Alle Figuren gehören natürlich Stephenie Meyer und nicht mir. Ich spiele nur etwas mit ihnen :)

Viel Spaß beim Lesen!(Und nicht vergessen eine Review zu hinterlassen, gute und/oder konstruktive Kritik ist immer willkommen)


Einige Stunden später war der Himmel über mir wolkenverhangen und ein leichter Nieselregen durchdrang meine Leinenhosen. Wenigstens hatte ich meine Lederjacke mitgenommen, die mich einigermaßen vor dem Regen schützte.

Ich suchte mir schnell ein Hotel in der Nähe des Flughafens. Ich war zu ungeduldig für irgendetwas anderes, denn ich wollte unbedingt noch etwas von Vancouver sehen, bevor die Nacht anbrach.

Ziellos wanderte ich durch die Straßen und beobachtete einfach nur die Menschen. In meinen Kopf machte ich Pläne für die Zukunft. Ich könnte nach Europa reisen und mir all die verschiedenen Sprachen anhören; andere Kulturen kennenlernen und so viel von der Welt wie möglich sehen, das erschien mir als ein gutes Ziel, eine fabelhafte Idee.

Als die Nacht anbrach, wollte ich mir ein Taxi für den Rückweg zum Hotel suchen. Doch irgendwie war die Gegend um mich herum plötzlich nicht mehr so belebt, ich schien keiner Menschenseele zu begegnen und langsam wurde mir klar, dass ich mich hoffnungslos verlaufen hatte.

Frustriert und leicht entmutigt versuchte ich den Weg auf eine belebtere Straße zurückzufinden. Bald sah ich eine einzige Person an einer Mauer lehnen. Ich nahm all meinen Mut zusammen und sprach ihn an. „Entschuldigen sie Sir, ich glaube ich habe mich verlaufen und brauche dringend ein Taxi zurück zum Hotel."

Der Mann hob seinen Kopf, den er bisher hinter dem hochgeschlagenen Kragen seines schwarzen Trenchcoats versteckt hatte. „Du hast dir ein gefährliches Pflaster ausgesucht". Seine Stimme ließ mich schaudern.

Einerseits weil sein Tonfall furchterregend klang, andererseits war es die wunderschönste und melodischste Stimme, die ich je gehört hatte. Sie lenkte beinahe von seinem Gesicht ab, das so perfekt war, als wäre es von einem Künstler aus Stein gemeißelt worden. „Es tut mir leid", stammelte ich; Angst vor diesem zu perfekten Menschen ließ mich erstarren.

„Nein", sagte er und schüttelte langsam den Kopf. Etwas schien in seinen Augen zu blitzen. „Mir tut es leid. Aber du warst einfach zur falschen Zeit am falschen Ort."

Plötzlich konnte ich nicht mehr denken und nichts mehr fühlen. Ich weiß noch, dass ich begann zu rennen, doch der Fremde war stärker als ich. Er schnappte mich am Bein und es machte ein fürchterliches Geräusch, als wäre der Knochen gebrochen. Und dann spürte ich einen unglaublichen Schmerz am Handgelenk und Schreie entrannen meiner Kehle.

Meine Schmerzen waren zu groß, dass ich noch Kontrolle über meine Stimme gehabt hätte. Ich weiß nicht mehr, was ich geschrien habe, aber der Fremde verschwand plötzlich und ließ mich in der Gasse zurück.

Und dann wurden die Schmerzen unerträglich.