anderen wurde Alex umarmt. In dieser Familie herrschte eine große Herzlichkeit. Es wurde ein langer Abend und Joe hatte Recht. Sandy, Sam und Charly machten nur Unsinn und steckten damit alle an. Zum Schluss tanzten sie alle Tango. Diese Familie war ganz anders, da herrsche Fröhlichkeit und so viel Lebensfreude.
„Alex sei nicht so faul und nimm mir Charly ab. Ich kann nicht mehr" Harry schob Charly auf Alex zu und schnappte sich Marie. Das wollte er schon den ganzen Abend tun. Endlich hatte er Charly in seinen Armen. Er hatte schon mit allen anderen getanzt Und was für Tänze, Sandy hatte mit Polka angefangen. Seine Arme schlossen sich fest um Charly und drückte sie an sich. Der Tango gab ihm die Gelegenheit sie endlich zu fühlen.
Fortsetzung folgt …….
