Alle Figuren gehören natürlich Stephenie Meyer und nicht mir. Ich spiele nur etwas mit ihnen :)

Viel Spaß beim Lesen!(Und nicht vergessen eine Review zu hinterlassen, gute und/oder konstruktive Kritik ist immer willkommen)


Der blonde Mann fuhr unglaublich schnell, schaute kaum auf die Straße, sondern nur in den Rückspiegel und hielt das Lenkrad zu allem Übel auch nur mit einer Hand fest. Dennoch fuhr er das Auto so ruhig und problemlos, dass ich man sich einfach sicher fühlen musste. Nach kurzer Zeit fing er an zu reden: „Ich bin Carlisle. Emmett und ich sind hier um dir zu helfen. Irgendwie scheint es unsere Schuld zu sein, was mit dir passiert ist." Was mit mir passiert ist. Ich wusste nicht was es war, aber während der paar Minuten mit den beiden Männern in diesem Auto und nachdem ich einen sehr erschreckenden Blick in den Rückspiegel geworfen hatte, war mir klar, dass uns etwas sehr charakteristisches verband. Die kreidebleiche Haut. Auch die Männer hatten sie und in ihre Stimme hatte diese ganz bestimmte Melodie. Ich hatte Angst zu sprechen, Angst, dass meine Stimme auch so klang. Ich hatte Angst vor mir selbst, Angst vor dem was ich bekommen war.

„Du wirst die äußerlichen Veränderungen bemerkt haben." Fuhr Carlisle fort und schaute in den Rückspiegel, als ob er sicher gehen wollte, dass ich ihm auch zuhörte. „Deine Haut und die roten Augen." Bei diesen Worten zuckte ich zusammen. Die Erinnerung an diese Monsteraugen ängstigte mich zu Tode.

„Und du wirst dich an die Schmerzen erinnern." Ich nickte stumm. Das elendige Feuer.

„Und du bist durstig", stellte Carlisle fest. Ich nickte nochmal und meine Kehle fing an zu brennen. Es war nahe an der Grenze zu unerträglich.

„Vielleicht hast du auch schon deine unmenschliche Stärke, Geschwindigkeit und Sinne bemerkt", Carlisle drehte sich zu mir um. „Hab keine Angst," sagte er sanft und beruhigend.

Ich nahm all meinen Mut zusammen, um ihm zu antworten: „Ja habe ich", antwortete ich und erschrak vor meiner eigenen Stimme. So hoch wie ein Vogelzwitschern. „Sagt es mir", flehte ich und spürte ein leichtes Stechen in den Augen, als würden gleich Tränen kommen, aber es kamen keine. „Sagt mir was ich bin!"

„Es gibt viele Begriffe dafür, was du bist. Was wir sind." Carlisle holte tief Luft, als würde es ihm schwer fallen sich für ein Wort zu entscheiden. „Vampir." Sagte er schließlich. „Du bist ein Vampir."

Nachdem die Worte in mir eingesickert waren, richtig in mein Bewusstsein gelangten, explodierte ich. Aus meiner Kehle drang ein Laut, der mich selbst erschreckte, wild und furchteinflößend. Ich hatte das Gefühl mein zierlicher Körper würde sich um das Dreifache vergrößern. Doch bevor ich komplett durchdrehen konnte, waren meine Arme in einem stahlharten Griff gefangen. Der Muskelprotz hatte mich sicher im Griff und ich bekam die Gelegenheit meine Gedanken wieder auf einen normalen Level zu bringen.

Stumm starrte ich aus dem Fenster und schaffte es keinen wirklich sinnvollen Gedanken zu fassen. Tausend Dinge fanden in meinem Kopf gleichzeitig statt und ich war wieder kurz vor dem Wahnsinn.

Bald jedoch schaffte ich es meine Stimme wiederzufinden: „Was soll ich jetzt tun?" Ich kam mir plötzlich hilflos vor. Ganz allein, wie ein Kind, das keine Eltern hatte.

„Wir kümmern uns um dich. Wir werden dich zu Freunden von uns bringen." Beruhigte mich Carlisle. „Aber zuerst kümmern wir uns um deinen Durst." Ein schelmisches Lächeln umspielte seine Lippen und auch Emmetts Augen begannen zu leuchten. Carlisle beschleunigte den Wagen und wir fuhren von den Highways weg.