Mach das bitte nie wieder

Heaven sah gerade von ihrem Frühstück auf, als Hermine und Harry die große Halle verließen. Sie wollte sich auch erheben, um sich wie die zwei auf den Weg in den Krankenflügel zu machen, doch genau in diesem Moment sprach Melchior sie an. "Und bist du froh, dass du nächste Woche nur noch Verteidigung hast?", fragte er sie.
"Schon, wobei ich sagen muss, dass es mir echt Spaß gemacht hat die Schüler in Zaubertränke zu unterrichten. Der einzige Vorteil ist, dass ich mehr Freizeit habe. Die werde ich dann nutzen um an meinem Projekt weiter zu arbeiten. So kann es einfach nicht mehr weiter gehen. Mindestens ein Viertel der Schüler ist depressiv oder traumatisiert und kann mit niemandem darüber sprechen, dass will ich ändern", erwiderte Heaven. "Ich bewundert dich, dass du neben der Doppelbelastung auch noch genug Zeit gefunden hast über die Probleme der Schüler nachzudenken. Mit dir haben sie Gryffindors eine einzigartige Hauslehrerin und auch die Schüler der anderen Häuser finden ein offenes Ohr bei dir. Unglaublich wie du das alles auf die reihe bekommen hast", meinte Melchior.
"Da muss ich Ihnen zustimmen Melchior. Heaven Sie sind eine unglaubliche Bereicherung für unsere Schule", mischte sich Minerva ein. "Danke", murmelte Heaven und wurde leicht rot, "aber das ist doch selbstverständlich. Ich meine wir müssen doch für das Wohl unser Schüler sorgen. Solange sie hier sind, sind wir doch sozusagen ihre Eltern, und Eltern sorgen für ihre Kinder." "Nicht so bescheiden, Sie haben das Lob verdient. Kein einziger der andern Lehrer hat etwas unternommen, noch nicht einmal die Hauslehrer. Aber Sie haben Recht damit, dass wir sozusagen die Eltern der Schüler sind", sagte die Schulleiterin. "Siehst du, ich habe dir doch gesagt wie einmalig du bist. Akzeptier es, ohne dich wären die Schüler arm dran und sie bewundern dich gut sind Fürsorge, sonst wärst du nicht so gefragt. Einige Schüler hatten gerne eine Freund oder einen Partner der so wie du wäre. Du hast sie fasziniert mit deiner Art allem und jedem helfen zu wollen", fügte der Professor für Verwandlung hinzu. Heaven lächelte auf Grund des Lobes.
Nachdem Harry und Hermine sie große Halle verlassen hatten, rannten sie fast zum Krankenflügel. Harry stieß sie Tür auf, Hermine dir hinter ihm stand zitterte etwas. Sobald er es bemerkte nahm er die Hand seiner besten Freundin in die seinige und drückte sie leicht. "Hermine alles wird gut. Du wirst sehen", flüsterte er leise. "Ich weiß Harry, ich weiß. Aber ich hatte solche Angst um Draco", murmelte sie zurück und wische sich hastig unser die Augen. Besorgt musterte Harry die Brünette. Diese zwang sich zu einem Lächeln, was ihr jedoch kläglich misslang. "Komm", forderte er sie auf und lief auf Dracos Bett zu. Der Blonde schlief als, als sich Hermine vorsichtig zu seiner linken Seite auf die Bettkante setzte. Behutsam nahm sie seine Hand von der Bettdecke und liegt sie in ihre. Sie erschrak als sie mehr wie kalt Dracos Hand war. Harry stand hinter ihr und beobachte seine beste Freundin, wie sie die Hand ihres gemeinsamen ehemaligen Erzfeindes in ihrer Hand hielt. Einen Moment beobachtete er das Bild und nahm es tief in sich auf. Er lächelte denn er war sich sicher, er würde das Bild in Zukunft vielleicht öfter sehen. Dann legte er seine Hand leicht auf ihre Schulter. Sie wand sich von Draco ab und sah ihn das Gesicht ihres gestern Freundes. "Ich schaue mal wo Madame Pomfrey ist, bleib du hier bei Draco", meinte er leise und ging den Gang zwischen den Betten hinab. Hermine wand ihren Blick zurück zu Draco, wie er scheinbar friedlich dort lag und schlief. Vorsichtig gib sie ihre Hand und strich eine Blonde Haarsträhne aus seinem Gesicht. Sie ließ ihre Hand an seiner Wange liegen, lehnte ihre Stirn an seine und schloss die Augen. "Mach da bitte nie wieder", hauchte sie. Eine einzelne Träne lieg ihre Wange hinab und tropfte auf sein Gesicht. Als sie ihre Augen aufschlug erschrak sie, den sie blickte in seine. Rehbraun traf auf sturmgrau. "Nein, nie wieder", flüsterte er. Ehe sie etwas erwidern konnte, zerstörte Harry den Moment. "Hermine kommst du bitte", rief er und wurde gewahr, wie Hermine zusammen zuckte. "Ich sollte gehen und sehen was er will", meinte sie zu Draco. Ließ seine Hand, die sie immer noch hielt, jedoch nicht los. "Ja, das solltest du", erwiderte er und betrachtete sie. "Ich geh dann mal", sagte sie und ließ seine Hand zurück auf die Bettdecke gleiten. Dann nahm sie den gleichen Weg, den Harry schon vor ein paar Minuten genommen hatte. Draco blickte ihr nach und stellte fest wie schön sie doch war. Warum war ihm das früher nie aufgefallen? Wahrscheinlich weil er sie hassen musste. Jetzt wo er immer mehr Zeit mit ihr und auch mit Harry verbrachte, musste wer sich eingestehen, dass sie beiden gar nicht so waren, wie er sich immer gedacht hatte.
Hermine war in der Zwischenzeit bei Harry angekommen. "Madame Pomfrey möchte dir ein paar Fragen stellen. Sie wartet drinnen auf dich", erklärte er ihr. Sie nickte und betrat das Büro der Heilerin. "Guten Morgen, Miss Granger", grüßte sie, "nehmen Sie doch bitte Platz." "Was wollen Sie denn von mir wissen?", fragte Hermine neugierig. "Ich habe erzählt bekommen Sie wurden in letzter Zeit häufig etwas mit Mister Malfoy unternehmen. Ist Ihnen in der Zeit etwas außergewöhnliches an seinem Verhalten aufgefallen?", begann Madame Pomfrey auch sofort. "Lassen Sie mich einen Moment überlegen. Also eigentlich hast sich sein ganzes Verhalten von Grund auf verändert, soweit ich das beurteilen kann. Aber wenn ich mich recht erinnere hat sich dieser Veränderung schon im letzten Schuljahr angedeutet. Dennoch genaueres kann ich jetzt nicht sagen, dafür habe ich noch nicht lange genug richtig Kontakt zu ihm", überlege Hermine. "Vielen Dank", bedankt sich die Heilerin. "Konnte ich Ihnen helfen?", wollte die Brünette wissen. "Nun ja nicht wirklich, aber es sind auf jeden Fall schon einmal mehr Informationen als ich vorher hatte und wer weiß vielleicht ist ja doch etwas hilfreiches dabei", meinte Madame Pomfrey. "Ist es etwas ernstes, was Draco hat?", fragte Hermine besorgt. "Nein, bald ist er wieder ganz der Alte", versuchte Madame Pomfrey Hermine zu beruhigen. Hermine lächelte erleichtert. "Gut da wars dann auch. Sie können gehen", entließ die Heilerin sie. In Gedanken ging die Brünette den Gang zwischen den Betten rauf, bevor sie an Dracos Bett stehen blieb. Harry und Draco sprach, wie konnte es anders sein, über Quidditch. Typisch Jungs, schmunzelte Hermine. "Ach, da bist du ja wieder", stellte Draco fest und Hermine lächelte die beiden an. "Ich muss dann auch mal los zum... Ähm... Quidditch-Training", stammelte Harry und schon war er verschwunden. Hermine zuckte mit den Schultern, dann wand sie sich zu Draco um, der sie aufmerksam musterte. "Möchtest du, dass ich noch eine Weile bei dir bleibe?", wollte sie von dem Blonden wissen. "Würde es dir denn etwas aus machen?", stellte er ihr eine Gegenfrage. "Nein, im Gegenteil, ich leiste dir gerne Gesellschaft. Also?", erwiderte sie. "Magst du dich wieder zu mir setzen?", fragte er. Hermine nickte und setzte sich wieder auf die Bettkante. Ihr Hände haste sie locker in ihrem Schoß gefaltet. Draco blickte immer wieder auf ihrem gefalteten Hände und holte tief Luft, das vermittelt Hermine das Gefühl er wolle ihr etwas sagen. "Hermine, ich... Also würde es dir etwas ausmachen, wenn... Kannst du meine Hand wieder halten?", brachte er schließlich zögernd hervor. Sie wurde leicht rot, nahm dann jedoch seine Hand in ihre. "Danke", murmelt er, "das tut mir gut. Dann spüre ich deiner Wärme noch mehr, als wenn du nur neben mir sitzt." Nun wurde auch er ein wenig rot. "Weißt du schon wurde lange du hier bleiben musst?", durchbrach Hermine einige Minuten später die Stille. "Nein, aber eine Woche bestimmt", meinte er. "Ich komme dich jeden Tag besuchen, dann bringe ich dir deine Hausaufgaben mit und kann dir erzählen, was wir in den Fächern gemacht haben, die wir zusammen haben", erwiderte sie. "Danke, das ist lieb, dann bin ich hier nicht so einsam. Und wenn du mir meiner Hausaufgaben mitbringt verpasse ich nicht so viel und mit wird auch nicht langweilig, wenn du nicht hier bist", lächelte Draco sie sprachen noch einige Zeit über relativ belanglose Themen, bis die Zeit so weit fortgeschritten war, das Hermine wenn sie das Mittag nicht verpassen wollte, sich auf den Weg machen musste. "Nachdem ich gegessen habe komme ich wieder, wenn du magst kann ich vorher das Buch holen was ich zur Zeit lese und dir was daraus vorlesen", schlug sie vor. "Nur wenn du nichts besseres zu tun hast" erwiderte er. "Nein, habe ich nicht", sagte sie und lächelte leicht, " meine Freunde stehen bei mir an erster Stelle." Draco starte sie förmlich an. "Was?", fragte sie verwundert. "Das hast noch nie jemand zu mir oder über mich gesagt", versuchte er zu erklären. "Was genau meinst du jetzt? Das du einer meiner Freunde bist? Oder das meine Freunde an erster Stelle bei mir stehen?", wollte sie genauer wissen. "Eigentlich das Erste, aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke das Zweite auch. Die einzige Person die ich je wirklich als Freund bezeichnet hätte ist Blaise, aber selbst er hat nie zu mir gesagt, das ich sein Kumpel bin. Und als ich ihn wirklich hätte gebrauchen können hatte er so viel anderes zu tun und hat sich nicht um mich gekümmert", sagte er. "Ich würde meine Freunde nie im Stich lassen, frag Harry, ich bin bei ihm geblieben als Ron uns verlassen hatte. Aber das mit Harry ist auch was anderes", meinte sie. "Aber ich dachte Harry sei mit der Ginny zusammen?" Draco sah sie überrascht ab und für einen kurzen Moment huschte Trauer über sein Gesicht. "Natürlich, dass will ich auch nicht sagen. Ich wollte damit ausdrücken, dass Harry sowas wie meine Familie ist und ich seine. Er hat ja niemanden und meine Eltern haben die magische Welt nie wirklich verstanden und jetzt wo sie ohne Erinnerungen an mich in Australien sitzen, habe ich auch ich niemanden mehr. Aber auch schon davor, Harry ist wie ein Bruder für mich, ich kann mit ihm über so ziemlich alles sprechen. Und du bist in letzter Zeit ein wirklich gut Freund für mich geworden. Ich mag dich", erklärte die junge Hexe. "Aber du hast Ron wegen mir verloren", warf er ein. "Er war es nicht wert, hätte er mich wirklich geliebt dann wäre er nicht so ausgerastet. Ich denke er hat einfach nach einem Grund gesucht um mich dazu zu bringen Schluss zu machen, selber hätte er das nie gemacht. Vergessen wir ihn einfach", ersetzte Hermine. "Du bist ein unglaubliches Mädchen, ganz anders als die anderen die ich vor dir kennen gelernt habe, die haben immer nur auf das Äußere oder den Reichtum geguckt, wenn sie etwas mit einem Jungen gemacht haben. Bei dir ist das alles nebensächlich, selbst wenn ich ein hässlicher, mitteloser Junge wäre, du achtet nur auf das Innere." Verlegen lächelte sie. "Du bist kein Junge mehr, du bist ein junger Mann und nach magischen Gesetz erwachsen", brachte sie hervor. Er lächelte verlegen, dann drückte er kurz ihre Hand. "Du solltest jetzt gehen", meinte er dann und ließ ihre Hand los. Hermine wand sich zum gehen, drehte sich nach einigen Schritten jedoch noch einmal um. Schnell schritt sie zurück an Dracos Bett beugte sich zu ihm herunter und hauchte einen Kuss aus seine Wange. Dann mache sie auch auf den Weg. Ab der Tür Wand sie sich noch einmal um. "Bis später", rief sie ihm zu und schon war sie verschwunden. Draco starte die geschlossene Tür an und fasste auch ungläubig ab die Wange, schließlich trat ein breites Lächeln auf sein Gesicht. Er ließ sich in die Kissen fallen und war kurz drauf vor Erschöpfung eingeschlafen, seine Gedanken waren bei einer ganz besonderen jungen Hexe.