Ich bin kein Fan von langen Vorwörtern xD
Aber eins muss ich mal loswerden. Das alles würde übersichtlicher aussehen, wenn hier mal das Absatzmachen funktionieren würde!Das geht bei mir nämlich bei irgendwie nich...naja, ich hoff,dass es euch nicht so stört.
Ansonsten: Viel Spaß und Reviews nicht vergessen :-)
Kapitel 20 – Alleingang
Lara stand reglos auf einer Eisfläche.
Ihr war kalt.
Plötzlich wurde alles schwarz um sie herum und Lara fing an zu fallen. Sie fiel und fiel und das ganze schien kein Ende zu nehmen.
Sie wusste nicht mehr wo oben und unten war.
Sie fiel und spürte, wie kalte Luft über ihren ganzen Körper strömte.
Sie hörte nichts.
Dann schloss sie die Augen und spürte, wie im nächsten Moment etwas Weiches sie auffing.
Es waren warme Arme, in denen ihr kalter Körper lag...
Lara machte ihre Augen auf. Alles war verschwommen. Sie konnte nichts erkennen. Alles was sie vernahm, war grelles Licht.
Lara konnte nur mühsam atmen.
Ihr Kopf brummte, der Rücken tat ihr, ihre Gliedmaßen spürte sie nicht.
Wo bin ich? War ihr erster Gedanke.
Sie wollte weg von hier - nach Hause.
„Z…z…Zip?", stöhnte sie.
Sie blinzelte einige Male mit ihren Augen und drehte ihren Kopf hin und her.
Langsam kam sie wieder zu sich.
Lara hob ihren rechten Arm und führte ihn zu ihrer Stirn. Sie fuhr mit der Hand über ihr Gesicht und legte anschließend den Arm auf ihren Bauch.
Was ist passiert? Ging es ihr durch den Kopf.
Da kamen die ganzen Erinnerungen wieder.
Sie sah, wie sie auf einem Gletscher rutschte und dann in einen riesigen Krater fiel.
Sie fiel so lange, bis sie einfach nur die Augen schloss und den Schneemaßen über ihr zuhörte, wie geräuschvoll sie den Krater hinunterstürzten.
Lara schreckte auf und begann wild zu atmen.
Sie sah sich um.
Die junge Frau befand sich auf einem hohen Schneehügel. Ihr ganzer Unterleib war von Schnee überdeckt.
Sofort nahm sie den Schnee von ihren Beinen.
Ihre Hosen waren durch und durch nass.
Nur schwer konnte sie ihre Beine bewegen. Sie zog sie an sich und streckte sie dann wieder, bis sie sich im Schneidersitz hinsetzten konnte.
Wieder musterte Lara die Umgebung.
Links und rechts von ihr konnte sie nur Schneehügel erkenne, die sich unendlich weit auszudehnen schienen.
Unter ihr konnte sie festen Boden erkenne, der aus Eis bestand.
Als Lara nach oben schaute, konnte sie zwei riesige Wände aus Eis nach oben ins weiße Nichts ragen sehen.
Lara war in einem riesigen Gang, der kein Ende zu nehmen schien gefangen.
Die Archäologin rieb abwechselnd ihre Hände und Arme, um ihren Körper zu wärmen.
Dann richtete sie ihren Zopf und massierte sich anschließend die Schläfen, in der Hoffnung, dass die Kopfschmerzen aufhören würden.
Danach griff sie mit ihrer rechten Hand an ihr rechtes Ohr.
Das Headset, wo ist es? Dachte sie panisch.
Lara schaute wild umher und grub mit ihren Händen im Schnee herum, bis die Schneemaße begann sich zu bewegen und samt Lara nach unten rutschte.
Die Archäologin streckte ihre Beine aus, sodass sie behutsam auf dem Boden landete.
Sie schaute hoch und sah, wie ihr Rucksack nach unten gerutscht kam.
Sie packte ihn und schaute nach, ob alle ihre Sachen noch da waren.
Nichts fehlte.
„Glück gehabt.", flüsterte sie zu sich.
Dann zog sie den Rucksack an und führte ihre Hände zu ihrem Waffengürtel.
Fernglas und Haken waren da.
Doch eine ihrer Pistolen fehlte.
„Mist…sie muss doch irgendwo sein.", sagte Lara.
Sie fing an in den Schneemaßen zu graben.
Als sie etwas Hartes spürte, ergriff sie es mit der rechten Hand und zog es dann heraus.
Ihr Headset.
Lara fiel ein Stein vom Herzen.
Sie wischte den Schnee von dem Headset ab, legte es ans Ohr und begann eine Frequenz zu suchen.
„Zip? Kannst du mich hören? Ich bins, Lara!", sprach sie hinein, doch keine Antwort.
Sie versuchte es noch mal, doch keiner antwortet ihr.
Missmutig nahm sie die Hand vom Ohr.
Sie atmete tief ein und schloss ihre Augen.
Mach dir keine Sorgen, alles wird gut.
Als sie hoch zu dem Schneehügel blickte, sah sie etwas leuchten.
Sie warf ihren Haken in die Richtung, holte ihn wieder ein und fing dann mit ihrer linken Hand ihre zweite Pistole.
„Wer sagts denn.", sagte sie überglücklich und steckte die Waffe an den gewohnten Platz.
„Hm, wo gehe ich jetzt am besten hin", fragte sie sich, „Vielleicht…"
Doch da hörte sie ein Heulen.
Sofort drehte sie sich nach rechts und begann zu rennen.
Was war das nur?
Lara vernahm einen Aufschrei und gleich darauf wieder ein Heulen. Dieses mal lauter.
Sie folgte dem Gang, als sie nach links abbiegen musste.
Wieder ein Heulen. Dann wurde es still.
Sie schien nicht mehr weit zu sein.
Sie griff nach ihren Waffen, als sie nach rechts abbog und dann in eine runde Halle kam, die aber wie der Gang keine Decke hatte und aus Eis bestand.
Lara sah nur noch, wie eine Art Gorilla zu Boden sank und sich dann in tausend Eissplitter auflöste.
Was war das? Fragte sie sich in Gedanken.
Als sie sich dem Splitterhaufen näherte, begann sich dieser zu bewegen.
Erschrocken wich Lara einen Schritt nach hinten aus und sah dann, wie sich die kleinen Teilchen, wie ein Puzzel zu einem Tier zusammenfügten.
Vor ihr stand nun ein dreimeterhohes Monster, das aus Eis bestand.
Das Monster hatte die Form eines Gorillas, zwei Hörner auf dem Kopf, Zähne, die aus seinem Mund ragten und zwei gewaltige Hände mit Klauen dran.
Ehe Lara sich versah, kam ihr eine der beiden Hände entgegen und traf die Archäologin mitten in den Bauch.
Keuchend fiel Lara auf den Boden.
Schon nach wenigen Sekunden stand sie wieder auf und rannte dann um das Monster herum. Sie lief im Kreis und schoss auf das Tier.
Dieses blieb jedoch unbeeindruckt und riss sein gewaltiges Maul auf, um Lara damit zu schnappen.
Rechtzeitig rollte sich die junge Frau ab und schoss dann in die Augen des Monsters.
Augenblicklich fing das Tier an zu heulen.
Lara wusste nun, was zu tun war.
Gezielt lief sie wieder im Kreis, bis der Vieh wieder mit dem Maul nach ihr schnappte.
Lara vollbrachte wieder eine Rolle und zielte in die Augen des Monsters.
Wieder heulte das Tier auf und schleuderte dann mit seinen Armen herum.
Die junge Frau konnte der Attacke gerade noch mit einem Salto ausweichen und landete dann auf dem Rücken des Tieres.
Lara hielt sich mit einer Hand an einem der Hörner fest und schoss in den Hals des Monsters.
Im nächsten Moment, löste sich das Tier wieder in tausend Teile.
Die Archäologin freute sich über den Sieg und bemerkte, wie sich ein Stück Wand in der Höhle auflöste und den Weg zu einem Gang freigab.
Schnell lief Lara hinein und sah zu, wie sich eine neue Eiswand bildete und den Weg zurück nicht mehr ermöglichte.
Sie wechselte die Magazine ihrer Pistolen und folgte dem Gang, der dem vorherigen gleich war.
Schon nach kurzer Zeit stand sie wieder vor einer Eiswand. Diese löste sich auf und ein großer Saal kam zum Vorschein.
Es war ein großer Viereckiger Raum, in dem sich Lara nun befand.
Die Wände waren aus weißem Stein und glatt wie Spiegel. Auch der Boden bestand aus demselben Material, sodass es schien, als ob er mit den Wänden verschmelzen würde.
Wenn man nach oben blickte, schaute man in einen wunderschönen Sternenhimmel. Unzählige Sterne befanden sich auf der dunkelblauen Fläche und schufen eine wohltuende Atmosphäre.
Gegenüber dem Eingang befand sich auf der anderen Seite des Raumes eine schneeweiße Treppe, die zu einem silbernen Tor führte.
Auf der linken und rechten Wand befand sich jeweils eine Tür, die ebenfalls silber war.
„Einfach fantastisch", staunte Lara, „ Wenn die Jungs das nur sehen könnten…"
Sie ging in die Mitte des Raumes und entdeckte dabei eine Tafel im Boden, in die ein Text eingraviert war.
Lara übersetzte:
Hier, im Tempel des Arun, soll unser Gott leben.
Das Paradies auf Erden schenkte er uns,
so wollen wir ihm auch ein Paradies auf Erden schenken.
Dich verehren werden wir auf Ewig,
denn dir verdanken wir unser Leben.
Geweiht sei dies unserem Gott Arun!
„Ich befinde mich hier im Tempel des Arun. Kaum zu glauben.", sprach Lara.
„Aber was war das nur für ein Volk? Diese Schrift hat eindeutig persische Wurzeln. Wenn sich die Àvla hier wirklich befinden soll, warum ist hier dann die Rede von Arun?", fragte sich Lara.
„Ach wenn ich doch nur Empfang hätte!"
Dann näherte sich Lara dem Tor. Erst jetzt bemerkte sie, dass sich in diesem zwei Einkerbungen befanden.
Sofort wurde ihr klar, dass in diese zwei Schlüssel hinein mussten, um das Tor zu öffnen.
Die zwei Türen, die sich in dem Raum befanden gaben ihr weitere Sicherheit, mit diesem Gedanken richtig zu liegen.
Sie ging einige Schritte zurück, um einen weiteren Text zu lesen, der sich über dem Tor befand.
Wer hier eindringt sei verdammt!
Ohne Erlaubnis ist er in das Heiligtum eingedrungen.
Das Objekt seiner Begierde sicher unser Heiligstes ist.
Das einzige, was von unserem Gott uns gegeben will er stehlen!
Wenn es sein Verlangen ist so soll er tun, doch versichert sei ihm,
dass er mit seinem Leben spielt.
Lara war sich sicher, dass sie nur einige Meter und ein silbernes Tor von Labea trennten.
Sie drehte sich um schaute einmal zur rechten und einmal zur linken Tür.
„Was würde Zip sagen?", fragte sich Lara mit einem Lächeln.
„Nimm rechts. Rechts ist immer gut."
