THE NEXT BEST THING

Disclaimer: Die Charaktere und das Harry Potter-Universum gehören mir nicht. Ich beabsichtige nicht das Copyright zu verletzen und mache hiermit kein Geld.

Danke an Dragonia, zissy und galja für die lieben Reviews. Ich hoffe, dass für dieses Chapter mehr Reviews hinterlassen werden. hundeblick Dann uploade ich auch schneller.

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Sie apparierten alle zusammen. Louis hielt sich an einem von Nevilles Armen fest, Harry an dem anderen, da nur Neville wusste, wo sie hingingen. Sie fanden sich in einer Garage wieder, die nur von einem glitzernden Pfeil beleuchtet wurde, den irgendjemand verzaubert hatte, so dass er in der Luft schwebt und auf eine geschlossene Tür wies. Licht und Musik strömten durch die Türschlitze. Die Tür schien sich im Takt der Bässe zu bewegen.

„Bereit?", fragte Neville und stieß Harry dabei seinen Ellbogen in die Seite. Er sah besorgt aus.

Harry lächelte ihn an, doch es wirkte etwas steif. „Natürlich. Wir sollten reingehen, nicht wahr?"

Neville sah nicht besonders überzeugt aus, aber Louis quietschte und zog ihn Richtung Tür. Harry folgte ihnen und versuchte die wachsende Besorgnis zu ignorieren.

Neville stieß die Tür auf und die drei traten ein.

Die Musik, die spielte war magisch bis zu einem Grad verstärkt, der Harry fast taub werden ließ. Die Luft über ihren Köpfen war gefüllt mit Miniaturfeuerwerken, die schimmerten und funkelten wie die Lichter einer Disko.

Tabletts mit Essen und Getränken schwebten umher, so verzaubert, dass sie vor jedem zögerten, der innehielt, um die angebotene Ware näher zu betrachten.

Eines, das genau die gleiche Menge an Kondomen wie mundgerechten Quiches trug, stieß Harry an, als es vorbei flog und ein muskelbepackter Mann winkte ihm von einer der Kondompackungen zu. Das Tablett begann zurückzusegeln, um Harry seine Waren zu präsentieren und deshalb drehte er sich so schnell es ging weg.

Louis zog Neville in die Menge und tanzte schon zu dem zähneklappernden Beat.

Harry versuchte ihnen zu folgen, aber es waren so viele Menschen in dem Raum, dass es schwer war ihre Spur nicht zu verlieren.

Jemand betatschte ihn von hinten. Deshalb drehte er sich um und sah einen Mann der ihm einen lasziven Blick zuwarf, bevor er mit der Menge verschmolz. Als sich Harry erneut umdrehte, waren Neville und Louis nirgends mehr zu sehen.

„Scheiße!", zischte er und verschränkte seine Arme über der Brust. Die Leute sahen ihn komisch an und einige zeigten sogar mit Fingern auf ihn und wisperten.

Warum hatte er gedacht, dass das eine gute Idee wäre? Er würde nur wieder in der Klatschpresse landen und im Büro würden die Hänseleien nie mehr aufhören.

Er beschloss eine Runde zu drehen und bewegte sich von Raum zu Raum so gut er konnte. Früher oder später würde er Neville wieder treffen.

Innerhalb einer Minute schaffte er es, dass ein Getränk über ihn geschüttet wurde. Der Besitzer runzelte ärgerlich die Stirn, bis er Harry gewahr wurde und anbot es abzulecken. Harry lehnte höflich ab und ging in den nächsten Raum, der genauso voll war. Er hielt in der Mitte an und drehte sich langsam, um die Gesichter so gut wie möglich zu scannen.

„Potter?"

Harry wimmerte – er kannte diese Stimme. Er drehte sich um und sah Malfoy, der unangenehm nah bei ihm stand und ihn anstarrte.

Malfoy war tadellos angezogen und hatte sich, seit Harry ihn das letzte Mal gesehen hatte, ziemlich verändert. Natürlich war das einige Jahre her und niemand von ihnen war noch derselbe nach dem Krieg. Und es hatte auch keiner von ihnen damals seine Hosen so eng getragen. Harry runzelte die Stirn.

„Ich muss zugeben, dass du die letzte Person bist, die ich heute hier erwartet habe." Malfoy zog eine Augenbraue hoch und ließ seinen Blick zu Harrys doch recht enger Hose schweifen, in die Neville seine Jeans verwandelt hatte.

Harry war völlig sprachlos. Er hatte erwartet, angemacht zu werden, aber nicht von jemand den er kannte. Nun, verachtete schon eher. Aber es war ja nicht so, als hätte er Malfoy jemals richtig gekannt.

Er schürzte seine Lippen in dem Versuch nicht missbilligend zu gucken.

„Es sieht so aus, als hättest du keinen Drink", sagte Malfoy mit einem seltsamen Lächeln auf den Lippen.

Harry lag eine sarkastische Antwort auf der Zungenspitze, aber als ihm in den Sinn kam, dass Pansy in der Nähe sein könnte, hielt er sie zurück.

Er zwang sich so gut es ging ein Lächeln auf die Lippen: „Ich bin gerade erst angekommen. Ich nehme nicht an, dass du mir die Bar zeigen kannst?"

Malfoy betrachtete ihn einen Augenblick bevor er sich umdrehte und sich einen Weg durch die Menge bahnte.

Harry tat sein Bestes, um ihm zu folgen und er versuchte die Blicke zu ignorieren, die ihm im Vorbeigehen zugeworfen wurden. Er wurde auch ein paar Mal betatscht, aber er folgte Malfoy weiterhin und behielt dessen Hinterkopf ständig im Blick. Er hoffte inständig, dass die Bar-Area weniger voll war.

Sie war es nicht. Malfoy erkämpfte sich seinen Weg zu einer kunstvollen Mahagonibar, die aussah, als wäre sie aus einem alten chinesischen Schrank umgewandelt worden.

Er verschwand momentan aus Harrys Sicht und Harry versuchte nicht so unbeholfen auszusehen, wie er sich fühlte, als er alleine in der Mitte der Menschenmasse stand.

„Hey", flüsterte ihm eine Stimme ins Ohr. Er drehte sich um und sah einen Mann mit spitzigen blauen Haaren, der ihn lüstern betrachtete: „Bist du nicht Harry Potter?"

Harry starrte ihn nur an und versuchte zu entscheiden, ob er mit Lügen davon kämme.

Die Augen des blauhaarigen Mannes waren jedoch auf Harrys Stirn fixiert und er schlich sich näher heran und ließ eine Hand über Harrys Arsch wandern: „Ich wusste nicht, dass du schwul bist, aber ich habe öfters darüber fantasiert."

Seine Pupillen waren ziemlich stark ereitert und er sprach seine Worte undeutlich aus Er lehnte sich vor und presste seine Lippen gegen Harrys Ohr. „Soll ich es dir zeigen?"

Genau in diesem Augenblick kehrte Malfoy mit zwei Getränken in der Hand zurück und Harry war beinahe erleichtert ihn zu sehen. Malfoy schickte dem Mann einen vernichtenden Blick zu und Harry musste sich auf die Unterlippe beißen, um nicht zu grinsen, auf Grund der Geschwindigkeit mit der der Andere verschwand.

„Bist du alleine hergekommen?", fragte Malfoy, als er ihn zu einer Türöffnung lenkte.

„Nein", antwortete Harry, „ich bin eigentlich mit Neville hier."

Bei Malfoys überraschtem Gesichtsausdruck fügte er hinzu: „Und seinem Freund."

Sie gingen in einen Raum, der sehr viel weniger voll war, doch er war nur genauso matt erleuchtet. Es standen Sofas und Stühle herum und au den Meisten saßen Leute, deren Körper in den verschiedensten Varianten ineinander verschlungen waren.

Die Übelkeit in Harrys Magen verwandelte sich bei diesem Anblick in einen Knoten. War er gerade einem betrunken Tatschangriff eines Fremden entkommen, nur um in eine solche Szene mit Malfoy zu stolpern?

Malfoy zog an seinem Ärmel und nickte zu einer Gruppe von Leuten in einer Ecke und Harrys Herz setzte einen Schlag aus. Pansy Parkinson war da.

Sie saß auf dem Sofa und warf ihren kopf zurück, als sie lachte. Sie trug ein eng anliegendes weißes Kleid, das im Schwarzlicht leuchtete und deshalb war es ziemlich schwer sie zu übersehen.

Sie lehnte sich vor, um jemandes Arm zu berühren und ihre Brüste drohten aus dem Kleid zu rutschen. Ihre Lippen waren atemberaubend rot geschminkt und hoben sich stark von ihrer hellen Haut und ihren dunklen Haaren ab.

Sie war perfekt. Harry konnte nichts anderes tun, als sie anzustarren.

Malfoy nahm Harrys Arm und stieß ihn in die Richtung der Ecke. Er hielt vor Pansy an. Ihre Augen weiteten sich, als sie Harry sah und sie sah Malfoy fragend an.

„Schau, was ich gefunden habe", sagte Malfoy, während er sich neben sie auf das Sofa setzte und einen Schluck trank. Er sah zu Harry hoch, als ob er ihn abschätzen würde.

„Der große Harry Potter, Held der Zaubererwelt. Er wanderte umher wie ein verlorenes kleines Schaf, das nicht mal wusste, wo die Bar ist."

Auf Pansys Lippen breitete sich ein Lächeln aus. „Armer Junge. Ich sehe, du hast ihm dabei geholfen."

Harry hob sein Glas und lächelte zurück. Er sah Malfoy an, der ihn immer noch interessiert musterte.

„Schwul", dachte Harry, „wenn er nicht glaubt, dass ich schwul bin, wird sie es nie glauben." Obwohl er gegen seinen Instinkt handelte, lächelte er Malfoy zu, was, wie er hoffte, verführerisch aussehen würde. „Stört es, wenn ich mich zu euch setze?"

„Rutsch ein Stück rüber, Liebling", sagte Pansy, gab Malfoy einen Schubs und klopfte auf das Sofa.

Harry schaffte es sich zwischen die beiden zu quetschen. Er sah, dass Pansy ihn strahlend anlächelte und widerstand dem Drang das Lächeln zu erwidern. Stattdessen drehte er sich zu Malfoy.

„Ich wusste nicht, dass du schwul bist", sagte Malfoy, wobei er seinen Drink schwenkte.

„Ich habe dich nie in irgendwelchen Clubs oder auf Parties gesehen. Nicht mal auf denen, zu denen sogar Longbottom eingeladen wird."

Harry zuckte mit den Schultern und studierte seinen Drink. „Nun, ich…komme in letzter Zeit nicht viel raus."

Pansys Hand auf seinem Oberschenkel ließ ihn etwas zusammenzucken und er sah sie an.

„Ich würde sagen, dass er sich gerade erst geoutet hat. Schau, wie nervös er ist. Armer, verlorener Welpe." Sie zwinkerte ihm zu.

Harry öffnete seinen Mund, um etwas zu erwidern, aber Malfoys Hand landete auf seinem anderen Oberschenkel und er drehte sich erneut um. Wenn das so weiter ging, würde ihm schwindelig werden.

„Ja", meinte Malfoy mit einem anzüglichen Grinsen. Seine Finger wanderten etwas an Harrys Oberschenkel hoch, was Harry dazu veranlasste sich zu winden. „Er ist etwas nervös."

„Er braucht jemanden, der sich um ihn kümmert, Draco"; schnurrte Pansy, „um sicher zu gehen, dass er hier heute Nacht nicht in Schwierigkeiten gerät."

Malfoy drückte Potters Oberschenkel, seine Fingerspitzen berührten fast den Hautstreifen an seiner Hüfte: „Was lässt dich vermuten, dass er mit mir nicht in Schwierigkeiten gerät?"

„Ich bin anwesend, wisst ihr", sagte Harry und schubste Malfoys Hand so beiläufig wie möglich weg. „Ihr müsst nicht so von mir sprechen, als wäre ich nicht hier."

Pansy lachte und rückte näher heran, wobei ihre Brüste gegen Harrys Schulter stießen.

„Wir meinen es doch nicht böse, nicht wahr Draco? Es ist gut, dass er dich aufgelesen hat, weißt du. Man weiß nie, welcher Räuber da draußen es geschafft hätte so frisches Fleisch wie dich in die Finger zu kriegen."

Sie lehnte sich näher heran und flüsterte: „Du lägst auf dem Rücken in der Gaderobe mit drei Schwänzen in dir, bevor du wüsstest, was passiert."

Malfoy fing an zu kichern und Harry nahm einen großen Schluck von seinem Drink, während er versuchte sich vorzustellen, wo Platz für den dritten Schwanz gewesen wäre.

„Würdest du uns noch eine Runde zu trinken holen, Liebling?", fragte Pansy Malfoy mit einem gezierten Lächeln und klimperte mit ihrem Wimpern.

Malfoy schenkte ihr ein wissendes Lächeln, stand dann auf und verschwand in der Menge. Harry drehte sich zu Pansy; erfreut über die Gelegenheit mit ihr allein zu sein. Er hatte nicht gedacht, dass das so schnell geschehen würde.

Pansy grinste ihn an: „Er mag dich. Ich weiß es."

„Tut er das?", fragte Harry. Er hatte überhaupt nicht diesen Eindruck.

„Er hätte dich sonst nicht zu mir gebracht", antwortete sie. Sie strich ihm eine Haarsträhne aus den Augen und er erschauderte fast bei dem Kontakt.

„Er hätte dich sonst nur zur Toilette mitgenommen, um dich zu vögeln und ich hätte die Details später erfahren."

„Erzählt er dir immer solche Sachen?", fragte Harry, bevor er seinen Drink leerte.

„Ja", antwortete sie und bohrte ihre Augen in seine, „wir sind WG-Partner, weißt du. Manchmal lässt er mich sogar zusehen."

Für einen kurzen Moment sah Harry vor seinem inneren Auge Pansy, die durch ein Schlüsselloch lugte, während ihre Hand schnell zwischen ihren Beinen rieb und er wand sich in seinem Sitz.

„Wirklich?", war alles, was er herausbrachte.

„Ja", antwortete sie mit einer raueren Stimme als zuvor. Sie blinzelte und lange dunkle Wimpern flatterten gegen ihre Wangen.

„Ich mag es zuzuschauen."

Harry fühlte sich wie gelähmt. Er fragte sich, ob es idiotisch wäre zu versuchen, sie zu küssen, aber Malfoy kam zurück, bevor er eine Entscheidung treffen konnte.

Er reichte ihnen neue Getränke und setzte sich wieder neben Harry. Dieses Mal legte er jedoch auf die Sofalehne hinter Harrys Schultern.

„Glaub nicht ein Wort von dem, was sie sagt, Potter", spöttelte er. Seine Fingerspitzen wanderten über die nackte Haut von Harrys Nacken und Harry schauderte.

Malfoy lehnte sich näher heran, so nah, dass Harry seinen Atem an seinem Ohr fühlen konnte. „Ich lasse sie nie zusehen."

Harry schüttete die Hälfte seines Drinks hinunter.

Die nächste Stunde wurde zu einer Mischung aus Berührungen, Andeutungen und Insiderwitzen, die Harry nicht verstand.

Er verlor den Überblick darüber, wie viel er getrunken hatte und wo er war, bis er bemerkte, dass Neville mit einem besorgten Gesichtsausdruck über ihm schwebte.

„Harry? Ich sagte, dass wir gehen. Kommst du mit uns?" Der Ausdruck auf Nevilles Gesicht machte klar, dass er Harry keine andere Wahl ließ.

„Oh, ja", sagte Harry und kämpfte sich in eine stehende Position. „Ich denke, ich sollte mit."

„Oh, geh noch nicht, Harry", Pansy lächelte und griff nach seiner Hand. „Wir kümmern uns um ihn, Neville."

„Ich bin mir sicher, das würdet ihr", erwiderte Neville mit steifer Stimme.

Er zog Harry zur Tür. Sie apparierten zu Harrys Wohnung, bevor Harry die Möglichkeit hatte zu verarbeiten, was passiert war.

„Hey", protestierte er, als Neville ihn in sein Schlafzimmer führte und ihm beim Ausziehen half.

„Ich war noch nicht bereit zu gehen."

„Doch", seufzte Neville, während er Harrys Hose öffnete, „warst du."

„Ich hatte Spaß."
„Natürlich hattest du denn. Steig raus."
Harry stieg aus seiner Hose und stolperte rückwärts auf sein Bett. Neville kämpfte für einen Augenblick mit seinem Shirt, seufzte dann und griff nach seinem Zauberstab.

Gleich darauf war Harry nackt.

„Oops", meinte Neville, „normalerweise gebrauche ich den Zauber aus einem anderen Grund. Unter die Decke mit dir."

Er steckte Harry unter die Decke und strich ihm übers Haar. „Hast du einen Katertrank da?"

„Ich glaube schon", murmelte Harry. Er schloss seine Augen und der Raum begann sich fürchterlich zu drehen.

„Du wirst ihn morgen früh brauchen. Gute Nacht." Es entstand eine kleine Pause und Harry fühlte, wie Nevilles Lippen seine berührten.

„Du hast mich wieder geküsst", murmelte Harry, aber Neville antwortete nicht. Harry hörte, wie sich die Tür schloss und er schlief ein.

So, und nun bitte auf den kleinen Knopf da unten drücken und ein Statement dalassen (auch wenn es noch so kurz ist…)

Bis bald.

Dragonia: Oh, es wird noch viel interessanter grins Bei Fanfiktion hab ich sie auch hochgeladen. Danke für den Tipp. Dort update ich meistens 1-2 Tage schneller, weil ich da mehr Feedback bekomme… Also schau vielleicht dort mal rein… Nächstes Chapter ist für Donnerstag geplant.

zissy: Yepp, eine Übersetzung, ich hoffe, dass fällt nicht zu arg auf und klingt nicht furchtbar holprig.

galja: Freut mich, dass dir die Story gefällt. Harry wird noch in so manche Situationen kommen, wo er nicht weiß, wo ihm der Kopf steht… g