Total angewidert von mir selbst, wollte ich gerade aufsehen als jemand eine Hand auf meine Schulter legte. Eins konnte ich schonmal sagen, es war eine Männerhand. Ich drehte mich um und dachte es sei einer der Kellner, da ich noch nichts bestellt hatte aber ich blickte direkt in das Gesicht von Taylor. Ich musste wohl ziemlich erstaunt ausgesehen haben, denn er kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
„Ja, ich weiß. Es ist nicht gerade toll beim ersten Date zu spät zu kommen aber ich hatte mir gedacht, dass du dich vielleicht freuen würdest wenn, ich dich abholen würde und hab stundenlang nachgeforscht in welchem Hotel du gerade bist und als ich dann da war, warst du schon weg. Es tut mir Leid.", erklärte er ohne einmal Luft zu holen. Wow..er war ja total süß! Dann war ich ja doch gar nicht zu spät! Total glücklich stand ich auf und umarmte ihn. Er schien etwas überrascht zu sein, legte dann aber doch seine Arme um mich.
„Das ist ja süß von dir..", flüsterte ich leise in sein Ohr und wenn ich mich nicht getäuscht hatte, erschauderte er etwas.
„Und weißt du was lustig ist? Als ich vor deinem Hotel hielt, dachte ich, dass du gerade ohne Schuhe weggelaufen bist. Wahrscheinlich war ich wohl etwas nervös und durcheinander.", meinte er lachend und ich wär am Liebsten im Erdboden versunken. Mist! Wieso hab ich ihn denn nicht gesehen? Unweigerlich musste ich aufstöhnen, denn ich wollte unbemerkt mit meinem Fuß aufstampfen, die Scherbe zog mir aber einen Strich durch die Rechnung. Taylor löste sich langsam von mir und schaute mich fragend an. Sofort wurde ich rot und lächelte verlegen.
„Mein ähm..Fuß tut..irgendwie weh..", murmelte ich leise und er schaute runter auf meine Füße.
„Ach du Gott..was ist denn mit dir passiert?", fragte er sofort und schob mich erstmal auf meinen Stuhl. Toll, jetzt musste ich mich natürlich erstmal zum Horst machen.
„Also..ich war auf meinem Hotelzimmer und hab auf dich gewartet, bis mir eingefallen ist, dass du mich ja gar nicht abholen wolltest..und bin dann total hektisch, da ich schon spät dran war, nach draußen. Da war kein Taxi und ich wollte dich auf keinen Fall versetzen, also hab ich gedacht, warum nicht? Und zog meine Schuhe aus, lief los und kurz bevor ich da war, bin ich in eine Scherbe gelatscht.", beendete ich meine Geschichte und schaute auf den Boden. Ich wusste nicht genau wieso, aber die ganze Sache war mir total peinlich. Plötzlich lachte Taylor und kniete sich vor mich hin. Vorsichtig nahm er meinen verletzten Fuß in die Hände und sah sich die Wunde, inklusive Scherbe, an. Er rief einen Kellner und sagte ihm, dass er ein paar feuchte Tücher holen sollte und eventuell noch einen Verband, falls einer da war. Der Kellner erkannte uns sofort und eilte davon. So ein bisschen peinlich war das schon..
Immerhin schaute sich gerade DER Taylor Lautner meinen, vermutlich verdammt schmutzigen, Fuß an. Als der Kellner mit dem ganzen Zeug kam, schaute ich das erste Mal zu Tay, nur um zu sehen, dass er mich anstarrte.
„Du..musst das nicht machen. Es ist gar nicht so schlimm..", murmelte ich leise und wurde erstmal rot. Verdammt, was war nur mit mir los? Erst strotzte ich nur so vor Selbstbewusstsein und dann wollte ich vor lauter Scham am Liebsten sterben. Das war echt nicht normal.
„Schon in Ordnung. Immerhin ist das ja irgendwie meine Schuld.", sagte er und entblößte mit einem schiefen Grinsen, seine strahlend weißen Zähne. Ich schüttelte gleich meinen Kopf. Das war doch nicht seine Schuld!
„Okay, das könnte jetzt weh tun und eigentlich müssten wir zum Arzt, aber ich denke mal, dass es schöner ist ohne Scherbe im Fuß rumzuhumpeln. Also versuch bitte nicht zu schreien, die gucken sowieso schon Alle so doof..", sagte er schmunzelnd und zog dann ohne Vorwarnung mit einem schnellen Handgriff die Scherbe aus meinem Fuß. Das tat sowas von weh und ich konnte nicht anders als mich wimmernd an seinen starken Schultern festzuklammern. Sichtlich stolz hielt er mir die Scherbe vor die Nase.
„Wow..die ist ganz schön groß.", meinte er begeistert und ich schaute ihn komisch an. Wow..die tat auch schön weh! Taylor drückte dem Kellner die Scherbe in die Hand, wobei der sich die auch noch fast in die Hand rammte, nahm die feuchten Tücher, wischte das Blut weg und wickelte dann den Verband um meinen Fuß. Ich war froh, dass er jetzt endlich fertig war und die ganzen Leute die sich zu uns umgedreht hatten, sich langsam wieder ihrem Essen zuwandten. Der Kellner nahm ohne ein Wort zu sagen die Tücher und deutete dann auf die Scherbe.
„Können sie behalten..", murmelte Tay abwinkend und stand wieder auf, wobei er mich fast mit hochzog weil ich noch immer an seinen Schultern klammerte. Schnell ließ ich los und warf dem Kellner einen komischen Blick zu, der machte gerade einen kleinen Freudentanz.
„Ich werde reich! Das Zeug verkauf ich bei Ebay!", rief er freudig und verschwand Richtung Küche. Taylor setzte sich grinsend auf einen Stuhl, mir gegenüber und schaute mich erwartungsvoll an.
„Ähm..danke für..die eh..erste Hilfe..", stammelte ich und setzte mich richtig hin.
Das konnte ja ein Abend werden..
Soo..das Kapitel ist jetzt nicht so besonders gut geworden, genau wie die davor aber ich hoffe es hat euch trotzdem gefallen. ^^
Irgendwie musste ich total zu lachen anfangen als ich das mit dem Kellner geschrieben hab xD
Franzii :*
