Kapitel 2
Zusammen mit J.D und Elliot verliessen House und Wilson das Krankenhaus. Auch wenn er noch nicht wieder ganz auf den Beinen war, musste House unbedingt Cuddy finden, vielleicht war sie in falsche Hände geraten. Die vier riefen ein Taxi, dass sie zur Bar bringen sollte, wo House sich gestern aufgehalten hatte.
Die Bar hiess „Pink Flamingo" und war ziemlich abgelegen und nicht mehr in bester Verfassung. Sie gingen rein, um alles nach weiteren Hinweisen abzusuchen. An der Wand hing ein Plakat mit einigen Daten für Anlässe. Auf einem stand „Party für Teilnehmer der Ärzteweiterbildung". War House mit Cuddy an einer Weiterbildung gewesen hier in California? Er schaute zu Wilson rüber, der noch verwirrte reinschaute als er selbst. „Wenn du nur an eine Weiterbildung gegangen wärst, hättest du es mir bestimmt gesagt", meinte er. „Wo war ich dann", House schlug mit den Fäusten auf den Tisch.
Auf einmal hatte House ein Flashback. Er schaute zur Bar rüber und sah Cuddy und sich dort sitzen, vergnügt, jeder mit einem Drink. Sie unterhielten sich. House versuchte sich an das Gespräch zu erinnern, einige Worte würden auch schon reichen. Angestrengt dachte er darüber nach und da konnte er ganz deutlich hören wie Cuddy sagte „Das war die beste Idee House, so ein Kurztrip, nachdem was heute passiert ist, das hat wirklich gut getan", er war mit ihr also noch woanders gewesen, nur wusste er nicht mehr wo. „Wir waren unterwegs", meinte er zu den anderen.
„Du hast doch noch eine Nummer, ruf mal an", schlug Wilson vor. J.D reichte ihm sein Handy und House tippte die Zahlen ein.
„Diese Nummer ist nicht mehr verfügbar, bitte melden Sie sich bei der Informationsgesellschaft von Idaho", sprach eine Tonbandaufnahme. „Die Nummer stammt aus Idaho, was haben wir dort verloren", House war ratlos. Elliot wollte, dass Greg nach Idaho fliegen würde, um dort nach weiteren Hinweisen zum Verschwinden von Lisa zu suchen. J.D wollte schon hinauslaufen, als er am Boden ein Foto fand, er hob es auf und es zeigte House und Cuddy. „Das muss gestern aufgenommen worden sein", kombinierte er. Greg riss es ihm aus der Hand und drehte es um.
„Es steht "Wir haben sie, machen Sie 100.000 $ bereit" drauf", las er vor.
„Man hat sie entführt", House musste Cuddy retten und wollte so schnell es ging nach Idaho reisen. Bevor House nach draussen gehen konnte, hielt ihn Wilson auf. „Greg, ihr seid gestern nach California gekommen, wie hättet ihr auch noch in Idaho sein sollen, das geht doch nicht auf. Es ist bestimmt eine Falle", erklärte er. „Er hat recht, sie muss noch hier sein, ausser, man hat sie heute Nacht wirklich nach Idaho geflogen", meinte Elliot.
„Das ergibt doch alles keinen Sinn", House war langsam verzweifelt, wenn er doch nur noch wüsste, warum er überhaupt mit Cuddy weggeflogen war. Er versuchte sich zu erinnern, vielleicht hatten sie einen schlechten Tag, was war am Donnerstag passiert.
„Wilson, war Donnerstags irgend etwas los im PPTH, ein neuer Fall", er schaute seinen Freund an. „Ihr hattet doch diesen jungen Mann, mit ziemlich vielen Symptomen und seine Brüder waren auch anwesend und haben euch die ganze Zeit gedroht, dass, wenn ihr nicht die Ursache rausfindet, sie euch das heimzahlen werden", Wilson wusste noch genau, wie gemein und hinterhältig diese Familie gewesen war und House und sein Team mussten sich ganz schön anstrengen nicht die Geduld zu verlieren. Schlussendlich haben sie den Fall lösen können. „Wir haben herausgefunden, was dem Kerl fehlte, er litt am Churg- Strauss- Syndrom, gut wir haben ihn nicht gerade nett behandelt, weil seine Brüder uns nervten, aber das ist doch kein Grund gleich die Boss des PPTH zu entführen", House fand diese Idee wirklich lächerlich. „Und wenn sie es doch waren, du musst alles in Anbetracht ziehen", meinte Wilson.
Plötzlich kam ein Anruf. House nahm ab. „Greg, hilf mir, ich wurde entführt", schrie Lisa. „Wo bist du", fragte House nach. „Geh dorthin, wo wir gestern waren", mehr konnte sie nicht sagen, denn er hörte Männerstimmen, die Cuddy das Telefon entrissen und dann auflegten. „Sie ist bei denen", House wollte weitersuchen, aber wo sollten sie anfangen. Dann hatte J.D eine Idee. „Ich konnte sie orten mit meinem Handy", sagte er. „Sind sie wirklich in Idaho", wollte House wissen. „Nein, aber es geht wohl doch nicht, kein guter Empfang hier", in dem Moment hörten sie Schüsse. Sie duckten sich und krochen unter die Tische. Jemand feuerte mindestens dreissig Patronen ab. Sie hatten sich unter Bänken und Stühlen versteckt und auf einmal war nichts mehr zu hören. Es war still, nichts bewegte sich. J.D kam als erster wieder unter dem Tisch hervor und schüttelte den Staub ab. Elliot rückte ihre Kleidung zu Recht und Wilson half House auf. „Das waren bestimmt die Entführer, die haben diese Leute angestiftet uns zu vernichten und sie haben Cuddy", House war genervt, er musste doch jetzt endlich Lisa finden und immer wieder wurde er aufgehalten..
House lief hinaus und schaute sich den Boden genauer an, vielleicht hatten die Entführer etwas liegen lassen. Er suchte alles ab, doch da war keine Spur, die sie irgendwie weiterbringen würde. Cuddy sagte ihm, dass er dorthin gehen sollte, wo sie gestern waren, doch er hatte keine Ahnung mehr, wo das gewesen war, kein Ort einfach nichts."Ihr wart bestimmt beim Flughafen", meinte Wilson.
