Kapitel 9

Sara merkte, dass die Zeit des Redens vorbei war.

Sie küssten sich, berührten sich. Nichts anderes zählte.

Ihre Lippen, ihre Zungen, ihre Hände.

Trotzdem hielt sich Grissom noch zurück.

„Bitte, Grissom. Berühr mich. Ich brauche dich."

Er stand rasch auf und entledigte sich seiner Hosen.

Sara hielt den Atem an, als sie Grissom zum ersten Mal in seinen Boxershorts sah. Und die verbargen viel und versprachen eine Menge.

Er legte sich wieder hin und begann sie wieder zu küssen. Diesmal härter und leidenschaftlicher. Seine Hand glitt an Saras Hosen entlang. Mit einer Hand fuhr er hinein. Aber sie Hosen waren zu eng. Also zog er am Reißverschluss und öffnete ihre Hosen.

Er nahm sich Zeit. Streichelte sie. Fühlte ihre zarte Haut. Seine Hand fuhr in ihren Slip und zog in aus.

Sara drängte sich an ihn heran.

Als Grissom ganz nackt neben ihr lag, konnte sie nicht anders. Sie berührte seinen Penis. Fuhr mit ihrer Hand leicht hinüber.

Dann spürte sie wie er seine Hand auf ihre legte und verstärkte den Druck.

Aber das erste Mal mit Sara wollte er noch intensiver spüren. Ihr ganz nah sein. In ihr sein.

Er glitt langsam in sie.

„Darauf habe ich lange gewartet, dich so zu spüren. Zu wissen, dass du mein bist. Mein."

Sara wollte ihm zu stimmen, konnte aber nicht reden. Sie stöhnte auf als er sich in ihr zu bewegen begann, schlang ihre Beine um ihn.

„Mehr."

„Ich will dich, so sehr."

„Du hast mich. Nimm mich."

Und Grissom erfüllte sich und ihr den Wusch. Sie wurden eins in dieser Nacht.


Später lagen sie nebeneinander und sahen sich an.

Er sah eine Frage in ihren Augen.

„Was ist?"

Sara wollte die Stimmung nicht verderben und schüttelte den Kopf.

„Bitte, sag mir was durch deinen Kopf geht."

„Was bin ich für dich?"

Sollte er so tun als ob er sie nicht verstand?

„Ich weiß nicht. Was schlägst du vor?"

„Bekannte, Freundin, Sexobjekt?"

„Ich würde sagen Freundin."

„Tatsächlich ?"

Das war es wieder – das wundervolle Lächeln. Wenn sie wüsste was sie damit anrichte. Er schmolz dahin. Er würde alles tun was sie verlangte. Oh Gott, was war nur mit ihm passiert.

Sara war zufrieden mit seiner Auskunft. Sie küsste ihn und kuschelte sich dann ins Bett.


Sara schlief und Grissom hatte Zeit sie anzusehen. Er strich ihr übers Haar und dachte nach.

Ich könnte mich in sie verlieben. Das machte ihm Angst.

Er hatte Angst vor ihr und ihren Gefühlen. Und vor seinen Gefühlen. Nein, er musste es stoppen. Sofort. Sara würde sicher bald erkennen was für ein Mann er war.

Ja, es gab keine Zukunft für sie beide. Er würde sie lieber gleich verlassen. Sofort. Nur nicht warten bis sie es tat.

Er erinnerte sich noch sehr gut wie es war verletzt zu werden. So lange Zeit hatte er sich geweigert zu fühlen und dann kam dieses so genannte Callgirl und verdrehte ihm den Kopf.

Er sah Sara an. Sie sah so jung aus. Ja, sie würde ihn bald vergessen haben.

Wirklich sofort aufstehen und gehen, aber er konnte es nicht. Stattdessen legte er sich hin und schlief an ihrer Seite ein.


Als Sara aufwachte schaute sie sich um. Grissom lag neben ihr und schlief. Sie fragte sich was nun passieren würde.

Sie fand die Nacht toll und hoffte, dass er es genauso sah.

Einen kurzen Moment lag hatte sie Angst und Zweifel in seinen Augen gesehen.

„Guten Morgen."

Schweigen breitete sich aus. Sara fragte sich, ob sie nicht sofort gehen sollte.

„Ich werde dann gehen. Du willst sicher allein sein."

Das hatte Grissom nicht erwartet.

„Warum?"

„Ich weiß nicht. Ich dachte, du hast vielleicht genug von mir."

Sara hatte das Gefühl, dass dies der Moment war: One Night Stand oder Mehr. Und als sie seine ausgestreckte Hand sah, da wusste sie, dass es nicht vorbei war.

„Kaffee ? Frühstück?"

„Später."


Unnötig zu sagen, dass sie nicht zum Frühstück kamen und auch das Mittag essen fiel aus. Um 14 Uhr musste Grissom auschecken und sie verließen das Hotel Hand in Hand.

Grissom hatte seine Reisetasche dabei und ein Flugticket um 19 Uhr. Es blieben also nur noch ein paar Stunden in denen er Sara in seiner Nähe hatte.

Grissom hatte keine Idee was er in der kurzen Zeit mit Sara unternehmen sollte. Es war auch nicht wichtig, denn die Hauptsache war für ihn, dass sie zusammen waren.

Schließlich saßen sie mit vielen Touristen in der Nähe des Hafens. Sie aßen, redeten kaum, sahen sich nur an.

Die Zeit lief ihnen davon. Sie nahmen ein Taxi zum Flughafen, passierten alle Kontrollen und warteten nun auf den Aufruf des Fluges.

„Sehe ich dich wieder?"

Endlich traute sich Sara die Frage zu stellen. Aber eigentlich meinte sie – Wann sehe ich dich wieder?

Grissom griff in seine Tasche und holte eine kleine Karte hervor.

„Hier sind meine Adresse und meine Telefonnummer."

Sara nahm die Karte und sah ihn an. Er hatte die Frage nicht beantwortet.

Stattdessen nahm Grissom sie in den Arm und flüsterte: "Natürlich sehen wir uns wieder."

Trotzdem machte ihn der Abschied so traurig. Schließlich waren San Francisco und Sara nicht aus der Welt.

„Ich vermisse dich schon jetzt, Griss. Ruf mich an, wenn du landest."

„Versprochen."

Sie blieben noch einen Moment lang so sitzen, dann er ertönte die Ansage.

„Ich muss gehen."

„Ich weiß."

Sara blieb sitzen und sah wie Grissom zum Ausgang ging. Dort drehte er sich noch einmal nach ihr um.

In diesem Moment traf ihn die Erkenntnis, dass er sich längst in diese Frau verliebt hatte.

Als er das Wochenende geplant und begonnen hatte, erschien ihm vieles möglich, aber das sich sein Leben verändern würde, damit hatte er nicht gerechnet.


Sara stand am Fenster und sah das Flugzeug starten. Am liebsten wäre sie mit geflogen. So verrückt war sie inzwischen nach diesem Mann.

Aber er hatte versprochen, dass sie sich wieder sehen würden und daran glaubte sie.


ENDE


Ich hoffe, dass Euch die Geschichte gefallen hat. Ich wollte sie nicht unnötig lang machen, deshalb dieses Ende. Aber ich denke ernsthaft über ein Sequel. Was meint ihr ? Reviews zum Schluss wären toll.