Dieses Kapitel ist ein bisschen actionreicher, besitzt mehr Drama und etwas Romantik und deshalb weniger Humor.
Trotzdem hoffe ich, dass es euch gefällt und das es den Erwartungen gerecht wird.
Reviews sind wie immer willkommen:
Chapter 4
Part 1
Der Fotograf musterte ihn genauer während John mit einer Hand nach seiner Geldbörse griff und tänzelte den Zeigefinger auf und ab:
"Der kleine Junge der in Mutterschaft in Vivians Hütte lebte..."
John drückte ihm unruhig das Geld in die Hand:
"Vielen Dank!"
Der Fotograf sprach weiter:
"Du bist John Connor!"
Camerons Blick schoss zu dem Fotografen. Ihre Augenlider verengten sich zu bösartigen Schlitzen.
John bemerkte, wie ihre Hand zu der 9 mm an ihrem Oberschenkel glitt.
Er hastig versuchte er in Spanisch den Fotografen vom Gegenteil zu überzeugen, um das Blutbad zu verhindern:
"Es tut mir Leid, ich weiß nicht wovon Sie sprechen. Sie müssen mich mit jemanden verwechseln."
"Du bist Sarah Connors Sohn!", fuhr der Fotograf unbeeindruckt davon fort.
Nervös blickte, John kurz zu Cameron, die kurz davor stand, den Fotografen anzugreifen:
"Warte hier, ich bin gleich zurück."
Hastig stand er auf und lief in einen ruhigeren Teil des Lokals, dicht gefolgt von dem Fotografen.
"Ich erinnere mich als die Connors Tacholo verlassen haben... und ich erinnere mich an die Geschichten, die erzählt wurden, nachdem du weg warst", erklärte der Fotograf.
John schüttelte den Kopf:
"Sie verwechseln mich wirklich mit jemand anderen. Ich bin nur..."
Der Fotograf hielt die Kamera hoch:
"Dies sind Fotos, von welchen du nicht möchtest, dass sie die Behörden sehen!"
Johns Blick versteinerte sich:
"Wie viel?"
"Alles was du hast!", erwiderte der Fotograf mit einer drohenden Stimme.
Plötzlich veränderte sich sein Blick und er blieb stumm. Cameron war hinter ihm hervorgetreten:
"Du solltest mit mir kommen, wenn du leben möchtest!"
Mit der Linken, nahm sie ihm den Fotoapparat aus der Hand.
Ihre rechte Hand blieb verdeckt. John vermutete, dass sie ihm die 9 mm gegen den Rücken hielt und wurde ungeduldig.
"Wir müssen weg, John!", befahl sie ihm.
Er nickte, ging an ihr vorbei zur Türe. Währenddessen hatte sie ihm unbemerkt den Fotoapparat in die Hand gedrückt.
Sie erhöhte den Druck des Laufes auf den Rücken des Fotografen und dieser verstand:
"Hey hören sie, es ist nichts persönliches, bitte, lassen sie mich einfach laufen. Sie müssen verstehen, ich wollte einfach ein paar schnelle Dollars machen..."
"Mitkommen!", befahl Cameron in einer sehr bedrohlich wirkenden Stimme.
Der Fotograf gab nach und ließ sich zum Ausgang bugsieren.
Die anderen Gäste hatten nichts von all dem Mitbekommen.
Im Hintergrund standen zwei Polizeibeamte auf, die ebenfalls gehen wollten.
John blickte sich nervös um.
Cameron hatte den Fotografen in die nächste dunkle Gasse bugsiert und bedrohte ihn mit der 9 mm:
"Das war dein Fehler!"
"Ich verstehe nicht!", stammelte der Fotograf.
"Du bist der Grund, warum wir hier sind", erwiderte Cameron mit zuckender Hand.
"Du kannst mich hier nicht festhalten. Lass mich laufen!", stotterte der Fotograf.
"Was soll ich mit dir tun?"
Cameron hielt die Waffe höher, in das Gesicht des Fotografen, der ihr erwiderte:
"Nichts?"
"Die Behörden arbeiten durch Hinweise und Beweise. Wirst du ihn verraten?"
Camerons Augen registrierten jede seiner Regungen.
"Nein, nein. Ich werde ihnen nichts sagen. Was sollte ich ihnen auch sagen?", stammelte der Fotograf.
"Du bist unzuverlässig. Ich weiß nicht, was ich mit dir machen soll", antwortete Cameron.
"Stopp, Bitte. Du machst mich wahnsinnig", bettelte der Fotograf.
"Cameron! Lass uns gehen, er kann nichts mehr machen!", bat John.
"Was soll ich bloß mit dir machen?", fragte Cameron.
"Nichts?", bettelte der Fotograf weiter.
"Cameron! Lass uns jetzt endlich gehen!", schrie John.
Cameron blickte John kurz an, danach wandte sie sich wieder an den Fotografen:
"Du bist eine Gefahr. Ich muss hier weg, aber ich kann dich nicht gehen lassen."
Die Augen des Fotografen weiteten sich vor Schreck, er starrte in den Lauf der Waffe. John drehte sich nervös um:
"Cameron! lass es sein!"
"Oh verdammt, die Polizei! Wir müssen hier weg, schnell!"
John fing an durch die dunkle Gasse zu rennen, um den Polizisten auszuweichen.
Cameron sah das gelbe Siegeslächeln im Gesicht des Fotografen.
Blitzschnell ließ sie ihre 9 mm in dem Holster am Knie unter dem Kleid verschwinden und fing an zu schreien:
"Hilfe, Hilfe!"
Das Gesicht des Fotografen wirkte überrascht. Cameron nutzte den Überraschungsmoment aus, um ein Handringen mit dem Fotografen zu inszenieren:
"Hilfe! Lass mich in Ruhe! Fass mich bitte nicht an."
Camerons Stimme wirkte weinerlich, falsche Tränen flossen aus ihrem Gesicht.
John stoppte im Rennen 'Was ist da los? Ist ihr etwas passiert?'.
Er haderte mit sich - es war unwahrscheinlich, aber wenn ihr dennoch etwas zugestoßen war?
Seine Sorge überwog, sodass er zurück rannte.
Die Beamten kamen Cameron zur Hilfe.
"Lass sie sofort los!"
"Hey, es ist nicht so, wie es ausschaut!", versuchte der Fotograf zu erklären.
"Das sagen sie alle", erwiderte der andere Polizist.
Cameron schubste den Fotografen weg rannte auf den nächsten Polizisten zu und umarmte ihn:
"Vielen, vielen Dank, dass sie mich vor dem Ekel gerettet haben."
Der Polizist tätschelte sie auf den Rücken:
"Schon gut, wir nehmen ihn uns jetzt vor. Er hat ihnen doch hoffentlich noch nichts angetan, oder? Sind sie in Ordnung?"
"Ja, ihr wart gerade noch rechtzeitig da. Vielen Dank."
Der Fotograf schüttelte den Kopf:
"Sie lügt!"
"Auf den Boden Freundchen! Und Hände über den Kopf!", befahl der zweite Polizist, der seine Dienstwaffe auf ihn gerichtet hatte.
"Das ist ein großes Missverständnis. Sie hat eine Waffe! Sie hat mich hier her geschleppt, mir meine Kamera abgenommen! Mich bedroht! Durchsucht sich, tastet sie ab, dann werdet ihr schon sehen!", bat der Fotograf befehlend weiter.
Der Polizist, der Cameron im Arm gehalten hatte kam mit Handschellen näher an ihn heran:
"Abtasten?! Ich denke, das würde dir gefallen, nicht wahr? Du Perversling! Ich denke die Situation ist eindeutig",
der Polizist legte ihm die Handschellen an,
"Du wirst ins Kittchen kommen. Du weist, was Mithäftlinge mit Sexualstraftätern machen. Stell dich schon mal auf ein paar Burritos ein."
Die Augen des Fotografen weiteten sich ein weiteres mal vor Schreck.
John kam pustend an und sah, wie der Fotograph gerade abgeführt wurde.
Cameron gab dem anderen Polizisten gerade ihre, höchst wahrscheinlich gefälschten, Angaben.
Nervös, ging John auf sie zu. Der Polizist blickte in durchdringen an.
"Kennen sie den?", fragte er Cameron.
Cameron blickte John kurz an, dessen Mundwinkel als er die falschen Tränen sah, kurz zuckten:
"Das ist mein Freund."
Der Polizist schaute John wütend an:
"Du läufst also einfach weg, wenn deine Freundin von so einem Perversling bedroht wird?! Du verteidigst sie nicht?! Das war nicht gerade männlich von dir!"
Johns Hände ballten sich vor Wut 'Nein, ich bin kein Weichling und auch nicht schwul!'
Er warf Cameron kurz einen Blick zu und blickte danach auf den Boden:
"Ähm, Ich war Hilfe holen."
Der Polizist blickte sich um:
"Wo ist deine Hilfe!?"
Er blickte auf Cameron:
"Sie sollten sich wirklich nicht mit so einem Weichei abgeben, der sie nicht beschützen kann. Besonders nicht nachts in solch einer Gegend. Sie hatten Glück, dass wir zufällig hier waren, sonst hätte die Situation einen bösen Ausgang genommen. Und niemand wäre ihnen zu Hilfe gekommen", er schaute John herausfordernd an.
'Sicher. Aber der Ausgang wäre sehr unerwartet für sie!', dachte sich John, und stellte sich den Polizisten am morgen gebückt über der Leiche des Fotografen vor.
"Ich will jetzt einfach nur noch nach Hause...", schluchzte Cameron.
Der Polizist nickte verständlich:
"Wenn noch irgendwas sein sollte, melden sie sich bitte."
Er gab Cameron eine Karte, die sie nickend einsteckte und er wandte sich an John, dessen Brust er mit seinem Zeigefinger taktierte:
"Du wirst auf sie gefälligst aufpassen, verstanden!? Oder ich knöpfe dich mir persönlich vor!"
John riss sich zusammen und nickte kurz.
Der Polizist blickte nochmal kurz auf Cameron, um sich zu vergewissern, dass es ihr gut ging und verschwand.
Die Tränen hatten gestoppt. Grinsend, zufrieden mit sich selbst, blickte sie den weglaufenden Polizisten an.
John schüttelte den Kopf:
"Du solltest mich doch nicht wieder in solche Situationen bringen."
"Der Zweck heiligt die Mittel", erwiderte Cameron und lief zu.
"Was soll denn das heißen?", fragte John.
"Michael Kohlhaas", antwortete ihm Cameron.
"Weiter?", fragte John wieder.
"Es ist eine Novelle von Heinrich von Kleist, über die Geschichte des Hans Kohlhase. Ein bedeutendes Werk der deutschen Literatur",
als Cameron Johns überraschtes Gesicht sah, fügte sie hinzu:
"Ich schlafe nicht, also lese ich. Das solltest du auch machen, du bist ziemlich ungebildet."
"Nein danke, ich habe Wichtigers zu tun", versuchte sich John raus zu reden.
"Wie sich Nachts mit Riley zu treffen?", fragte Cameron unbefangen.
Der Knutschfleck den sie damals an Johns Hals gefunden hatte war eine ihre schlimmsten Erinnerungen.
John warf ihr einen bösen Blick zu.
Cameron bemerkte dies, und wechselte das Thema:
"Kohlhaas handelt nach der Devise: Fiat iustitia, et pereat mundus; frei übersetzt: Ich muss Recht bekommen, mag darüber auch die Welt zugrunde gehen."
"Passt zu dir!", erwiderte John.
"Ja, das passt zu mir", lächelte Cameron.
John saß auf dem Bett sah sich die Fotoaufnahmen von ihnen an, während Cameron neben ihm saß und ihr Makeup wieder in Ordnung brachte.
Er musste zugeben, dass sie gut zusammen aussahen...
"Wolltest du ihn töten?", fragte er mit bedrückter Stimme.
"Ich weiß nicht, was ich gemacht hätte", antwortete sie.
"Was meinst du damit, dass du nicht wusstest, was du machen wirst? Seit wann weißt du nicht, was du machen wirst?", fragte er weiter.
"Ich weiß nicht, doch ich weiß es...",
Sie sah ihn an und er verstand - die Autobombe,
"... Ich hätte ihn töten sollen. Er ist eine Gefahr für dich.", fuhr sie fort.
"Er hatte nichts mehr gegen uns in der Hand, niemand hätte ihm geglaubt, wir hätten verschwinden können",
klärte sie John auf,
"Es war nicht nötig ihn zu bedrohen!"
Cameron blickte ihn an, das Makeup war wieder perfekt:
"Es ist nicht wichtig was die Behörden glauben. Cromatie wird jeder Spur nachgehen. Wenn er es hört wird er kommen und versuchen..."
"Hier geht es nicht um Cromatie! Benütze nicht ihn, um deine Taten zu rechtfertigen!", unterbrach ihn John. Er blickte auf das Foto - den Beinahe-Kuss, "Weißt du überhaupt, wie ich mich dabei fühle?"
"Es tut mir Leid. Ich will nur, dass du in Sicherheit bist", erklärte sie.
"Ja, dafür würdest du alles machen..."
John schüttelte den Kopf.
"Ja", antwortete sie.
"Und ich mach mich deshalb schuldig..."
Mit ruhiger Stimme fuhr er fort:
"Ich hab noch nie einen Terminator weinen sehen, ich dachte ihr könnt es nicht."
"Ich bin anders", sagte sie mit einem Hauch von Stolz, den John heraushörte.
Er blickte sie an:
"Es wäre noch viel imposanter, wenn es echt gewesen wäre... Wenn du sie nicht alle getäuscht hättest... du bist nicht sonderlich anders. Dein Äußeres vielleicht. Aber darunter bist du immer noch einer von denen, ein Terminator, eine Maschine!"
Cameron blickte beschämt mit verletzten Augen nach unten. John schaute weg um sie zu ignorieren.
"Es war ein Fehler mich zu reaktivieren", hörte er sie sagen. Seine Mundwinkel zuckten.
"Manchmal wünschte ich, dass du es nicht getan hättest. Ich werde eh sterben. Nur ist es nun umso schwerer für mich...', fuhr sie fort.
Besorgt blickte er sie an.
"Du hast Recht, John. Ich bin bloß eine Maschine. Nachdem wir Judgment-Day aufgehalten haben, wirst du mich nicht mehr brauchen und mich einfach deaktivieren", sagte sie mit trauriger Stimme.
John schluckte:
"Warum sollte ich das tun?"
"Warum solltest du es nicht? Ich habe keinen Nutzen mehr und bin eine Gefahr", antwortete sie.
John drehte sich enttäuscht um:
"Deshalb, willst du meine Freundin sein. Du hast Angst zu sterben."
"Nein. Ich habe Angst, dass die letzte Erinnerung, die ich habe ist, dass du meinen Chip ziehst, mich aber nicht mehr reaktivierst. Dass du mich tötest. Ich habe daran gedacht, als ich geweint habe. Dennoch würde ich sterben um dein Leben zu retten", erklärte sie, während John tief schlucken musste. Sie fuhr fort:
"Ich liebe dich John. Ich weiß, das es albern Klingt. Ich bin bloß eine Maschine. Ich sollte nicht fühlen. Ich sollte nicht lieben."
John schluckte stärker. Cameron bemerkte, dass sie ihn in eine schwierige emotionale Lage gebracht hatte:
"Ich hätte es nicht sagen sollen. Es tut mir Leid. Ich hätte es nicht soweit kommen lassen dürfen. Ich werde dich allein lassen und vor dem Apartment patrouillieren."
Sie stand auf um zu gehen.
"Und es alles vergessen?", fragte John mit Tränen in den Augen.
"Ich kann nichts vergessen. Aber du. Ja. Du solltest alles vergessen, was ich gerade gesagt habe."
Damit lief sie zur Türe. Ihre Hand war schon am Türknopf als John weiter sprach:
"Nein. Bitte gehe nicht."
Sie blieb regungslos stehen:
"Es wurde alles gesagt."
"Was soll ich jetzt tun?", fragte er.
"Ich kann dir nicht sagen was du machen sollst. Ich soll da sein, um dich zu beschützen, was ich auch machen werde.", antwortete sie.
"Du machst aber soviel mehr. Du machst mich wütend, du bringst mich zum lachen. Du machst mich verlegen, du bringst mich zu schwitzen. Du lässt mein Herz schneller schlagen..."
John legte seinen Gesicht in seine aufgestützten Hände.
Camerons Mundwinkel zuckten - sie wollte John nicht in eine noch größere Depression stürzen und wusste deshalb nicht, wie sie sich weiter verhalten sollte.
"Oh Gott, was soll ich bloß mit dir machen? Mein Gott, ich liebe eine Maschine, einen Terminator...",
schluchzte John.
Cameron konnte nicht fassen, was sie gehört hatte. Waren ihre Audiorezeptoren defekt? War es ein kleiner Softwarefehler? Der geringfügige Schaden in ihrem Chip, welcher ihr ermöglichte auf ihre Weise, Dinge zu fühlen...
Sie lies die letzten Sekunden nochmal aus dem Speicher ablaufen:
"Oh Gott, was soll ich bloß mit dir machen? Mein Gott, ich liebe eine Maschine, einen Terminator...",
schluchzte John.
"Sagst du gar nichts dazu? Willst du nicht überprüfen, ob ich dich anlüge?!", schluchzte John wütender.
"Das wäre nicht fair von mir, da du nicht überprüfen kannst, ob ich lüge", erwiderte Cameron wahrheitsgemäß.
"Das ist es, nicht wahr? Ich muss dir einfach vertrauen."
Er blickte traurig auf.
"Ja. Das ist es. Ich glaube dir. Glaubst du auch mir?". fragte sie.
John schnaufte und schüttelte den Kopf:
"Du lügst. Und du sagst mir andauernd, dass du lügst."
Camerons Blick senkte sich:
"Das tue ich, aber hierbei lüge ich nicht."
"Ich will dir glauben...", antwortete er.
"Dann glaube mir", sagte sie mit einer leicht flehenden Stimme.
"Nein. Du hast mir gesagt, dass ich nicht mehr vertrauenswürdig sei. Wie willst du mir glauben."
Den Kopf schüttelnd blickte er die Wand an.
"Das habe ich gesagt. Ich habe aber nicht mich gemeint", antwortete sie.
Nach einigen stummen Sekunden fuhr sie fort:
"Ich habe nicht mich gemeint. Ich habe den Widerstand gemeint. Ihnen wird es nicht gefallen, dass du mich zurück geholt hast. Sie werden Leute schicken, um uns auseinander zu reißen, in der Hoffnung so in der Zukunft mehr Einfluss auf dich nehmen zu können."
Johns Hände ballten sich wieder vor Wut:
Da war es schon wieder - die nicht vorhandene Dankbarkeit, derer, die er in der Zukunft rettete...
Sie alle kümmerten sich nicht um ihn. Sie alle wollten nur, dass er so effizient wie möglich funktionierte, wie eine Maschine.
"Leute zurückschicken?", fragte er.
"Vielleicht sind sie schon da, direkt unter uns...", antwortete Cameron.
"Was meinst du damit? Redest du über Riley?", fragte er wütend.
"Du brauchst es nicht zu leugnen, John. Du wolltest sie hier her bringen, um von ihr in einer fremden Umgebung eine Reaktion zu erhalten. Du wolltest sie mit den Totenschädeln konfrontieren, sie an die Zukunft erinnern. Denkst du nicht, dass es merkwürdig ist, dass sie ein Tag nach dem Unfall plötzlich auftauchte?"
'Unfall nennen wir es jetzt also?!', dachte sich John.
"Sie hatte vom ersten Moment an höllische Angst vor mir", fuhr sie fort.
"Du hast sie einfach in Panik versetzt, so wie alle", widersprach John.
"Ich posierte als deine Schwester und hatte mich so verhalten. Es gab für sie keinen Grund panisch zu sein. Sie wollte so schnell wie möglich weg von mir. Sie wich mir aus", erwiderte Cameron.
"Sie wollte nicht, dass ich mit Mom über sie streite", widersprach er weiter.
"Ein Vorwand", sagte sie ohne zu zögern.
John seufzte:
"Was willst du damit bezwecken? Wenn sie wüsste, was du bist, wäre sie Vorsichtiger gewesen, als Cromatie mit deinem Foto aufgetaucht ist."
"Vielleicht wusste sie wirklich nicht, was er war. Vielleicht ist sie im Glaube nur der Widerstand besäße die Mittel um Zeitreisen durchzuführen", sagte sie sachlich.
"Du spekulierst"
Er dachte zurück, an das Foto. Es musste in diesem Haus für Straßenkinder gemacht worden sein. Er erinnerte sich zurück, wie Cameron mit dieser Jodi Tischfußball spielte, anscheinend richtig Spaß daran hatte; und vor allem, dass sie nicht mehr wusste, wer sie war, dachte sie wäre Allison Young von Palmdale.
"Ich beobachte, registriere und analysiere. Etwas stimmt mit Riley nicht", widersprach ihm Cameron.
John blickte auf zu Cameron:
"Ich möchte wissen, wer Allison Young ist."
Camerons Mundwinkel zuckten. Sie antwortete so wage wie möglich:
"Sie war eine Widerstandskämpferin in der Zukunft. Ich habe sie getötet."
"Soviel habe ich mir bereits gedacht."
Er fuhr fort:
"Du dachtest, du seist sie, wie kommt das?"
"Ich sehe aus wie sie. Ich habe Aufzeichnungen über sie. Deshalb die Verwechslung als bedingt durch den physischen Schaden ein Softwarefehler entstanden ist. Aber keine Sorge. Alles ist wieder in Ordnung", antwortete sie hastig, um das Thema, so schnell wie möglich abzuschließen.
John ließ aber nicht locker:
"Sie sah aus wie du? Du wurdest nach ihr geschaffen."
Camerons Gesicht blieb regungslos, blank, verriet keinerlei Emotionen.
John hasste, wenn sie das tat. Wusste dadurch jedoch, dass er auf der richtigen Fährte war:
"Du wurdest nach ihr geschaffen, um möglichst nahe an mich ran zu kommen, um mich zu töten, nicht wahr?"
Ihre Mundwinkel zuckten:
"Ja."
"wer war sie?", fragte er.
"Sie stand dir nahe. Du hast sie als kleines Mädchen nachdem die Bomben gefallen waren im Griffith Park eingesammelt. Du hast ihr das Leben gerettet. Sie war wie eine Tochter für dich...", antwortete sie mit reuevoller Stimme.
John atmete tief aus:
"Sie hat mich aber nicht erkannt."
"Du musst bedenken, dass sie den John, den sie kennen gelernt hatte nie als Teenager gesehen hat und er nie in der Zeit vor gereist ist. Den John, den sie kennen lernte war um die 10 Jahre älter, als du heute aussiehst", erklärte sie.
John nickte:
"Und du wusstest wirklich nicht was du warst, und dachtest du hättest Spaß?"
Camerons Mundwinkel hoben sich leicht:
"Ja."
Er blickte sie an:
"Gut, das ist Beweis genug. Und was denkst du, bin ich vertrauenswürdig?"
"Ich dachte du müsstest mir nichts beweisen?", fragte Cameron.
"Ich habe dich aber gefragt", antwortete er.
"Es hat auch Vorteile."
John hörte verdutzt zu.
"Die rebellierenden Maschinen könnten sich uns in der Zukunft, wenn wir Judgment-Day nicht aufhalten können, leichter uns anschließen, wenn sie unsere besondere Beziehung sehen."
Johns Mund war vor Überraschung weit geöffnet:
"Rebellierende Maschinen? Du hast niemals darüber erzählt."
"Ja, unter Anführung eines T1001."
Sie sah, wie sich seine Augen vor Schreck weiteten.
"Doch es ist nichts sicher. Die Zukunft ist in stetiger Veränderung. Es lässt sich nichts vorhersagen. In der Zukunft aus der ich komme, ist eine Allianz mit ihnen gegen Skynet gescheitert. Jemand hat alles im großen Stil versaut."
"Du willst mir nicht sagen wer, oder? Sodass ich ihn von vornherein auf die schwarze Liste setzen kann", fragte John.
Cameron dachte an Jesse, Dereks Liebhaber aus der Zukunft, die vielleicht sogar hier, in der Gegenwart anwesend war:
"Nein, ich denke nicht, zumindest vorerst. Es gibt immer noch Puzzle-Stücke, die ich noch nicht entziffert habe..."
John lies das Thema fallen:
"Ich denke, ich werde versuchen zu schlafen."
"Okay", flüsterte sie.
John zog seine Schuhe aus und legte sich hin. Zu seinem Erstaunen, machte Cameron das gleiche und legte sich neben ihm.
"Hab ich dir überhaupt schon gesagt, wie toll du in dem Kleid ausschaust?", fragte er.
Cameron lächelte ihn an und streichelte sein Haar.
Sein Herz begann wieder zu rasen.
Johns Stimme stotterte:
"Wie weit... soll, wird es mit uns beiden gehen?"
"Ich weiß nicht. Das liegt ganz allein bei dir. Ich sollte nicht einmal erwarten dass ich dein Haar streicheln darf", antwortete sie leise.
Er lächelte kurz und blickte sie an:
"Du tust es aber."
"Ich weiß, du hast aber auch mein Haar schon gestreichelt", flüsterte sie.
Sie schauten sich in die Augen.
"Du hast es also gesehen?", fragte er.
Cameron lächelte. Sie antwortete in seiner Stimme, mit seinem Satz:
"Was hast du gesehen?", und fuhr mit ihrer Stimme weiter, "Alles."
John blickte auf ihren Mund und wieder in ihre Braunen Augen.
Cameron hielte inne:
'Oh, wird er?'
John lehnte sich nach vorne. Sie spürte seinen Atem. Ihre Lippen berührten sich sanft. John streichelte während dem Kuss ihren Arm. Er lies ab von ihr und sah wie sich in Camerons Gesicht ein Lächeln bildete.
"Ich hab dich noch niemals so glücklich gesehen", erkannte John.
"Das ist meine schönste Erinnerung", sagte sie.
"Wir haben etwas gemeinsam", grinste John.
Camerons Lippen näherten sich an Johns an. Ihr Kuss war aber weniger unschuldig. Er war sinnlicher, leidenschaftlicher und länger. Sie umschloss ihn mit ihren Armen und John spürte wie ihre Zunge in seinen Mund eindrang und seine auf eine weise massierte, wie er es niemals für möglich gehalten hatte. Bevor sie von ihm lies knabberte sie zärtlich an seiner Unterlippe.
Mit strahlenden Augen sah sie ihn an. Ihm war heiß, sein Herz raste:
"Wow!"
Sie lächelte und begann wieder sein Haar zu streicheln.
Nach einigen Sekunden Stille fragte sie:
"John, bedeutet dies, dass wir endlich miteinander schlafen?"
John räusperte sich:
"Ähm, das ist etwas, was man normalerweise nicht so direkt anspricht."
Cameron nickte:
"Oh, vielen Dank für die Erklärung."
John schaute sie beschämt an:
"Kannst du überhaupt, ich meine Vick konnte, aber fühlst du es auch?"
"Ich weiß es nicht, ich habe es noch nicht ausprobiert. Es gibt nur eine Möglichkeit es zu wissen, oder?"
Ihr Gesicht näherte sich an seines an. Ihre Hand glitt über seine Brust:
"Lehne dich einfach zurück. Ich habe detaillierte Dateien über die Paarung. Ebenfalls habe ich das aufschlussreiche Video-Material gesehen, dass sich Derek anschaut, wenn er nachts denkt, dass ihn keiner beobachtet."
John schauderte:
"Urgh, Cameron. Davon will ich nichts wissen. Musstest du diesen Moment so ruinieren?"
Interlude
Cameron blickte eine paar Sekunden beschämt weg, nahm dann aber seine Hand und fuhr mit ihr ihre Taillen entlang und und an ihren Oberschenkeln hinunter - so kurz vor dem Ziel wollte sie nicht aufgeben.
John begann zu zittern. Es klappte. Beide lehnten sich etwas vor und küssten sich weiter. Sie zog ihn über sich und ließ ihn ihren Körper erforschen, während sie das gleiche mit seinem tat.
Unter heftigem Küssen öffnete John ihr Kleid. Mit rasendem Herz glitt er unter den Rock. Glitt an ihren Oberschenkeln entlang, spürte wie es ihn und sie erregte.
Sie half ihm aus seinem T-Shirt, glitt dabei seinen Oberkörper entlang und fühlte jeden Muskel.
Beide Küssten sich leidenschaftlich weiter, bis John Cameron aus ihrem Kleid half, es behutsam weglegte und die schwarze Reizwäsche darunter anstarrte. Cameron, der Johns Blicke nicht entgangen waren, zog ihn wieder auf sich.
Sie küssten sich weiter, während Cameron seinen Gürtel öffnete um ihn seiner Hose zu entledigen, und John mit dem Verschluss des BH scheiterte.
Sie grinste ihn an und rollte sich, zu seinem Überraschen auf ihn. Über ihm kniend, griffen ihre Hände zu dem Verschluss und sie sah, wie Johns Blick zu ihren Brüsten hüpfte, die sie vor ihm entblößte.
Ihre Hände nahmen seine zittrigen und fuhren mit ihnen von ihren Schenkeln zum Po, von dort zu ihren Taillen und schließlich zu ihren Brüsten. Sein Herz raste noch schneller, als er sie berührte und über ihre steifen Nippel fuhr.
Sie lächelte kurz und presste sich an ihn um ihn ein weiteres mal leidenschaftlich zu küssen.
Auch ihre Lust stieg stetig, als John ihre Brüste, ihre Schenkel, ihre Taillen und ihren Po weiterhin berührte.
Ihr Kuss driftete am Hals abwärts, seine Brust den Bauch entlang, um ihn von seinen restlichen Kleidungsstücken zu befreien. Seine Atmung wurde schwerer und er richtete, sie auf der Brust küssend, auf.
Er sah, wie sie sich vor Erregung auf die Unterlippe biss, als er zärtlich an ihren Nippel knabberte und daran sog, während seine Hände zu ihrem schwarzen Slip glitten und hin runter zogen.
Beide stoppten kurz, damit sie sich von dem Slip vollends entledigen konnte.
Sie küssten sich weiter. Und während Camerons Hand langsam unter seinem Stöhnen nach unten glitt, glitt Johns an der Innenseite ihrer Oberschenkel langsam nach oben und er bemerkte, wie sie ihm immer erotischere, lustvollere Blicke zuwarf. Mit den anderen Händen hielten sie sich aneinander um sich bei ihren tiefer werdenden Küssen zu stützen.
Mit einem sachten Schubs presste sie ihn zurück auf die Matratze. Sie griff hinter sich und führte ihn, unter seinem Stöhnen, in sich ein, während sie dadurch wieder vor Lust und Ekstase auf ihre Unterlippe knabberte.
Ihre ausgekrallten Fingernägel strichen sanft über seine Brust, während sie sich aus der Hüfte und aus dem Bauch heraus rhythmisch bewegte. John stöhnte immer stärker. Er spürte, wie sich seine Lust ballte.
Mit seinen Händen würdigte er ihre Schenkel, ihre Schultern, den Rücken, ihren Apfelpo, die Brüste und Taillen, während sie zärtlich seinen Nacken küsste.
Sie setzte sich auf, ihre perfekt rhythmischen Bewegungen wurden schneller und John stöhnte lauter.
John versuchte sich ebenfalls aufzurichten. Sie umschloss ihn mit ihren Armen, während er mit der einen Hand leicht ihren Po anpackte, die andere Hand von ihrer Taille zur Brust glitt, diese umschlossen, während er an ihre anderen Brust küsste daran sog, den steifen Nippel mit der Zunge streichelte und daran knabberte.
Ihr Kopf richtete sich etwas auf. Ihr Mund stand, als sei sie überrascht, ein bisschen offen.
Doch das Auffälligste war, dass ihre Augen strahlend hell anfingen zu Leuchten und die dämmrige Umgebung des Apartments in ein tiefes Blau erhellten. Sie drückte ihn stärker an sich und John spürte wie ihr Körper bebte.
Er selbst spürte, wie sein Höhepunkt unaufhaltsam immer näher kam. Sich die Welle der Lust in ihm staute und auf ein unglaubliches Maß anstieg. Camerons Augen erloschen wieder. Dennoch funkelten sie blau weiter, als sie ihn zurück auf die Matratze presste, und er vor Lust stark in das Bettlaken griff und unter ihren rhythmischen Bewegungen und Küsse seinen Höhepunkt erreichte, das Bettlaken losließ und sich entspannte.
Part 2
Jesses Abzugsfinger zuckte unaufhaltsam.
Die Situation wurde immer unausstehlicher.
Riley beschuldigte sie nun seit Stunden:
"Warum bist du immer so fies zu mir, Jesse?!", fuhr Riley fort, "Ich dachte wir wären Freunde! Ich dachte wir hätten etwas gemeinsames?!"
Jesses Mundwinkel zucken:
'Ich und sie? Etwas gemeinsames?'
Sie schaute Riley aus den Augenwinkeln heraus an:
'Nie und nimmer! Wäre Derek nicht da gewesen, hätte ich versucht Connor persönlich zu verführen. Und ich wäre nicht gescheitert! Wie sie nur ausschaut, kein Wunder, dass er mit dem Metall geht!'
Den letzten Gedanken strich sie wieder - es gab keine Entschuldigung, wirklich keine, die es rechtfertigte, dass Connor und das Metall es miteinander machten!
Sie bremste stark.
Vor ihr hatte Derek angehalten.
Er stieg aus und breitete im Scheinwerferlicht eine Karte auf der Motorhaube aus.
Es schien als hätte er sich verfahren.
Unterdessen plapperte Riley weiter:
"Und was war das vorhin, mit dem Hirnschaden?! Ich habe bald keine Lust mehr. Pass nur auf, dass ich dich nicht allein lasse."
Das brachte für Jesse das Fass zum überlaufen.
Wütend schlug sie Rileys Kopf auf das Armaturenbrett.
Zum Glück hatte Riley noch immer den Helm auf, der dadurch eine große Beule davongetragen hatte:
"Aua! Jesse hör auf, du tust mir weh!"
Jesse griff nach Rileys Kiefer und drückte ihn in ihre Richtung, um sie besser mit ihren erbosten Augen an zu starren:
"Das hier ist kein Kinderspiel, verstanden! Wenn du nicht sofort das tust was ich sage bist du tot! Du solltest froh sein, dass es geklappt hat! Du willst sicherlich nicht wissen, wie eine Mexikanische Zelle von innen aussieht!"
"Es kann nicht schlimmer als in der Zukunft sein!", erwiderte Riley nach Luft ringend.
"Oh, du hast ja keine Ahnung!"
Sie ließ von Riley ab, aber nicht ohne ihren Kopf nochmals gegen das Fenster zu schlagen.
Riley schnaufte nach Luft und blieb daraufhin mit tränenden Augen stumm.
"Haben sie das auch aufgeschrieben?!", erkundigte sich der Fotograf.
Die zwei zuständigen Beamten grinsten sich an.
Der Fotograf saß mit ihnen in einem Verhörzimmer. Der eine schrieb alle Aussagen auf.
Einer der Beamten räusperte sich:
"Ähm, sie wissen, dass dieser John Connor jetzt mittlerweile um die 25, 26 Jahre alt sein müsste. Dieser Junge war nach den Aussagen der beiden Polizisten nicht älter als 17."
Der andere Beamte ließ seinen Stift auf das Protokoll fallen und starrte den Fotografen fragend an.
"Ich sage die Wahrheit verdammt nochmal! Ich habe ihn erkannt, Fotos von ihm geschossen und wollte ihn damit bestechen, das gebe ich zu. Doch dann hat seine Freundin eine Waffe gezogen und mich damit bedroht. Dann seit ihr aufgetaucht, der Bengel ist weggelaufen und die Schlampe hat ihre Show abgezogen."
"Aber um sie zu vergewaltigen war sie gut genug, oder was? Du Dreckssack!", der Beamte der das Protokoll geschrieben hatte sprang hinter dem Tisch hervor auf den Fotografen zu und fing an, auf ihn einzuschlagen.
Der andere Beamte zog ihn so schnell es ging zurück:
"Verdammt! Beruhige dich! Er bekommt sein Fett schon noch ab!"
Er ließ sich beruhigen, spuckte den auf den Boden liegenden Fotografen, der sich seinen jetzt schmerzenden Kiefer hielt, dennoch an.
Danach lief er zur Türe und zündete sich eine Zigarette an:
"Kannst du seine Aussage ins Netzwerk stellen? Vielleicht ist er ja bekannt. Ich brauch kurz eine Auszeit."
Der andere Beamte nickte, lief zum Fotografen und zog ihn hoch:
"Aufstehen! Zurück in die Zelle mit dir!"
James Ellison sprang über das Seil.
Sein Herz rannte immer schneller.
Er hatte sich gehen lasse und hatte sich über die
Jahre einige Pfunde an gefressen.
Der erhöhte Alkoholkonsum nach seiner Scheidung hatte seine Verfassung noch verschlimmert.
Doch damit war jetzt nun Schluss.
Ellison hüpfte wieder über das Seil, und noch einmal.
In der Ecke begann sein Handy zu klingeln.
Es lenkte Ellison ab - er schaute in die Ecke - und vergaß rechtzeitig zu springen.
Er verhedderte sich in der Luft mit seinen Füßen im Seil und fiel infolgedessen auf den harten Boden.
Stöhnend rappelte er sich auf und beantwortete seinen Anruf:
"James Ellison."
"Sie scheinen außer Atem zu sein, Agent", sagte die Stimme aus seinem Telefon.
"Nicht mehr. Ich bin am Seil springen."
Die Stimme war stumm.
"Hey, ich habe schon zwei Kilo abgenommen!"
"Hüpfe weiter!", sprach die Stimme.
Ellison kratzte sich am Kopf:
"Was verschafft mir eigentlich die Ehre."
"John Connor", sagte die Stimme.
Ellison hielt inne.
"Es gibt einen Bericht, dass ihn anscheinend jemand in einem Kaff in Mexiko gesehen hat. Ich dachte sie interessieren sich dafür, aber da sie nun kein Agent mehr sind...", fuhr die Stimme fort.
"Nein, warten sie! Sprechen sie weiter. Ich bin ganz Ohr", unterbrach ihn Ellison.
Er hörte aufmerksam seinem Anrufer zu und machte sich den Plan, das nächste Flugzeug zu nehmen und unterwegs sich einen Wagen in Mexiko zu mieten...
Auf dem Bildschirm von Cromaties Notebook, welches in einer Halterung im Handschuhfach installiert war, erschien der Polizeibericht über den Fotografen.
Mehrere Male tauchte innerhalb des Berichts der Name John Connor auf, welcher in gelber Farbe hinterlegt war.
Cromatie hatte einen Marker gesetzt, der alle neuen Polizeiberichte auf den Namen John Connor hin überprüfte.
Mit unmenschlicher Schnelligkeit las Cromatie den Bericht durch, startete den Wagen und fuhr davon, um die Spur nach seinem Primärziel aufzunehmen.
Jesse war angespannt, sie hatte Derek in diesem Kaff verloren.
Sie fuhren die Hauptstraße entlang - vor ihnen die Polizeistation.
Riley schrie auf:
"Da! Der dort vorne war es!"
Jesse schaute fragend von Riley zu der Person auf die Riley zeigte:
Ein groß gebauter, muskulöser blonder Mann, der aus seinem blauen Sportcabrio ausstieg und eine pinke Handtasche trug.
Schnell fuhr sie in die Nebenstraße und wandte sich an Riley:
"Geh ihm nach, finde heraus, warum er da ist! Wenn er hier ist, hinter Connor her ist, ist er nicht weit und ebenso sein Metall."
Riley zitterte am ganzen Körper:
"Ich habe Angst Jesse, was ist, wenn es mich töten will?"
Jesse verdrehte die Augen, setzte aber ihr falsches Lächeln auf und streichelte ihre Wange:
"Das werde ich nicht zulassen, nun geh und komm heil zurück."
Riley lächelte, nickte und stieg aus.
Ellison saß gegenüber des Polizeichefs:
"Ich muss den Gefangenen sehen, ich brauche die Informationen, die er hat. Außerdem befindet er sich, wenn sich meine Befürchtungen bewahrheiten in höchster Gefahr. Er ist hier nicht sicher."
"Ich kann ihren Gedankengängen immer noch nicht ganz folgen", erwiderte der Polizeichef.
Sie wurden von einem Beamten unterbrochen, der eintritt:
"Chef, da ist ein weiterer, der den Gefangenen sprechen möchte."
Der Polizeichef seufzte:
"Sie entschuldigen, ich bin gleich zurück."
Er stand auf, um in den Eingangsbereich der Polizeiwache zu gehen.
Ellison wurde unruhig. Er spähte durch die Jalousien des Zimmers und erkannte unter Schock Cromatie, der mit einer 9 mm das Feuer auf den ersten Beamten eröffnete.
Schnell schmiss er sich hinter den massiven Schreibtisch des Polizeichefs um nicht von dem Kreuzfeuer getroffen zu werden und in der Schublade nach einer Zweitwaffe zu suchen - Er fand nichts, nur einen leerer Holster.
Derek fand gerade den Dodge, als er aus der ferne die Schüsse hörte:
"Fuck! Cromatie ist hier!"
Schnell machte er einen U-Turn und fuhr den Schüssen entgegen.
Innerlich konnte er seine Schuld kaum mehr aushalten.
Er hatte versehentlich John an Cromatie verraten.
Er war Schuld falls er starb.
Er hatte ihn schon wieder verraten, das zweite Mal.
Cromatie bahnte sich den Weg zu den Gefangenen-Zellen.
Links und rechts öffneten sich die Bürotüren und Beamte strömten heraus und schossen auf ihn.
Cromatie zielte sorgfältig, ließ sich Zeit dafür - sie alle fielen.
Die Kugeln der Revolver mit denen die Polizisten auf ihn schossen, konnten ihm nichts ausmachen.
Von hinten näherte sich ein Beamte mit einer Shot-Gun zielte und schoss.
Die vielen kleinen Metallsplitter trafen in Cromaties Rücken, verletzten die Haut und das Fleisch darunter, nicht aber sein Endoskellett.
Geschockt hielt der Beamte inne.
Cromatie drehte sich um zielte und traf den Beamten mittig auf der Stirn.
Sofort fiel er und ein Blutfluss kräuselte sich aus der Wunde und tropfte zu Boden.
Vor Cromatie versuchte ein verletzter Polizist sich zu seiner Dienstwaffe zu ziehen - nach ihr zu greifen.
Cromatie lief weiter, bemerkte den verletzten Beamten und schoss.
Mit zwei Schüssen und zwei weiteren gefallenen Beamten erreichte er die Zelle des Gefangenen.
Er richtete seine 9 mm auf ihn:
"Wo ist er?! Wo ist John Connor!"
Der Fotograf richtete seinen Blick auf Cromatie und lächelte ihn mit seinen gelben Zähne an:
"Nette Handtasche."
Cromatie fragte bedrohlicher:
"Wo ist er?!"
"Wirst du ihn töten?", fragte der Fotograf zurück.
Cromatie berechnete welche Antwort hilfreicher war, er wählte ausnahmsweise die Wahrheit:
"Ja."
Der Fotograf lächelte ihn wieder mit seinen gelben Zähne an:
"Gut. Ich bin sicher, dass er noch hier ist, irgendwo, zusammen mit seiner Schlampe."
Cromatie holte Camerons Foto hervor:
"Mit ihr?"
Der Fotograf nickte.
Cromatie hörte hinter sich Schritte: Jemand rannte aus der Polizeistation.
Er drehte sich um, um der Sache nach zuschauen:
"Vielen Dank für ihre Kooperation."
Ellison rannte und stoß mit Riley zusammen, die geschockt vor der Türschwelle stand:
"Lauf! Renne, mach, dass du wegkommst!"
Hinter ihm hörten sie Cromaties näher kommende Schritte und die Schüsse, die er auf sie abfeuerte.
Riley stand auf, und rannte schreiend durch die Straßen.
Ellison kroch um die Ecke, in Schutz, und rannte zu Cromaties Wagen.
Cromatie unterdessen lud seine 9 mm nach und rüstete sich mit einer kompakten MP5 aus seiner Handtasche aus.
Er hörte wie jemand seinen Wagen startete und rannte mit beiden Waffen im Anschlag heraus.
Zuerst richtete er seine Waffen auf Ellison, der in seinem Wagen saß und rückwärts fahrend entkommen wollte.
Doch seine Aufmerksamkeit richtete sich auf die pummelige Person, welche ein Fahrradhelm trug und weinend herum schrie.
Sie kam ihm bekannt vor.
Eine Stimmenanalyse brachte ihm Sicherheit. Er hatte diese Person schon einmal gesehen, in dem Haus, in dem er sich Sarah Connors bemächtigt hatte.
Seine Zielpriorität wechselte zu ihr.
Ellison bemerkte dies...
Er fuhr so, dass der Wagen nahe ihr zum stehen blieb:
"Steig ein! Schnell!"
Riley sprang kopfüber auf den Rücksitz.
Ellison lenkte, machte eine 90 Grad Wendung und beschleunigte vorwärts.
Aus der Motorhaube stieg weißer Dampf aus - Cromatie hatte den Motor frontal getroffen...
Riley bemerkte jetzt die Tritte, welche gegen die Rückenlehne schlugen:
"Stopp, anhalten! Da ist jemand im Kofferraum!"
Ellison lenkte den Wagen in eine verlassene Seitenstraße, griff nach der Schrotflinte auf den Beifahrersitz und lud mit Patronen.
Vorsichtig näherten sich beide dem Kofferraum.
Ellison richtete die Waffe mit der einen Hand auf den Kofferraum, während er diesen vorsichtig mit der Anderen öffnete:
"Sarah Connor..."
Ellison senkte die Waffe, trat näher vor und entfernte das Klebeband von ihren Lippen.
Ihre Augen huschten von Ellison zu Riley und schauten sie erbost an:
"Wo ist John?!"
Ellison drehte sich nervös um - Cromatie war noch immer hinter ihnen her und nah:
"Wir sollten gehen! So schnell wie möglich. Er ist hinter uns her..."
Derek erreichte die Polizeistation und sah die vielen toten Beamten.
Er stieg aus und zog seine 9 mm.
'Metall!'
Hinter ihm machten stellten sich zwei ankommende Streifen auf:
"Waffe fallen lassen!"
"Fuck!"
Er rannte los, weichte ihren Schüssen aus und flüchtete in die nächste Gasse, wo er mit Jesse zusammenprallte, die geschmiegt, mit einem Revolver großen Kalibers, an der Wand stand und mit sich haderte, unschlüssig was sie tun sollte.
Beide richteten ihre Waffen auf den jeweils anderen:
"Jesse!", rief Derek erstaunt aus, "Was suchst du hier."
"Derek", sie atmete erleichtert aus, "Es bist nur du..."
Die Beamten kamen näher.
"Wir müssen hier weg!", befahl Derek und stieg ans Steuer ihres Wagens.
Schnell stieg sie ebenfalls ein und beide fuhren davon.
Die beiden Streifenpolizisten schauten sich um. Die ersten Rettungskräfte trafen ein.
"Er ist weg!", sagte der eine zum anderen.
"Wir sollten seinen Wagen nach Hinweisen überprüfen", erwiderte der andere, "Man, ich könnte jetzt ein Bier vertragen, nach dieser Scheiße hier."
"Nicht nur eins", korrigierte der zweite.
Sie begannen das Fahrzeug zu durchsuchen.
"Hey, er hat doch tatsächlich Bier zurückgelassen", rief der eine und brachte zwei geöffnete Flaschen aus dem Autoraum.
Beide setzten die Flaschen an, nahmen einen Schluck und spien die Flüssigkeit wieder aus...
Notiz:
Bitte weiter Reviewen.
Das nächste Kapitel wird wieder lustiger.
Ich habe einfach ein bisschen Drama gebraucht, damit sich das Ventil in der angespannten Beziehung zwischen John und Cameron öffnet und sie näher zusammenfinden.
Ich hoffe es ist nah genug :p
