Teil 12
„Hallo, mein Name ist Catherine Willows."
Von diesem Moment an, war der Abend für Sara gelaufen. Kaum einer der Gäste nahm sie wahr. Sie kam sich vor wie ein unsichtbares Dienstmädchen. Und als wenn das nicht schon schlimm genug gewesen wäre, behandelte sie Catherine von oben herab. Es war nicht zum Aushalten.
Der Einzige der sie an diesem Abend nicht aus den Augen lies war Grissom. Hatte er etwa Angst, dass sie sich schlecht benehmen würde. Niemals !
Schließlich hatte sie Stil und war ganz anders als diese „Tänzerin". Also ruhig Blut. Am Ende war sie es mit der Grissom die Nacht verbringen würde. Sie stoppte mitten in der Bewegung. Oder etwa nicht ?
Catherine würde doch wieder abreisen. Sara war froh als die ersten Gäste gingen. Auch wenn sich diese bei Catherine für den schönen Abend bedankten. Was für eine Demütigung.
Grissom sah, dass Saras Stimmung immer schlechter wurde. Er ging zu ihr hinüber und sprach sie leise an.
„Es tut mir so leid."
Sie sagte nichts.
„Catherine kann so …."
„Gemein sein?", vollendete sie den Satz.
„Nein, das wollte ich nicht sagen. Sie denkt einfach nicht nach. Und sie liebt Aufmerksamkeit über alles."
„Das stimmt wohl."
„Aber der Abend ist dein Erfolg. Du hast es sehr gut organisiert. Danke."
Endlich lächelte sie wieder.
„Grissom, sehe wir uns nach der Party?"
Sie meinte natürlich heute Nacht. Aber als sie Grissoms Gesicht sah, hatte sie ihre Antwort.
„Aber du reist doch morgen ab?"
Am liebsten hätte sie ihn gebeten Catherine ins Hotel zu schicken.
„Honey es tut mir leid. Catherine hat mir keine Wahl gelassen."
Er strich ihr beruhigend über den Arm. Hoffentlich hatte sie sich unter Kontrolle.
Natürlich war das nicht der Abschied, den er sich vorgestellt hatte. Aber was sollte er machen.
Catherine hatte sich bei ihm eingenistet und würde morgen beim Packen helfen und dann mit ihm nach Las Vegas zurückfahren.
„Ich dachte wir haben noch eine Nacht zusammen, ein letztes Mal wollte ich …"
Sie brauchte den Satz nicht zu Ende sagen, denn Grissom wusste was sie meinte.
Sie sahen sich in die Augen und Grissom entschied in diesem Moment, dass er sie so nicht gehen lassen konnte.
„Die Gäste sind bald weg und ich kann Catherine in mein Apartment schicken. Ich helfe dir beim Aufräumen und wir haben dann noch etwas Zeit."
Sara nickte.
„Gut, dann rede ich mit Catherine."
Fast hätte er Sara einen Kuss gegeben. Sie lächelte als er zu Catherine hinüberging und ihr die Situation erklärte.
Kurz darauf verlies Catherine die Party und eine halbe Stunde später waren beide allein. Sie räumten ohne Hektik alles weg, hängten die Tür wieder ein und zum Schluss mussten sie zwei Mal zu den Mülltonnen laufen. Dann war alles geschafft und sie setzten sich auf Grissoms Couch.
Endlich allein. Grissom nahm ihre Hand.
„Trotz allem war es ein schöner Abend. Du siehst wunderschön aus."
Sara wurde rot.
„Danke."
Kein anderer Mann hatte das je zu ihr gesagt.
Verlegenheit machte sich breit. Dann lehnte sich Grissom zu ihr hinüber und küsste sie. Sie rutschte an ihn heran und erwiderte die Küsse.
Grissom stöhnte auf. Nur Sara konnte soviel Leidenschaft in ihm auslösen.
„Warte einen Moment."
„Bitte Grissom. Ich will dich. Ein letztes Mal."
„Sara, ich will nur die Tür abschließen."
Er stand auf, ging zur Tür und auf dem Rückweg zog er seine Jacke aus. Dabei lies der Sara nicht aus den Augen.
Zu Saras Überraschung hielt er ihr die Hand hin und zog sie hoch.
„Komm, ich will mit dir Tanzen."
Er nahm Sara in den Arm und sie wiegten sich zur Musik.
„Ich werde dich vermissen.", hörte sich Grissom zu seiner eigenen Überraschung sagen. Er konnte sich wirklich nicht vorstellen, Sara zu verlassen.
Er löste sich von ihr und schaute sie an.
Langsam begann er sie auszuziehen. Und Sara öffnete seinen Gürtel und fuhr mit der Hand in seine Hosen.
Er stöhnte auf.
„Ich vermisse dich schon jetzt, Grissom. Laß mich dich lieben. Ein letztes Mal."
Sie meinte es ernst. Das letzte Mal sollte unvergesslich sein.
Grissom drängte sie in Richtung Schreibtisch und hob sie hoch. So hatte er einen besseren Blick und Zugang auf ihre Brüste. Er streifte ihre Bluse ab und öffnete den BH. Dann nahm er ihre Brüste in die Hand und begann sie abwechselnd zu küssen. Nach einer Weile hielt es Sara nicht mehr aus.
"Grissom, warte."
Sie stand auf und zog sich ihre Hosen und den Slip aus. Dann setzte sie sich wieder auf den Tisch und schlang ihre Beine um ihn. Als er ganz nahe war, rieb sie sich an ihn.
„Sara, bitte. Wir sollten zum Sofa gehen."
Sie schüttelte den Kopf.
„Du willst doch nicht auf den Schreibtisch."
„Doch, genau das will ich."
Allein die Vorstellung erregte Grissom noch mehr.
Er fuhr mit seinen Händen an ihren Oberschenkeln entlang. Am Ziel angekommen öffnete er ihre Beine und berührte sie.
Sara lies ihren Kopf nach hinten sinken. Sie würde seine Berührungen so sehr vermissen.
Grissom entledigte sich seiner Hose und fuhr mit der Hand an seinem Penis entlang.
„Schau mich an, Sara."
Sie sah wie er seinen Penis rieb. Vorsichtig rutschte sie ihm entgegen.
„Tu es."
Das lies sich Grissom kein zweites Mal sagen. Vorsichtig drang er in sie ein und wartete dann ein paar Sekunden.
Als er Saras entrücktes Lächeln sah, begann er sich in ihr zu bewegen.
Dabei sagte er ihr all die Dinge, die er ihr sonst nicht sagen würde.
„Du bist so sexy" und „Niemand kann mich so anmachen"
Und Sara zog ihn an sich und flüsterte ihm ins Ohr was er hören wollte.
Wie toll er war, wie stark. Wie sehr sie es liebte, wenn er in ihr war. Und das er immer ihr gehören wurde.
Beider Bewegung wurde immer frenetischer, der Schreibtisch knarrte unter den Bewegungen, hielt aber stand, auch als beide zum Höhepunkt kamen.
Grissom blieb stehen und hielt Sara fest als sie sich gegen ihn lehnte. Dann hob er sie hoch und legte sie vorsichtig auf das Sofa.
Dann legte er sich neben sie. Sie sagten kein Wort, sahen sich nur an.
Beiden ging soviel durch den Kopf. Das halbe Jahr hatte sie verändert. Sie waren ein Team geworden.
TBC
