Schön, dass Euch die Geschichte so gut gefällt. Meine Sachen sind ja immer OOC. Casefiles zu schreiben ist wirklich schwierig.


Kapitel 5

Sara nahm den Hörer in die Hand und wählte die Nummer auf dem Zettel.

„Grissom, Crime Lab."

Sie räusperte sich.

„Hallo."

Er erinnerte sich ganz genau an ihre Stimme. Trotzdem fragte er: „Sara."

„Ja."

„Hallo, Ich bin froh, dass du anrufst."

„Wirklich?"

„Ja. Ich habe nach dir gesucht."

Er hatte so gehofft, dass sie anrufen würde und nun sprudelte es nur so aus ihm heraus. Zu spät merkte er, dass er damit zu viele Fragen zuließ.

Sara wiederum hoffte, dass er nach ihr gesucht hatte und nicht nach einer Begleitung. Aber sie traute sich nicht direkt danach zu fragen.

„Wie hast du mich gefunden? War es schwer? Bist du in der Stadt?"

„Nein. Ich bin in Las Vegas."

Die anderen Fragen wollte er eigentlich nicht beantworten. Beide schwiegen. Schließlich fasste sich Sara ein Herz und fragte direkt.

„Kann ich etwas für dich tun?"

„Nein, nicht wirklich. . es ist nur so, dass ich an dich denken musste."

„Das ging mir genauso."

„Wirklich. Das ist gut. Ich meine …"

„Ich weiß was du meinst."

„Kann ich deine Telefonnummer haben? Vielleicht können wir ab und zu miteinander telefonieren."

Es war lange her, dass Grissom eine Frau nach ihrer Telefonnummer gefragt hatte. Zum Glück hatte Sara nichts dagegen. Rasch nannte sie die Nummer. Grissom schrieb alles mit und hoffte, dass er die Zahlen richtig notierte. Irgendwie zitterte seine Hand beim Schreiben.

„Danke Sara. Ich melde mich bei dir. Jetzt sitze ich gerade am Schreibtisch und sollte arbeiten."

„Käfer zählen?"

Er lachte.

„So ungefähr."

„Dann will ich dich nicht stören. Ich freue mich auf deinen Anruf."

Rasch legte sie auf.

Grissom grinste über das ganze Gesicht. Sie hatte angerufen und ihm ihre Nummer gegen. Und sie wollten mit einander Telefonieren. In seinen Augen war das ein Date.


In den nächsten Tagen und Wochen konnte Sara es kam erwarten nach Hause zu kommen. Zwar konnte Grissom nicht jeden Tag anrufen, aber das machte es umso spannender.

Durch die Telefonate lernte sie ihn besser erkennen. Sie erfuhr viel über seine Arbeit, seine Interessen und Leidenschaften. Über persönliche Dinge weniger, aber das war ok. Sie redete auch nicht viel über sich selbst. Eigentlich nie.

Da sollte sie nicht überrascht sein, wenn er es ebenfalls nicht tat.

Drei Wochen nach ihrem ersten Telefon schockierte er sie dann aber doch mit einer unerwarteten Frage.

„Sara, ich habe in 2 Wochen wieder in San Francisco zu tun. Hast du Zeit für mich? Können wir uns sehen?"

„Das wäre toll. Natürlich habe ich Zeit für dich."

„Bist du sicher? ich meine, kannst du einfach so zusagen?"

„Wie meinst du das?"

Dann fiel der Groschen.

„Oh."

„Ja, ich meine Deinen Job."

„Grissom, willst du mich privat oder beruflich sehen?"

„Privat natürlich."

„Da können wir uns sehen wann immer wir es wollen."

Am liebsten hätte sie ihm sofort von der Verwechslung erzählt, aber so am Telefon erschien er das nicht richtig. Und außerdem kam es auf eine Woche mehr nun auch nicht mehr an.

„Hast du wirklich einen Termin hier?"

Grissom entschloss sich die Wahrheit zu sagen.

„Nein. Ich wollte dich einfach wiedersehen."

Sara wusste nicht was sie sagen sollte. Er kam ihretwegen in die Stadt. Und das obwohl er sie für eine Art Callgirl hielt. Jedenfalls in Sinn des Wortes.

„Wenn du hier bist, muss ich dir unbedingt etwas sagen."

„Sollte ich mir Sorgen machen?"

„Nein, ich denke nicht."

Der Rest des Telefonats verlief ganz normal. Aber beide dachten die ganze Zeit an das bevorstehende Treffen und was es bringen könnte.