Letztes Kapitel, krönender Abschluss meiner Story:
Hoffe sie hat euch gefallen;)
Chapter 6
"Ich bin hier wegen John Connor."
Das Metall schien an einigen Stellen seiner verwundeten Haut hindurch.
In der Linken hielt er noch immer die MP5 und in der Rechten die 9 mm.
Die pinke Handtasche baumelte immer noch an seinen Schultern hinunter.
"Nichts ist unmöglich..."
"Toyota", unterbrach Cromatie Ellison, der in einer kniend vor dem Kreuz gebetet hatte.
Dieser drehte sich kopfschüttelnd um und sah Cromatie, der in seiner Handtasche herum kramte und danach Lippenstift auftrug fassungslos an.
"... für den, der glaubt", korrigierte Ellison.
Kurz darauf fielen die ersten Schüsse.
Durch zwei Öffnungen unter dem Dach, rechts und links neben Cromatie, eröffneten Derek und Sarah das Feuer auf ihn.
Cromaties Körper zuckte durch den Kugelhagel. Dennoch schaffte er es zuerst mit der 9 mm auf Derek zu zielen, dann mit der MP5 auf Sarah, die sich zeitweise vor der Fensteröffnung in Deckung gehen musste.
Trotzdem wären Sarah und Derek in Vorteil gewesen, wenn Cromatie ein Mensch gewesen wäre.
Die normalen Kugeln schienen Cromatie jedoch kaum etwas aus zu machen.
Er Streckte die Arme aus, wie Jesus Christus an dem Kreuz vor ihm, um Derek und Sarah simultan unter Beschuss zu nehmen.
Cameron lief durch die großen Eingangstüren. Sie zielte mit dem Schrotgewehr in ihren Händen auf Cromaties Kopf und drückte ab. Die Uran-Munition durchdrang die Coltanligierung.
Cromatie drehte sich um - darauf hatte sie gewartet:
Sie drückte ein weiteres Mal ab - die Schrapnellen zerstörten sein linkes Auge, sowie den Kiefer darunter.
Mit stetigen Schritt verkleinerte sie den Abstand zu Cromatie und drückte ein weiteres Mal ab.
Und wieder. Die Auswirkungen wurden von einem auf das andere Mal immer verheerender für Cromatie.
Die Schrapnellen bohrten sich in das Innere seines Schädels.
Er stolperte Rückwärts, lies beide Waffen ungewollt aus seinen Händen fallen.
Cameron war ganz nah - spürte förmlich wie Cromatie, trotz der Tatsache das er eine Maschine ist, starb.
Sie riss ihm die pinke Handtasche von den Schultern und holte zum finalen Schlag aus.
Der Beutel der Handtasche traf Cromatie im Inneren seines Schädels und er stürzte zu Boden.
Cameron stand immer noch über ihm.
Sein Bild flackerte.
Langsam sah er wie Sarah Connor und Derek Reese sich neben Cameron stellten.
Sein Primärziel kam ins Blickfeld, stand ganz nah über ihm. Wütend starrte er auf ihn hinab.
Er versuchte den Abzug der 9 mm zu betätigen. Der Impuls kam in den Zeigefinger an, jedoch lag die Waffe nicht mehr in seiner Hand und war nicht auf John gerichtet, der mit seiner 9 mm auf seinen Schädel zielte und abdrückte.
Cameron warf Cromaties Körper in das ausgehebelte Grab.
Er kam hart auf der Trockenen Erde auf.
Sarah erklärte gerade Ellison, er wisse bereits alles was sie wisse.
Ellison verabschiedete sich und Sarah lief zu Cameron.
Die lügende Belastung, die ihr zusätzlich noch ihren Johny weg nahm, hatte Cromaties Chip sichergestellt.
Wahrscheinlich hatte sie irgendetwas vor mit ihm, wie sie wahrscheinlich mit Vicks Chip etwas vorgehabt hatte.
"Cameron, kann ich den Chip haben?", fragte sie in einem normalen Ton.
Zu ihrer Überraschung händigte der Cyborg ihr den Chip aus.
Sie nahm ihn, lief zum nächstbesten Stein, legte ihn ab, nahm das AK-Gewehr in die Hand und schlug mit dem Schaft auf den Chip ein.
Alle Schaufeln am Grab stoppten. Derek, John und Cameron sahen zu, wie Sarah, emotional am Ende, immer wieder auf den Chip einschlug, dabei schluchzte und der Chip immer weiter pulverisiert wurde, sie aber nicht aufhörte.
Sie dachte an das was in der Hochzeitssuite aller Wahrscheinlichkeit zwischen John und Cameron passiert war.
Wie die Maschine ihren Sohn in jeder erdenklichen weise weg nahm und ersetzte.
Alle Maschinen waren schlecht; früher oder später würde sie John ebenso Töten wollen wie Cromatie - es war schon einmal passiert.
John lief zu seiner Mutter, zerrte sie weg, nahm sie trösten in die Arme.
"Es tut mir Leid um deinen Verlust", sagte Cameron zu Sarah.
Diese wandte sich verwirrt, mit Tränen in den Augen, Cameron zu:
"Welchen Verlust."
"Der Tod Cromaties hat dich emotional sehr stark getroffen. Du trauerst", erläuterte Cameron.
Sarah verdrehte mit gehässigem Gesichtsausdruck die Augen.
"Du musst ihn nicht als bloße Maschine gesehen haben, sondern als Person, um so zu trauern",
erklärte Cameron weiter,
"Falls ich sterbe, müsstest du in diesem Fall sogar noch stärker trauern, da du mich länger gekannt hast, oder?"
Sarah sah, wie Derek im Hintergrund ebenfalls die Augen verdrehte.
Dennoch spürte sie Johns Blicke im Nacken, sodass sie die Wahrheit, dass sie Feiern würde, für sich behielt und sich zu einem kurzen Nicken zwang.
Cameron lächelte, sichtlich erfreute über die Antwort, zurück und Sarah verschloss die tief im Inneren aufkommenden Schuldgefühle, Cameron belogen zu haben, ein.
"Du hast ihn geliebt, oder?", fragte Cameron und deutete mit ihren Blick auf das Grab.
"Wie bitte?"
'Was geht in diesem Chip zur Hölle vor?!', fragte sich Sarah.
"Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Geißeln in ihre Entführer verlieben", antwortete Cameron.
"Unsinn", antwortete Derek hastig, bevor Sarah: "Ich liebe kein Metall", schrie.
Cameron wandte sich kurz an Derek:
"Bist du eifersüchtig?"
Dieser wurde rot aus Scham und Cameron blickte zu Sarah:
"Du hast Onkel Bob geliebt, oder? Du hast gemeint, er wäre die einzig gute Vaterfigur für John. Du hast ihn geliebt."
"Na Großartig. In was für eine Familie bin ich hier geraten. Alle Connors sind ein Haufen von Metall Liebhabern!", beklagte sich Derek laut.
Sarah wandte sich ihrem Sohn zu:
"Du solltest dir nächstes Mal gefälligst überlegen, was du deinem Cyborg alles erzählst! Merkst du nicht, dass das ihren defekten Chip überlastet."
Sie ließ das Wort defekt über ihrer Zunge zergehen, und merkte, wie es John erzürnte, dass er erinnert wurde dass Cameron nicht perfekt ist.
"Warum schreist du mich für etwas an, was ich noch nicht mal gemacht habe?! Das hat ihr der John aus der Zukunft erzählt nicht ich!", verteidigte er sich.
"Der defekt in meinem Chip lässt es zu, dass ich fühle Sarah. Er hat keine Auswirkungen auf die Leistung des Chips. Ich bin komplett Einsatzfähig. Doch mein sozialer Umgang mit Menschen, kann sich nur durch Interaktion mit ihnen, durch lernen, verbessern. Da nur John mit mir redet, lerne ich nur langsam. Aber du hast mich sicher eben so gern, wenn nicht gar mehr gern als Onkel Bob", erwiderte Cameron.
"Ich liebte ihn nicht", zischte Sarah.
"Ich kam gerade aus der Psychiatrie..."
'Na toll, jetzt denkt Derek und Cameron wirklich, meine Mom sei verrückt', dachte John.
"... und hast schon lange keinen Mann mehr gehabt. Die Muskeln des 101 Infiltrators haben dich sexuell angezogen. Ich verstehe Sarah", unterbrach Cameron sie.
"Ja. Halt nein!"
Den Satz mit der Psychiatrie anzufangen, hatte Sarah irgendwie aus der Bahn geworfen.
John blickte durch den Rückspiegel besorgt seine Mutter an.
Über der Fahrt hin ging es ihr immer schlechter - und diesmal war es anscheinend nicht die Alkoholfahne von Derek, der neben ihr saß.
Sarah sah sich nach ihrem Emotionalen Zusammenbruch außerstande zu fahren und saß oder besser lag auf dem Rücksitz.
Derek saß neben ihr, "Um das Metall immer im Blick zu haben", wie er erklärte.
Cameron saß neben ihm, war zur Abwechslung wieder einmal ruhig, und starrte aus dem Seitenfenster.
John war froh darum.
Ihre Vermutungen, wenn auch interessant und amüsant, hatten Sarah am Ende an den Rand eines Wutanfalls gebracht.
Sie hatte Cameron gesagt, wenn sie mit diesem Unsinn nicht aufhöre, werde sie wie Cromatie enden und zeigte dabei zu den zerbrochenen Chip auf dem Stein. Cameron hatte darauf geantwortet, dass dies unwahrscheinlich sei.
John war dann zwischen die beiden gegangen und hatte Cameron von Sarah weg gedrängt, bis sich alle Gemüter wieder beruhigt hatten.
Sarah wälzte sich in ihrem Schlaf:
John stand in einigen Metern vor ihr.
Seine Arme waren verschränkt.
Sie versuchte zu ihm zu laufen, um ihn zu umarmen, festzuhalten.
Doch die Entfernung zu ihm schien sich nicht zu verringern.
Sie erhöhte ihr Lauftempo - vergeblich.
Sie rannte, doch konnte die Distanz zu ihm nicht überbrücken.
Cameron tauchte mit funkelnd blauen Augen hinter John auf.
Sie versuchte ihn zu warnen, doch die Laute verließen, so sehr sie es auch versuchte, ihren Mund nicht.
Der Blick des Cyborgs richtete sich auf sie - die Augen strahlten sie mit ihrem Blau förmlich an.
Die Maschine umarmte, mit einem Lächeln in ihrem Gesicht, von hinten ihren Sohn, und drückte ihn an sich.
John schaute liebevoll nach hinten.
Sarah versuchte, alles zu geben doch je mehr sie versuchte, zu John zu gelangen, ihn aus den Fängen der Maschine zu befreien, desto mehr schien er sich von ihr zu entfernen.
Außer Atem stoppte sie, blickte auf und sah, wie sich John vollends umgedreht hatte, und sich die beiden Liebenden wild küssten. Doch dabei blieb es nicht...
Sie gingen zu Boden und rissen sich gegenseitig die Kleider vom Leib.
Sarah versuchte zu schreien, sich um zudrehen, die Augen zu schließen, sich wenigsten die Ohren zuzuhalten, doch sie befand sich in einer Art Starre und musste tatenlos mit ansehen, wie die zwei Körper vor ihr aneinander schmiegten...
Sarah schluckte um den Brechreiz zu unterdrücken. Derek schaute sie dabei blöde an.
"Fahr ran", sagte sie zu John.
Dieser trat auf die Bremse. Kaum stand der Dodge, stieg Sarah auf und rannte zum Straßenrand wo sie erbrach.
John war der erste bei seiner Mutter.
"Was hat sie?", fragte Cameron.
"Ich weiß es nicht...", John fühlte an Sarahs Stirn, "Sie hat Fieber."
"Mir geht es gut", versuchte Sarah die anderen zu überzeugen.
"Ist sie schwanger?", fragte Cameron weiter und schaute Sarah mit geneigten Blick an.
Derek schaute nervös von Cameron auf die am Boden kniende Sarah und zurück.
"Warum zur Hölle fragst du das?", erwiderte John genervt.
Cameron Blick richtete sich auf John:
"Kacy hat sich übergeben, als sie schwanger war."
Sie schaute hinab auf Sarah, die unschlüssig wirkte:
"Du übergibst dich; es ist morgen."
Ihr Blick richtete sich wieder auf John:
"Das ist die Zeit, wann es passiert."
"Halt den Mund!", befahl John.
"Natürlich muss davor Sexualverkehr erfolgt sei", führte Cameron unter Johns Seufzen aus.
"Und, wer käme dafür als Partner in Frage? Richtig, keiner!", zischte John zurück.
Normalerweise wäre er nicht so abfällig gegen Cameron gewesen, doch auch seine Nerven lagen Blank.
Erst die vielen Streitereien, in der Hochzeitssuite, bei Cromaties letzter Ruhestätte und zudem, die Tatsache, dass es seiner Mutter nicht gut ging, raubten ihn den letzten Gedanken.
"Eigentlich gibt es da einen...", Camerons Blick richtete sich auf Derek.
Derek und Sarah schauten sich kurz an und richteten ihre nervösen Blicke in die Ferne, um den Sensoren der Maschine zu entgehen.
John schaute ungläubig von dem Gesicht seines Onkels in das seiner Mutter und zurück.
"Sie dachten, keiner würde sie hören, sie lagen falsch. Danach sagten sie beide, es wäre ein Fehler gewesen. Ich glaube es ist ein Grund, warum Derek nicht mehr bei uns schläft", erklärte Cameron weiter.
"Derek!", schrie John ihn an.
"Derek hat schon am ersten Tag ein Auge auf Sarah geworfen. Wenn er sich nicht beobachtet fühlt starrt er auf ihre unrasierten Beine und hängende Brüste... ich beobachte ihn aber immer", fuhr Cameron fort.
"Halt die Klappe", schrien John und Sarah sie gleichzeitig an.
"Davon will ich nichts hören!", schrie John weiter, während Sarah "Nicht jeder ist von Natur aus perfekt und altert nicht!" schrie.
Cameron verstummte darauf, flüsterte aber leise "Das ist ein weiterer Punkt für Cyborgs" um auf Sarahs Aussage zu erwidern, und lächelte John dabei an.
'Er muss glücklich sein...'
John richtete seinen Blick fragend auf seine Mutter.
"Ja, es ist passiert", gab sie zu, "er hat zu sehr ins Glas geschaut, das ist alles."
Derek rümpfte die Nase, räusperte sich:
"Ja, und du hast ausnahmsweise genau die richtige Menge Pillen geschluckt und statt Wasser zum Whisky-Glas gegriffen."
Beide schossen sich Böse Blicke zu.
"Und?", fragte John weiter, "Bist du...?"
Er konnte den Satz nicht zu Ende sprechen,... schlimm genug, dass sich Derek an die Frau seines verstorbenen Bruders ran gemacht hatte.
"Nein, bin ich nicht", versicherte ihm Sarah.
"Puh!", rief Derek aus, sichtlich erleichtert.
Cameron blickte verwirrt:
"Bin ich schwanger?"
"Wie bitte?!", riefen die anderen drei gleichzeitig. Sarah ausnahmsweise noch hasserfüllter als Derek.
"Ich und John hatten Verkehr...", erklärte Cameron.
"Halt einfach den Rand!", unterbrach John sie, schaute auf das Schild am Straßenrand und befahl:
"Alle wieder einsteigen! Wir fahren weiter! Bald sind wir in Daheim und Mom kann sich dann ausruhen."
"Stopp!", sagte Sarah. Unter Camerons interessierten Augen griff sie nach vorne zu der Schildkröte, die auf ihrem Rücken vor dem Reifen lag und setzte sie richtig herum an den Straßenrand.
Vor lauter Fieber merkte sie nicht, wie sie so die Schildkröte ins Erbrochene legte...
Als sie ein Stückchen weitergefahren waren räusperte sich Sarah:
"Ich schlage einen Deal vor. Ihr vergisst, was ihr gerade in Bezug auf mich und Derek raus gefunden habt, spricht uns nicht wieder darauf an, und wir vergessen, was wir in Mexiko gesehen haben."
"Was ist der Haken?", fragte John.
"Ich will nichts zwischen euch beiden sehen oder davon hören...",
erklärte Sarah, bevor sie von Cameron unterbrochen wurde:
"Du meinst, was in Mexiko passiert, bleibt in Mexiko; so wie in Vegas?"
"So in der Art. Wer dafür ist, hebt die Hand.", antwortete Sarah, die sie prompt hob.
Derek war sich unschlüssig - er konnte nicht vergessen, was zwischen John und seinem Metall passiert war.
Sarah stupste ihn mit einiger Kraft mit den Ellenbogen in die Rippen.
"Au!", schrie Derek.
"Ich zähle das als ja."
Langsam, als sei das Ergebnis unter einer wohl kalkulierten Berechnung gefällt worden, hob auch Cameron die Hand.
John schaute sie erbost an:
"Das kann doch nicht dein Ernst sein, diesem Knebelvertrag zuzustimmen! Nimm sofort die Hand runter!"
'Ha, vielleicht ein kleiner Defekt im Chip? Im richtigen Zeitpunkt...', dachte sich Sarah, und wandte sich an John:
"Jeder trifft seine eigene Entscheidung John! Drei gegen eins! Angenommen! Und jeder wird sich daran halten!"
Den Rest der Fahrt über ignorierte John Cameron mit zunehmend schlechterer Laune.
Sarah hörte Geräusche, sie drangen aus dem Wohnzimmer. Es war nachts und dunkel. Sie stand auf um nach zuschauen und stellte fest, dass der Fernseher lief:
Ein Professor kam ins Bild:
"Langjährige Studien beweisen, dass blaues Licht krebsfördernd ist. So zeigen Krankenschwestern, die in Kliniken Nachtschicht haben ein höheres Krebsrisiko, als die Mitarbeiter, welche Tagsüber arbeiten. Somit kann davon ausgegangen werden, dass exzessive Verwendung von bläulichen Licht schädlich ist. Da dadurch besonders das Risiko an Brustkrebs zu erkranken für Frauen steigt."
"Dies kommt zustande, durch die Hormonelle Wirkung von bläulichen Licht, welches besonders in der Morgensonne vorhanden ist, und eine wichtige, komplizierte Hormonkettenreaktion in Gang setzt, die das Aufwachen bewirkt, und somit ein Bestandteil der inneren Uhr ist."
"Das nächtliche Verbringen unter dem Blaulicht, bewirkt somit eine unnatürlich hohe Ausschüttung dieses Hormons, was Ungesund für den eigentlich schon erschöpften Körper ist."
"Nicht nur das, nein. Der Körper bekommt soviel blaues Licht ab, dass die Hormonproduktion gar nicht mehr nachkommt."
"Zwischenprodukte in hoher Konzentration entstehen, die in Verdacht stehen, den Krebs auszulösen."
"Nächtliche Arbeitsplätze sollten, im wohle der Mitarbeiter, in einem eher gelb, orangefarbenem, oder rötlichem Licht ausgestrahlt werden, um das Krebsrisiko am Arbeitsplatz zu minimieren..."
Sarah merkte wie sie von Hinten in blaues, strahlend helles Licht gehüllt wurde.
Sie drehte sich um und sah, wie Camerons Augen sie wie Scheinwerfer anstrahlten.
Sarah nahm die Hand vor die Augen um diesevor den blendenden Strahlen zu schützen. Nun war klar wie der Cyborg sie aus dem Weg räumen wollte – alles machte einen Sinn: Cameron hatte nur aus einem Grund blaue Augen: Um bei ihr Krebs auszulösen.
Sie wollte ihr gerade befehlen aufzuhören, als ihre Augen funkelnd erloschen und John ins Wohnzimmer trat.
Sarah streckte die Arme aus, ging in die Hocke, in voller Erwartung, dass John, wie ein kleines Kind in ihre Arme laufen wird.
Doch dieser beachtete sie nicht, sah sie nicht, und lief stattdessen zu Cameron, die ihn umarmte, ihn leidenschaftlich küsste.
John erwiderte den Kuss. Sein Blick huschte zu dem ausladenden Sofa und er bugsierte Cameron darauf zu. Schubste ihren Körper sanft und liebevoll darauf; legte sich auf sie...
Sarah erwachte, schweißgebadet aus ihrem Schlaf.
Sie lag in ihrem Bett.
Schnell lief sie zur Toilette und erbrach über der Kloschüssel.
Das Haus schien leer...
Wo waren John und Cameron?
Zu Hause angekommen musste Sarah sich erst einmal hinlegen.
Derek verschwand kurz darauf und Cameron schien sich an die Abmachung zu halten und war den restlichen Tag auch nicht zusehen, sodass John den ganzen Tag alleine gelangweilt im Haus umher irrte.
Im Fernseher lief auch nichts gescheites, nur der Reality-TV Dreck, sodass John, trotz seiner schlechten Laune nach Cameron am nächsten Morgen suchte.
Er fand sie schließlich in der Garage, an der Werkbank.
"Was machst du? Du bist hier schon seit Stunden."
Sie drehte sich um, in ihren Händen hielt sie einen Gegenstand der an einer Kette befestigt war:
"Ich habe etwas... für dich gemacht."
Sie gab ihn den Gegenstand, eine Taschenuhr.
"Es ist ein Geschenk. Heute ist mein Bau-Tag."
"Oh. Es tut mir Leid. Das wusste ich nicht. Eigentlich sollte ich dir was schenken",
erwiderte John mit Reue in der Stimme.
"Das macht nichts",
Sie lächelte ihn an,
"In deiner Nähe zu sein ist Geschenk genug."
Beschämt blickte John dennoch zu Boden.
"Was ist es?"
"Es ist eine Uhr. Nach Judgment-Day werden viele elektrischen Geräte durch den ECM-Effekt der Bomben nicht mehr funktionieren. Somit auch viele neue Uhren. Ich habe dir eine mechanische hergestellt", antwortete sie.
"Wie exakt läuft sie?", fragte John - er hatte die Ahnung, dass sie in ihrem Perfektionszwang Stunden zugebracht hatte, damit sie auf die Nano-Sekunde exakt lief.
Er war nicht überrascht über ihre Antwort:
"Sehr exakt", antwortete sie.
"Mach sie auf", bat sie ihn.
Er öffnete die Taschenuhr sah das fein ausgearbeitete Uhrwerk unter dem Glas. Im Deckel, ebenfalls unter Glas, hatte sie ein Miniaturfoto ihres Beinahe-Kusses angebracht.
John schluckte, es war das schönste Geschenk, dass er jemals bekommen hatte...
"Ich will, dass du dich immer so an mich erinnerst, wenn ich gehen muss", sagte sie zu ihm.
"Warum solltest du gehen müssen?", fragte John mit Tränen im Gesicht.
"Da ich dich Beschütze - dein Leben ist gefährlich", antwortete sie ihm, nahm die Taschenuhr und hängte sie ihm unter seinem Zittern um den Hals.
"Was würde der John aus der Zukunft jetzt machen?", fragte er.
"Der John aus der Zukunft lebt nicht hier. Und auch nicht hier",
sie zeigte auf ihre Brust, unter der Anstatt des Herzens ihre Energiezelle saß,
"Aber du tust es."
"Und der John, der mir am Herzen liegt, würde mich jetzt küssen."
Sie blickte ihm direkt in die Augen und John lächelte kurz:
"Was ist aus der Abmachung mit Sarah?"
"Sarah wird es weder hören noch sehen. Also halten wir uns daran", erklärte sie ihn angrinsend.
John lachte kurz, nahm sie in den Arm und begann sie liebevoll zu küssen.
Cameron erwiderte den Kuss und schnell artete es in eine wilde Knutscherei aus.
Sie dirigierte sich mit John rückwärts zur Werkbank.
John lächelte kurz als ihre Hände die jeweilig anderen Körper entlang fuhren und er sie auf die Werkbank hievte, das Werkzeug zur Seite schob, sich über sie beugte, mit der Hand durch ihr Haar fuhr und sie dabei küsste.
"Du bist böse", hauchte er ihr ins Ohr.
"Und du magst es. Halt endlich den Mund und komm zur Sache", befahl sie ihm und drückte ihn an sich.
Unter heftigen Küssen glitten ihre Hände unter sein T-Schirt, während er ihre Jacke abstreifte, und ihr aus dem Top darunter half. Ihre Hände griffen direkt zu seinem Gürtel - die Handlung war unmissverständlich:
Sie wollte ihn jetzt, gleich, sofort.
Er öffnete ihre Hose, zog sie zu den den Knien hinunter. Seine Finger glitten unter ihren Slip, spürten die Feuchte.
Er begann ihn hinunter zu ziehen, als Cameron ihn abrupt stoppte. Fragend schaute er in ihr Gesicht.
"Deine Mutter. Sie kommt", sagte sie ihm.
"Fuck!", erwiderte John, "Schnell, zieh dich wieder an. Bring deine Kleidung in Ordnung. Sie darf nichts davon sehen, oder sie rastet aus."
Hastig versuchten die beiden, so gut es ging, ihre Kleidung in Ordnung zu bringen.
Sarah öffnete die Garagentüre und trat ein. John sah sie flüchtig an, seine Mutter schien es kaum besser zu gehen - warum konnte sie nicht einfach im Bett bleiben?
Sarah schaute von John zu Cameron. Die beiden standen einfach mitten im Raum und taten gar nichts - sehr verdächtig.
Sie schaute genauer hin: Ihre Kleidung schien zerknittert und obwohl der Cameron immer darauf achtete waren ihre Haare sichtlich in Unordnung.
"Was macht ihr hier?", fragte sie.
"Reden", antwortete John.
Sarahs Blick huschte zur Werkbank und den darauf liegenden Werkzeuge, die unachtsam hastig auf die Seite geschoben wurden. Ihr Blick konzentrierte sich auf den Cyborg, dessen Gesicht nichts verriet:
'Reden, ja klar!'
Sie dachte darüber nach, was die beiden auf der Werkbank gemacht haben könnten...
Ihre Übelkeit verstärkte sich wieder. Der Brechreiz kam zurück.
Sie rannte aus der Garage und übergab sich über dem ersten Blumenbeet.
John kam heran gerannt und hielt ihren Kopf:
"Mom, du solltest wirklich im Bett bleiben."
'Nimm deine dreckigen Hände von mir! Gott weiß, wo sie davor waren...'
Ihr blick richtete sich hasserfüllt auf Cameron.
Später am Tag schaute John nach seiner Mutter, in seiner Hand trug er die ekel schmeckende Medizin:
"Wie fühlst du dich?"
"Wie sehe ich aus?", entgegnete Sarah.
"Schlecht", antwortete er, ging mit dem Löffel in die Medizin und beugte sich damit zu ihr hinunter.
Sie nahm den Inhalt auf. Im Hintergrund kam Cameron mit einem großen Tablett näher.
"Was ist das?", fragte Sarah - fest davon überzeugt, dass der grüne Inhalt der Glaskanne giftig war, um sie töten und sodass Cameron ihren John vollends an sich reißen konnte.
"Es ist Tee. Für die Rehydratation deines Körpers. Drink eine Tasse pro halbe Stunde oder direkt nachdem du dich übergeben musst", antwortete sie und schenkte ein Glas mit der giftgrünen Flüssigkeit ein, "und nein, es ist nicht giftig."
Es schien als hätte der Cyborg Sarahs Gedankengang anhand ihrer Blicke erahnt.
Sarah versuchte aufzustehen - alles war besser als den ganzen Tag über im Bett zu liegen und von Cameron, einer Maschine, versorgt zu werden: das war unter ihrer Würde.
John hielt sie jedoch davon ab, und legte sie mit sanften Druck wieder zurück:
"Nein nein nein! Wo willst du hin?"
"Wir müssen zurück, jetzt!", erwiderte Sarah.
"Wohin zurück?", fragte er.
"Mexiko. Wir haben Thermit in der Garage. Wir müssen Cromaties Körper verbrennen", antwortete sie.
"Cromatie ist tot. Du hast seinen Chip zerstört. Er geht nirgendwo hin. Es ist...", widersprach er.
"sicher?", unterbrach ihn Cameron, "Es ist nicht sicher."
"Oh Gott, sie hört sich schon wie du an", sprach John zu Sarah.
"Sie hat recht", erwiderte Sarah, 'Dieses eine Mal hat sie recht...'
John saß schlecht gelaunt auf dem Beifahrersitz, während Cameron den Dodge fuhr.
"Es gibt viele Dinge, die ich nicht verstehe", versuchte Cameron die Stille zu brechen.
"Was zum Beispiel?", fragte John.
"Die Schildkröte", antwortete sie.
"Welche Schildkröte", fragte John weiter.
"Sie lag auf ihrem Rücken auf der Straße beim Rückweg aus Mexiko deine Mutter hat sie umgedreht", erwiderte sie.
"Sie hat ihr geholfen", erklärte er.
"Ich weiß. Aber warum?", fragte sie.
"Weil wir das nun mal tun, wenn wir etwas sehen, das leidet oder in Schwierigkeiten ist, versuchen wir es zu helfen", erklärte er weiter.
"Mitleid?", fragte sie weiter.
"So in etwa", erwiderte er.
"Aber nicht jeder würde ihr helfen", behauptete sie.
"Nein. Manche würden sie einfach liegen lassen", stimmte er ihr zu.
"Manche würden wahrscheinlich darüber fahren und sie zerbrechen...", behauptete sie weiter.
"Ja, ich glaube das würden manche. Also, was würdest du machen?", fragte er.
"Sie schien nicht eine große Gefahr zu sein. Wir wurden nicht gebaut um grausam zu sein.", erklärte sie.
"Ja, das ist ein weiterer Punkt für Cyborgs", erwiderte John.
Cameron lächelte:
"Ja, ist es."
Sie fragte weiter:
"Deine Mutter hat die Schildkröte auf den Straßenrand gesetzt. Sie hätte sie überall dort hinsetzen können. Warum hat sie die Schildkröte aber in ihr Erbrochenes gesetzt?"
John hatte darauf wirklich keine Antwort...
Sie erwachte, merkwürdige Geräusche drangen vom Nachttisch.
Ihre Augen fokussierten und sie sah die schärfer werdenden Umrisse des Angeschalteten Babyphons.
Hastig stieg sie aus ihrem Bett auf und lief durch das leer wirkende Haus.
Im Wohnzimmer fand sie eine Veränderung. Eine leere Wiege stand direkt vor dem Durchgang.
In der Ecke konnte sie eine Gestalt ausmachen.
Sie lief auf sie zu.
Es war Cameron: Sie saß in einem Sessel und hielt ein Bündel an ihre Brust.
Sarah lief näher darauf zu, schaute darauf ab. Cameron die es stillte schaute mit einem Lächeln stolz hinauf zu Sarah.
Sie stand auf, Sarah streckte die Arme aus - sie wollte ihren Enkel in den Arm nehmen - doch Cameron lief an ihr vorbei zum Durchgang und überreichte das Bündel John, der es stolz anblickte.
Sie drehten sich um und verließen den Raum.
Sarah wollte ihnen nachgehen...
Sarah erwachte...
Verwirrt blickte sie um sich:
Sie befand sich in Camerons Zimmer, vor ihren Schreibtisch, den sie so gut wie nie benützte.
Vor ihr standen mehrere Fotos, die sie noch nie gesehen hatte - von Cameron und John gemeinsam.
Sie waren glücklich darauf, lächelten.
Der Cyborg hatte sich viel Mühe gemacht und die Bilder liebevoll eingerahmt...
Sie schaute auf das dritte Bild, welches mittig stand und Cameron anscheinend am wichtigsten war.
Ihr Herz klopfte:
Die zwei wirkte wirklich verliebt.
Cameron, von der sie eigentlich dachte, sie könne nichts fühlen, wirkte auf dem Foto, fröhlich, in voller Erwartung auf den Kuss, etwas angespannt, ungeduldig aber auch erleichtert.
Hatten sie sich wirklich danach geküsst?
Ihr war es egal - in der Hochzeitssuite war ihrer Meinung nach Schlimmeres passiert...
Dagegen wäre ein einfacher Kuss zwischen den Beiden geradezu unschuldig.
'Nicht das ich es toleriere', korrigierte sich Sarah gedanklich selber.
Doch warum stellte sie die Bilder überhaupt auf?
War es ihr wirklich so wichtig?
Liebte sie John wirklich? War es möglich?
Sie hatte die Bilder für sich aufgestellt, daran war kein Zweifel - ihr Zimmer blieb größtenteils ungenutzt.
Nur sie verwendete es einige Male am Tag um sich umzuziehen.
Warum also der Aufwand?
Von da an wurde es ihr klar:
Cameron liebte John, in ihrer eigenen verkorksten maschinenhaften Art; und John liebte Cameron.
Es war keine Illusion und sie konnte es auch nicht weiter versuchen zu verdrängen.
Vielleicht hatte sie Unrecht an Cameron getan.
Sie, im Nachhinein, somit zu sehr ins Gebet genommen, doch sie blieb was sie ist.
Das alles machte die Situation nicht leichter: Cameron liebte John weiter, eine Liebe die sie verboten hatte. Der Cyborg würde seine Gefühle für John nicht unterdrücken können.
'Sie wird ihn nicht aufhören zu lieben', kam Sarah zum Entschluss, '... sie wird ihn mir vollends wegnehmen. Einen Weg finden, um ihn weiterhin hinter meinen Rücken zu lieben. Und je mehr ich mich dagegen wehre, desto mehr wird John Abstand zu mir nehmen... je mehr werde ich ihn direkt in die Arme von ihr treiben.'
'Was soll ich denn bloß tun?'
Ihre Augen wurden feucht.
'Diese Beziehung tolerieren? Das kann ich nicht... das kann ich nicht...'
Sie sackte mit dem Bild in ihrer Hand an der Wand unter Tränen zusammen - die Beiden waren wirklich ein hübsches Paar.
'Oh Gott, er sieht so glücklich auf dem Foto aus. Ich habe ihn nie so glücklich gesehen...'
Sarah kam zu dem Schluss Chola zu kontaktieren, um einen neuen Pass für Cameron zu machen - auf einen anderen Nachnamen.
Das Cameron noch als Johns Schwester posierte war nicht mehr tragbar.
Es war einer ihrer vielen Versuche eine Grenze in der Beziehung zwischen John und seinem Beschützer zu ziehen - vergeblich. Doch damit wollte sie nun abschließen...
John saß noch immer schlecht gelaunt auf dem Beifahrersitz.
"Hast du noch immer schlechte Laune? Ich freue mich auf Mexiko", sagte Cameron zu ihm.
"Was hat deine Meinung geändert?", fragte John.
"Die Regel: Was in Mexiko passiert bleibt in Mexiko. Außerdem ist Sarah nicht da. Niemand kann uns stören...",
erklärte sie.
John musste lachen:
"Sag bloß du hast die Hochzeitssuite gebucht?"
Sie blickte ihn an und lächelte nur...
The End
to be continued in:
Rewritten II
