Part 13
Der Morgen der Hochzeit fing ungewöhnlich ruhig an. Alle waren noch müde und so zog sich das Frühstück in die Länge. Es war alles bis ins kleinste geplant. Der Partyservice brachte das Essen. Ein Frisör kam für die Ladys. Niemand sollte an dem Tag etwas tun, so hatte es Joe und Stevie bestimmt.
So wie alle nach und nach zum Frühstück gekommen waren, so gingen sie auch alle wieder. Die Frauen zogen sich zurück und die Herren gingen in Stevies Haus. Hier sollte der Bräutigam bis 13 Uhr bleiben. Dann fing die Zeremonie an. Sie saßen gemütlich auf der Veranda vor Stevies Haus, als sie sahen, wie Charly wegfuhr. „Was ist denn jetzt los" Joe schaute verwundert den Wagen nach" „keine Ahnung, vielleicht hat jemand etwas vergessen" Keiner kümmerte sich weiter darum.
Im Haus ging es hektischer zu, nach und nach mussten alle frisiert werden, dabei tranken sie Sekt und so wurde die Zeit der Vorbereitung für Stevie ein Erlebnis. Es war schon 12.30 Uhr und Charly war immer noch nicht zurück. Sie wollte nur kurz etwas holen. Langsam wurde Stevie nervös. „Wo bleibt sie denn?" Alle waren ratlos, Charly hatte nichts gesagt, aber versprochen pünktlich zurück zu sein. Die Minuten verstrichen und so langsam mussten sie los. Stevie war ganz aufgelöst „Es bringt nichts, wir müssen los, sonst denkt Joe noch, dass du ihn versetzt" Widerwillig lies sich Stevie von Sam mitziehen. Immer wieder drehte sie sich um. Charly war ihre beste Freundin, sie nicht dabei zu haben war das schlimmste, was passieren konnte. Die Musik setzte ein. Langsam schritten die Frauen voran. Harry nahm Stevies Hand und führte sie nach vorne. Joe sah sie fragend an und auch Alex Blick suchte Charly.
Noch einmal erklang die Musik und alle drehten sich erstaunt um. Joe konnte es nicht fassen und auch Stevie traten die Tränen in die Augen. Langsam schritten Charly und ein für Alex fremder Mann auf Joe und Stevie zu. Die ganze Familie hatte Tränen in den Augen. Es sah wie Charly den Mann stütze. „Hallo Bruderherz, ich konnte doch deine Trauung nicht verpassen." Die Brüder lagen sich in den Armen. Harry stand auf und half John in der ersten Reihe platz zu nehmen. Nun nahm auch Charly ihren Platz ein.
Alex nahm nichts außer Charly wahr, aber diese hatte nur Blicke für ihre Familie. Alex zuckte zusammen als Frank in anstieß. „Die Ringe" er hatte die Reden verpasst. Schnell übergab Alex die Ringe.
Was danach geschah, war noch ungewöhnlicher. Das Brautpaar ging nicht den Gang entlang und nahm die Glückwünsche entgegen. Alle drängten sich zu John. Die Feier lief anders als geplant. Harry sah, dass Alex und Nick die ganze Situation nicht einordnen konnten und zog seine Söhne sowie den Rest der Drovers Leute zur Seite.
„John hatte vor einem Jahr einen schweren Unfall. Er konnte nicht laufen und hat sich fast aufgegeben. Erst als Joe ihm klar gemacht hat, dass er ihn verlässt, da er sein Selbstmitleid nicht erträgt. Ist er wach geworden. Er ging zur Reha und begann wieder zu kämpfen. Joe wusste, dass es für John zu beschwerlich gewesen wäre zur Hochzeit zu kommen, deswegen wollten sie hier heiraten und in Amerika ihre Hochzeitsreise verbringen." Harry schmunzelte „Anscheinend hat John, aber seit unserem letzten Besuch einiges für seine Genesung getan." Nun verstanden alle die Situation. Alex sah eine Frau neben John. „Harry wer ist das?" Harry drehte sich um „OH – ja da hol mich doch…. Das ist Nicci, seine Frau. Wie es aussieht hat er nicht nur wieder laufen gelernt, sondern auch seine Frau zurückgeholt .Das ist schon eine Familie. Die gibt so schnell nicht auf" Harry ging auf John zu und umarmte ihn herzlich. Nun begaben sich auch alle anderen zu der Gruppe und begrüßten alle.
Es wurde ausgelassen gefeiert. Nur Alex wurde so langsam aber sicher sauer. Es bekam Charly nicht zu fassen. Sie war immer bei irgendjemand und lachte und umarmte alle. Nun ihn nicht. So ausgelassen hatte er sie lange nicht mehr gesehen. Gerade tanzte sie mit Harry und er konnte ihr Lachen hören. Es reichte ihm. Er drehte sich um und wollte die Feier schon verlassen. „Hallo, Alex. Wir haben uns bisher noch nicht richtig unterhalten können" Alex hielt inne. Bis auf die Begrüßung hatte er nicht mit John gesprochen „Hallo John." Alex wusste nicht, was er sagen sollte. „Bitte setzen wir uns doch, ich kann noch nicht so lange stehen" Langsam ging Alex mit John zu einer Sitzgruppe. Während sie dahin gingen redete John die ganze Zeit. So erfuhr Alex auch, dass John mit Charly die Überraschung ausgeheckt hatte. Alex erfuhr sehr viel und langsam beruhigte er sich wieder. John sah ihn an „Ist wieder alles OK" Alex schaute ihn verwundert an „na du wolltest gerade weglaufen" John grinste.
Alex musste lachen, diese Familie war schon etwas Besonderes. „Wie hast du das erkannt."
John sah ihn an und konnte ein schmunzeln nicht unterdrücken „Alex du musst noch lernen deine Gefühle zu verstecken. Am liebsten hättest du doch jeden aus Charlys Nähe verbannt" Alex Blick ging zu Charly. Sie sah wunderschön aus. Sie hatte ihre Haare locker hochgesteckt ja er wollte sie in seiner Nähe. „Ist es so offensichtlich?" John schlug ihn leicht auf die Schulter „Jeder, der um seine Liebe kämpfen musste erkennt Leidesgenossen" Alex nickte.
Weiter kamen sie nicht, denn Nicci und Charly kamen auf sie zu. „Hey warum versteckt ihr euch hier" Charly umarmte ihren Bruder von Hinten und küsste ihn leicht auf die Wange. John lachte „Du Naseweis musst nicht alles Wissen." Er stand auf und hackte sich bei seiner Frau ein „Wie wäre es mit einem Tänzchen?" Alex erhob sich „Dann musst du mit mir vorlieb nehmen."
Er legte seinen Arm um ihre Taille. Endlich hatte er sie im Arm. „Oh, Alex eigentlich wollte ich mich ein bisschen ausruhen, deswegen bin ich zu John gegangen" Alex fand die Idee gar nicht schlecht und zog Charly wieder zurück. „Hey …" Alex lies sie nicht los „Du wolltest dich ausruhen." Er zog seine Jacke aus und warf sie auf die Bank. Er setzte sich und zog Charly neben sich, nahm ihre Füße hoch und zog ihr die Schuhe aus „Besser so" Alex musste lachen „Woher wusstest du das" Charly sah ihn erstaunt an. „Ich weiß es einfach" Sanft massierte er ihre Füße. Charly lehnte sich zurück und genoss die Massage. Alex wiederum genoss ihre Nähe. Er wusste, er durfte ihr jetzt nicht näher kommen. So nahm er was er bekommen konnte. Nähe, Berührungen, einfach ihre Anwesenheit. Sie saßen einfach nur schweigend beieinander und genossen die Stille und die Anwesenheit des Anderen.
„Na ihr habt es raus" Nick und Tess gesellten sich zu Ihnen. Charly wollte ihre Füße wegziehen, aber Alex hielt sie fest. „Ich werde hier ausgenutzt, aber was tut man nicht, um gleich ein anständiges Essen zu bekommen" Alex schaute verschmitzt zu Nick, wusste er doch, dass Nick ihr Geheimnis kannte und mitspielen würde. „Na da habe ich aber Glück, Tess ist hier auch nur Gast, da…… AUA" Nick schaute gespielt ängstlich zu Tess „Dafür musst du mir auch die Füße massieren." „Nichts da, dass ist unser Lied und wir gehen wieder Tanzen" Nick wusste, dass sein Bruder sich jede Minute mit Charly stehlen musste und wollte ihnen etwas Zeit geben. Tess murrte, aber Nick war unerbittlich.
Alex zog Charly hoch, schnappte sich ihre Schuhe und zog sie etwas weiter von der Feier weg. Kaum waren sie außer Sichtweite, als sie schon bei Alex in den Armen lag. Alex wusste, dass in der nächsten Zeit wenige Momente wie diese kommen werden. Zärtlich fing er an sie zu küssen, aber das war Charly nicht genug. Leidenschaftlich kam sie ihm entgegen und knöpfte langsam sein Hemd auf. Alex hielt ihre Hände fest „Charly du weißt, dass wir uns hier nicht lieben können" Charly seufzte auf. Ja sie wusste es, aber er fehlte ihr so. Sanft entzog sie ihm ihre Hände und fuhr unter sein Hemd. Alex wehrte sich nicht. Er brauchte ihre Berührungen. Charly zog ihn zum Haus. Fast unentdeckt gelangten sie dort hin. Joe und Stevie, die sich umgezogen haben sahen sie auf das Haus zugehen. „Ob Charly irgendwann nachgibt?" Stevie sah Joe fragend an „ Ich weiß es nicht, aber wie wir sehen, können sie nicht voneinander lassen" Lachend gingen sie zum Fest zurück.
Charly strich zärtlich über Alex Brust. „Wir müssen wieder aufstehen und zum Fest zurück" Alex knurrte „Noch 5 Minuten" Er beugte sich über Charly und küsste sie fordernd. Charly konnte ihm nicht widerstehen und erwiderte seinen Kuss. Sie liebte es ihn zu berühren. Langsam wanderten ihre Hände über seinen Körper „Wenn du nicht aufhört, dann werden wir nicht wieder zum Fest zurück kehren" knurrte Alex, aber entgegen seiner Worte begann auch er Charly mit den Händen zu erforschen. Beide hatten nur ein Ziel den Anderen zu erregen und zu verführen. Heute übernahm Alex die Führung, er bestimmte das Tempo.
Nick grinste Tess verschmitzt an "Super ich habe die Wette gewonnen. Du musst mir in den nächsten zwei Wochen, jeden Wunsch von den Augen ablesen" Tess schmollte. „Man, ich hätte mit mehr Diskretion gerechnet. Das sie länger als eine halbe Stunde verschwinden, hätte ich nie gedacht" Es waren fast anderthalb Stunden später, als Charly und Alex wieder auftauchten. Erst war Charly wieder da. Umgezogen. Sie hatte sich entschuldigt, dass sie sich etwas Bequemeres anziehen wollte und sich dann noch kurz ausgeruht habe. Jeder nahm es ihr mit einem Schmunzeln ab. Charly stürzte sich wieder ins Gewühl und war ausgelassener denn je. Alex hielt sich zurück, es reichte ihm nun Charly zu beobachten.
Am nächsten Morgen war fast alles wieder normal. Alex war der erste in der Küche gefolgt von Marie. Nach und nach trafen auch die Anderen ein. Alle waren übernächtigt und damit auch nicht sehr gesprächig. Aber sie lebten auf einer Farm und die Arbeit musste getan werden. Alex beobachtete Charly unauffällig. Harry hatte Recht. Sie frühstückte schon wieder nicht und sie sah etwas angeschlagen aus. Alex nahm sich vor, mit Charly zu reden. Das würde nicht einfach werden. Nach und nach ging jeder zu seiner Arbeit. Normalerweise, wäre Alex nach Killarney gefahren, aber heute wollte er abwarten, wie Charly den Tag begann. Kurz nachdem Charly gegangen war, verabschiedete sich auch Alex. Er ging langsam in Richtung der Paddocks. Von Charly war nichts zu sehen. Er ging zum Stall, dort fand er Charly. Sie saß auf einen Strohballen und stützte ihren Kopf mit beiden Händen.
„Charly rede mit mir" Alex nahm neben Charly platz „Sie schaute kurz hoch, keine Ahnung, in letzter Zeit ist mir oft Schlecht, ich glaube, dass ich mir den Magen verdorben habe. Auch gestern ist mir von der Fischplatte schlecht geworden. Ich werde zum Arzt gehen müssen" Alex war erleichtert, er hatte vermutet, dass Charly nicht mit ihm über die Schwangerschaft reden wollte. Nein so war es nicht, sie kam erst gar nicht auf den Gedanken Schwanger zu sein. „Charly könnte deine Magenverstimmung auch einen anderen Grund haben" Charly sah Alex erstaunt an „Was meinst du? Wie einen anderen Grund.." Charly brach ab. Sie wurde blass „Du meinst doch nicht.." Alex wusste, er durfte jetzt keinen Fehler machen „Charly wir haben nicht immer aufgepasst…" Er lies den Satz im Raum stehen „Nein unmöglich" Charly sah ihn geschockt an, schüttelte den Kopf und lies ihn alleine. Alex sah ihr nur nach. Sie brauchte jetzt Zeit, es hatte keinen Sinn noch weiter mit ihr zu reden.
Alex kam wie immer zum Mittagessen vorbei. Fast alle waren schon Anwesend. Klar Joe und Stevie fehlten, sie waren für zwei Wochen verreist. Die Reise nach Amerika war ja gebucht, nur, dass sie jetzt das Gestüt für sich hatten, denn John und Nicci würde für zwei Wochen auf Drovers bleiben. Alex schaute immer wieder zur Tür, aber Charly kam nicht. Marie beobachtete Alex genau und merkte, dass er sich nicht traute nach Charly zu fragen. „Meg – Charly kommt heute nicht zum Essen. Sie ist in die Stadt gefahren" Meg musste grinsen. Das wusste sie doch, Charly hatte es ihr doch gesagt, aber bevor sie etwas erwidern konnte, mischte sich Harry ein. „Ach, warum hat sie nichts gesagt, ich hätte auch noch das ein oder andere aus der Stadt gebraucht" Durch diese Unterbrechung hatte Marie die Gelegenheit Meg einen warnenden Blich zuzuwerfen. Meg schwieg also. Alex jedoch wurde unruhig. Charly war also in die Stadt gefahren.
Alex nahm heute das Training nicht auf, er war zu unruhig, das würden die Pferde spüren. So erledigte er die anderen Arbeiten. Immer wieder schaute er zu Einfahrt. Es war fast 19 Uhr als Charly auf den Hof fuhr. Sie sah Alex schon von weiten. Sie wusste, dass er auf sie gewartet hatte. Es brachte nichts, sie musste es ihm sofort sagen. Ein Aufschieben bringt nur noch mehr Ängste hervor. Langsam ging Charly auf Alex zu. „Alex.." „Charly lass uns in den Stall gehen. Nicht hier" am liebsten hätte Alex Charly in den Arm genommen. Sie sah so verletzlich aus.
Kaum im Stall angekommen, drehte Charly sich um „Du hattest Recht, ich bin Schwanger. Was sollen wir jetzt tun" Alex wusste nicht wie er reagieren sollte. Er wollte das Kind und er wollte Charly. Für immer. „Charly was willst du tun?" Charly zuckte zusammen. Sie hatte geglaubt, dass Alex sich ein bisschen über ein Kind freuen würde. Sein Verhalten zeigte ihr aber, dass er sich nicht freute. Er wollte kein Kind von ihr. „Ich weiß es nicht Alex. Ich…. Noch ist es Zeit…."Charly brach ab. Alex war geschockt, Charly wollte doch nicht – er wagte nicht den Gedanken weiter zu verfolgen – jetzt musste er Stellung beziehen „Charly ich will das Kind. Bitte .. ich.. ich will dich nicht unter Druck setzen, aber ich will ein Kind mit dir" Charly schaute ihn lange an „Warum? Wir haben keine Beziehung und auch keine Zukunft.." Alex unterbrach sie „Charly wir bekommen ein Kind, dass ist eine Zukunft" Alex konnte sich kaum beherrschen. Er wollte Charly in den Arm nehmen. Dieser Moment sollte mit Freude erfüllt sein. Charly schwankte und Alex ergriff seine Chance und nahm Charly in den Arm.
„Bitte Charly – lass mich für dich da sein." Charly wollte ihn wegdrücken, aber Alex lies sie nicht los „Alex, wir würden nur alle verletzen. Du bist .." Alex küsste sie „Nein Charly, ich bin nicht der Mann von Claire. Ich liebe DICH." Charly sah ihn unsicher an „Alex – es wird nicht gut gehen. Die anderen können es nie akzeptieren" Alex sah ihre innere Zerrissenheit. „Charly lass uns Zeit. Lass es uns langsam angehen. Bitte.." Alex war verzweifelt, wie konnte er Charly davon überzeugen, dass niemand etwas gegen ihre Beziehung hatte. Er sah nun, dass Charly aus Angst vor den Anderen ihrer Beziehung keine Chance gab. Er legte seine Hände um ihr Gesicht und sah sie zärtlich an „Charly ich liebe dich. Es gibt für mich nichts Schöneres als ein Kind mit dir zu bekommen." Sanft strichen seine Lippen über ihre. Er hüllte sie mit seiner Zärtlichkeit ein. Charly schmiegte sich an ihn und erwiderte seinen Kuss „Alex ich will das Kind auch" nun war es raus. Alex sprang vor Freude auf und wirbelte Charly im Kreis rum
Keiner der Beiden bemerkte, dass sie Zuschauer hatten. Es waren Nick, Tess, Jodi und Meg. Leise zogen die Vier sich zurück. Tess schaute ihren Mann an „Sie macht es wegen uns nicht? Sie weiß immer noch nicht, dass .." Nick nahm Tess in den Arm „Ihr wisst, was ihr tun solltet nicht?" Tess nickte und ging auf den Stall zu. Meg und Jodi folgten ihr. Als sie am wieder am Stall ankamen, sahen sie wie zärtlich Alex und Charly sich küssten. Alex strich Charly über den Bauch und es war, als würden sie in ihrer eigenen Welt sein. Tess trat ein und ging zu den Beiden. „Alex – Charly…" Charly fuhr hoch „Tess.." Sie kam nicht weiter, schon hatte Tess sie umarmt. „Ich freu mich für euch. Es ist schön, dass ihr endlich zueinander gefunden habt" Sie wollte nicht sagen, wie viel sie mit angehört hatten. Es war Charly Entscheidung, wann sie es ihnen erzählen wollte. Auch Meg und Jodi gingen auf Charly zu „Naja irgendjemand musste Alex ja mal kriegen, besser es bleibt in der Familie. Andere kommen doch gar nicht mit dem Kerl klar" Alex lachte und knuffte Jodi. Charly war erleichtert, hatte sie doch mit mehr Widerstand gerechnet. Alex nahm sie in den Arm. „So, dass wäre dann auch geklärt"
Tess lachte „Ja und ich hoffe, dass ich nun auch wieder an den Fluss kann, ohne bestimmte Personen zu stören" Sie konnte es nicht lassen. Nick lachte laut und Alex und Charly erröteten leicht. Charly fiel ein Stein vom Herzen. Tess hatte es also schon lange gewusst. Sie lachte „Wir können ja einen Plan machen, dann kommen wir uns nicht in die Quere" Ein Wort gab das Andere und locker und gelöst gingen alle zum Haupthaus.
Marie und Harry saßen auf der Veranda als sie die Gruppe auf sich zukommen sahen. Harry lächelte Marie zu „Siehst du, was ich sehe?" „Jepp, Alex lässt Charly nicht los. Sie haben es also geschafft" Marie pfiff einmal und schon kamen John, Nicci, Dev und Sam aus dem Haus. Alex und Charly lachten. So wie es aussah, warteten schon alle darauf, dass sie zu ihrer Beziehung standen. Kaum an der Veranda angekommen, wurden sie von allen umarmt.
Alex lies es sich nicht nehmen und zog Charly auf seinen Schoß. Dafür steckte er zwar so manche Neckerei ein, aber das war ihm egal. Hauptsache er hatte Charly in seiner Nähe. Tess und Nick sahen sich an „also ich glaube Alex und Charly haben euch noch etwas zu erzählen" Harry winkte ab „Nein auch das wissen wir schon, Charly ist Schwanger" Das Gesicht von Charly und Alex war ein Foto wert und das es festgehalten wurde, dafür sorgte Meg, die schon wieder ihren Apparat zückte. Nick räusperte sich „OK, aber die nächste Nachricht wisst ihr noch nicht" Dieses Mal war es Sam, die abwinkte „Doch Tess ist auch Schwanger" nun war es an Nick und Tess ein dummes Gesicht zu machen. „Tess, dass wissen wir doch schon lange" rief Charly ihr zu. Sam lachte „Ach und ich bin auch Schwanger, ich wollte nicht zurückstehen" Das allerdings war für die meisten eine Neuigkeit. Es wurde ein fröhlicher und ausgelassener Abend.
Zärtlich streichelte seine Hände ihr Gesicht und wanderten langsam nach unten. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht und sie schmiegte sich an ihn. Ihre Hände wanderten zu seiner Brust und forderten ihn heraus. Langsam hob sie ihr Gesicht und küsste ihn. Erst sanft und dann immer fordernder. Sie wollte mehr. Viel mehr und sie würde mehr bekommen. Dieses Mal war es kein Traum. Alex lag neben ihr. „Charly – Alex" Charly und Alex fuhren auseinander.
Charlotte stand in der Tür und schaute beide beleidigt an „Ich will auch kuscheln" verbockt kam sie zum Bett und kletterte rein. Alex packte sie und kitzelte sie durch „So du willst auch kuscheln" Charlotte kicherte und kuschelte sich dann zwischen Charly und Alex.
Charly lächelte Alex an „uns so wird mein Traum nie wahr" Alex zuckte die Schultern „Doch ich verspreche es dir. Wir dürfen nur nicht so spät anfangen, wir haben schon eine Tochter, die eine Frühaufsteherin ist" Charlotte verstand nicht, wovon gesprochen wurde, aber das war ihr auch egal „Ich will jetzt auch immer hier schlafen" erklärte sie bestimmt „OH nein mein kleines Fräulein. Du hast dein Bett .." Weiter kam Alex nicht „Ja und du auch, dass ist Charlys Bett" Alex war sprachlos und Charly musste laut lachen. „Ja und was nun?" Alex hatte sich wieder gefasst „Ok, wir treffen eine Vereinbarung Charlotte. Du darfst jeden Morgen mit UNS kuscheln, wenn du nachts in deinem Bett schläfst." Charlotte sah ihn nachdenklich an „Du willst mir Charly alleine Kuscheln" immer noch nachdenklich sah sie zu Alex. „Ok, dann aber bekomm ich auch ein Pony" nun gab es kein halten mehr. Charly und Alex konnten nicht mehr aufhören zu lachen. Es dauerte eine Weile und auch Charlotte kicherte. „Du bist mir eine Motte, aber gut. Wenn ich mit Charly kuscheln darf, dann bekommst du dein Pony. Abgemacht" Charly schaute Charlotte streng an „Nein du bekommst kein Pony. Die Regeln stelle immer noch ich auf." Charlotte wusste, dass sie verloren hatte und krabbelte zu Alex rüber. „Mist, es war ein Versuch" Charly bemühte sich weiterhin streng zu gucken. „Charlotte, niemand …" Sie kam nicht weiter, denn Charlotte drückte ihr einen Kuss auf die Wange „Es tut mir leid. Ich schlafe in meinen Bett und komme nur morgens zum Kuscheln." Charly blieb immer noch ernst. „So und nun ab mir dir" Charlotte krabbelte aus dem Bett. Bei Charly musste sie hören. Die anderen ließen sich hin und wieder erweichen. Alex hatte all dies still verfolgt und wusste, nun bekam er Ärger. „Alex so geht das nicht…" weiter kam Charly nicht, denn Alex kannte eine Methode, um Charly ruhig zu stellen.
Viel später lag Charly immer noch in Alex Armen. „Alex wir müssen aufstehen"
„Hmmm" Charly löste sich von Alex und stand auf. Alex genoss ihren Anblick. Davon hatte er immer geträumt. Morgens mit Charly aufwachen, er wollte jeden Augenblick genießen. Langsam erhob er sich und folge Charly ins Bad. Aber er kam zu spät. Charly war schon geduscht. Nur mit einem Handtuch bekleidet stand sie vor dem Spiegel. Auch gut dachte sich Alex und umarmte sie „Alex, nun mach hinne, alle warten bestimmt schon" Charly versuchte ernst zu bleiben. „Oh Charly, dass ist unser erster Morgen" Charly drehte sich um und küsste Alex. „Das muss reichen" Alex sah ihr bedauernd hinterher.
Alex blieb im Türrahmen stehen. Was er sah, wollte er für immer erhalten. Es war das, wonach er sich immer gesehnt hatte. Er sah Harry, der mit Marie flirtete, Frank und John, die neben ihren Frauen saßen. Blicke der Zuneigung. Jodi, Meg, Kate und Terry. Was er sah war eine Familie. Sein Blick blieb an Charly und Charlotte hängen. Da waren die Menschen, die sein Ein und Alles waren. Lächelnd ging er zu Charly und Charlotte.
„Na Alex auch schon auf? Wenn das so weiter geht, dann sind wir für getrennte Schlafzimmer" alles lachte und Alex wusste, dass er noch so einiges zu hören bekam. Aber genau so wollte er leben. Er legte seinen Arm um Charly und lächelte verschmitzt in die Runde.
Die Tage vergingen und nach und nach normalisierte sich das Leben auf Drovers wieder. Es gab dennoch einige Änderungen. Marie wusste, dass jeder seinen Freiraum brauchte und so zogen sie und Harry nach Killarney. Alex und Charlotte sollten das Haus für sich haben. An den Gewohnheiten änderte sich jedoch nichts. Die Mahlzeiten wurden immer noch gemeinsam auf Drovers eingenommen.
Alex konnte es nicht fassen, er konnte seine Liebe leben. Er wusste zwar, dass es noch Probleme geben wird, aber er war sicher, dass sie die Probleme Meistern würden. Jeder der Alex nun sah, der sah einen immer gutgelaunte und fröhlichen Alex. Ja es waren alles glückliche Paare auf Drovers, aber zwischen Charly und Alex gab es ein besonders Band.
„Alex – Mensch – pass doch auf" verärgert drehte sich Charly zu Alex um. Sie war im Stall und gerade dabei einen Einjährigen die Fesseln zu bandagieren. „Tschuldigung" nuschelte Alex. Er wusste ja, dass Charly es gar nicht möchte, wenn er sie immer wieder bei der Arbeit störte. Aber für ihn war alles noch so neu. Er wollte immer bei ihr sein. Irgendwie war er sich seiner Liebe sicher, wusste jedoch auch, wie schnell so eine Liebe verloren gehen konnte.
„Alex so geht das nicht weiter. Du solltest auf Killarney sein und dort deiner Arbeit nachgehen. Findest du es in Ordnung, dass du Harry so mit Arbeit überlastest" Alex sah geknickt zu Charly, sie hatte ja Recht, aber es war noch zu frisch. „Mensch Charly – wir sind erst seid etwas über einer Woche richtig zusammen, da kann man doch nicht …" „Alex und was ist mit den Anderen? So geht das nicht.." Charly brach ab und schüttelte den Kopf. So wie Alex vor ihr stand, konnte sie nicht weiter sprechen. Für sie war Liebe selbstverständlich, aber Alex suchte immer noch nach Bestätigung. Seine Verlustängste machten ihr Sorgen.
Sie ging auf Alex zu und gab ihm einen Kuss „Alex, ich bin hier. Ich gehe nicht weg. Nichts kann uns trennen." Sie umarmte ihn „Aber du musst mir meinen Freiraum lassen und auch dein Leben leben" Alex schloss seine Arme fest um Charly. Er wusste, dass seine Unsicherheit ihre Beziehung belastete. Er brauchte noch Zeit. „Ok, wir halten uns ab jetzt an den normalen Tagesplan. Ich fahr nun nach Killarney" Charly lächelte und Alex war wie gefangen von ihrem Anblick. Dieser zärtliche Blick und die Liebe in ihren Augen galten ihm. Alex atmete tief durch. „Gib mir einen Kuss und dann ab mir dir" Das lies Alex sich nicht zwei Mal sagen, er beugte sich zu Charly runter und küsste sie Leidenschaftlich. „PUH – ein kleiner Kuss hätte es auch getan" frech grinste Charly Alex an, aber er sah ihr an, dass sie ihn nur Ärgern wollte. Lächelnd ging Alex.
Fortsetzung folgt….
