Es war jetzt schon eine ganze Woche vergangen und Taylor hatte immer wieder versucht mich anzurufen. Ehrlich gesagt hatte ich etwas Angst abzunehmen und drückte ihn deswegen immer weg oder ließ Smarty einfach klingeln. Und ja, ich weiß, es ist komisch sein Handy Smarty zu nennen, aber ich hatte es lieb. Außerdem erinnerte es mich an diese kleinen bunten Dinger, M&Ms. Und nein, keine X-Tasy Pillen! Jetzt im Moment war ich auf dem Weg zu den MTV Movie Awards. Verdammt, war ich aufgeregt. Überall würden Stars sein. Ich würde wohl noch eine Zeit warten müssen, ehe ich dazugehörte, oder ich würde es gar nicht schaffen. Die schwarze Limousine hielt an und ich wusste, dass ich mich jetzt zusammenreißen musste. Heute durfte ich mich einfach NICHT blamieren. Aber irgendwie ahnte ich schon, dass heute was passieren würde. Was Gutes oder was Schlechtes konnte ich nicht sagen. Ich holte nochmal tief Luft, setzte mein strahlendste Lächeln auf und stieg aus als die Tür aufging. Es herrschte ein echtes Blitzlichtgewitter und überall wurde geschrien. Der rote Teppich glänzte und lud jeden ein darauf rumzustolzieren. Ein Glück hatte ich es ohne stolpern raus geschafft und lächelte glücklich in die Menge. Es waren einige Mädchen und Jungen dabei, die meinen Namen riefen. Das Gefühl war einfach unbeschreiblich. Aber auch irgendwie komisch. Ich meine, stellt euch mal vor es gäbe da eine Gruppe Jugendlicher die euch vergöttert, aber ihr habt die noch nie gesehen. Ihr wisst ja noch nicht mal, dass diese Jugendliche existieren. Wie gesagt, komisch. Kaum merklich schüttelte ich meinen Kopf um meine derzeitigen Gedanken wieder abzuschütteln. Nicht das ich deswegen doch noch irgendeinen Fehler machte. Plötzlich stupste mich jemand an und flüsterte mir dann zu, dass es wohl besser wäre, wenn ich mich jetzt von der Stelle bewegen würde. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich einfach nur dastand und wie blöd rumstarrte. Sofort merkte ich wie das Blut in meine Wangen schoss und schnell senkte ich meinen Blick. Gerade als ich endlich losegehen wollte, hielt hinter mir eine andere schwarze Limo. Etwas überrascht und auch aufgeregt, ich wollte ja unbedingt wissen wer da drinnen war, drehte ich mich um. Wenige Sekunden später wurde die Tür geöffnet und kein anderer als Taylor Lautner kam heraus. Wir Beide starrten uns geschockt an, musste echt witzig ausgesehen haben, also für Außenstehende. Warum ich geschockt war? Ich wusste es nicht genau. Wahrscheinlich weil ich mir nichts Sehnlicheres gewünscht hatte als ihn nie wiederzusehen. Natürlich mochte ich ihn und in der hintersten Ecke meines Herzens wollte ich, dass er mich vor einer Woche geküsst hätte, also so richtig und nicht so kurz und dass ich seine Anrufe angenommen hätte. Aber mein Verstand sagte mir was ganz anderes. Ich war verletzt, weil er seiner Exfreundin gesagt hatte, dass er sie liebt. Ich meine, wie hätte er denn reagiert, wenn ich mit meinem Ex telefoniert hätte und ihm dann gesagt hätte, dass ich ihn liebe. Taylor hätte es wohl auch nicht gerade toll gefunden, vor allem weil wir auf einem gemeinsamen Date waren. Warum Taylor so geschockt aussah, wusste ich auch nicht. Vielleicht hatte er ja geschnallt, dass ich erst mal nichts von ihm sehen, geschweige denn hören wollte, und hatte geglaubt, dass er mich wohl nicht so schnell wiedersehen würde. Tja, da hatten wir wohl Beide etwas Falsches gedacht. Da wir so eine ganze Weile standen, dachten die Anderen wohl, dass wir zusammen hier waren, denn sie schoben Taylor sanft, aber bestimmend, in meine Richtung. Vielleicht wollten diese Manager, dass es wenigstens so aussah als wären wir zusammen hier. Mir passte das auf jeden Fall gar nicht. Am liebsten wäre ich einfach gegangen. Weg. Egal wohin, nur weg von ihm. Wo war überhaupt seine Swift? Okay, vielleicht reagierte ich gerade etwas über, denn wir waren ja nur Freunde, aber trotzdem. Ich war auch nur eine Frau und fand Taylor attraktiv. Es wäre definitiv toll gewesen, wenn vielleicht mehr geworden wäre, aber das war ja gerade mal eine Woche her. Wir hätten also noch eine ganze Menge Zeit gehabt. Aber da hatte er schließlich selber schuld. Sich räuspernd umarmte Taylor mich und lächelte danach in die Menge. Natürlich. Das einzige was er im Kopf hatte, war sein Image. Bloß nicht unprofessionell wirken. Ich biss mir auf die Unterlippe und hakte mich dann einfach bei ihm ein. Was er konnte, konnte ich doch schon lange. Außerdem bekam ich tausend mahnende Blicke von meinem Manager. Es überraschte ihn wohl, denn er sah mich für einen Moment komisch an. Innerlich grinste ich, schaute aber so gerade aus und fing einfach an zu gehen. Dabei zog ich ihn einfach mit, er hatte ja keine andere Wahl. Wir gaben kurz ein paar Autogramme, machten Fotos zusammen, verschwanden dann aber sofort rein. Wir wollten keine Interviews geben. Mir war die Sache unangenehm, das musste ich zugeben. Wir hatten nicht ein Wort miteinander geredet. Ich freute mich schon, denn wir hatten verschiedene Sitzplätze und konnten uns somit voneinander trennen. Tja, leider hatte ich die Rechnung ohne meinen Manager gemacht. Denn der hatte in der Zwischenzeit, in der wir auf dem roten Teppich standen, dafür gesorgt, dass wir nebeneinander sitzen konnten. Am liebsten hätte ich wie so ein kleines Kind mit meinen Füßen auf den Boden gestampft. Also wurden wir, wenn auch etwas unfreiwillig, zu unseren Plätzen geführt. Als wir saßen, löste ich mich komplett von Taylor und auch er rückte gleich ein wenig von mir weg…
Endlich war Pause. Die Show war zwar toll und alles, aber ich hielt es einfach nicht mehr neben Taylor aus. Während der Show, hatte er oft „zufällig" meine Hand oder mein Bein berührt. Was sollte das? War er nicht vorher von mir weggerutscht? Er hatte doch echt Probleme. Gerade als ich aufstehen wollte, hielt er mich am Handgelenk fest und zog mich wieder auf den Sitz. Leicht empört drehte ich mich zu ihm und schaute ihn fragend an. Immer noch hatten wir nicht geredet.
„Sapphire.", meinte er nur und sah mich an. Ja, so hieß ich. Was war los? Hatte er ganz plötzlich einen Drang zum Reden bekommen, oder was? Da er eine ganze Weile immer noch nichts sagte, hatte ich keine Geduld mehr und beschloss nachzufragen.
„Was?", fragte ich und unterdrückte einen genervten Stöhner. Wenn ich es mir jetzt mal so überlegte, musste ich echt dringend auf die Toilette. Also sollte er sich jetzt mal beeilen.
„Es tut mir Leid. Also..ich weiß zwar nicht wirklich was ich getan habe, aber es tut mir echt leid.", sagte er dann endlich mal und das einzige was ich machen konnte war, ihn nur dumm anzusehen. Er entschuldigte für etwas worüber er keine Ahnung hatte was er getan hatte. Verdammt, wie doof war er eigentlich? Ich seufzte kurz und schloss kurz meine Augen. Ich wollte hier ja keine Szene machen.
„Hör zu. Wenn du keine Ahnung hast was du getan hast, dann entschuldige dich nicht dafür. Wir vergessen einfach was passiert ist. Also wir hatten kein Date, wir haben uns nie kennengelernt und du kannst in Ruhe mit deiner Swift leben, okay?", schlug ich ruhig vor. Ich war von mir selber überrascht. Wie konnte ich nur so ruhig bleiben? Das war genial von mir. Als wäre bei Taylor ein Licht aufgegangen, sah er mich mit offenem Mund an. Dann schüttelte er schnell mit dem Kopf und fuhr sich mit der einen Hand durch die Haare.
„Nein! Ich..will das aber nicht vergessen. Du bist sauer, weil ich Taylor gesagt habe, dass ich sie liebe?"
Hatte er das eben ernsthaft gefragt? Wenn ja, dann sollte er jetzt schleunigst weglaufen.
„Was glaubst du denn warum? WIR waren auf einem Date und nicht TayTay! Wie bescheuert bist du eigentlich?", schrie ich ihn im Flüsterton an. Es ging schließlich niemanden an was wir hier gerade klärten. Oder zu mindestens versuchten zu klären. Er atmete einmal tief ein und aus und grinste leicht.
„Bist du etwa eifersüchtig?", fragte er amüsiert und wollte gerade anfangen zu lachen, als er meinen Blick sah. Ich fand die ganze Sache nicht im Geringsten lustig. Was bildete der sich eigentlich ein? Nur weil er weltbekannt war, konnte er alle Frauen haben die er wollte, oder was? Ha! Da hatte er aber nicht mit mir gerechnet! Ich war nicht so leicht zu haben und ließ mich bestimmt nicht von ihm verarschen!
„Okay, okay..es tut mir Leid. Aber..wie soll ich das erklären?", murmelte er und hob abwehrend seine Hände. Dabei ließ er auch mein Handgelenk los. Sofort rieb ich mir dort die Stelle und machte meine Augen zu Schlitzen. Schön, es tat ihm Leid und er wusste nicht wie er mir dass alles erklären konnte. Na und? War doch nicht mein Problem! Sollte er doch damit klarkommen, Blödmann!

Tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat. Aber jetzt habt ihr wieder ein neues Kapitel. Danke an die tollen Kommis ;D

Das Kapitel ist für Boom :*

Ich hab mich mal wieder durchgerungen ein neues Kapitel zu schreiben ;D

Franzii :*