*Klopf*, *Klopf*...
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Chapter 5
Derek stoppte den Wagen und fuhr sich mit der Handfläche über seinen unrasierten Bart:
"Was suchst du hier Jesse?!"
Sie schaute ihn mit ihren Glubschaugen an:
"Ich wollte dich einfach sehen..."
"Ich traue dir nicht. Was machst du wirklich hier?"
Er starrte sie mit eiskaltem Blick an.
"Sie Derek, es!", antwortete sie erzürnt.
Dereks Gesicht blieb regungslos.
"Wie lebt es sich mit dem Metall? Lässt sie dich auch mal dran, wie Connor?!", zischte sie.
Derek holte zum schlag aus, Jesse wich zurück, versuchte ihr Gesicht mit ihren Händen zu verdecken.
Doch er fasste sich noch im letzten Moment und schlug gegen die Kopfstütze des Beifahrersitzes.
Schnaufend erwiderte er ihr:
"Das ist keine deiner Angelegenheiten..."
"Nein! Es ist eine. Weißt du, wie es in der Zukunft abläuft? Wer den Laden leitet? Jedenfalls nicht mehr Connor. Es befiehlt, es führt, es! Metall! Connor trifft die falschen Entscheidungen, wegen es! Es bringt uns um!",
schrie sie ihn an.
"Redest du über Cameron?!", fragte er angespannt.
"Pah, es hat sogar einen Namen! Was meinst du, was Connor alles mit ihr, es, macht?!", antwortete sie.
Dereks Mundwinkel zuckten. Er hasste Cameron, er hasste jedes Metall. Dennoch brauchten sie sie jetzt, gegen Cromatie.
"Bist du hier, um sie zu zerstören?"
Jesses Blick flüchtete nach unten.
"Du willst sie zerstören? Das ist keine deiner Entscheidungen, das ist nicht Connors Wille!"
Dereks Augäpfel stiegen bösartig hervor.
"Tue nicht so scheinheilig Derek! Es... ist... Metall!", schrie sie zurück.
"Ich bin Johns Onkel! Es gibt nur drei Personen, die das wissen, du bist die Vierte. Ich werde mich sicherlich nicht gegen ihn stellen. Hast du verstanden! Er ist ein guter Junge, er macht Fehler, aber setzte ihn nicht unter Druck!",
erwiderte er.
Jesses Pupillen flatterten von einem Ende zum nächsten:
'Wie bitte? Derek sein Onkel? Das müsste heißen, dass Kyle Connors Vater ist...'
"Wenn du irgendetwas tust, dass gegen seinen Willen ist, ist es aus mit uns beiden!", sagte Derek kühl.
Aus Jesses Gesicht kullerten falsche Tränen:
"Derek, ich muss sie stoppen!"
Derek schüttelte den Kopf:
"Nicht so. Wir müssen John dazu bringen, sie selbst zu zerstören."
Er streichelte ihr Haar. Jesse lenkte ein und nickte - vorerst war es sicherlich besser, einen weiteren Verbündeten in ihrer Sache zu haben. Sie konnte Derek später noch hintergehen.
"Ich brauch deine Waffen, Jesse. Skynet hat eine Maschine hergeschickt, um John zu töten."
Jesse nickte:
"Zwei Taschen, im Kofferraum."
Dereks Telefon klingelte - eine unbekannte Nummer stand auf dem Display:
"Ja?"
Die Stimme wirkte aufgebracht, angespannt:
"Ich bin's, Sarah. Wir brauchen deine Hilfe. Wo bist du?!"
Derek antwortete hastig:
"Ich bin schon hier."
"Wo ist John?", fragte Sarah.
Derek schaute hinüber zu Jesse, nickte zum Abschied, stieg aus und lief zum Kofferraum:
"Wahrscheinlich in einem Motel. Ich habe den Dodge gesehen, dann aber die Schüsse gehört..."
Sarah erspähte den schwarzen Dodge vor dem Motel.
"Ihr wartet hier!",
befahl sie, lies die Schrotflinte im Cabrio und lief in gerader Linie zur Rezeption.
"Was kann ich für sie tun, Señorita?", fragte der Mann hinter den Tresen.
"Nun, mein Sohn hat hier ein Zimmer genommen. Name Baum, John Baum", antwortete Sarah, so höflich es für sie ging.
Der Mann hob die Augenbrauen und schaute in seinen Register nach.
"Ach der Junge, der mit der Schönheit angereist ist..."
Sarahs Gesicht würde glühend rot vor Wut und nahm eine unschöne Form an.
"... er hat die Hochzeitssuite genommen. Ha, vielleicht hat er ja etwas vor?"
Er grinste Sarah, deren Hände sich vor Wut ballten, zufrieden mit seiner Auskunft an.
"Ist etwas?"
Sarah holte zum Schlag aus und traf seinen Kiefer:
"Nichts, nur Stimmungsschwankungen..."
Cameron lag auf Johns linker Seite. Er schlief ruhig, ruhiger als sonst, während sie, ihr rechtes Ohr an seine Brust gepresst, seinen Herzschlägen lauschte. Mit seinem linken Arm hielt er sie fest, presste ihre nackten Körper aneinander. Ihre linke Hand ruhte auf seiner rechten Brust, mit der anderen streichelte sie sein Haar.
John war doch recht schnell, für Maschinen, nach ihrem Techtelmechtel beim darauf folgendem Schmusen eingeschlafen.
Cameron fragte sich, warum. Sie wusste, dass Männer, nach dem Verkehr, entweder aus Erschöpfung oder aus Langeweile vor dem Schmusen, recht schnell einschliefen.
Grinsend kam sie zu einem Entschluss: John war danach sehr erschöpft gewesen und hatte dennoch noch über zwei Stunden mit ihr geschmust.
Sie blickte ihn aus den Augenwinkeln an:
'Was er wohl gerade träumt?'
Mit ihrer linken Hand streichelte sie sanft seine Wangen.
John bewegte sich etwas, sein Schlaf blieb aber ruhig.
"Ich liebe dich, Cam..."
Ihre blauen Augen funkelten kurz blau:
'Er träumt von mir, wie süß.'
"Ich liebe dich auch."
Sie streckte ihren Hals etwas und begann seine Lippen sanft und sinnlich zu küssen, was John in seinem Schlaf erwiderte.
Gerade in diesem Moment, trat eine wütende Sarah Connor, mit einer Schrotflinte in ihrer Hand, die Apartmenttüre ein.
John erwachte, plötzlich, schreckhaft aus seinem erholsamen Schlaf und sah aus seinen Augenwinkeln wie Sarah das Schrotgewehr auf Cameron richtete.
"Lass mein Sohn in Frieden! Verrecke!", schrie sie wütend.
Schlagartig verdeckte John Camerons Körper mit seinem, um sie zu beschützen.
Mit ausgebreiteten Armen versuchte er seine Mutter davon abzubringen und befand sich somit mitten in der Schusslinie und starrte auf den Lauf des Gewehrs, den Sarah auf sie richtete.
"Mom, lass sie in Frieden, sie hat mir nichts getan."
"Geh aus der Schusslinie, John!", zischte Sarah befehlend.
"Es ist nichts passiert!", erklärte John.
"Was nennst du das hier?! Was werden die Leute von dir denken? Was soll ich von dir denken?", fragte Sarah hasserfüllt und angewidert.
Johns Mundwinkel zuckten:
"Ich... ich liebe sie Mom."
"Du brauchst dich nicht für deine Gefühle zu rechtfertigen, John.", flüsterte Cameron hinter ihm,
"Sie kann mir mit dieser Waffe eh nichts anhaben."
"Das wollen wir doch mal sehen!", schrie Sarah und versuchte vergebens John aus dem Weg zu ziehen.
"Lass es Mom!", protestierte John.
"Wie kannst du nur?! Sie liebt dich nicht! Es ist nicht echt! Es ist alles nur eine Lüge, John!",
versuchte Sarah ihrem Sohn zu erklären.
"Nein, sie liebt mich, ich bin mir sicher", antwortete John ernst.
Im Hintergrund sah Sarah, wie Cameron nach Johns Worten ihn mit einem Stolzen Ausdruck im Gesicht anschaute.
Ihre Wut stieg dadurch wieder:
"John Connor! Geh aus dem Weg! Oder ich schwöre bei Gott, ich werde abdrücken!", schrie sie ihren Sohn an.
"Schön, gut, dann schieße! Schieße und beende es!", schrie er zurück, während sich unterdessen Tränen in Sarahs Augen formten...
Derek lief auf den schwarzen Dodge zu. In jeder Hand trug er eine Tasche, voll gefüllt mit Waffen und Munition.
Die Schreie wurden immer lauter. Er blieb vor den zwei Personen stehen und stellte die Taschen ab.
"Wir kennen uns! Sie werden vom FBI gesucht", sprach ihn Ellison an.
Dereks blick fiel zuerst auf Riley:
"Was machst du denn hier?!"
Rileys Blick driftete nach unten und Derek schaute von ihrem Fahrradhelm, den sie noch immer trug, zu Ellison:
"Sind sie hier um uns festzunehmen?"
"Ich bin kein FBI-Agent mehr", erklärte Ellison.
"Was suchen sie hier?", fragte Derek weiter.
"Ich bin hier um zu helfen.", antwortete Ellison.
Derek lachte kurz:
"Sie meinen: sie glauben?"
Eillison nickte.
"Entschuldigen Sie, wenn ich Probleme habe, ihnen das ab zukaufen", lachte Derek weiter.
Er richtete seinen Blick auf das Motel, in die Richtung, aus der die Schreie klangen:
"Also geht es ihr gut."
"Wie können sie das bitte schön beurteilen?", fragte Ellison spöttisch.
"Ich höre sie schreien", erwiderte Derek mit hochgezogenen Augenbrauen und machte sich auf den Weg in Richtung Apartment.
"Halt! Was ist in den Taschen?", stoppte ihn Ellison.
Derek drehte sich um:
"Waffen", antwortete er ernst.
"Denken sie es ist eine gute Idee, die hier auf der Straße stehen zu lassen?", fragte Ellison besorgt.
Derek richtete seinen Blick in Richtung der hallenden Schreie:
"Denken sie, es ist eine gute Idee, denen im Moment Waffen vor zusetzen?"
Er lachte in Richtung Ellison:
"Wenn sie ein Mal ein Blutbad verhindern wollen, dann passen sie kurz darauf auf!"
Ellisons Mundwinkel zuckten leicht.
Derek deutete dies als Zustimmung und lief in Richtung Apartment.
Als er die Türschwelle übertrat brauchte er erst einmal einige Sekunden, um die Situation zu verarbeiten.
Er runzelte die Stirn, fuhr mit seiner Hand über sie, versuchte sie zu massieren, fuhr mit seiner Hand über die Bartstoppel um den Mund, Hals und den Wangen und schaute dabei, entsetzt, erzürnt, angewidert, verachtend, wütend, hasserfüllt die zwei Nackten vor ihm an, die sich durch nichts weiteres als eine Bettdecke bedeckten.
Seine und Sarahs Blicke kreuzten sich kurz und Dereks Blick blieb an dem Lauf des Schrotgewehrs haften, den sie noch immer auf die beiden gerichtet hielt. Er spürte förmlich, wie die Rädchen in seinem Gehirn zu laufen begangen - er stand in dieser Situation voll und ganz hinter Sarah! Der Cyborg musste verschwinden; er war nicht gut für John, dennoch war seine Hilfe gegen Cromatie sicherlich hilfreich.
Cameron schien ebenfalls zu merken, dass noch etwas anderes im unklaren lag. Ihr Blick huschte von Dereks plötzlichen auftauchen zu Sarah und zu ihrer verbundenen linken Hand:
"Es scheint als solltest du glücklich sein, dass es John gut geht, er nicht... verletzt... wurde!", sagte sie mit durchdringendem Ton.
John bemerkte jetzt erst die Sarahs Wunden:
"Mein Gott, Cromatie ist hier! Stimmt es?"
Er blickte Derek an:
"Wie hat er uns gefunden?"
Sarah und Dereks Augen flatterten gleichzeitig, beide verzogen gleichzeitig ihre Mundwinkel.
Nur Cameron bemerkte diese Reaktionen:
"John, wir sollten gehen, alleine."
"Nein! Jetzt wissen wir, dass er hier ist! Nun können wir ihm eine Falle stellen! Diesmal sind wir am Drücker!",
widersprach John ihr, "Wir müssen diese Chance nutzen."
Sarah schaute zu Derek:
"Er liegt richtig, wir müssen diese Chance nutzen, es kann die letzte, einzige sein."
"Und was ist mit ihr?", fragte sie harsch.
"Hey, sie liebt mich und ich liebe sie! Sie ist keine Gefahr!", versuchte John sie zu beruhigen, erreichte damit aber bloß das Gegenteil.
Sarah sah wie Cameron hinter seinem Rücken bei Johns Worten ihre Hände ausstreckte und damit sanft über seine Brust fuhr:
"Ich liebe ihn mit jedem meiner Schaltkreise", kicherte sie.
Derek sah, wie Sarahs Zeigefinger am Abzug zuckte.
"Derek!", befahl sie, "Ich kenne einen jungen Mann, der eine eiskalte Dusche nötig hat!"
Er ließ sich den Befehl in Sarahs derzeitigen nervlichen Verfassung kein zweites Mal sagen, trat vor und zog John an den Armen aus dem Bett:
"By Your Command!"
Cameron grinste ihn dabei an.
"Was gibt's dabei so dämlich zu grinsen, Metall?!", fragte er harsch, während er Johns Arme, der sich so gut es ging wehrte, auf den Rücken verschränkte.
"Lass los Derek! Sofort! Ich bin Connor! John Connor! Das ist ein Befehl!", schrie John wütend.
"Du kennst Battlestar Galactica?", fragte Cameron noch immer mit einem Grinsen.
"Ja!", antwortete Derek wütend zurück.
"Ich meine die alten Folgen, die von 1978...", fragte Cameron weiter.
Derek schaute Hilfe suchend zu Sarah, in deren Gesicht kurz ein Lächeln huschte - sie musste gestehen, dass ihr Humor, falls er echt war, wirklich gut war...
"Klär mich auf", befahl er Sarah bittend, während John weiter zappelte und Derek zunehmend Schwierigkeiten bereitete.
"Ach, es ist nur eine Standartphrase der Zylonen, den einfachen Robotern, wenn ihnen etwas befohlen wurde",
erklärte Sarah.
Wütend starrte Derek in Richtung Cameron und schüttelte seinen Kopf:
"Wag es nicht mal in diese Richtung zu denken!"
"Warum? Mit diesen ganzen Organgen, das Herz als Pumpe, bist du doch im Prinzip auch so eine Art Maschine",
erwiderte sie unter Dereks wütend werdenden Blick, "Aber da du die neue Auflage kennst, solltest du doch akzeptieren, können, dass ich, wie die Zylonen, fühlen kann, oder?"
"Derek! Mach was dir gesagt wird! In der Zwischenzeit werden ich und Tin Miss ein Gespräch führen", zischte Sarah.
Derek nickte unter Sarahs drohendem Ton und Camerons Grinsen und schleppte John, der sich noch immer wehrte zum Bad.
"Wehe du tust ihr was an!", schrie er Sarah an, "Wehe wenn! Dann werde ich dasselbe mit dir tun!"
Cameron blickte John an, um ihn zu beruhigen, bevor er vollends im Bad verschwand.
"Keine Sorge John, ich kann mit dieser Situation umgehen."
Sarah zielte mit dem Lauf der Waffe direkt in ihr Gesicht.
Aus dem Bad drangen Johns Schreie, als das Wasser zu laufen begann.
"Was hast du getan?! Was hast du mit meinem Jungen getan?!", fragte Sarah verbittert.
"Er ist kein Junge mehr. Nun ist er ein Mann", antwortete Cameron und lächelte Sarah dabei an.
"Nein nein! Er liebt dich nicht! Du liebst ihn nicht! Was für eine Liebe kannst du ihm denn geben, welche seine Mommy ihm nicht geben kann", fragte sie unter Tränen.
"Schau über deinen umgekehrten Ödipuskomplex hinaus! Intime Liebe... Liebe vom ganzen Herzen!", erwiderte Cameron.
"Nein, nein! Was hast du gemacht!?",
schrie Sarah unter Tränen. Ihre Hände zitterten. Sie richtete den Lauf in die Nähe des Chips.
"Du weißt nichts über Liebe! Besonders nicht über diese! Du bist ein Ding!"
Cameron blieb durch die auf sie gerichtete Waffe unbeeindruckt - ihr Endoskellett würde bei einem Schuss nicht einmal Dellen davontragen:
"Mehr als du! Unsere Liebe hat sich in mehreren Monaten entwickelt. Nicht jeder steigt nach einem Tag mit dem nächstbesten Typen in das billigste Motelbett."
'Redet sie von Kyle? Nein, dass kann sie nicht wissen...', dachte sich Sarah.
Cameron neigte ihren Kopf, las jede Regung aus Sarahs Gesicht ab und wusste woran sie dachte und amüsierte sich dabei.
"Sprichst du von den vielen Männern nach Johns Geburt?! Es war alles zu Johns Besten. Er konnte von ihnen lernen, hat von ihnen gelernt!", erwiderte sie wütend.
"War es zu Johns Besten? Er hatte nie eine Kindheit - nie eine Vaterfigur. Er hatte nie eine Person auf die er hat aufschauen können. Die Männer in seiner Umgebung waren Kriminelle, Trinker und Schläger. Selbst seine Mutter war nicht besser. Sie hat sich in einer gewissen Weise prostituiert..."
Sarah stolperte rückwärts und stotterte unter Tränen:
"Hat er das Gesagt? hat John das gesagt?"
"Der John aus der Zukunft hat es mir in etwa so gesagt", antwortete Cameron.
Sarah stolperte noch weiter rückwärts.
"Senke die Waffe Sarah. Du weißt, dass du meine Hilfe gegen Cromatie brauchst. Ich bin hier um John zu beschützen, das ist meine Mission", erklärte sie.
Sarah senkte die Waffe und brach an der Wand zusammen, nicht aber ohne Cameron noch ein letztes Mal an zuzicken:
"Denk nicht, dass ich es hierbei belasse! Nun zieh dir gefälligst etwas an!", zischte sie.
... Derek schleifte John ins Badezimmer und bugsierte ihn, unter seinen seinen zappeln, in die Duschkabine.
"Derek, ist das wirklich nötig? Denkst du nicht, dass es Strafe genug ist, in so einem intimen Moment rein zu platzen und mich splitternackt aus dem Bett zu ziehen? Denkst du nicht, dass das beschämend genug war?", fragte John flehend.
Derek hielt inne, als denke er über Johns Worte ausgiebig nach:
"Lass mich nachdenken", sagte er hastig, "Nein."
"Derek! Ich befehle dir es sein zu lassen! Ich! John Connor!", befahl ihm John.
"Du bist noch nicht der alte Anführer! Und wenn du nicht bald klar denkst wirst du es nie!"
Er griff zu dem Hahn.
"Nein, Derek!", protestierte John vergebens.
Das eiskalte Wasser prasselte auf ihn hinab und er begann zu schreien.
"Na, wie fühlt sich das John Connor?! Denken wir wieder klar?", fragte Derek spöttisch während sich bei John alles zusammen zog und er überall Kälte auf der Gänsehaut spürte.
"Wirklich John! Metall so für deine Lüste zu gebrauchen... wahrscheinlich lag sie nur so herum und hat dich dabei angesehen..."
"Ach, du willst wissen, wie es war?!", fragte John, der sich langsam an das eiskalte Wasser gewöhnte, herausfordernd.
"Es war fantastisch, wirklich. Besser als ich es jemals erträumt hätte. Weist du, diese Maschinen haben Kniffe in ihren Datenbanken abgespeichert, von denen ich noch nie gesehen oder gehört, geschweige denn gefühlt habe..."
Derek hielt kurz Inne. Sein Blick nahm einen träumerischen Ausdruck an:
"Erzähl mir mehr!"
"Also, dass fängt schon beim Küssen an..."
Als John mit einem Handtuch zwischen die Taillen aus dem Badezimmer ging, sah er zu seiner Erleichterung, dass Sarah das Schrotgewehr beiseite gelegt hatte und stattdessen auf und ab ging.
Cameron war inzwischen wieder in ihrer gewöhnlichen Kleidung: Lederstiefel, hauchenge Jeans und hauchenges Top, sowie eine Lederjacke darüber.
Sie lächelte John an, dessen Blick vor Sarah nicht verborgen, auf ihren Po und Oberschenkel haften blieb.
Natürlich hatte sie mit ihrem super Gehör die Unterhaltung zwischen John und Derek im Bad mitbekommen:
'John war wirklich beeindruckt von unserer gestrigen Nacht'
Ihr Blick streifte zu Derek, der hinter John aus dem Bad kam und immer noch einen verträumten Gesichtsausdruck hatte und grinste ihn an:
'Und Derek ist beeindruckt von Johns Ausführungen...'
"Zieh dich an", zischte Sarah John zu, der mit angehobenen Augenbrauen weg schaute.
"Schau her John, ich habe dir etwas passendes rausgesucht. Ich hoffe es ist recht",
sagte Cameron lächelnd zu John, der feststellte, dass sie die bessere Kleidung rausgesucht hatte.
Lächelnd bedankte er sich unter Sarahs Kopfschütteln:
"Danke Cameron."
'Ich hätte ihm seine Kleider hinlegen sollen, warum lass ich das zu?! Warum lass ich zu, dass sie mir mein Baby nimmt?!', fragte sich Sarah wütend, den Tränen nah.
"Du darfst mich Cam nennen, so wie manchmal in deinem Schlaf", sagte sie ihm zulächelnd.
John nickte; sein Kopf errötete ein bisschen aus Scham.
"John Connor! Zieh dich jetzt sofort an! Oder willst du den ganzen Tag nackt herum laufen?!", schnaufte Sarah wütend.
"Wenn John mit mir allein wäre, dann würde er es bestimmt machen", antwortete Cameron hastig für John.
Derek griff ein und hielt Sarah davon ab, auf Cameron loszugehen.
"Lass los Derek!", schrie sie.
"Komm zu Sinnen! Sie wird dich auseinander reißen! Du kannst nicht gewinnen!", versuchte Derek sie zu überzeugen.
In der Zwischenzeit versuchte John Cameron davon abzuhalten, weiter in die Wunde zu stechen:
"Uhm, Cameron, besser du provozierst sie heute nicht mehr."
Cameron nickte:
"Trotzdem sollte ich mal mit dir einkaufen, deine Mutter hat kein Stil. Du solltest nicht deine Klamotten von ihr wählen lassen."
Sarah riss sich von Derek los und starrte ihn in Erwartung, unterstützt zu werden, an.
Dieser schaute leicht beschämt auf den Boden:
"Der Cyborg hat in diesem Punkt Recht", und gab sich mental einen weiteren Tritt, da er dem Metall zugestimmt hatte.
"Ja, das ist ein weiterer Punkt für Cyborgs", erwiderte Cameron grinsend.
"Werde ja nicht zu fröhlich, du bist immer noch eine seelenlose Tötungsmaschine!", zischte ihr Sarah zu.
John starrte sie entsetzt an und schaute zu Cameron, die traurig auf den Boden blickte.
Ungeachtet Sarahs wütender Blicke streichelte er ihr Haar:
"Hör nicht auf sie. Sie kann sich nicht sicher sein. Wenn du liebst, besitzt du sicherlich auch eine Seele."
Cameron lächelte daraufhin wieder, schoss Sarah jedoch böse Blicke zu, die wenn sie es könnte, bestimmt getötet hätten.
Derek schlich sich an Sarah an:
"Ich bin glücklich das mit den Beiden endlich heraus ist."
"Du meinst es ist besser, dass wir endlich Gewissheit haben?", fragte Sarah.
Derek nickte:
"Absolut. Würde dir das Gegenteil etwa besser gefallen?"
"Ich könnte mich mit dem Gegenteil wahrscheinlich besser arrangieren", sagte Sarah schroff.
Derek blickte sie entsetzt an:
"Aber nicht mit mir!"
Sarah blickte verwirrt:
"Du meinst doch, es nicht zu wissen?"
"Nein. Das Gegenteil, du weist schon, wenn es anders wäre."
Derek machte eine blöde Grimasse.
"Was?! Du bist froh dass er es mit Cameron getrieben hat?!",
fragte ihn Sarah entsetzt und wütend zugleich.
"Ja. Und ich bin entsetzt, dass du es nicht bist",
antwortete Derek und fuhr fort,
"Ich hatte schon Angst."
Sarahs Welt brach gerade nochmals um ein Stückchen ein:
"Angst? Du bist für diese abartige Beziehung!?"
Dereks Mundwinkel zuckten leicht:
"Wenigstens haben wir jetzt Gewissheit, dass er nicht schwul ist!"
"Derek!", schrie ihn John von der Seite an.
"Sorry John, aber ich hatte wirklich Angst, du seist andersherum", erklärte Derek beschämt.
"Männer!", schrie Sarah und verließ das Apartment.
Sie musste sich so schnell es ging eine Strategie ausdenken, um die zwei Liebenden auseinander zu reißen.
Im Apartment bedeckte John sein Gesicht mit seinen Händen - beschämt, dass sein eigener Onkel dachte, er sei schwul.
"... außerdem wolltest du an deinem 16ten nicht mit mir auf ein Bier in die Nacktbar. Ich meine, dass ist gegen jede Grundlage unserer männlichen Urinstinkte: Alkohol und Fleischeslust!", versuchte Derek zu erklären.
Cameron hörte Aufmerksam zu:
"Ich verstehe deine Bedenken, Derek, auch ich hatte sie zeitweise. Doch ich kann dir Versichern, dass ich die Bedenken nun ausschließen kann."
Derek nickte ihr anerkennend zu und vergaß sogar dabei sich mental auf's neue, selbst zu treten, da er ihr diesmal nicht nur zustimmte, es und was es tat sogar tolerierte.
"Könnt ihr beiden jetzt endlich aufhören über mich in solch einer Weise zu reden?! Wisst ihr nicht wie beschämend das für mich ist?!", fragte John erzürnt.
"Was denn, dürfen wir uns nicht gemeinsam für dich freuen?", fragte Derek aufrecht.
"Gemeinsam?", fragte John und Derek merkte die Bedeutung seines Satzes.
Sein Blick huschte kurz zu Cameron, die ihn leicht scheu anlächelte:
"Oh Gott, diesen Satz habe ich doch nicht ernsthaft gesagt, oder?"
Kaum hatte er den Satz zu Ende gesprochen umarmte ihn Cameron:
"Ich wusste doch, dass du mich tief im inneren, deines verbitterten alten, lieblosen, hasserfüllten, mit Vorurteilen behafteten Herzen doch magst. Ich bin so glücklich darüber dass du es dir endlich hast zugestehen können."
"John bitte, nimm mir dieses Ding vom Hals, bitte! Befehle es ihr!", flehte Derek John an.
Dieser grinste und dachte an seine zwangsläufig verordnete kalte Dusche.
"Bitte John, ich tue alles", schrie er weiter, "Sie wird mich noch erdrücken."
"Wirklich alles?", fragte John.
Derek nickte.
"Cameron, lass ihn in Ruhe", befahl John.
"Warum?", fragte sie.
"Ähm, du machst mich eifersüchtig", log er.
Cameron ließ von Derek ab und umarmte stattdessen John:
"Es tut mir Leid, das wollte ich nicht", sagte sie laut.
Leise flüsterte sie in sein Ohr weiter:
"Aber ich merke, wenn du lügst. Du weist, dass du nicht eifersüchtig auf Derek sein musst und ich nur dich will."
"Ja, aber nun hab ich ihn bei den Eiern", flüsterte John in ihr Ohr und merkte, wie sie ihren Kopf neigte:
"Ist nur eine Redensart", flüsterte er weiter.
"John, dass ist keine Liebe! Sie...", versuchte Derek John zu überzeugen.
Dieser hielt den erhobenen Zeigefinger und Derek verstummte, die Zähne erbittert zusammen knirschend:
'Das ist also seine Bedingung, ich muss ihre Beziehung tolerieren...'
"Siehst du", flüsterte John weiter.
"Das war... ziemlich effektiv", antwortete ihm Cameron anerkennend.
Überraschend für ihn lies sie ihn schnell wieder los.
Keine Sekunde später lief Sarah wieder ins Apartment, im Schlepptau Ellison und Riley.
"Hey, John, schau mal wer da ist?", sagte sie mit gespielt freundlicher Stimme.
Sie zog Riley am Arm hinter sich her und stellte sie nah an John.
'Alles ist besser als das Metall, auch wenn ich das blonde Dummchen hasse...'
"Was sucht sie denn hier?", fragte John erstaunt.
Hinter ihm schaute Cameron Riley mit ihrem Todesblick an.
"Hi, John", sagte Riley schüchtern und winkte ihm scheu zu.
"Warum redet ihr nicht miteinander, wir lassen euch auch in Ruhe. Ihr seid ganz alleine",
Sarah bugsierte die Beiden ans Bettende und setzte sie dort hin.
John schaute Hilfe suchend zu Cameron, deren linke Hand unkontrollierbar zu zucken anfing.
Auch Derek schien dies zu bemerken und verzog aus Angst das Gesicht.
"Mom, was soll das?", fragte John laut und wütend.
"Ich dachte, du willst dich vielleicht mit deiner Freundin unterhalten, du weist schon, unter andere Leute kommen...",
erklärte sie etwas zu nett und gespielt.
Ellison schaute von einem Gesicht in das andere und wusste nicht, was er davon halten sollte. Anscheinend kannte John diese Riley - warum aber war sie nicht bei ihm, aber bei dem Schusswechsel im Polizeirevier.
Sein FBI-Instinkt und -Aufklärungsszwang setzte ein...
"Ich weiß genau was du willst! Tue nicht so, als wäre ich blöd! Es wird nicht funktionieren!"
John stand auf und schob seine Mutter beiseite:
"Lass los, Riley!"
Riley versuchte ihn verzweifelt festzuhalten:
"John, freust du denn gar nicht mich zu sehen? Ich habe dich so vermisst."
Cameron trat mit zuckender linker Hand vor.
Ihre Präsenz war unheimlich - Gefahr lag in der Luft:
"Fass ihn nicht an!"
Alle außer John schreckten zurück. Riley lies Johns Arm verängstigt augenblicklich los.
"Danke Cam", flüsterte John ihr zu und schoss böse Blicke in Richtung Riley und seiner Mutter.
Cameron unterdessen lief näher an Riley heran, die immer weiter zur Wand hin auswich:
"Warum bist du hier?!", fragte sie genervt und wütend.
"Ich... ich wollte... einfach John sehen...", stotterte sie.
"Ich habe sie bei der Schießerei mit Cromatie in der Polizeistation gerettet", erklärte Ellison.
John hielt inne - Cameron hatte Recht: wie und warum tauchte sie hier so plötzlich auf.
Derek verdrückte sich nervös in die entfernteste Ecke - er hatte das Gefühl, dass sie mit Jesse im Bund stand.
Cameron warf ihm einige böse Blicke zu, die er Auswich, bevor sie sich an Ellison wandte:
"Es wäre besser gewesen, sie hätten sie nicht gerettet. Das hätte mir ein Problem erspart!"
"Was soll ich mit dir machen?", wandte sie sich wieder an Riley.
"Du wirst ihr kein Haar krümmen!", zischte Sarah - die besorgniserregende Entdeckung, dass John etwas für Cameron empfand erdrückten alle anderen Gedanken.
Cameron blickte sie kurz genervt an, und wandte sich danach wieder an Riley:
"Du gehörst nicht hier her. John ist nicht der Richtige für dich und du bist nicht Richtige für John. Er kann das jetzt sehen!"
Sarah schaute, die Hände auf den Hüften fordernd John an.
"Was willst du hören Mom?! Sie hat verdammt nochmal Recht!", schrie er.
"Danke John."
Cameron lächelte ihn kurz an und starrte danach wieder auf Riley:
"Ich weiß nicht was du hier willst."
"Ich will Johns Freundin sein, deshalb bin ich hier", antwortete sie stotternd.
"Du kannst nicht Johns Freundin sein. Du bist eine Gefahr! Ich kann dich nicht mehr hier behalten, aber ich kann dich auch nicht gehen lassen", erwiderte sie drohend.
"Cameron! Das reicht!", schrie Sarah dazwischen, während aus Rileys Gesicht Tränen liefen.
"Was soll ich bloß mit dir machen?", fragte Cameron unbeeindruckt weiter.
"Wir werden sie nicht umbringen!", schrie Sarah, rannte dazwischen, und zog Riley weg von Cameron.
"Großartig. Dann werden wir sie fesseln und als Köder für Cromatie verwenden",
erwiderte Cameron mit einem Anflug von Belustigung in ihrem Gesicht.
"Und wer weiß, vielleicht stoppt dieser Helm eine von Cromaties Kugeln."
Sie schielte auf Rileys Fahrradhelm, den sie noch immer nicht abgenommen hatte.
Sarah schüttelte den Kopf:
"Wir werden nichts tun, was sie in Gefahr bringt! Richtig John."
John seuzfte:
"Ja, richtig", antwortete er monoton.
Camerons wirkte kurz enttäuscht und richtete sich danach wieder an Sarah:
"Sie bringt Gefahr in Johns Leben. Sie ist ein Sicherheitsrisiko. Cromatie weiß nun alles über uns Bescheid. Er hat Riley in unserem Haus gesehen und wird sie nun mit uns in Verbindung bringen."
Sarahs Mundwinkel zuckten, sie schaute zu John, der nickte und so wortlos das was Cameron gesagt hatte, bestätigte.
Cameron fuhr fort, den Blick auf Sarah gerichtet:
"Cromatie hat sie bei der Polizeistation wieder erkannt. Sie steht nun auf seiner Zielliste. Er wird versuchen sie gegen John einzusetzen. Sie war schon immer ein Sicherheitsrisiko... sie ist schlampig... denk an den Einbruch in unser Haus, meine Lieblingsjacke, die lila Lederjacke, wurde wegen ihr geklaut. Du hast dieses Sicherheitsrisiko hier her gebracht. Das war gefährlich. Es war dumm von dir. Sie ist eine Gefahr für John. Wir müssen diese Gefahr... eliminieren!"
Sarah starrte sie, unschlüssig, was sie wegen Riley unternehmen sollte an.
"Du willst doch, dass John so sicher wie möglich ist, oder?", versuchte Cameron sie weiter zu überzeugen.
"John, nimm etwas Geld und bring sie zur nächsten Busstation, und mache sicher, dass sie den nächsten Bus nimmt",
befahl Sarah John, der wie es schien, dazu keine Lust hatte, und nur widerwillig der Bitte nach kam.
"Warum überlässt du mir nicht die Aufgabe, Sarah? Ich kann dafür sorgen, dass sie für immer... verschwindet",
erwiderte Cameron und grinste dabei Riley an, die daraufhin noch verängstigter wirkte.
"Ähm, warum lasst ihr mich nicht sie auf den Bus bringen. Es scheint so, als hättet ihr einige ernsthafte Familienangelegenheiten zu klären", bot Ellison an.
"Einverstanden. Aber setzen sie nicht voraus, dass wir danach noch da sind", antwortete Sarah schroff.
"Oh, ihr werdet. Ihr wollt doch nicht, dass die Polizei die Highways sperrt, nicht wahr?", erwiderte Ellison, packte Riley am Arm und zog sie hinaus.
"Ich meinte am leben sind...", rief Sarah ihm nach.
"Du scheinst wohl heute in Tötungslaune zu sein", sagte Derek zu Cameron, die die Waffen inspizierte.
"Riley ist eine Gefahr und eine Belastung. Sie ist unehrlich", antwortete sie.
"Was meint sie damit?", fragte Sarah John.
"Nun, wir haben die Befürchtung, dass sie nicht das ist, was sie uns vorgibt. Ich und Cameron denken, dass sie aus der Zukunft geschickt wurde, um später durch sie, Einfluss auf mich nehmen zu können", erklärte er.
Sarah stockte der Atem, sie hob eine Augenbraue hoch:
"Also ist sie eine Gefahr für Cameron? Sie will euch auseinander haben?"
"Ha, ha. Ich denke das gefällt dir, nicht wahr?", antwortete John hasserfüllt.
"Nicht nur, Sarah. Sie wollen dadurch Kontrolle über Johns Entscheidungen. Ihnen ist nicht wichtig was oder wie er fühlt, sie denken, wenn sie ihn an der kurzen Leine haben, ihn besser von ihren Ideen überzeugen zu können. Sie denken, dass er so effektiver sei. Ich bin da anderer Meinung. John sollte trotz der Bürde die er tragen muss so angenehm, glücklich und frei leben sollen, wie er möchte. Er soll seine eigenen Entscheidungen treffen können und alle sollten diese Entscheidungen akzeptieren, besonders die persönlichen", erläuterte Cameron.
'Endlich jemand, der es Versteht", dachte sich John.
Cameron schaute zu Derek:
"Das sind nicht unsere Waffen."
Derek blickte wütend zurück:
"Es sind MEINE Waffen."
"Du lügst. Ich kann das sagen. Von wem hast du diese Waffen?", erwiderte sie ihm.
"Derek, verschweigst du mir etwas?!", zischte ihn Sarah an - so sehr sie Cameron misstraute und für den Feind hielt; bisher waren alle ihre Vermutungen stets wahr oder sind eingetroffen.
"Hey, wem glaubt ihr, einem Widerstandskämpfer, der sein ganzes Leben lang gegen Metall gekämpft hat, oder einem Stück Metall, ein Ding, ein Roboter, der nicht einmal umprogrammiert wurde, den Feind?!",
schrie Derek hastig und wütend zurück - er musste um jeden Preis Jesse Geheimhalten und Camerons Position diskreditieren.
Er schaute ernsthaft John, der tief schluckte, an:
"Ganz Recht John. Sie wurde nicht umprogrammiert. Sie läuft immer noch mit ihren ursprünglichen Skynet Daten. Irgendwann wird sie uns alle umbringen! Sie hat es schon mal Versucht!"
"Derek!", schrie Sarah, "Rede keinen Unsinn! Das ist lächerlich. Sie würde ihn sonst nicht beschützen, nicht wahr?"
Hilfe suchend schaute sie John und Cameron an.
"Sie hat es mir selbst gesagt", erklärte Derek hastig.
John beobachtete jede Camerons Regung. Ihr Gesicht war komplett blank - er wusste was dies bedeutete.
Er drehte sich um und fasste sich an die Stirn.
"John?", fragte Sarah bestürzt. Sie schaute Cameron hasserfüllt an:
"Erkläre es! Sag die Wahrheit! Wehe du lügst!"
Cameron beachtete sie gar nicht und wandte sich stattdessen bedrohlich an Derek:
"Du willst dieses Thema nicht weiter ausführen!"
"Mir ist egal was du sagst! Ich weiß nur dass du eine Gefahr bist! Du lügst! Maschinen sollten nicht lügen!",
erwiderte Derek wütend.
John drehte sich zu Cameron:
"Ist es wahr? Stimmt es? Sehe mich an und sag es mir!"
Beschämt blickte sie ihn an:
"Ja, es stimmt. Es tut mir Leid, John. Ich hab nicht die Wahrheit gesagt, da Sarah mich sonst nicht in deine Nähe gelassen hätte und ich dich somit nicht hätte beschützen können."
"Oh Gott...", stammelte John und musste sich aufs Bett setzten, um diese Neuigkeit zu verkraften.
Auf Dereks Gesicht zeichnete sich ein Siegeslächeln ab.
"Wir müssen sie zerstören, John! Sie ist eine Gefahr!", sagte Sarah noch so ruhig wie es ihr möglich war.
John schüttelte den Kopf.
"Ich bin keine Gefahr. Ihr könnt mir vertrauen. Derek hier solltet ihr nicht vertrauen. Er hat John schon einmal verraten, an mich", erklärte Cameron.
"Lügen! Nichts als Lügen!", schrie Derek zurück.
"Wie geht es Jesse?", fragte Cameron sachlich.
Dereks Gesicht nahm einen steinernen Ausdruck an.
"Ist sie hier? Hat sie dir die Waffen gegeben? Will sie... mich töten?", fragte sie weiter.
"Nein! Das ist doch alles Schwachsinn!", versuchte sich Derek, sichtlich nervös, herauszureden.
"Er lügt!", sagten Sarah und Cameron fast gleichzeitig.
Cameron schaute Sarah mit geneigtem Blick an.
"Ich habe den Namen schonm al gehört, bei dem Diamantenhändler. Ich habe Derek gefragt, wer sie sei: Widerstandskämpfer antwortete er. Sie ist also hier", erklärte Sarah.
Cameron blickte zu John:
"Sie ist die Person, welche die Alianz zunichte gemacht hat, John."
"Welche Allianz?", fragte Sarah, während John in Camerons Augen blickte.
"Sicherlich ist Riley in ihren Plänen verwickelt. John, du darfst nicht nachsichtig mit deinem Derek sein, wenn er uns hintergeht, auch wenn er dein Onkel ist. Er hält uns Informationen vor. Es wird Probleme bereiten. Jesse wird uns Probleme bereiten. Das tut und tat sie schon immer. Was denkst du wird passieren, falls Derek ihr gesagt hat, dass Kyle dein Vater ist", sprach Cameron weiter.
Sarah und Derek starrten sie mit offenen Mündern an.
"Was ist? Denkt ihr, sie sei so blöd, dass sie es früher oder später nicht herausfindet? Wenn du", er deutete auf Derek, "es ebenfalls herausgefunden hast?"
"Hast du ihr davon erzählt?", fragte er Derek mit bohrenden Blick.
"Nein, warum sollte ich?", antwortete Derek unsicher.
"Cameron?", fragte John.
Sie blieb kurz still:
"Er lügt."
"Was hast du bloß getan!", zischte Sarah Derek zu, "Ich sollte dich auf der Stelle umbringen."
Johns blickte auf den Boden:
"Das ist ein Problem, welches wir uns annehmen müssen. Doch zuerst muss es ruhen, wir sind hier um Cromatie zu zerstören."
"Und sie? Was soll mit ihr passieren?!"
Sarah deutete auf Cameron.
"Dass sie sich mir aus freien Stücken angeschlossen hat, und mich mit ihrem Leben beschützt, bedeutet nur, dass sie einen freien Willen hat."
Er grinste seine Mutter an, die entsetzt zu Cameron schaute, die nach Johns Antwort förmlich vor Stolz und Freude glühte.
"Ich denke nicht, dass sie eine Gefahr für mich ist", sagte er weiter und lächelte Cameron an, die ihm erwiderte:
"Nur wenn du mich Betrügst."
John lachte kurz.
"Ich meine das ernst", sagte sie weiter und sein Lachen verstummte.
"Pass auf dich auf", zischte Derek John gehässig zu.
"Du ebenfalls, Derek!", zischte Saran Derek an.
"Könnt ihr eure Streitereien für eine Sekunde beenden? Wo wollten wir Cromatie die Falle stellen?",
versuchte John das Thema zu wechseln.
"Ich denke wir sollten in die Kirche gehen", antwortete Sarah ernst.
"Oh, ich dachte du machst dir nichts aus Religion. Ich dachte das wäre ein alter Brauch, an den sich eh keiner mehr hält. Jetzt ist es eh zu spät", erwiderte Cameron unter den verwirrten Blicke der anderen.
"Aber wenn es dir soviel bedeutet, werde ich zustimmen, natürlich nur wenn John auch will. Es Überrascht mich, dass du mit dieser Idee kommst, wo ich doch den Eindruck hatte, dass du es nicht gut findest, dass..."
"Stopp! Wovon zur Hölle redest du?", unterbrach Sarah Cameron.
"Darüber, dass du vorgeschlagen hast, dass John mich heiraten soll...", antwortete sie.
Notiz
Rewievs sind wie immer willkommen, auch andere wie die von Olischulu (vielen Dank nochmal an dieser Stelle!).
Und nein, ich denke nicht, dass John und Cameron in meiner Story heiraten werden...
