5. Kapitel – Am Meeresboden II
„Siehst du das?", hörte Lara die erstaunte Stimme von Alister.
„Und wie ich sehe.", war ihre Antwort.
Lara ging durch den Raum und fand auch hier wieder Skulpturen, Säulen und Inschriften vor. Auf einer großen Tafel, die in der Wand steckte, war eine Geschichte aufgeschrieben.
Diese Inschriften waren besser zu erkennen als die vorherigen. Einige Zeichen davon kannte sie und kam zu dieser Übersetzung.
„Für den König, der unser Land gerettet.-- --für Gerechtigkeit,…,Liebe und Freiheit.
Seit der -- des Geschwisterpaares führen wir ein gutes Leben. Dank dem König, der unser Land gerettet.
Opfern werden wir -- was er begehrt. Vieh, Obst und Leben. -- -- es was er will.
Für den König, der unser Land gerettet.
Doch auch die Königin sei nicht --. Auf das der König und Sie -- Kinder zeugen werden!
Für unser Land, das gerettet!"
So beendete sie ihre Übersetzung.
„Eindeutig. Es gab Montek." Sagte Lara.
„Es ist unwahrscheinlich, dass es diese Insel nicht gab", bestätigte Alister.
„Nur leider gibt es hier keinerlei Hinweise auf die Artefakte! Nicht was sie bewirken und wo sie sind!", mischte Zip sich ein.
Lara nickte zustimmend und ging einige Schritte weiter.
Da entdeckte sie noch eine Schrift.
„Falls ein Feind unheil über unser Land -- wird, wird das Geschaffene des Königs --.
Zu den Elementen der --. Feuer, Wasser, Erde und --. Wenn es der Feind doch schaffen wir -- zu finden, wird es sie doch nicht zusammenbringen. -- die Teile können -- mit einem Zauberspruch auf unsere -- zusammengefügt werden!
Für unser Land, das gerettet!"
„Ha! Da haben wir es doch! Die Teile werden auf die vier Elemente der Welt verteilt! Feuer, Wasser , Erde und Luft.", sagte Lara voller Begeisterung.
„Nur…was ist mit diesen vier Elementen gemeint? Etwa Länder? Kontinente?", fragte Alister.
„Ich weiß es nicht genau. Wie wär´s, wenn…"
„Wenn ich mal dazu etwas rumstöbern sollte? OK!", erwiderte Alister und verlies den Kontrollraum mit schnellen Schritten.
„Und schon ist er wieder weg. Ein wenig mit seinen Büchern flirten…Freak….", sprach Zip.
„Jetzt hör aber auf! Wer sitzt denn die ganze Zeit vorm PC?", meckerte Lara.
„Schon gut schon gut….", entschuldigte sich Zip, „Wie willst du hier eigentlich wieder rauskommen?"
„Ich weiß nicht, aber ich glaube da oben ist eine kleine Öffnung. Irgendwie werde ich da rauf kommen müssen.", sagte die Archäologin und begann ihre Kletteraktion an einem kleinen Felsen.
„Und schon gehen wir wieder ohne Kletterausrüstung spazieren.", hörte sie Zip lachen, kümmerte sich aber nicht weiter darum.
Über ihr sah Lara einen kleine Spalt, der schräg nach oben verlief. Genau richtig. Lara sprang nach oben und hangelte sich dann weiter nach links. Zu ihrem Glück war noch ein längerer Spalt über ihr. Sie sprang noch einmal hoch und dann ging es eine Weile nach rechts.
„Und jetzt?", fragte sie sich.
Es war eine Art Sackgasse in der Luft. Doch da bemerkte sie einen Stab aus Eisen hinter sich, der aus der Wand ragte. Sie drehte ihren Oberkörper nach hinten, nahm kurz Schwung und umklammerte die Stange mit beiden Händen.
„Beeil dich Lara! Ich glaub der hält nicht lang!", hörte sie Zip im Headset.
Schnell holte die junge Frau Schwung und sprang im letzten Moment ab. Sie landete auf einem hohen Felsen und checkte die Lage.
Bis zu Öffnung war es nicht mehr weit. Nur 10 bis 15 Meter trennte sie noch von der Freiheit.
Über ihr fand sie einige Stalaktiten, die genau bis zur Öffnung führten.
„Ich hoffe die halten.", sagte sie zu sich selbst und sprang dann zum Ersten. Glücklicherweise war dieser fest und sie konnte genug Schwung holen, um zum nächsten Stalaktiten zu springen. Lara merkte, dass je weiter sie sprang, desto lockere die Stalaktiten wurden. So beeilte sich immer mehr um von Einem zum Nächsten zu gelangen, bis sie sich dann endlich an der Kante der Öffnung hochziehen konnte.
„Puh…das wäre geschafft!", stellte Lara erleichtert fest und atmete tief ein. Ein leichter Wind wehte ihr um den Körper.
Sie blickte sich kurz umdrehte und sah nur Wasser.
„Das ist wohl der einzige Weg.", hörte sie Zips Stimme.
„Ich glaube du hast Recht.", erwiderte Lara.
Zum glück hatte sie noch eine kleine Taucherbrille dabei, sodass sie wenigstens gute Sicht unter Wasser haben würde. Die junge Frau füllte ihre Lungen mit einer großzügigen Portion Luft und sprang dann ins Wasser. Sofort wurde sie von einem Strudel erwischt. Es würde keinen Sinn machen sich von ihm loszulösen. So blieb der Archäologin nichts anderes übrig als von ihm „geführt" zu werden. Lara vernahm ein lautes Rauschen und wurde im Strudel in alle Richtungen gedreht. Als es endlich vorbei war, war es nicht mehr weit bis zur Wasseroberfläche. Mit dem letzten Sauerstoff, den sie noch hatte, schwamm sie mit vollem Körpereinsatz Richtung Wasseroberfläche.
Als ihr Kopf das Wasser verlies, schnappte Lara nach frischer Luft.
„Du hast es geschafft!", sagte Zip.
„Tja Zip….wer kann der kann!", lächelte Lara und fuhr mit den nassen Händen über ihr Gesicht.
Nicht weit von ihr war eine kleine Felsengruppe. Sie schwamm hin und fand einen kleinen Jetski vor.
„Ob ich mir den mal kurz ausleihen könnte?", fragte die Archäologin unschuldig mit einem kleinen Grinsen und stieg auf.
Mit Vollgas fuhr sie dem Strand entgegen.
