Mittags halb 3 in London: wo ist mein Knoppers. Diese Frage schoß Harry an diesem Morgen durch den Kopf. Er hatte seinen "großzügigen" Knoppers Vorrat in seinem Nachtschrank gelagert, doch kein Krümel war mehr auffindbar. Draußen auf dem Gang war schon High live.

Severus Snape stritt lautstark mit Minerva Mc Gonagall darum, ob man in Zauberumhang zum Mittagessen antanzen konne. Wie Snape fand, konnte man. Langsam regte sich auch der Rest seines bunt gewürfelten Patchworkzimmers.

Zwei Zimmer weiter kämpfte Hermine Granger gerade mit der Dusche und der sadistischen Ader ihrer Zimmergenossinnen. Die hatten nämlich herausgefunden, dass das Duschwasser, sobald man Wasserhahn in der Küche betätigte, eiskalt wurde. Somit hatte Hermine ein spannendes Duscherlebnis.

Ein paar Zimmer weiter hatte Ron das Bidet enteckt und verwandelte das Badezimmer in eine einladende Sumpflandschaft.

Draußen auf dem Flur herrschte ausgelassenes Gegröhle, die Zwillinge waren unterwegs und hatten scheinbar die Muggelcharts auswendig gelernt, denn sonst konne sich niemand erklären, woher dieses unsagbar schreckliche Lied von "Schnappi" dem kleinen Krokodil kam.

Und auch sonst ging nichts nach seinen gewohnten Regeln.

Snape hasste seinen Job jetzt schon. Er hatte von Dumbledore den Auftrag erhalten, die Schüler zum Essen zu versammeln, sprich: er musste an jede Tür klopfen und die Schüler herauszitieren.

Dass Severus seinen Job jedoch nicht ernst nahm, merkte man daran, dass er einfach nur missmutig zu jeder Tür schlurfte und so leise wie möglich sagte: "Rauskommen... essen."

Cho Chang indess war sehr daran interessiert, dass der Energiefluss in ihrem Zimmer stimmte, jedenfalls bemühte sie sich darum. Da jedoch Lavender das Fernsehkabel herausgerissen hatte und Hermine immer noch mit der Dusche und damit auch mit dem kalten Wasser kämpfte, war dort so gar kein Energiefluss gesichtert, nichtmal der Sprituelle.

Cho war jedenfalls den Tränen nahe, da ihr heissgeliebter Feng Shui Blödsinn auf so gar keinen Anklang stieß, Hermine, weil sie voll eingeseift nur noch besonders erfrischendes, kaltes Wasser zur Verfügung hatte und Lavender, weil sie schon das mündliche Versprechen von Snape hatte für alle Zeiten in Zaubertränke ein "T" zu kriegen, wenn sie das mit dem Fernseher nicht mehr hinbiegen könnte.

Da saß nun also die halbe Hogwartsschar mitten in einem Esssaal voller Muggel. Mitten drin: Severus Snape, der große "Muggelliebhaber", der mit einem leichten Zucken über dem Augenlid schon absolute Paraonidität signalisierte.

Die war im übrigen auch angebracht. Einen Tisch weiter saßen Draco, Harry, Hermine, Oliver Wood und Cho Chang, die allesamt mit ihren Tischnachbarn unzufrieden waren.

Doch auch hier hatte Albus Dumbledore seine Finger im Spiel. Um den Austausch der Häuser untereinander zu fördern hatte er abermals die Tische ausgelost, damit die Verteilung gleichmäßig von statten gehen sollte. Wo auch immer er in drei Gryffindors gegen einen Slytherin und eine Ravenclaw eine gleichmäßige Aufteilung gesehen hatte.

Harry beschwerte sich auch schon lautstark darüber, dass er nicht neben Draco sitzen konnte beim Essen, da dieser immer im Essen rumstochern würde.

Dies wurde zwar von Cho und Hermine mit Schweigen quittiert, jedoch nicht von Malfoy, der nun mit erhobener Stimme durch den ganzen Raum verkündete, wie lästig doch Harrys Gesellschaft wäre.

Doch das war noch nicht genug. Sehr zum Ärger des gesamten Lehrerkollegiums hatte Hagrid seinen sabbernden Hund Fang mitgeschleppt, der jetzt unter dem Lehrertisch lag und Ablus Dumbledores Harlekin- Pantoffeln anknusperte.

Einen Tisch weiter stritt sich gerade Ron mit seinen zwei älteren Brüdern um das letzte Stück Käse. Dies endete übrigens damit, dass Fred Weasley gegen Ende des Streites eine Gabel im Hinterkopf stecken hatte.

Severus verdrehte die Augen und legte den Kopf auf den Tisch.

"Womit habe ich das verdient?" stöhnte er.

Am nächsten Tisch zählte Lavender die Erbsen anhand einer mitgebrachten Kallorientabelle und rümpfte die Nase. Sie musste besser auf ihre Figur achten. Das fand auch Cho, die ihr vom Nebentisch ein freundliches: "Rettet die Wale!" hinüberzischte.

Minerva Mc Gonagall war ebenfalls nicht zum spaßen aufgelegt, sie hatte schon die ersten Drogen konfisziert und in ihrem Zimmer gebunkert. Allerdings hatte sie den dringenden Verdacht, dass Albus die Drogen mit seinen Schilddrüsentabletten verwechselt hatte, denn er war besonders "legére" wie er jedem zu passenden und unpassenden Gelegenheiten mitteilte.

Ihre erste Tour sollte nun also eine Sightseeing Tour durch London werden. Das London, wie es die Muggel sahen. Alle Schüler waren angewiesen worden, Notizen zu machen, woran Ron natürlich erst mal scheiterte, da er der festen Überzeugung war, Harry hätte seinen Stift gegessen, oder ihn sich... na ihr wisst schon wohin, gesteckt. Bei der Reihenfolge wollte er sich jedoch nicht eindeutig festlegen.

Hermine schien brennend interessiert an London zu sein, sie war ja auch erst hundertachtunddrölfzig Mal da.

Hermine strahlte jedenfalls über beide Ohren, als sie den Big Ben betraten. Neville und auch Draco war schon von vornherein der Eintritt verwährt geblieben, da Neville von Fred und George für zu hässlich befunden wurde und Draco mit einer mehr als wütenden Mc Gonagall zurückgeblieben war, die seine sämtlichen Bierdosen konfisziert hatte und ihm jeglichen Kontakt zu jedem, auch neutralen Dingen, verbot.

Drinnen stauten sich schon die Schüler und George war bereits dabei, hochwissenschaftliche Details über den Big Ben ausuplaudern, die er sich garantiert aus den Fingern gesogen hatte.

"Hier sehen sie die historischen Details aus dem Jahre... " begann ihre Führerin, doch niemand war daran interessiert.

Ron war zu beschäftigt alles anzugrapschen und anzufingern und Harry zu beschäftigt die Avancen von Cho Chang abzuwehren. Er hatte nämlich Angst vor Feng Shui und Buddhismus.

Die jedoch lies nicht locker und steckte ihm einen chinesischen Fruchtbarkeistalisman in einem unbeobachteten Augenblick in die Tasche: Einen ergonomisch wohlgeformten Steinpenis.

Ja da guckt ihr, ich hab nach drölf Jahren weitergeschrieben. Cool, wa? Ich hab 1. Keine Ahnung wie es in London aussieht, und zweitens kann ich auch kein französisch, also wundert euch nicht über falsch gesetzte, lustige Striche über den Buchstaben. Könnte ja meine französischen Arbeitskollegen fragen, aber immer wenn ich die was frag, versteh ich eh nur Bonjour, Baguette?