Date: 10. Dezember
Author: Thorsten "FoX"
Category: Kurzgeschichte
Characters/Pairing: Argus Filch und einige mehr
Genre: Humor
Rating: G
Disclaimer: Leider kann ich hieran nichts verdienen. Will ich auch gar nicht. Mir gehört nämlich nichts außer dem Plot. Danke, dass ich mir die Charas ausleihen durfte.
(A/N): Manchmal sprudelt die Idee direkt in einen funktionierenden Text. Bin ich froh, dass es endlich mal wieder passiert ist.
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Ein kalter verschneiter Wintermorgen verdrängte die Dunkelheit der Nacht über dem Verbotenen Wald. Die ersten Strahlen der Sonne vielen auf die weißen Zinnen von Hogwarts. Alles schlief noch und selbst Peeves trieb auf dem Rücken liegend durch die große Halle und unbeabsichtigt wenige Zentimeter zu hoch. Die Sterne auf den Spitzen der Weihnachtsbäume wurden nicht durch einen Zusammenstoß zu Boden geworfen.
Irgendwo in den unteren Räumen drehte sich Argus Filch, der Hausmeister unruhig von einer Seite auf die andere. Selbst im Schlaf schien er zu merken, dass irgendetwas Bedeutendes vor sich ging. Schniefend schwang er seine Füße aus dem Bett und die Decke zusammengeknüllt ans Fußende.
Hustend knurrte er vor sich hin: „Hehehe, jetzt habe ich dich Peeves. Dieses Mal kann Dumbledore gar nicht anders als dich rauszuwerfen. Weihnachten! Welch ein Geschenk für mich. Nach all diesen Jahren." Ein Hustenanfall sorgte dafür, dass sein Murren nicht weitergeführt wurde. Schnell zog er sich an. Zuletzt wickelte er sich seinen orange-grün gestreiften Schal um den Hals und wollte sein Zimmer verlassen.
Sein Blick fiel auf eine Schriftrolle an der Türklinke. Schnaubend nahm er sie in die Hand, wollte sich schon aufregen, wer sich in sein Zimmer geschlichen hattte, da erkannte er seinen Namen und die Handschrift des Schulleiters:
Lieber Argus,
heute habe ich eine bedeutende Aufgabe für Sie. Auf Anregung einer Gruppierung auf unserer Schule wird heute ein gesponserter Großputz im Schloss statt finden. Die Gruppe .R hat mich überzeugt die Hauselfen anzuweißen, dass diese Nacht keine Arbeiten ausgeführt werden dürfen. Alle Schüler sind verpflichtet heute das Schloss auf Hochglanz zu putzen, und das ohne den Gebrauch von Magie. Natürlich ist das ohne Ihre fachmännische Anleitung nicht zu bewältigen.
Heute nach dem Frühstück geht es los. Ich bitte Sie nach dem Essen die Aufgaben zu benennen und die Hauslehrer werden die Aufgaben zuweisen.
Hochachtungsvoll
Professor Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore
Argus Filch fiel die Kinnlade auf die Brust. Er musste den Brief noch zweimal lesen, bevor er einen riesigen Luftsprung machte. Das war noch besser, als Peeves endlich loszuwerden. So beeilte er sich in die große Halle zu kommen. In der Eingangshalle standen überall Eimer, Besen und Schrubber herum. Einige Schüler gingen zur großen Halle und wunderten sich lautstark über das ganze Zeug. Einige hatten Besen bisher nur zum Fliegen gesehen oder in der Hand des Hausmeisters.
Mit freudig roten Wangen betrat Filch seinerseits die Große Halle. Alles war festlich geschmückt, Peeves schlief noch immer und war scheinbar durch nichts zu wecken. Selbst der Radau der Schüler ließ ihn nicht zucken.
Dumbledore saß am Lehrertisch und winkte den Hausmeister zu sich. Die Wintersonne ließ den Schnee auf den Weihnachtsbäumen kräftig leuchten. Und Filch musste die Augen leicht zusammen kneifen. Der Schulleiter deutete auf den Stuhl neben sich und wartete bis dieser Platz genommen hatte, dann erhob er sich und schlagartig wurde es in der Halle still. Dumbledore sprach mit seiner ruhigen Stimme: „Heute ist der letzte Tag, bevor die meisten von euch über die Weihnachtsfeiertage nach Hause zu ihren Eltern fahren. Daher haut kräftig rein und wartet nach dem Essen, ich habe noch etwas zu sagen."
Mit diesen Worten setzte er sich wieder und begann ebenfalls sein Frühstück. Alle folgten seinem Beispiel, aber es wurde viel getuschelt. Was hatte das zu bedeuten? Was machte Filch neben Dumbledore? Keiner wusste eine Antwort. Auch Harry, Ron, und Ginny tuschelten mit vollen Mündern. Nur Hermine schwieg und strahlte über das ganze Gesicht. Vor Aufregung konnte sie nichts essen. Natürlich bemerkten die Jungen nichts von dem. Sie waren zu sehr mit essen und ihren Vermutungen beschäftigt. Nur Ginny warf der Freundin immer wieder misstrauische Blicke zu. Gerade hatte sie sich durchgerungen und ihre Augen auf sie gerichtet. Aber ihre Frage: „Hermine…?", wurde von Dumbledore unterbrochen. Er war aufgestanden und sprach wieder: „Hauselfen…"
Erschrocken rutschte Ginny von Hermine weg. Sie sah ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt und erhielt aus der weiteren Rede des Schulleiters den Beweis: „...sind nicht unsere Sklaven, auch wenn viele sie so behandeln. Miss Granger hat mich daher überzeugt - und dafür danke ich ihr - dass wir alle begreifen müssen, was die Hauselfen für uns tun. Wir sollten Sie achten und ihnen helfen, wenn es uns möglich ist. Miss Granger hat daher die Gruppierung .R gegründet, den Bund für Elfen-Rechte. Um uns allen zu zeigen, wie das Leben der Hauselfen ist, hat sie mich überzeugt, heute einen Großputz in Hogwarts durchzuführen. Ihr alle werdet unter Aufsicht von Mister Filch ohne Magie das Schloss putzen. Mister Filch wird - unterstützt durch unsere Lehrer - euch Aufgaben zuweisen und ihr werdet sie erledigen. Wer gut arbeitet bekommt Punkte für sein Haus. Wer nicht mitmacht bekommt Punkte abgezoben. Auch Mister Filch darf Punkte abziehen. Und bevor ich es vergesse: Ihr dürft erst Heim, wenn das ganze Schloss geputzt ist."
Großes Meckern und Motzen setzte ein. Ron, Harry und Ginny schrien förmlich auf Hermine ein: „Und so was nennt sich Freundin" … „Du bist verrückt, total verrückt" … „Hermine wie konntest du nur".
Dumbledore hob die Hand. Noch einmal verstummten alle. „Wie ich bereits sagte, ich will kein Meckern. Daher für jeden einen Punkt Abzug, ausser für Miss Granger."
Betretenes Schweigen setzte ein. Dumbledore sagte ruhig: „Fangen wir also an. Mister Filch wir die Aufgaben nennen und die Hauslehrer werden dafür Leute bestimmen. Miss Granger wird überall helfen und von einer Aufgaben zur nächsten eilen, um mit gutem Beispiel voran zu gehen. Aber die erste Aufgabe nenne ich noch. Tische abräumen und spülen."
McGonagall, die Hauslehrerin der Gryffindor, war am schnellsten: „Potter, Weasley, Weasley, Longbottom, Miss Brown und Miss Patil: Das ist ihre Aufgabe. Sie können direkt anfangen. Ein Hauself wird ihnen alles zeigen, aber es ist ihm veboten zu helfen."
Neben Harry ertönte ein lautes Plopp und eine fiepsende Stimme ertönte: „Harry Potter, Sir… Dobby ist untröstlich, dass er Harry Potter nicht helfen darf. Alle Hauselfen sind empört, dass ihnen die Arbeit weg genommen wird."
„Glaub mir, Dobby," meldete sich Ron zu Wort, „das ist das letzte was wir wollen."
So begannen die Gryffindor unter dem Gejohle der Slytherins die Haustische abzuräumen und von Dobby geführt die Teller und Tassen in die Küche zu tragen. Filch stand auf und rief nacheinander: „Wischen der Eingangshalle, der Flure und der Klassenzimmer. Die Gemeinschaftsräume und die Schlafsäle müssen aufgeräumt werden. Toiletten und Baderäume gewischt und die Fugen mit Zahnbürsten gereinigt." Er hatte selten so sehr jubiliert und gefeiert. Die Schüler sahen ihn entsetzt an. Die Hauslehrer teilten umgehend die Schüler zu den Arbeiten ein. Als Draco Malfoy am heftigsten von allen protestierte, als er den Slytherin Gemeinschaftsraum aufräumen sollte, platze Snape der Kragen. Mit seiner gefährlich ruhigen Stimme sprach er zu ihm, wie er sonst nur zu Harry sprach: „Okay, Mister Malfoy dann werden sie sofort beginnen die Toiletten zu reinigen und ich will kein einziges Wiederwort hören. Verstanden?"
Argus Filch eilte durch die Flure und pfiff einen Schüler nach dem anderen an, nie schien er da zu sein, wenn die Schüler arbeiteten, aber sobald einer Pause machte, kam Filch schon gelaufen und zog Punkte ab. Er strahlte über das ganze Gesicht und wenn er sich unbeobachtet fühlte, pfiff er leise Weihnachtslieder vor sich hin.
In der Küche schufteten die Gryffindor und schwitzten, während sie dreckige Pfannen, Töpfe und Teller wuschen. Essensreste entsorgten. Und das ständige Maulen der Hauselfen ertrugen.
„Unverschämtheit. Unsere Arbeit." Die Hauselfen waren drauf und dran die Schüler aus ihrer Küche zu werfen und nur Dobbys immer währender Mahnung: „Dumbledore hat es befohlen." War es zu verdanken, dass die Jungen und Mädchen ihren Spüldienst vollenden konnten. Aber auch von ihrer Seite war lautes Meckern und Maulen zu vernehmen. Ginny fluchte: „Mit dem Zauberstab wäre ich schon längst fertig." Dobby zupfte ihr am Ärmel: „Dobby ist sehr betrübt, aber Dobby muss Professor Dumbledore informieren, wenn in der Küche gezaubert wird." Maulend erledigten Sie ihre Arbeit. Als sie endlich fertig waren steckten sie die Köpfe zusammen: „Wir schleichen uns jetzt langsam nach draußen. Wir dürfen uns nicht erwischen lassen, sonst verdonnern sie uns zu noch mehr Arbeiten."
Argus Filch schlich bester Laune durch einen Geheimgang. Er hoffte oben die Putzkolonne beim Faulenzen zu erwischen. Womit er nicht rechnete, trat ein. Er erblickte im Geheimgang zwei Gestalten, deren Gesichter sehr nah bei einander waren. „Na wen haben wir den da?" schnarrte er, „Mister Potter und Miss Weasley."
Er nestelte an seiner Tasche herum und lächelte die beiden triumphierend an: „Heute ist mein Tag. Argus-Filch-Tag. Hier habe ich die Peitscherlaubnis vom Schulleiter."
Alles wurde dunkel. Schwärze erfühlte seine Augen und Professor Dumbledores Stimme war zu hören: „Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören, Argus. Trotz allem, wünsche ich frohe Weihnachten."
Argus Filch schlug die Augen auf. Mrs Norris saß neben ihm im Bett und leckte an seinem Ohrläppchen. Als sie die offenen Augen sah,maunzte sie und schob ihm mit dem Kopf ein Päckchen zu. Ein Umschlag klebte drauf und der Hausmeister war so irritiert über das Päckchen, dass er zunächst den Brief lass.
Hallo Argus,
ihre Katze hat sie sehr gerne. Sie hat mich so lange bedrängt bis ich das Geschenk für sie bestellt habe und es einpackte, Ich wünsche, ihnen schöne Weihnachten.
Minerva McGonagall.
Filch lächelte seiner Katze zu und öffnete das Papier. Tränen verschleierten ihm den Blick und er den Super Saugmats Tronik-Magischen Staubsauger entdeckte.
Aber was war das? Bei dem verschwommen Blick war sich Mister Filch nicht sicher, aber hing da nicht eine Schriftrolle an der Türklinke?
