Alle Figuren gehören natürlich Stephenie Meyer und nicht mir. Ich spiele nur etwas mit ihnen :)
Viel Spaß beim Lesen!(Ich freue mich übrigens total über Reviews!)
Und ich möchte allen Danken, die meine Story lesen und favorisieren und besonders denen von denen ich ein Feedback über Reviews bekomme. Dankeschön!
Es waren unverkennbar Vampire. Ihre Haut so bleich wie der Mond- so bleich wie meine Haut.
Carlisle und Emmett schritten freudig auf die drei zu. Als wären sie alle eine Familie. Meine verkrampften Hände lockerten sich wieder, meine Muskeln entspannten sich. Dies schienen keine Feinde zu sein.
Nun, als ich näher gekommen war, bemerkte ich erst wie wunderschön sie waren. Vielleicht sogar noch schöner als Carlisle und Emmett. Es waren zwei Frauen und ein Mann. Alle drei schienen mein Alter zu sein. Als ich ihre Gesichter studierte, zog mich plötzlich etwas ganz weit weg. Eine Erinnerung, aber nicht klar und definiert, sondern dunkel und schwammig. Ich kannte das Gesicht der einen Frau. Ich kannte die dunklen, langen Haare. Es war anstrengend mich an sie zu erinnern, aber ich wollte es so dringend, dass ich nicht aufgab.
In meiner Erinnerung sah sie anders aus. Kein bleicher Vampir, sondern ein Mensch, wenn auch beinahe genauso blass, wie sie jetzt war. Doch ihre Wange waren ständig mit einer scheuen Röte überzogen und sie hatte sich stets vor den Blicken anderer geschützt.
„Isabella Swan", keuchte ich plötzlich, froh mich an etwas klammern zu können, was ich kannte.
Nun waren alle Augen auf mich gerichtet. „Woher kennst du Bella?" fragte Emmett verblüfft.
„Wir sind zusammen auf die High-School in Phoenix gegangen." Erklärte ich und gleichzeitig schien sich die Erinnerung, als ich Bella das erste Mal gesehen hatte, in meinem Gedächtnis zu manifestieren. Sie hatte damals, an unserem ersten Schultag, ihr Tablett in der Cafeteria fallen lassen und das Essen war meterhoch an die Wände gespritzt. Seitdem jedoch war sie mir nie wieder großartig aufgefallen. Damals war ich mit anderen Dingen beschäftigt gewesen.
„Tiffany", sagte Bella ungläubig. Auch sie schien mich wieder zu erkennen. Doch auf ihrem Gesicht war kein bisschen Freude zu sehen. „Unglaublich dich so wiederzusehen." Wenn ich eben geglaubt hatte, dass Bella unerfreut wirkte mich zu sehen, so war mir nach diesem Satz klar, dass sie mich in die Hölle wünschte, aber garantiert nicht in ihr Leben als Vampir.
Beschämt schaute ich zu Boden. Noch immer starrten uns die anderen an.
„Edward, vielleicht war es keine gute Idee hierher zu kommen. Ich glaube Tiffany kommt gut ohne uns zurecht." Bella wandte sich an den rothaarigen Vampir, der neben ihr stand. Sie schaute ihn mit einer gewissen Intensität an, bei der ich sofort merkte, dass die beiden eine ganz besondere Beziehung hatten.
Die einzige, die noch nicht gesprochen hatte, war die ganz zierliche Frau mit den kurzen Haaren. Ihr Blick war unfokusiert, als würde sie in eine andere Dimension starren.
„Bella, ich verstehe nicht was du meinst. Tiffany gehört zu uns, wir müssen uns um sie kümmern und ihr helfen. Dir ist das doch klar, oder?" Edward sprach nicht in dem sanften Ton, den ich von ihm erwartet hatte. Er schien für mich zu kämpfen, obwohl er mich gar nicht kannte. Und wieso gehörte ich „zu ihnen". Okay, Carlisle und Emmett hatten mich gefunden und mir geholfen und mich obendrein davon abgehalten einen kleinen Massenmord mitten in Vancouver zu begehen, aber deswegen gehörte ich doch nicht zu dieser komischen Ansammlung von Vampiren, oder?
„Ich weiß auch nicht was du hast Bella. Tiffany ist cool. Und exzellent wenn es darum geht Bären aufzumischen." Emmett klopfte mir leicht und auf eine brüderliche Art und Weise auf die Schulter.
Plötzlich meldete sich auch die zierliche Frau zu Wort: „Wir müssen auf jeden Fall so schnell wie möglich hier weg. Um Tiffany und uns alle in Sicherheit zu bringen. Die Suche hat schon begonnen und bald sind sie in Vancouver durch."
„Meinst du Forks ist sicher, Alice?" Wollte Carlisle wissen.
„Die Suche ist groß angelegt. Sie wird auf die gesamte USA ausgeweitet werden. Wir sind hier nicht sicher."
„Dann verlassen wir den Kontinent." Schlug Emmett vor. „Wer hat Lust auf ein paar Auslandssemester in Norwegen." Er lachte erfreut auf. Sein Sinn für Abenteuer war erfrischend.
„Ich würde sagen wir fahren erst zurück nach Forks," entschied Carlisle. „Dann können wir in Ruhe entscheiden welcher Schritt am sinnvollsten ist."
„Aber Carlisle," protestierte Alice. „Denk an Jasper."
Carlisle seufzte: „Irgendwann müssen beide damit konfrontiert werden. Es hat keinen Sinn das Ganze aufzuschieben. Wenn wir eine Familie bleiben wollen, darf es keine Geheimnisse geben."
Mit diesen Worten ging er auf den schwarzen Mercedes zu und stieg vorne ein. Ich folgte Emmett und versuchte Carlisles Worten eine Bedeutung zu geben. Es war zwecklos.
