Mir gehört immernoch nichts, außer eure Aufmerksamkeit! Bitte schreibt mir einen Kommi!!
Forbidden Feelings
Kapitel 1 – Heimreise
Sicht: Draco
Mir ist kalt, richtig kalt. Seit einer halben Stunde stehe ich hier schon alleine am Gleis und warte, abgeholt zu werden. Die anderen wurden schon erwartet, nur mein Vater kommt wieder zu Spät. Eigentlich sollte es mir ja egal sein, es ist schließlich jedes Mal das gleiche. Aber es schneit und ist kalt, ich fühle mich als ob mir gleich meine Nase abfriert und es kommt mir so vor, als hätte er mich vergessen. Ein paar Mal bin ich schon alleine nach Hause, weil er mich nicht abgeholt hat. Aber heute werde ich das nicht machen, ich warte bis er kommt!
Ich höre Schritte, bist du es? Mein Blick wendet sich der Absperrung zu, die das Gleis von dem Muggelbahnhof trennt. Da stehst du und deine Augen scheinen mich zu durchbohren. Warum stehst du da und kommst nicht zu mir?
Mit einem vorwurfsvollen Blick sage ich sauer: „Da bist du ja endlich, viel zu Spät."
Sicht: Lucius
Du bist der Einzige, der noch am Gleis steht. Die Faszination deines Anblicks lässt meine Bewegung einfrieren. Oh, du weißt gar nicht wie sehr ich dich vermisst habe…
Schneeflocken haften auf deinem Mantel, deine Haare sind leicht vom Wind zerzaust und deine Wangen leuchten rot vor Kälte. Ob du weißt, wie schön du grade aussiehst?
Dein Kopf dreht sich, grau trifft grau. Mir wird heiß und kalt zugleich und ich verfluche mich stillschweigend für meine Gefühle und Gedanken. Dein Blick ist vorwurfsvoll und durchbohrt mich regelrecht. Das wütende Funkeln deiner Augen jagt mir einen Schauer über den Rücken. Es fasziniert mich genau wie dein Auftreten.
„Da bist du ja endlich, viel zu Spät.", sagst du Sauer zu mir. Das gibt meinem Körper einen Ruck und meine Beine bewegen sich endlich wieder in deine Richtung.
„Ich hatte leider noch zu tun, mein Drache. Tut mir leid, ich habe dich nicht vergessen", entschuldige ich mich bei dir und schließe dich zur Begrüßung, wie gewohnt, kurz in die Arme.
Sicht: Draco
Diese starken Arme, die mich halten und Wärme schenken. Wie automatisch fallen meine Augen zu und mein Geist sagt ununterbrochen deinen Namen. Wenn du wüsstest wie sehr ich dich liebe, würdest du mich nie wieder so umarmen. Du würdest mich rausschmeißen, als Schande beschimpfen und ich nie wieder etwas von dir hören.
Also genieße ich die innige, wenn auch kurze, Umarmung und lächel dich danach leicht abwesend an. Diese leere Hoffnung schmerzt. Aber ich will dich nicht verlieren, immerhin bist du mein Vater. Warum muss das alles auch so schwierig sein?
Stillschweigend verlassen wir den Bahnhof. Draußen wartest du auf das Okay zu, disapparieren. Ich nicke nur und nehme deine Hand. Wenn ich noch roter werden könnte, würde ich es sicherlich und wo anders hinblicken. Leider kann ich noch nicht selbst apparieren um diese Nähe zu meiden. Händchen halten lässt einen nur wieder schmerzlich bewusst sein, dass diese Gefühle nie so in der Öffentlichkeit gezeigt werden würden. Auch wenn es nicht einseitig wäre…
Vor uns erstreckt sich nun Malfoy Manor. Lange nicht hier gewesen, endlich wieder zu Hause. Ob Mutter schon in der Eingangshalle wartet?
Kurz drückst du meine Hand und lässt sie dann erst los. Durch die Geste aus den Gedanken gerissen, schaue ich zu dir. Du bist jedoch schon losgegangen und so blicke ich dir nur überrumpelt auf deinen Rücken. Mein Herz pocht so laut, dass ich befürchte es könnte zerspringen.
Eilig folge ich dir und hauche unterwegs einen kleinen Kuss auf die Hand, welche du eben noch gehalten hast. Abwesend lächelnd schließe ich auf deine Höhe auf und komme mit dir vor der riesigen Tür zum Stehen.
Als ob wir geklingelt hätten, öffnet sich die schwere Tür ganz von alleine. Vor uns erstreckt sich der große, imposante Eingangsbereich von Malfoy Manor. Die große Treppe erscheint wie ein Thron in dem drei Meter hohen Raum.
Am Fuße jener Stufen steht Dizzy, eine unserer Hauselfen. „Willkommen zu Hause", sagt die kleine Gestalt mit einer piepsigen Stimme.
Mein Vater nickt nur, während ich die kleine Elfe mit einem „Hallo Dizzy" begrüße. Ich war viel zu glücklich darüber, meinen Vater um mich zu haben, als das ich die Hauselfe auch nur annähernd zu behandeln könnte wie es jeder von mir erwartet. Ja, auch wenn es schmerzt, ich bin froh zu Hause zu sein.
„Wo ist Narcissa?"
Überrascht über den kalten Ton seiner Stimme, blicke ich zu meinem Vater. Sein Gesicht war völlig emotionslos.
„Die Herrin ist bis morgen bei ihrer Schwester, Sir."
Ein Ziehen in meiner Brust lies mich gekränkt erscheinen. Ich war ein halbes Jahr zu Hause und meine Mutter fährt weg? Ohne mich gesehen zu haben? Bin ich ihr auf einmal egal? Meine Augen sahen traurig zu der Hauselfe.
„Draco, ich habe noch etwas zu erledigen", zischt mein unerreichbarer Traummann mir zu und legt dabei die Hand auf meine Schulter. Mein deprimierter Blick haftet noch immer an dem kleinen Wesen. Ich kann ihn grad nicht ansehen…
Ich spüre wie deine Hand kurz über meine Wange streicht, anstatt einfach von der Schulter genommen zu werden. Überraschung macht sich auf meinem Gesicht breit. Reiß dich zusammen! Lass dich nicht wegen so etwas aus der Fassung bringen!! Meine Augen schießen in deine Richtung. Wie traurig du mich ansiehst…?
Ohne ein Wort wendest du dich ab und verlässt hastig das Haus. Wie ein begossener Pudel stehe ich erstarrt und ohne die geschlossene Tür aus den Augen lassend einfach nur da. Meine Gefühle überschlagen sich und mir wird schwindelig…
Sicht: Lucius
„Draco, ich habe noch etwas zu erledigen", sage ich schlecht gelaunt wegen Narcissas Benehmen und lege dabei die Hand auf deine Schulter. Egal warum, nichts ist wichtiger als das eigene Kind.
Du guckst auf einmal so traurig und verletzbar, auch wenn du es dir nicht anmerken lassen möchtest.
Wie von Geisterhand wandert meine rechte Hand von der Schulter zu deiner Wange. Als ob eine höhere Macht im Spiel wäre, kann ich es nicht verhindern, dass sie sanft über deine weiche, warme Haut streichelt.
Durch die Berührung ändert sich deine Mimik abrupt. Fasziniert über die Art, wie du mir den Blick zuwendest, verschlägt es mir kurz den Atem.
Ein Verlangen kämpft sich in mir hoch. Mit wird heiß und kalt - Ich darf das nicht!
Ohne ein weiteres Wort drehe ich mich hastig weg von dir und verlasse das Haus. Die kalte, eisige Luft lässt meinen Kopf frei werden. Wütend schlage ich draußen gegen eine der hübschen Stützsäulen Malfoy Manors…
Sicht: Draco
„Junger Herr, Dizzy bringt ihre Koffer nach oben", erklingt es piepsig hinter mir. Mehr als ein Nicken bekomme ich als Reaktion nicht zu stande.
Als müsste ich um mein Leben rennen, haste ich die Treppe nach oben und komme erst wieder zum stehen, als mein Blick die Tür von Vaters Büro erblickt. Soll ich…?
Ohne weiter drüber nach zu denken gehe ich zu der Tür und betrete das Büro meines liebsten Menschen…
Ende Kapitel 1
Kommentare bitte! Möchte zu gerne Feedback und ich neige dazu, mit der Zeit die Lust zu verlieren wenn mich keiner anspornt. Grüßeli :)
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