THE NEXT BEST THING
Disclaimer: Die Charaktere und das Harry Potter-Universum gehören mir nicht. Ich beabsichtige nicht das Copyright zu verletzen und mache hiermit kein Geld.
Ein ganz fettes Danke an alle Reviewer!!! Was würde ich nur ohne euch machen…
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Am nächsten Tag verließ Harry seine Wohnung nicht. Er hatte den schlimmsten Kater an den er sich erinnern konnte und die Details der Nacht in Brighton waren gerade verschwommen genug, dass der Versuch sich zu erinnern ihm Unwohlsein bereitete.
Er hatte einen kompletten Vollidioten aus sich gemacht, dessen war er sich sicher.
Pansy und Malfoy lachten wahrscheinlich immer noch darüber wie augenscheinlich fehl am Platz er gewesen war.
Er mied Neville am folgenden Montag und Dienstag auf der Arbeit – gedemütigt – weil er gerettet und ins Bett gebracht werden musste wie ein Kind.
Er wollte gar nicht darüber nachdenken, was hätte passieren können, wenn er auf der Party geblieben wäre.
Er hatte sich fast selbst davon überzeugt Pansy zu vergessen, als eine Eule eintraf. Sie war groß und elegant und in dem Moment als Harry sie sah, wusste er, wem sie gehören musste.
Die Nachricht war auf teurem Pergament in schnörkeliger Handschrift geschrieben und entfaltete ein hölzernes Aroma, als er sie aufrollte.
Potter,
ich hoffe, du hast dich von den Ereignissen des letzten Wochenendes erholt. Ich muss mich dafür entschuldigen so ein schlechter Gastgeber gewesen zu sein und dir so viel zu trinken gegeben zu haben. Ich hoffe, dass du es mich wieder gut machen lässt. Ich werde diesen Donnerstagabend eine private Wohltätigkeitsveranstaltung in Schottland besuchen und ich würde mich freuen, wenn du mich begleiten würdest.
Draco Malfoy
Harry las die Nachricht dreimal, bevor er realisierte, dass Malfoy ihn auf ein Date einlud. Er lehnte sich geschockt an seinen Tisch.
Glaubte Malfoy etwa wirklich, dass er schwul sei? Und was noch überraschender war, war er an Harry interessiert?
Malfoys Eule schüttelte ihren Kopf und gab einen verärgerten Laut von sich.
Anscheinend würde sie nicht ohne eine Antwort zurückfliegen. Harry starrte erneut auf die Notiz und der holzige Duft stieg ihm in die Nase. Er mochte Malfoy nicht, aber er hatte keinen Grund nach all den Jahren noch immer einen Groll gegen ihn zu hegen.
Draco war im Krieg maßgeblich auf ihrer Seite beteiligt gewesen. Und seitdem hatte er ein völlig respektables Leben geführt – nun, wenn man das extravagante Schwulending nicht zählte.
Es war nur ein Abend und er wäre vor der Zubettgehzeit wieder zu Hause. Und nebenbei wäre es vielleicht eine Chance Pansy wieder zu sehen und die sollte er annehmen.
Er nickte der Eule zu und griff nach einer Feder.
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„Bist du verrückt?", zischt Neville.
Harry presste seine Kieferknochen aufeinander: „Es ist nicht so."
„Du gehst mit Malfoy auf ein Date, Harry! Was denkst du dir dabei?"
„Er und Pansy wohnen zusammen. Ich werde sie wieder sehen."
„Harry, er ist… er ist ein Arsch der schlimmsten Sorte! Er fickt jeden, der nicht bei drei auf dem Baum ist, benutzt sie auf die schlimmste Weise und schmeißt sie dann weg, wenn sie ihn langweilen. Er ist nicht wert—„
„Beruhig dich, ja?", zischte Harry. „Das spielt alles keine Rolle, weil ich nicht an ihm interessiert bin. Es geht um Pansy."
Neville sank in seinen Stuhl und schüttelte den Kopf: „Das wird nicht gut enden."
„Natürlich wird es das", sagte Harry. „Du sagtest es selbst – er wird nach einer Woche gelangweilt von mir sein und mich wegschieben und dann kann ich mich bei Pansy ausheulen."
„Das ist idiotisch."
„Nein, ist es nicht," behaarte Harry. „Es ist fantastisch. Und alles was ich tun muss, ist einige Tage vorzugeben, dass ich an Malfoy interessiert bin."
Neville schnaubte: „Oh, das ist alles. Und wie gedenkst du ihm dein Interesse zu zeigen?"
Harry zog die Stirn kraus und Neville sah zu ihm auf: „Er wird etwas mehr als nur ein Lächeln erwarten, weißt du. Wenn du ihn nicht mal küssen wirst, wird er wissen, dass du nicht wirklich schwul bist."
„Ich werde mir was überlegen", sagte Harry.
„Was denn?", meinte Neville ungläubig.
„Ich weiß nicht", antwortete Harry, der Neville aus lauter Frustration finster anblickte, „aber es wird mir was einfallen.
Neville sah gar nicht überzeugt aus: „Richtig."
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Donnerstagabend um sieben Uhr klopfte Harry an die verzierte Tür der Wohnung, die Malfoy und Pansy sich teilten.
Kurz darauf öffnete sich die Tür und zu Harrys Freude stand Pansy dahinter. Sie trug ganz gewöhnliche Kleidung, doch sie sah nicht weniger schön aus als letztes Wochenende.
Er fragte sich, ob sie immer so stylish aussah, selbst wenn sie nur in der Wohnung herumhing.
„Hallo Harry", begrüßte sie ihn lächelnd. „Draco zieht sich immer noch um. Du weißt, wie Jungs sein können."
Sie zwinkerte, trat zurück und winkte ihn herein. Sie führte ihn zum Sofa und setzte sich lächelnd neben ihn. „Kommst du direkt vom Büro?"
„Äh, ja", antwortete Harry und errötete. Er war unsicher gewesen, was er für den Abend anziehen sollte, also hatte er sich für einen Anzug entschieden, weil er annahm, dass das okay wäre.
„Hätte ich mich umziehen sollen?"
„Das überlassen wir Draco", sagte sie und rückte etwas näher. „Er ist der Experte. Er Er legt mir zurecht, was ich anziehen soll, wenn wir ausgehen."
„War das Kleid vom letzten Wochenende, in das du eingenäht warst, dann seine Idee?"
„Natürlich", meinte sie, wobei sie übers ganze Gesicht strahlte. „Der Verkleinerungszauber war seine Idee. Und ich hätte es nie ohne Hilfe geschafft meine Brüste in dem Bustier so zu arrangieren."
Harry konnte nicht anders, als eine Augenbraue hochzuziehen und sie lachte. Er grinste sie an, gefangen von ihren dunklen Augen.
Er fragte sich, ob sie ihn irgendwann dabei helfen lassen würde sie anzuziehen. Und ob sie ihm furchtbar böse wäre, wenn seine Hand etwas abrutschen würde?
„Nun, nun, sind wir etwas gemütlich?"
Malfoys Kopf erschien zwischen ihnen, als er sich über die Sofalehne lehnte.
„Du hoffst, dass Harry an beiden Ufern fischt, nicht wahr?"
Harry sprang vor Überraschung auf, aber Pansy lachte nur.
„Du kennst mich zu gut, Liebling. Aber ich fürchte, er gehört ganz dir."
Sie blinzelte und stand auf und Harry war hin und her gerissen zwischen Erleichterung und Unbehagen, dass sie seine List nicht durchschaute.
„Macht bloß nicht zu viel Lärm, wenn ihr heute Nacht zurückkommt, Jungs. Ich werde grummelig, wenn ich meinen Schönheitsschlaf nicht bekomme."
Sie schlich sich an Malfoy vorbei, platzierte einen scheuen Kuss auf seine Lippen und verschwand dann in das Zimmer, von dem Harry annahm, dass es ihr Schlafzimmer war.
„Sollen wir?", fragte Malfoy und hielt ihm einen Arm hin.
Harry starrte ihn einen Moment lang an, bis er realisierte, dass Malfoy ihm anbot Seit-an-Seit zu apparieren. Da er keine Ahnung hatte, wo sie hingingen, hatte er keine Wahl.
Er ergriff Malfoys Arm und erschrak, als Malfoy am Ärmel seiner Robe zog und ihn somit näher heranzog.
Harry versuchte nicht zu reagieren, aber er war fast überwältigt von demselben holzigen Geruch, der von Malfoys Nachricht, die er anfangs der Woche erhalten hatte, ausging.
Er sah auf und fand sich Nase zu Kinn mit Malfoy wieder. Malfoy war einige Zentimeter größer als er.
Harry war normalerweise nicht befangen über seine Größe, aber aus irgendeinem Grund fühlte er sich etwas eingeschüchtert.
„Beruhig dich", sagte Malfoy und sah herunter. „Ich beiße nicht."
Er zwinkerte und schlang seine Arme um Harrys Körper, was fast wie eine Umarmung war.
„Außer ich werde ganz nett gefragt. Halt dich gut fest."
Harry war sich nicht sicher, ob das Stechen in seinem Magen vom Apparieren oder dem Gefühl von Malfoys Arm um ihn, herrührte, aber er wollte darüber auch nicht nachdenken.
Er öffnete seine Augen. Er befand sich in der Gaderobe in einem – wie es schien – gut ausgestatteten Privathaus.
Er zog sich von Malfoy zurück und versuchte das Unbehagen, das er verspürte, abzuschütteln.
„Darf ich?", fragte Malfoy, schwang seinen Zauberstab und gestikulierte auf Harry.
„Entschuldige?", fragte Harry.
„Du bist nicht wirklich passend für den Anlass gekleidet", sagte Malfoy. „Halt einfach still."
Gegen sein besseres Urteilsvermögen widerstand Harry dem Drang zur Tür zu rennen, und fand sich einen Moment später in schicken Roben wieder.
„Viel besser", meinte Malfoy, steckte seinen Zauberstab weg und lächelte, als hätte er Harrys Modegeschmack nicht beleidigt: „Sollen wir?"
Harry folgte ihm durch die Tür und in den Hauptraum des Hauses, während sich Furcht in seinem Magen breit machte.
Malfoy nahm zwei Champagnergläser, die ihm ein junger Mann, der Bedienstetenroben trug, anbot und reichte eins davon an Harry weiter.
„Hier sind wir nun", sagte Malfoy, stieß sein Glas sachte an Harrys und trank einen Schluck.
Harry lächelte und folgte seinem Beispiel. Es war sehr guter Champagner. Die Sorte, die man nicht oft zu trinken bekam und die einen daran erinnert, wie traumhaft Champagner sein kann.
Erst als er mitten in einer Menge von elegant angezogenen Hexen und Zauberern stand und ein halbes Glas Champagner getrunken hatte, bemerkte er, dass er vergessen hatte zu fragen, was es für eine Wohltätigkeitsveranstaltung war.
Es stellte sich heraus, dass es nicht störte, da alle viel interessierter daran schienen auf Harry einzureden, als darüber zu sprechen, warum sie hier waren.
Malfoy arbeitete sich mühelos durch den Raum, wobei er Harry von Gruppe zu Gruppe lotste und ihn vorstellte als wäre er ein Ehrengast.
Harrys Name hatte immer noch Gewicht in der Zaubererwelt und bald schüttelte er links und rechts Hände mit Bewunderern.
Harry begann sich zu fragen, ob Malfoy ihn nur mitgebracht hatte, um sein eigenes Image aufzubessern, anstatt aus persönlichem Interesse.
Keiner schien sich zu fragen, warum der Kriegsheld Harry Potter den in der Zaubererwelt bekanntesten Playboy begleitete, und Harry war dankbar, dass Malfoy ihn nur als Bekannten vorstellte.
In der Tat distanzierte sich Malfoy nicht nur von Harry; sondern er verließ ihn auch noch nach einer halben Stunde.
Zuerst störte es Harry nicht, aber nach einer Stunde voller Small-Talk mit Leuten, die er kaum kannte, wurde er etwas wütend.
Er entschuldigte sich von einem bezaubernden Paar, das ihn nervte, weil sie (zum vierten Mal an diesem Abend) hören wollten, was in der Nacht passiert war, als er Voldemort gegenüber stand und ging auf die Suche nach Malfoy.
Wo ist Draco denn geblieben? Tja, das nächste Chap wartet nur aufs Posting…
Bis bald!
Die Schwarze Lady: Schön, dass dir die Story gefällt. Und wegen Malfoy…das wird gegen Ende noch etwas klarer…
zissy: Hey! Ja nicht spoilern! g Aber ich kann dich verstehen, ich war vom Original auch begeistert. Vielen Dank für das Kompliment!
Lewanna: Oh, da wir noch einiges passieren… g Und ich übersetze gerne, wenn ich so liebes Feedback bekomme.
galja: Freut mich, dass du wieder dabei bist und dir die Story immer noch gefällt!
