Date: 13. Dezember
Author: (Akuma no) Amy
Category: Short Story, Song Fic
Characters/Pairing: Draco Malfoy / Blaise Zabini
Genre: romance, fluff, sad
Rating: P-13, maybe?
Disclaimer: Leider, leider bin ich immer noch nicht J.K. und so mache ich auch keinerlei Geld hiermit. Achja, und Warner Bros. gehört mir auch nicht! Mist aber auch. Und der Song „Be mine Tonight" gehört leider auch nicht mir, sondern Blackmore's Night.
(A/N): Ja… eigentlich war ja etwas ganz anders geplant, doch dann hüpfte diese Idee in meinen Kopf und hat mir keine Ruhe mehr gelassen bis ich mich einverstanden erklärt habe sie zu schreiben. Das ganze geriet auch etwas außer Kontrolle, aber ich hoffe ihr habt trotzdem euren Spaß beim lesen.
Ich widme dieses Törchen der lieben Gilly, denn die Idee/Inspiration/Hintergrundgeschichte stammt natürlich aus dem Rollenspiel, das wir vor Jahren einmal mit den zweien spielten. Damals fanden wir „Be mine tonight" so passend für die Sehnsucht Dracos nach Blaise, der sich aber doch zurückhält, aus Rücksicht auf seinen besten Freund… noch heute denke ich immer an die zwei, wenn ich das Lied höre.
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Be mine tonight…..
Gemütlich lümmelte der Silberblonde - mehr als er saß - auf dem großen, weichen Polstersessel, ein stilles Lächeln auf seinen Lippen liegend. Die Weihnachtsferien hatten begonnen, die meisten Schüler waren auch schon nachhause zu ihren Eltern gefahren und so war es wunderbar still und friedlich in den Kerkern.
„Du bist besser als das teuerste Kissen.." murmelte sein Freund, der es sich mit dem Kopf auf seinen Schoß bequem gemacht hatte, ungeachtete der Tatsache dass so seine Füße von dem Sessel hingen – der war zwar groß, aber doch nicht so groß das eine Person darauf sitzen und eine zweite sich dazulegen konnte.
„Ja, ich kann nämlich noch viel mehr als bloß weich und gemütlich sein." konterte Draco amüsiert, was auch den Schwarzhaarigen grinsen ließ. Keck, aber dabei doch auch sehr sanft, strichen seine langen, feingliedrigen Finger durch das weiche Haar des Jungen unter ihm, bis sie an dessen Wange angelangten und in einer zärtlichen Geste auf dieser liegenblieben.
„Weißt du noch…" begann jetzt Blaise, blinzelte leicht aus seinen honigbraunen Augen zu ihm hinauf. „Als wir zum ersten Mal nach Hogwarts gefahren sind als Erstklässler, mit dem Hogwartsexpress..?" Ein leichtes Nicken Dracos bestätigte dies. "Mir war schlecht geworden… von all dem Naschkram, den ich von der Hexe mit dem Süßigkeitenwagen gekauft habe und dann in mich hineingestopft habe. Ich weiß noch, du hast gelacht und gemeint du hättest ja gleich gesagt ich soll nicht so gierig alles auf einmal essen, aber trotzdem hast du dich nicht über mich lustig gemacht… und gemeint ich solle mich hinlegen.. und weil nicht genug Platz auf der Sitzbank im Abteil war hast du mich meinen Kopf in deinen Schoß legen lassen.."
We´ll travel through all our memories,
In our own little space in time,
Blaise konnte sich noch genau daran erinnern, wie übel er sich gefühlt hatte und an die Angst, Angst wie sie nur ein gerade erst eingeschulter Zauberschüler empfinden konnte, der befürchtete sich eben vor Draco Malfoy blamiert zu haben. Dem Sohn der Malfoy-Familie, von dem ihm sein Vater schon gewarnt hatte, dass er sich ja nicht schlecht mit ihm stellen sollte.. waren die Malfoys doch angesehene Zauberer und Reinblüter noch dazu. Aber Draco hatte ganz anders reagiert als es der junge Blaise erwartete.
„An diesem Tag bist du mein bester Freund geworden.." flüsterte der Silberblonde, lächelte in Erinnerung an ihr erstes Zusammentreffen. Seit damals waren sie immer zusammengewesen, unzertrennlich, ein eingeschworenes Gespann.
You´ve always been mine…
Auch Draco erinnerte sich zurück, an ihr erstes Schuljahr. An das Gesicht des Schwarzhaarigen, als er ihm feierlich verkündet hatte „Du bist jetzt mein Freund, okay? Mein bester." Und Blaise hatte nur gestrahlt und genickt und dann erst Ja gesagt, bevor sie beide in Lachen ausgebrochen waren. In dieser Zeit waren sie so unschuldig gewesen, so fröhlich und unbeschwert. Oft hatten sie sich einfach so umarmt. Na klar, sie waren jetzt große Jungs, die auf die Zaubererschule gingen und lernten wie es richtig geht, aber trotzdem fehlten ihnen manchmal ihre Mamas, doch das war nicht so schlimm, wenn der andere da war und genau wusste wie sich das anfühlt.
Through the years,
Die Jahre verstrichen und sie wurden älter, aber doch konnte nichts die beiden trennen. Malfoy und Zabini. Der eiskalte Prinz von Slytherin und sein engster Vertrauter, sagten auch manche, aber sie lachten nur darüber. Ganz so, wie damals in der ersten Klasse. Sollten sie doch reden – und irgendwie passte es ja auch. Es war was die anderen sahen, denn warum sich die Mühe machen ihnen sein richtiges Gesicht zu zeigen? Draco jedenfalls legte es nicht oft darauf an. Er wusste, dass er geliebt und geschätzt wurde, von den Menschen, auf die es ihm ankam. Auch von Blaise..
I feel your love beside me…
Nur er allein wusste, dass die kühle, ja fast kalte Maske, die Draco fast täglich aufsetzte nicht einfach nur von Arroganz oder Desinteresse sprach, sondern viel mehr, dass er sich ihrer bediente um seine wahren Gefühle zu verbergen. Er wusste, dass der junge Malfoy hohe Erwartungen an sich selbst stellte und auch oft glaubte, dass diese auch von anderen an ihn gestellt wurden – von seinen Eltern, seinem Umfeld.. und dass er manchmal schwer mit sich zu kämpfen hatte, so zu sein wie er dachte sein zu müssen.
Das manchmal in der Nacht, wenn sie alleine im Schlafsaal waren, diese Eismaske zerbrach, zerschmolzen von heißen Tränen die über seine Wangen liefen, Tränen die nur Blaise alleine sehen durfte. Die nur er sanft von seiner Wange streichen durfte, mit den geflüsterten Worten das alles wieder gut werden würde begleitet. Und nur bei ihm klangen die Worte irgendwie ehrlich für Draco…
Bei ihm konnte der Silberblonde sich fallen lassen, und so teilten sie nicht nur ihre dunkelsten Momente miteinander, sondern auch die am hellsten strahlenden. Ehrliches, echtes Lachen war dann zu hören und die Wärme durchströmte sie förmlich, gleich einer warmen Tasse Kakao an einem Wintertag getrunken, so glücklich war die Zeit der beiden Freunde miteinander.
Through the laughter
and the tears,
You´ve conquered all my fears...
Blaise hatte befürchtet, Draco Malfoy würde ihm das Leben in Hogwarts zur Hölle machen, nachdem was sein Vater ihm vor der Einschulung erzählt hatte. Draco wiederum hatte gedacht, Zabini wäre nur einer von vielen, einer wie alle anderen. Doch sie hatten sich beide getäuscht, waren beste Freunde geworden.
Das Beste was ihnen jemals passieren konnte, erlebten sie doch zusammen die tollste, turbulenteste und lustigste Zeit überhaupt an Hogwarts. Gemeinsam amüsierten sie sich über die Gryffindors, zogen andere Schüler auf, lästerten über Pansy Parkinson wenn diese sich mal wieder an Draco ranmachte, verzauberten die Weihnachtsstrümpfe anderer Schüler, überstanden auch die langweiligsten Stunden Geschichte der Zauberei bei dem Geisterprofessor, teilten all ihre Geheimnisse miteinander, schlichen gemeinsam zum ersten Mal heimlich nach Hogsmead um im Honigtopf Süßigkeiten zu kaufen… kurz um sie taten alles, was beste Freunde in der Pubertät so alles anstellen und sie hatten einen Heidenspaß dabei.
So many stories,
So
many treasures,
So much our lives have shared...
We´ve done it all
and we´ve done it together
Sie waren mittlerweile dreizehn Jahre alt und ausgerechnet auf einer Weihnachtsparty passierte es.. Es gab Getränke, Musik, sie spielten Wahrheit oder Pflicht und irgendwann packte einer eine Flasche aus. Flaschendrehen! Das war neu, aufregend und alle waren ganz wild darauf und auch Blaise machte lachend mit, zog Draco mit sich in den Kreis. Wild drehte sich die Flasche im Kreis, erzeugte einen grünen Wirbel, bevor sie zitternd stehen blieb, genau auf den Schwarzhaarigen zeigte.. „Los! Küssen, küssen!" "Los Katie!" "Los Blaise!"
Ihren Namen hatte Draco nie vergessen und auch nicht das aufgekratzte, glückliche Lächeln auf den Gesichtern der beiden als Katie und Blaise den auffordernden Rufen nachkamen. Auch nicht wie stolz Blaise ihn danach angrinste, meinte er wäre sicher der nächste. Bald zeigte die Flasche auch wirklich auf Draco, aber er wurde nur ausgebuht als er dem Mädchen bloß einen Kuss auf die Wange hauchte, was er natürlich nur mit eiskaltem Blick quittierte. Ihren Namen hatte er längst vergessen, aber Katies.. das Mädchen, bei deren Kuss mit Blaise ihm beinahe das Herz stehen blieb, ihren Namen konnte er nicht vergessen.
You know I´ve always cared...
In
this heart,
There´ll never be another,
You
have made my life complete,
„Blaise? Erinnerst du dich an Katie?" fragte der Silberblonde leise, was seinen Freund nachdenklich den Kopf leicht heben ließ. „Hmmmm? Katie?" murmelte dieser, in seinen Augen förmlich zu sehen wie sich kleine Schräubchen in seinen Kopf drehten. „Nein…" antwortete Blaise schließlich zögernd, blickte fragend zu Draco auf.
„Warum?"
„Ach, nur so… egal." Doch ein zufriedenes Lächeln breitete
sich auf seinem Gesicht aus und er ließ zärtlich die Hand durch das
dunkle, schwarze Haar seines Freundes gleiten.
Our love is like a dream...
Mit einem Nicken wies Draco auf einen der schwebenden Mistelzweige, die zu der Weihnachtsdekoration gehörten, und grinste amüsiert. Das Besondere an diesen kleinen grünen Gesellen war nämlich, dass sie magisch verzaubert nicht nur schwebten, nein, sondern auch ständig ihre Position änderten. Und hielten sie über zwei geeigneten ‚Opfern' an, war natürlich klar, was folgen musste..
Die honigbraunen Augen Blaises weiteten sich ungläubig. „Ein Mistelzweig…!" Er bemerkte das freudige Glitzern in den Augen seines Freundes und er schüttelte schnell den Kopf. „Draco…! Nein!" protestierte er und hob abwehrend die Hände, wovon sich der andere Slytherin aber nicht abhalten ließ und in einer geschmeidigen Bewegung Blaise zu sich hochzog, so dass er fast auf seinem Schoß zu sitzen kam und dabei einfach die ausgestreckten Hände ergriff, sanft festhielt.
Take my hand,
„Oh Honey…" hauchte der Silberblonde zärtlich seinen Spitznamen für seinen Freund, beugte sich dabei mit einem schalkhaften Funkeln in seinen Augen näher zu dem Anderen, mit raubtierhafter Grazie in seinen Bewegungen. Blaise riss nur die Augen weiter auf und hielt erschrocken still. Natürlich nur erschrocken, er konnte doch nicht wirklich wollen was der Mistelzweig über ihnen versprach…?
Nothing can come between us,
Mit einer zärtlichen Berührung strich Draco eine vorwitzige schwarze Strähne aus seinem Gesicht, ließ seine Hand langsam hinunter wandern und berührte nur für einen Moment die weichen Lippen seines Freundes… So sanft, so unwiderstehlich… Seine Augen hatten einen verdächtigen Glanz angenommen, das helle graublau glich der Farbe eines aufziehenden Sturms.
We were always meant to be,
"Keine Angst Blaise.." flüsterte er leise, kam ihm nun so nahe das ihre Münder sich schon fast berührten. Der sanfte, warme Atems des Silberblonden strich über das Gesicht seines Freundes und auch er spürte den hektischen Atem Blaises über seine Haut streifen.
Forever, you and me...
Mit einem frechen Grinsen überbrückte Draco den letzten Abstand zwischen ihnen und hauchte zärtlich einen Kuss auf…. die Wange des Schwarzhaarigen, grinste bei seinem überraschten Gesichtsausdruck, der irgendwie aber auch erleichtert wirkte.
Geschmeidig lehnte er sich zurück, beobachtete still, wie auch Blaise sich wieder etwas mehr von ihm entfernte und dabei verfolgte, wie der Mistelzweig leise davon schwebte, um sich neue ‚Opfer' zu suchen. Worte waren nicht notwendig… Sie beide wussten, wie sehr Draco sich danach sehnte zu erleben, was die Tradition des Mistelzweigs eigentlich versprach und doch hielt er sich zurück und er war bereit zu warten, bis auch sein Freund sich die Sehnsucht endlich eingestehen würde…
In my eyes,
Your
face is always before me,
Our souls are now as one...
"Ich bin ja gespannt ob sie diese fliegenden Mistelzweige auch nächstes Jahr wieder aufhängen." meinte er grinsend und zwinkerte Blaise amüsiert zu, lehnte sich dabei wieder entspannt in dem Sessel zurück.
„Ich auch." flüsterte der Schwarzhaarige leise, unhörbar für seinen Freund.
We´ve only just begun...
