THE NEXT BEST THING
Disclaimer: Die Charaktere und das Harry Potter-Universum gehören mir nicht. Ich beabsichtige nicht das Copyright zu verletzen und mache hiermit kein Geld.
galjaXD: Wunsch erfüllt. Hier das nächste Kapitel. Jetzt muss ich nur meine Finger abkühlen gehen, die rauchen nämlich schon vom in die Tastenhauen. grins
Maegwin: Vielen Dank. Ja, jetzt wird es so richtig interessant… Und bald sind wir auch schon am Ende angelangt.
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„Guten Morgen", zwitscherte Harry Neville zu, als er ihm auf dem Korridor begegnete.
Neville
starrte ihn nur an, aber Harry lächelte trotzdem.
Er lächelte
auch Cecily Roberts und Stradius Thorngood freundlich an, als er
vorbeiging, was beide dazu veranlasste sich nach ihm umzudrehen und
ihn anzustarren als wäre ihm ein zweiter Kopf gewachsen.
Er saß
an seinem Schreibtisch und trank eine Tasse Tee, als er begann sich
durch die morgendliche Eulenpost zu kämpfen.
Es war ein
ungewöhnlich sonniger Tag draußen und er wünschte sich, dass er
sich etwas in den Park am unteren Ende der Straße setzen
könnte.
Vielleicht würde er das in der Mittagspause tun.
Er
könnte die Tauben füttern, unter einem Baum sitzen…
„Harry?"
Er sah auf und entdeckte Neville, dessen Kopf zur Tür hereinlugte.
„Guten Morgen", zwitscherte Harry wieder. „Wollen wir heute zusammen Mittagessen?"
„Ja, sicher", antwortete Neville, bevor er die Tür hinter sich schloss und sich gegenüber von Harrys Schreibtisch setzte.
„Geht es dir gut?"
„Ja, warum?"
Neville legte seinen Kopf schief und betrachtete ihn aufmerksam.
„Es scheint nur so… als ob du heute Morgen von einem Heiterkeitszauber oder so was getroffen worden bist."
Harry lachte.
„Ist es so ungewöhnlich, dass ich morgens gute Laune habe?"
„Ja", antwortete Neville ohne zu zögern.
„Wir alle versuchen dir bis mindestens 11 Uhr aus dem Weg zu gehen, um ehrlich zu sein."
Harrys Lächeln schwand etwas.
„Oh. Nun, mir geht's gut. Nicht, worüber man sich Sorgen machen müsste. Es ist einfach nur ein wunderschöner Tag, weißt du."
Neville
öffnete den Mund, um etwas zu sagen, aber er schien es sich dann
anders zu überlegen.
Er hielt einen Moment inne und stand dann
auf: „Dann bis zum Mittagessen."
Harry starrte wieder aus
dem Fenster, nachdem Neville gegangen war.
Er nahm an, dass er für
gewöhnlich in der Früh etwas gereizt war.
Natürlich wachte man
nicht jeden Morgen aus einem befriedigenden Schlaf auf, der auf
atemberaubenden Sex folgt.
Er fühlte gleichzeitig Freude und
Panik bei diesem Gedanken.
Er fühlte sich, als wäre ein großes
Gewicht von seinen Schultern genommen worden.
Wenn er die
Geschlechtsfrage verdrängte (und die Tatsache, dass es Malfoy war),
fühlte er nichts außer einer prickelnden Wärme.
Trotz der
Tatsache, dass er das alles wegen Pansy begonnen hatte, mochte er
Malfoy immer mehr.
Nachdem
Malfoy letzte Nacht seine Wohnung verlassen hatte, lag er noch eine
Weile wach und dachte darüber nach, wie die Ereignisse der letzten
Wochen einiges in Zweifel zogen, von dem, was er über sich selbst
gedacht hatte.
Er war immer heterosexuell gewesen und nicht
wirklich an Beziehungen interessiert gewesen, die über etwas
sexuelles Vergnügen hinausgingen.
Er hatte nie den nächsten
Morgen damit verbracht über den Sex, den er die vorhergehende Nacht
gehabt hatte, zu Tagträumen.
Und natürlich hatte er nie wirklich
die Möglichkeit mit Männern in Betracht gezogen.
Nun, das war
nicht ganz wahr - - wenn er ehrlich war, konnte er sich an Zeiten in
seinem Leben erinnern, wo er sich von Männern angezogen gefühlt
hatte.
Aber er war fast 30 Jahre alt.
Wie war es möglich, dass
er das erst jetzt herausfand?
„Ich
bin froh, dass du mich gefragt hast, ob wir zusammen Mittagessen",
fing Neville das Gespräch an.
Er hob die obere Scheibe seines
Sandwichs an, um den Belag zu inspizieren.
„Ich muss dir etwas erzählen."
„Oh", erwiderte Harry.
Er dippte eine Pommes in die Sauce und beobachtete Nevilles Gesicht, in dem sich eine Mischung aus Begreifen und Zufriedenheit spiegelte.
„Louis will, dass ich bei ihm einziehe", ratterte Neville herunter und biss dann ein großes Stück von seinem Sandwich ab.
„Wirklich?", fragte Harry. „Und ist das gut?"
„Ich denke", antwortete Neville mit vollem Mund.
Er machte eine Pause und schluckte, bevor er weiterredete.
„Ich mag ihn wirklich und er mag mich. Wir mögen es zusammen zu sein. Und das tut man in so einer Situation, nicht wahr?"
„Ich nehme es an", sagte Harry.
Er ließ die Pommes, mit der er seinen Teller bemalt hatte, fallen und seufzte.
„Ich denke, ich habe eine Beziehung mit Malfoy."
Nevilles Augen weiteten sich und er legte sein Sandwich weg.
„Nun, dann genug von mir. Wann ist das denn passiert?"
„Es hat sich seit drei Wochen angebahnt", seufzte Harry, „wie du sehr genau weißt. Und dann letzte Nacht ist er vorbeigekommen und…"
Er machte eine Pause und fragte sich wie viele Details er wirklich mit Neville teilen wollte.
„Ah, also ich schätze, es war mehr als nur guter Sex", meinte Neville.
„Verflucht atemberaubender Sex", sagte Harry und versuchte nicht zu grinsen.
„Aber da ist auch noch was anderes. Ich mag es mit ihm zusammen zu sein. Ich mag es mit ihm zu reden. Ich mag es ihm zu zuhören. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich ihn beeindrucken oder immer das Richtige sagen muss."
„Weil er jeden Scheiß glauben würde", schnaubte Neville.
„Etwas in der Art", sagte Harry, wobei er seinen Kopf senkte.
„Und es ist total sonderbar, weil ich habe nicht… nun, der Sex war bisher sehr einseitig."
„Weil du dich bei dem Gedanken unwohl fühlst?"
„Das ist es nicht."
Harry machte eine Pause und realisierte, dass das wahr war.
„Ich hatte einfach noch keine Gelegenheit mich zu revanchieren. Er hat mich nicht gelassen. Ich denke, er weiß, dass ich so was vorher noch nie getan habe und lässt es langsam angehen. Ich weiß, dass du denkst, dass er ein fürchterlicher Arsch ist, aber er verhält sich mir gegenüber ziemlich süß."
Neville sah einen Moment gedankenverloren aus.
„Ich habe dir vor ein paar Wochen erzählt, dass ich denke, dass Malfoy schlecht für dich ist und ich sollte dir wahrscheinlich erklären, warum ich das dachte."
Harry öffnete seinen Mund, um zu protestieren, aber Neville fuhr fort, bevor er etwas sagen konnte.
„Vor einigen Jahren bin ich Malfoy hier in einem Londoner Club begegnet. Wir waren beide ziemlich betrunken und wir endeten in der Toilette und… nun, du kannst dir wahrscheinlich vorstellen, was passiert ist. Aber es war… er war so unwirsch. Es ging nur darum, was er wollte und es interessierte ihn nicht, ob es mir Spaß machte oder nicht. Das war die Nacht, wo ich mich entschieden habe, nicht mehr einfach herumzuvögeln. Ich wollte nicht, dass Arschlöcher wie Malfoy mich so ausnutzen."
„Neville - -", warf Harry ein.
„Lass mich ausreden", sagte Neville, wobei er seine Hand hob.
„Du weißt, dass ich mich um dich sorge, Harry. Es gab sogar eine Zeit, wo ich dachte, ich wäre in dich verliebt. Erinnerst du dich an die Nacht auf dem Feld außerhalb von Cornwall?"
Harry nickte und sah weg.
„Du musst nicht erklären –"
„Ich habe es eine lange Zeit vermieden. Ich will nicht weiterhin so tun, als wäre es nicht passiert."
„Du warst betrunken", seufzte Harry. „Es war ein furchtbarer Monat gewesen und wir waren alle mit den Nerven am Ende."
„Das Wichtigste ist, dass du dich von mir küssen hast lassen. Obwohl ich wusste, dass du es nur aus Mitleid getan hast, habe ich die Tatsache geschätzt, dass ich dir genug bedeutet habe, dass du es zugelassen hast."
„Es war kein Mitleid", sagte Harry und presste eine Hand gegen seine Stirn. „Ich kann nicht glauben, dass wir, von allen möglichen Orten, in einem Pub darüber reden."
„Was auch immer der Grund gewesen war, du warst schon immer ein anständiger Kerl", fuhr Neville fort, wobei er seine Stimme etwas senkte.
„Und sogar obwohl ich wusste, dass du mich nie zurücklieben würdest, war es besser als total abgewiesen zu werden."
„Es
war ein netter Kuss", sagte Harry, wobei er aufblickte. „Ich
erinnere mich, dass mich das überrascht hat."
Neville räusperte
sich.
„Nach der Nacht mit Malfoy habe ich oft über den Kuss nachgedacht. Ich dachte, dass wenn ich einen der besten Küsse meines Lebens mit einem heterosexuellen Mann geteilt habe, der ein zu guter Freund war, um mich wegzustoßen, als ich ihn angemacht habe, dass ich dann die Beziehungssache falsch angegangen war."
„Also war Malfoy ein Arsch und das hat dein Leben verändert", seufzte Harry. „Ich bin mir nicht sicher worauf du hinaus willst."
„Der Punkt ist, dass alles, was ich dir vor ein paar Wochen über Malfoy erzählt habe, auf einem Vorfall basiert, der mich stark beeinflusst hat. Aber es war nicht gerecht von mir anzunehmen, dass er wirklich so war, oder dass er sich nicht verändert hat. Und von dem, was du über ihn erzählt hast, wäre es möglich, dass du ihm etwas bedeutest."
Harry lächelte leicht: „Heißt das, du gibst mir deinen Segen?"
„Ich weiß nicht", sagte Neville und zuckte mit den Schultern. „Brauchst du den?"
„Es hilft", antwortete Harry. „Sonst hätte ich mich gefragt, ob ich verrückt werden würde."
Sie
lachten sich gegenseitig für einen Moment an.
Neville trank einen
Schluck von seinem Getränk und schürzte seine Lippen.
„Also hast du mich in der Nacht nicht aus Mitleid geküsst?"
Harry schüttelte den Kopf: „Nein. Und ich scheine mich daran zu erinnern, dass du derjenige warst, der ihn beendet hat."
„Ich hatte eine Erektion und ich habe nicht geglaubt, dass du mich vögeln würdest", seufzte Neville. „Wegzugehen schien der einzige Weg zu sein meine Würde noch zu retten."
Harry lächelte.
„Vielleicht hättest du fragen sollen. Es hätte mir eine Menge Ärger ersparen können."
Neville lachte und schüttelte seinen Kopf.
„Ich denke, es ist gut zu wissen, dass ich kein Dummkopf war, weil ich dich so sehr mochte."
„Du bist kein Dummkopf, Neville. Überhaupt nicht."
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Jetzt
sind wir schon wieder am Ende angekommen… Naja, ich hoffe, dass es
euch gefallen hat, auch wenn Draco dieses Mal nicht aufgetaucht
ist…
Das nächste Kapitel wird dann ein paar Fragen bezüglich
Draco aufwerfen…
Bitte vergesst das Reviewn nicht! Bis zum nächsten Mal! wink
