Ich danke euch ihr Lieben *knuddel*

Dieser Teil ist leider etwas kurz....der nächste wird wieder länger ;)


The Goodbye

BELLA || Einige Jahre zuvor

Wir sind allein. Oder zumindest stelle ich mir gerne vor, dass wir es sind. Abgeschnitten vom Rest der Welt stehen wir im knöcheltiefen Gras. Wir tragen keine Schuhe, sodass wir mit unseren nackten Füßen die Erde unter uns spüren können – warme Tage muss man nützen, wenn sie kommen. Die Sonne, eine Seltenheit hier in Forks, wirft das bizarre Schattenspiel der mit spitzen, immergrünen Nadeln versehen Zweige der umstehend Bäume auf den von weißen Blüten gesprenkelten Boden und zaubert kleine, glitzernde Diamanten auf seine allzu blasse Haut.
„Ich liebe dich", sagt er schlicht und scheint damit all meine wirren Gedanken zu ordnen und sie in einem einzigen Satz, in drei Worten zusammenzufassen.
Ich lege den Kopf ein wenig zurück, um ihn genauer zu betrachten, in der Hoffnung, ich könnte in seinen unwahrscheinlich goldenen Augen, in seinen starren und doch zu schönen Gesichtszügen erkennen, was er fühlt, was er denkt, ob er in diesem Moment versucht die wenigen Minuten, die uns noch bleiben für die Ewigkeit festzuhalten, so wie ich es tue.
„Dann geh nicht...", erwidere ich, ehe mir meine Stimme versagt.
„Bella", erklärt er sanft, jedoch bestimmt. „Ich muss. Es ist besser so."
„Du weißt, dass es das nicht ist", widerspreche ich, während meine Stimme wieder bedenklich zu schwanken beginnt. „Du weißt, es gibt noch eine andere Möglichkeit. Du müsstest nur..."
„Ich werde nicht zulassen, dass du zu so etwas wirst...", Schmerz und Selbsthass schwangen in seinen Worten mit. „...zu einem Monster.
„Du bist kein...", setze ich automatisch an, doch dann lassen mich Erinnerungen an jene Nacht innehalten. Sein vor Gier und Hunger verzerrtes Gesicht, die unheimlichen, bedrohlichen Laute, die seiner Kehle entwichen waren, der eine Moment, in dem ich mir nicht mehr sicher gewesen war, ob er mich am Leben lassen würde...
Er beobachtet mich, wie so oft mit dem einen Wunsch meine Gedanken lesen zu können – ich bin froh und dankbar dafür, dass er es nicht kann.
Die Sonne geht langsam unter. Er nimmt mein Gesicht in seine kalten Hände.
„Ich wünschte...", flüstere ich mit den Tränen kämpfend, die mich diese Nacht und womöglich auch noch weitere Nächte wach halten werden.
„Ich weiß", er beugt sich ein wenig vor, lässt seinen kühlen Atem über mein Kinn, meine Lippen streifen. „Ich auch."
Er küsst zum Abschied meine Stirn, ehe er geht, um nie wieder zurückzukehren.

BELLA || Gegenwart

Als ich die Augen aufschlage, brauche ich einen Moment, um zu realisieren, wo ich mich befinde und ich benötige einen weiteren, längeren, um dem Glauben zu schenken, was ich sehe.
„Edward", trotz der Schmerzen lächle ich. „Das wird aber auch langsam Zeit, nicht wahr?"