Kapitel 8
Als sie Grissom aufstöhnen hörte, wusste Sara dass sie aufhören musste. Immerhin waren sie nicht allein.
„Wann geht das nächste Boot?"
„Warum?"
„Damit wir schnell in dein Hotel kommen."
„Oh."
„Einwände ?"
Er schüttelte den Kopf, stand auf und fing an zu packen. Plötzlich hatte er es also eilig. Sara begann zu lachen.
„Hey, das ist das zweite Mal an diesem Tag, dass du über mich lachst."
„Sorry."
Grissom sah sie spöttisch an und küsste sie.
Die beiden versuchten so schnell wie möglich zu packen. Aber das war leichter gesagt als getan. Immer wieder berührten oder küssten sie sich. Und als sie dann endlich wieder auf dem Schiff waren, rückten sie so eng wie möglich zusammen.
Beiden machte das Spiel Spaß, aber sie wollten es nicht zu weit treiben.
Schließlich kamen sie am späten Nachmittag in Grissoms Hotel an.
Die Fahrt im Fahrstuhl war langsam. Zu langsam. Aber sie konnten sich ansehen, versuchen die Gedanken des anderen zu lesen und sich vorstellen was im Zimmer passieren würde.
Grissom schloss die Tür auf und lies Sara den Vortritt. Sie ging ein paar Schritte und blieb dann stehen.
Sie wartete darauf, dass er sie küsste und sie wurde nicht enttäuscht. Und der Kuss war phantastisch. Sara fragte sich woran es lag: küsste er so gut oder war es so gut, weil sie in ihn verliebt war.
Aber war das wirklich eine Frage?
Denn sie wusste längst die Antwort. Sie war in ihn verliebt. Über beide Ohren.
Grissom schob Sara in Richtung Bett.
Dort angekommen setzte er sich und zog Sara zu sich herunter. Dabei hörte er nicht auf sie zu küssen. Und er redete mit ihr. Aber hörte sie ihm zu ?
Wie durch einen Nebel hörte sie seine Stimme. Warum redete er plötzlich ? Und vor allem was?
Erst als sie merkte, dass er sie nicht mehr küsste, versuchte sie den Sinn seiner Worte zu erfassen.
„Honey, ich habe mir schon lange gewünscht dich so im Arm zu halten und zu küssen? Gefällt es dir oder soll ich aufhören."
Und als Sara nicht reagierte, fügte er zu.
„Willst du doch lieber warten?"
Das war ihr Stichwort.
„Warten ? Worauf?"
Grissom war verwirrt. Hatte Sara nicht gehört was er angeboten hatte ?
„Babe, ich will nicht warten. Und du hörst bitte nicht auf."
Als sie Grissoms überraschten Blick sah und merkte, dass er nicht wusste was er tun sollte, ergriff sie die Initiative.
Sie fuhr mit den Händen unter sein Shirt und begann seine Brust zu küssen.
„Ausziehen", kommandierte sie und er fügte sich nur zu gern.
Als der dann mit freiem Oberkörper vor ihr lag, setzte sie ihre Liebkosungen fort.
„Wie alt bist du eigentlich?", fragte er plötzlich.
„Alt genug, wenn du dass meinst."
Sie arbeitete sich langsam nach oben und war nun an seinem Hals angelangt. Um ihr einen besseren Zugang zu gewähren, drehte er leicht den Kopf.
„Mmm, das ist so gut", hörte er sich sagen.
„Tatsächlich ? Soll ich weitermachen oder willst du…"
„Ich will. Und da ich der ältere bin."
Er hielt Saras Hände fest und drehte sie schwungvoll auf den Rücken, so dass er über ihr war.
„Nur damit, dass klar ist. In meinem Alter will ich oben sein."
„Macho."
„Was dagegen?"
Wie konnte sie.
Er war sich seiner Sache so sicher und er wusste genau was er tat.
Und er war gut, so gut, dachte Sara.
In Sekunden hatte er ihr T-Shirt und den BH ausgezogen. Und Sara wartete darauf, dass er sie zu küssen begann. Aber nichts geschah. Stattdessen schaute er sie nur an.
„Grissom."
Keine Reaktion.
Fand er sie etwa zu dünn, waren ihre Brüste zu klein, mochte er eigentlich blonde Frauen ?
Sie versuchte sich aufzurichten.
„Hey, was ist denn? Kann ich dich nicht mal eine Weile ansehen?"
„Ich weiß nicht. Du hast mir nicht gesagt, ob ich dir gefalle."
Gefallen ist einfach nicht das richtige Wort, dachte Grissom.
Sie hatte ihn einfach umgeworfen. Mit ihrem Lächeln, ihrem Intellekt und ihrem Aussehen. Es gab keinen Teil an ihr, der Grissom nicht gefiel. Er wusste einen Weg finden ihr das zu zeigen.
