THE
NEXT BEST THING
Disclaimer: Die Charaktere und das Harry Potter-Universum gehören mir nicht. Ich beabsichtige nicht das Copyright zu verletzen und mache hiermit kein Geld.
„Harry?
Bist du geistig anwesend?"
Harry blinzelte und sah auf in sechs
Gesichter, die ihn vom Tisch aus anstarrten.
Er krümmte sich.
„Entschuldigt, was war die Frage?"
Collins Augen wurden zu
Schlitzen.
„Ich habe dich gefragt, was du von Rodins Vorschlag
hältst. Zur Hölle, Potter - - harte Nacht?"
Harry nahm sine
Brille ab und strich über seinen Nasenrücken.
„Ja, kann man so
sagen."
Das
Meeting zog sich qualvoll dahin und Harry konnte sich kaum
konzentrieren.
Er war gestern viel zu lange mit Malfoy unterwegs
gewesen und er konnte nicht aufhören an das zu denken, was zwischen
ihnen im Club vorgefallen war - - und was es bedeutete.
Neville
hielt ihn am Arm fest, als er den Raum verlassen wollte.
„Geht's
dir gut?"
Harry zuckte mit den Schultern: „Mir geht's gut.
Ich bin nur müde."
Neville zog seine Augenbrauen zusammen.
„Ich habe dich noch nie so gedankenverloren gesehen, Harry.
Geht es um…?"
Er sah Harry seltsam an.
„Nein, natürlich
nicht", erwiderte Harry. Aber als er Nevilles hochgezogene
Augenbrauen sah, gab er nach.
„Vielleicht."
Neville nickte
mit seinem Kopf in Richtung seines eigenen Büros.
„Komm schon."
Harry
folgte ihm durch die Tür und ließ sich in einen Stuhl vor Nevilles
Schreibtisch sinken.
Neville schloss die Tür, ging dann zum
Schreibtisch und lehnte sich dagegen.
Er sagte kein Wort.
Harry
seufzte erneut.
„Ich bin größtenteils einfach nur müde.
Eigentlich weiß ich es sonst besser und gehe nicht so lange
aus."
Neville antwortete nicht; er starrte Harry nur an und
wartete.
„Wir sind in diesen Club in Soho gegangen und ich habe
zu viel getrunken und…"
Harry presste sich eine Hand auf die
Stirn - - in seinem Kopf begann es zu hämmern, wenn er nur daran
dachte.
„Oh Gott", stieß Neville hervor.
„Du hattest
Sex mit ihm, nicht wahr?"
„Nein!", antwortete Harry etwas zu
schnell. „Ich meine… nicht wirklich."
Neville ließ ein
Schnauben verlauten.
„Entweder hattest du Sex mit ihm oder
nicht. Also?"
„Er… hat mir einen runtergeholt mit seiner
Hand und dann hat er… es sich selbst gemacht."
Harry spürte,
dass seine Wangen heiß wurden.
Er und Neville hatten nie über
Sex gesprochen und es unter diesen Umständen zu tun, war
quälend.
„Du hast einen Hand-Job bekommen", stellte Neville
fest.
Harry nickte und Neville seufzte.
Ich hasse es dir das zu
sagen, aber ich denke, dass das als Sex zählt."
„Aber ich
habe ja gar nichts gemacht", konterte Harry. „Er hat mich
attackiert und ich stand da. Ich habe ihn nie berührt. Nicht
so."
„Bist du gekommen?", fragte Neville.
Harry schenkte
ihm einen wütenden Blick und unterdrückte den Drang Neville zu
sagen, dass er sich um sein Zeug kümmern solle.
Neville sah
weg.
„Ich möchte mich mit dir nicht über Semantik streiten,
aber ich denke, du musst der Tatsache ins Auge sehen, dass du Sex mit
ihm hattest."
Harry
rutschte in seinen Stuhl und schloss die Augen.
Neville hatte
natürlich Recht, aber er wollte es wirklich nicht zugeben.
„Bin
ich schwul?", fragte er.
„Die Frage kannst nur du
beantworten", antwortete Neville mit sanfter Stimme.
„Wie
fühlst du sich, wenn du mit ihm zusammen bist?"
„Es ist nicht
schlecht", antwortete Harry. Er studierte einen Fleck auf seinem
Shirt und seufzte. „Ich denke, ich mag ihn."
„Fühlst du
dich von ihm angezogen?"
Harry konnte nicht zu Neville
aufschauen: „Ja."
„Fühlt es sich anders an als wenn du ein
Mädchen anziehend findest?"
Harry zuckte mit den Schultern.
„Ich weiß nicht."
Neville seufzte.
„Viele Leute fühlen
sich hin und wieder vom selben Geschlecht angezogen, aber das
bedeutet nicht unbedingt, dass sie homosexuell sind."
„Aber
sie schlafen nicht mit ihnen."
Neville stieß ein weiches Lachen
aus.
„Du wärst überrascht. Aber es ist nicht der Sex, der
jemanden schwul macht, Harry. Es geht überhaupt nicht um den Sex. Es
geht darum, was du fühlst, nach was du dich sehnst und in wen du
dich verliebst."
Harry runzelte die Stirn: „Warst du jemals
verliebt?"
„Ja", antwortete Neville mit gleichmäßiger
Stimme, „einige Male."
„Ich nicht", sagte Harry. „Ich
dachte immer, ich hätte einfach nicht die richtige Frau getroffen,
aber…"
Er
konnte den Satz nicht beenden.
„Was ist mit Pansy? Du hast
ihretwegen diese ganze Sache begonnen."
Harry schüttelte seinen
Kopf.
„Ich weiß es nicht."
Neville beugte sich vor und
drückte Harrys Schulter.
„Es ist okay, Harry. Du musst die
Antwort jetzt nicht kennen."
„Für dich ist es einfach das zu
sagen"; erwiderte Harry, aber er wusste, dass Neville auch jetzt
wieder Recht hatte.
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„Danke, dass du dich
mit mir zum Mittagessen triffst."
Harry lächelte Pansy an, die
eine Tomatenscheibe von ihrem Panini pickte.
„Gerne doch",
antwortete sie und zwinkerte ihm zu.
„Ich hatte kaum Gelegenheit
mit dir zu reden ohne dass Draco dabei war."
„Ich weiß",
erwiderte Harry lächelnd.
Das
war der Grund für dieses Mittagessen - - um zu sehen, ob es zwischen
ihnen funkte.
Er war den ganzen Morgen deswegen aufgeregt gewesen;
so sehr, dass er sich kaum konzentrieren konnte.
„Hast
du Draco erzählt, dass wir uns treffen?"
„Nein. Hätte ich
das tun sollen?"
Harry zuckte mit den Schultern und biss von
seinem Sandwich ab.
„Ich denke nicht, dass ich es ihm erzählen
werde. Eigentlich gehört er nicht zu der eifersüchtigen Sorte, aber
bei dir ist das irgendwie anders."
„Wirklich?", fragte Harry
verblüfft.
Pansy nickte und nippte an ihrem Drink.
„Normalerweise
muss er nie so hart für so etwas arbeiten. Aber du warst nicht
leicht für ihn zu kriegen."
Sie lehnte sich vor und senkte ihre
Stimme zu einem Flüstern.
„Er hat mir erzählt, dass ihr zwei
noch nicht mal miteinander geschlafen habt und das seit 2 Wochen!"
Harry
versuchte nicht zu grinsen - - also zählte der Hand-Job für Malfoy
auch nicht als Sex.
„Hüpfen die meisten seiner Freunde wohl
gleich mit ihm ins Bett?"
Pansy schnaubte.
„Ich würde sie
nicht als Freunde bezeichnen. Bettgeschichten, vielleicht. Er datet
nicht wirklich, weißt du."
„Er ist mit dir ausgegangen,
oder?", fragte Harry, wobei er hoffte keine Grenze zu
überschreiten.
Pansys Lächeln verschwand.
„Das war lange
bevor er sich geoutet hat. Wir sind nun so gute Freunde, dass es wie
ein Traum erscheint."
„Und seitdem hattest du keine Dates
mehr?"
„Oh, nein", murmelte Pansy und ließ einen charmanten
Lacher verlauten.
„Ich habe mich mit vielen Männern verabredet,
Es ist nur… es hat nicht geklappt."
Sie
biss von ihrem Sandwich ab und sah ihm in die Augen.
Harry starrte
zurück, wobei er vor Konzentration seine Augenbrauen
zusammenzog.
Falls er sich von ihr angezogen fühlte, müsste er
jetzt etwas spüren, nicht wahr?
Er wartete, aber alles, was er
fühlte, war ein Gefühl von Unruhe.
„ich mag dich, Harry",
sagte sie schließlich.
„Ich weiß nicht, warum ich dich in
unserer Schulzeit so sehr gehasst habe."
„Weil ich ein
Gryffindor war?", schlug Harry vor, unfähig den Hauch von Wut aus
seiner Stimmer zu verbannen.
„Weil Draco mich gehasst hat?"
„Ich
denke, du hast ihn mehr gehasst", sagte sie, wobei sich ihre Augen
in seine bohrten.
„Also, warum magst du ihn nun?"
Harry
blinzelte. „Ich weiß nicht. Warum fragst du?"
Pansy
zuckte mit ihren Schultern und wand sich ihrem Drink zu.
„Draco
und ich leben seit Jahren zusammen und ich habe ihn mit mehr Männern
ficken gesehen, als ich zählen wollte. Aber du…"
Sie machte
eine Pause und es sah so aus, als müsste sie sich festigen.
„Ich
denke, er mag dich wirklich, Harry. Und du bist nicht wie die
Anderen. Es scheint du wärst der Typ, der mehr an einer Beziehung
interessiert ist und er braucht das. Er hatte niemals wirklich
eine."
„Ich…", fing Harry an und schluckte dann.
„Ich
auch nicht, um ehrlich zu sein. Ich hatte nichts, was man als
Beziehung bezeichnen könnte, seit…"
Unsicher
brach er ab.
Warum erzählte er ihr das?
Irgendwann in den
letzten paar Minuten hatte er den Grund für das Treffen
vergessen.
„Ich mag dich, Harry, das tue ich wirklich. Aber
Draco ist mein bester Freund. Wenn deine Gefühle für ihn nicht
Ernst sind – wenn du ihn verletzt, werde ich dir das nie
verzeihen."
Pansys Augen waren dunkel und groß und Harry
wusste, dass sie es so meinte.
Er starrte zurück und seine
Aufregung wuchs.
„Ich… ich mag ihn. Das meine ich ernst. Und
ich mag dich."
„Gut", sagte sie, als sie sich wieder
entspannte.
Harry starrte auf sein halb aufgegessenes Sandwich.
Im
Grunde war er gefickt.
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Jetzt hoffe ich auf viele liebe Reviews dackelblick
Bis zum nächsten Teil!
