Danke für die Reviews. Sorry, dass der letzte Teil so kurz war. Aber es war vor allem als ein Lebenszeichen von mir gedacht. Obwohl dieser Teil nicht so viel länger ist. Aber dafür mußtet ihr nicht lange warten.


Teil 6

Seit einigen Minuten saß Sara vor dem Spiegel. Die Woche ohne Grissom war merkwürdig gewesen. Obwohl es das nicht so richtig beschrieb. Sie hatte hart an Grissoms Projekt gearbeitet um ihm zu beweisen, dass sie gut war und sie hatte versucht in ihr altes Studentenleben wieder aufzunehmen. Nicht das das wild gewesen war, aber ab und zu hatte sie sich von ihren Kommilitonen überreden lassen auszugehen.

Im letzten Jahr hatte es dazu geführt, dass sie sie ein Tattoo am Fuß stechen lies. Und diesmal?

Sara schaute in den Spiegel.

Es war leicht gewesen das Tattoo zu verbergen, aber das hier. Ok, sie konnte sich in den Bademantel hüllen und Grissom würde nur ihr Gesicht sehen. Aber damit würde sie die ganze Sache nur für den Moment kaschieren.

Mist. Warum hatte sie sich nur darauf eingelassen, wo doch jeder wusste, dass Männer lange Haare bei Frauen so liebten.

Sie schüttelte die noch verbliebene Mähne. Ihr gefiel es eigentlich ganz gut. Genau, es war ihr Körper. Ihr Kopf. Ihre Haare. Und so kurz waren sie nun auch wieder nicht.

Sara fuhr sich durch die braunen Locken, die nun kurz über der Schulter endeten.

Versunken in ihren eigenen, noch ungewohnten Anblick erschrak Sara las es an der Tür klopfte.

Leise legte sie die Sicherheitskette ein und öffnete die Tür nur ein wenig.

„Grissom, du siehst es geht mir gut."

„Davon möchte ich mich gern selbst überzeugen. Warum lässt du mich nicht herein."

An seinem Ton erkannte sie, dass er es ernst meinte und keine Diskussion zulassen würde.

„Na schön, aber es gibt wirklich nichts was dir Sorgen machen wird."

„Sara."

Aufstöhnend öffnete sie die Tür und lies ihn herein.

„Also warum…", begann Grissom und stoppten mitten im Satz.

„Ja?", fragte sie mit dem unschuldigsten Lächeln, das sie hatte.

„Was ist mit deinen Haaren passiert?"

„Ich habe sie abgeschnitten. Gefällt es dir?"

Spielerisch drehte sie sich.

Grissom war zum ersten Mal in Saras Anwesenheit sprachlos und antwortete dann:

„Ich weiß nicht."

Sara war enttäuscht von seiner Reaktion.

„Grissom, du musst es auch nicht gut finden. Erinnerst du dich, ich bin nur deine Studentin."

Krampfhaft versuchte sie ihre Enttäuschung zu überspielen. Es war kindisch gewesen irgendetwas zu erwarten.

Als wenn er von einem zum anderen Moment eine Frau in ihr sehen würde. Nur weil sie eine andere Frisur hatte. Sie blieb halt doch immer die alte Sara.

Es kostete sie viel Mühe nicht den Kopf zu schütteln vor so viel eigener Dummheit.

In der ganzen Zeit hatte Grissom Sara nicht aus den Augen gelassen. Er sah alle Emotionen und verfluchte sich selbst, weil er so unsensibel reagiert hatte.

Natürlich war sie schön wie immer, er war einfach nur schockiert, dass die wunderschönen langen Locken weg waren. In seinen Träumen hatte er sich vorgestellt wie es sich anfühlen würde mit den Fingern durch die Haare zu gleiten.

Oder wie es wäre,wenn sie sich auf ihm bewegte und er ihr Gesicht durch den Vorhang ihrer Haare sehen würde. Und sie dann zärtlich aus dem Gesicht strich um sie küssen zu können.

Er räusperte sich. Solche Gedanken hatte er sich doch verboten.

„Die kurzen Haare stehen dir sehr gut. Du siehst damit jünger aus."

Als ihn Sara erschrocken ansah, wusste er, dass auch das nicht die richtige Antwort gewesen war.

„Jünger? Lassen wir das Thema. Nun da du mich gesund und munter gesehen hast, kannst du zufrieden zurück in dein Büro gehen."

Er nickte. „Kommst du mit?"

„Nein, du hast den Tisch voll mit Post und außerdem kannst du meine Arbeiten der letzten Woche durchgehen."

„Vielleicht hast du recht. Sehen wir uns dann morgen?"

„Das kommt darauf an. Ich habe das Projekt, dass du mir gegeben hast, fertig gestellt."

„Du bist schon fertig ? Aber ich dachte, du benötigst mehr Zeit. Was ist mit den verbleibenden vier Wochen?"

Sollte es das wirklich gewesen sein? Nie hatte er daran gedacht, dass Sara so schnell fertig sein würde. Damit gab für sie keinen Grund mehr jeden Tag zum ihm zu kommen.

Obwohl, vielleicht war die Arbeit nicht gut oder Sara hatte Fehler gemacht. Die musste sie dann selbstverständlich korrigieren. Er fühlte sich gleich viel besser.

„Ich schaue es mir an und wir werden morgen darüber reden. Einverstanden?"

Wieso lächelte er plötzlich, fragte sich Sara. War er froh sie loszuwerden?

„Ich werde da sein."

Hoffentlich wird er zufrieden mit mir seien. Sie hatte die Ergebnisse dreifach kontrolliert. Und die Rechtschreibung musste auch in Ordnung sein. Ja, sie war sicher, dass es nichts auszusetzen gab.

Beide sahen sich zufrieden an.

„Gut, dann sehen wir uns."

Grissom ging zur Tür und drehte sich dann noch einmal um.

„Sara, ich finde du siehst wunderschön aus."

Und Saras Lächeln zeigte ihm, dass er diesmal das richtige gesagt hatte.


TBC