Schlechte Nachrichten
Schlechte Nachrichten
Der neue Tag begann wieder mit dem Training (wobei er diesmal die Mädchen bei einem Dauerlauf abhängte) und dem anschließendem Wecken seiner Freunde.
Gemeinsam liefen sie zur Großen Halle und begannen zu frühstücken.
Das Hauptgesprächsthema war bei dem Trio Snape, den sie gleich haben würden, und dessen Gemeinheiten.
Plötzlich lautes Flügelrauschen und Hunderte von Eulen strömten in die Halle.
Es war die erste Post des Schuljahres und dem entsprechend viele Briefe.
Fast jeder hielt Ausschau nach einer bekannten Eule.
Nur die Muggelgeborenen und Harry achteten nicht weiter darauf.
Die einen, da deren Eltern keine Eulen hatten und Harry da er seinen Leuten' gesagt hat sie sollen nur wichtiges und dringendes schreiben.
Trotzdem knuffte ihm Ron plötzlich in den Arm:
"He Harry, ich glaube da kommt ein Brief für dich."
Neugierig sah Harry auf.
Tatsächlich steuerte eine große, braune Eule direkt auf ihn zu. Über ihm angekommen, flog sie einen eleganten Bogen und landete direkt auf seiner Schulter.
"Von wem ist der Brief, Harry?" fragte Hermine neugierig.
"Weiß nicht. Steht kein Absender drauf."
Was auch kein Wunder war, schließlich ging es um höchst geheime Dinge.
Alle Briefe die er bekommen würde, würden keinen Absender haben und zudem mit einem speziellen Zauber gesichert sein.
Vorsichtig löste er den recht großen Brief von dem Eulenbein.
Harry öffnete den Brief:
Lieber Eteokles,,
gestern Abend zwischen 18.00 und 24.00 Uhr ist etwas schreckliches geschehen.
Der Dunkle Lord hat fünf Muggledörfer getötet. Es gab nicht einen einzigen Überlebenden.
Ich weiß das dich das treffen wird, aber es kommt noch schlimmer:
In der Mitte jeden Dorfsplatzes wurde ein Zeichen gefunden.
Ein Blitz der von einer Schlange eingekreist war, die sich selber in den Schwanz beisst.
Wir vermuten, das Voldemort herausgefunden hat, das du sein Enkel bist.
Wir wissen nicht wie und über welche Informanten, aber er wird versuchen dich auf seine Seite zu bringen. Lass dich nicht einschüchtern!
Die Zauberer werden vermutlich auch bald heraus finden, das du mit dem Zeichen gemeint bist. Allerdings glauben wir nicht, das sie eine Verwandtschaft in Betracht ziehen.
Trotzdem werden wohl Reporterscharen über dich herfallen.
Bei uns wirst du von allen vermisst.
Fast täglich bekommen wir Briefe aus ganz Europa, die dich um Hilfe, Rat oder Beistand bitten.
Sollen wir sie an dich weiter leiten?
Wir wünschen dir viel Spaß in Hogwarts und pass auf dich auf.
Der Graf und Lady Sarah
"HARRY?! Konntest du das lesen?"
"Sicher Ron. Schließlich war der Brief an mich gerichtet." Antwortete er lächelnd.
"Aber warum haben sie den Brief verschlüsselt?"
"Weil sie nicht wollten, das ihn jemand außer mir liest. Denk halt nach, Ron!"
Sein Freund wurde leicht rot und Hermine fragte schnell:
"Und was stand drinnen? Er war recht lang."
"Infos. Ist der Tagesprophet schon da?"
"Ja, er ist kurz nach deinem Brief gekommen. Warum?"
Harry lächelte bitter:
"Weil ich vermute, wieder einmal auf der Titelseite zu stehen. Zusammen mit fünf toten Muggledörfern."
"WAS?!!!!!" kam die einstimmige Frage von gleich vier Leuten.
"Luna, Ginny! Seit wann hört ihr mit?"
"Seit dem du den Brief bekommen hattest. Was ist jetzt mit den Muggledörfern?"
Hermine schob derweil den Tagespropheten rüber.
Wie erwartet prangte auf der ersten Seite:
Harry Potter wieder in der Zauberwelt und schon die ersten Toten!
"Harry! Das ist schrecklich!" keuchte Hermine.
"Ja, lies weiter."
Gestern kam Harry Potter, der Junge der lebt wieder in die Zauberwelt zurück.
Er wurde von mehreren Leuten auf dem Hogwartsbahnsteig erwartet, jedoch nicht gesichtet.
Erst als der Zug abgefahren war fand die Reporterin Maria Steinmark heraus, dass er sehr wohl da gewesen war (mehr dazu auf S.2).
Bis zu diesem Zeitpunkt liefen schon die wildesten Gerüchte.
Der goldene Junge dürfte sich aber nun sicher in Hogwarts aufhalten.
In einer Sicherheit die 234 Muggle nicht hatten. Sie wurden in der heutigen Nacht von Todessern ohne Grund angegriffen und getötet.
Die Opfer erstrecken sich auf fünf Dörfer, die jeweils 100km von Hogwarts entfernt liegen und so einen Kreis bilden. Verbindet man die Dörfer zu einem Pentagramm, dann ist das Zentrum Hogwarts.
Ein sehr makaberes Schauspiel, das durch die Zeichen auch noch unterstützt wird.
Auf jedem der fünf Dorfplätze wurde ein in den Boden gebrannter Blitz gefunden. Um ihn herum bildete einen Schlange einen Kreis, indem sie sich selber in den Schwanz biss.
Was hat das zu bedeuten?
Sicher ist, das der Blitz auf Harry Potter und das Pentagramm auf dessen Aufenthaltsort hinweisen. Aber welche Bedeutung sie haben, wissen wohl nur zwei Leute.
Der Dunkle Lord und sein Bezwinger (mehr dazu auf S. 3-4)
Die vier schwiegen und auch in der restlichen Halle hatten inzwischen die meisten diesen Artikel gelesen und waren schon auf den Weg zu den Zusatzseiten.
"Harry," fragte Hemine dann bemüht, "was haben die Zeichen zu bedeuten?"
Eine tolle Frage die sich gerade die gesamte Zauberwelt stellte und alle beantwortet haben möchten. Und da man Voldemort schlecht fragen konnte, fragte man halt ihn - Harry Potter.
Was sollte er antworten?
- Keine Ahnung?
- Der Typ ist irre, sonst nichts.
- Oder die Wahrheit?
Er entschied sich für eine Mischung aus zwei und drei:
"Nun Hermine, wie der Tagesprophet schon sagte, weisen die Blitze und die Lage auf mich.
Die Schlange steht für Slytherin, den dunklen Lord und mich, da wir alle Parsel können."
Inzwischen hörten alle im Umkreis, auch Dumbledore (mit einem Hörzauber), mit Interesse zu und ein paar der jüngeren Schüler zuckten bei der Erwähnung von Parsel zusammen.
"Der Dunkle Lord ist ja der Nachfahre Slytherins und da ist das ganz natürlich.
Bei mir ist es etwas komplizierter.
Ich beherrsche Parsel nur zum Teil, was man daran erkennt, das ich es nicht steuern kann.
Also es nur sprechen kann wenn eine Schlange da ist."
Der letzte Teil war erlogen, das wussten die anderen aber nicht.
Früher hat er wirklich Parsel nur zum Teil sprechen können, aber das lag an Vivianes Zauber.
Der ist jetzt gebrochen und er konnte genauso gut Parsel wie sein Großvater.
"Ich habe die Fähigkeiten bekommen, als er versucht hatte mich umzubringen. Tja und das hat er nun anscheinend erfahren und denkt, da Parsel ja eine Schwarzmagierfähigkeit ist, das ich zur Dunklen Seite gehöre.
Auch denkt er anscheinend, dass ich ihm folgen muss....
Wo er sich irrt!"
Die Interesse hatte wohl ihren Höhepunkt erreicht und Harry war das Zentrum.
Überall wurde diskutiert und spekuliert und ein paar sahen ihn sogar ängstlich an.
Vor allem die Erstklässler aus Zauberfamilien waren geschockt. Harry hatte Mitleid mit ihnen.
"Nur keine Panik, er ist mir ähnlicher als ich ihm."
Leichte Entspannung, bei allen Beteiligten. Selbst Dumbledore sah nicht wie sonst immer all wissend aus.
"Er übertrug seine Magie bei der Gelegenheit, wo ich die Narbe bekam auf mich.
Folge, Parsel, ein leicht erhöhtes Magiepotenzial und derselbe Zauberstab bei mir.
Für ihn war es die völlige Entkräftung und der fast Tod."
Die Geschichte war allen bekannt, bis auf den Magietransfer. Inzwischen war wieder die gespannte Erzählatmosphäre eingekehrt.
"Dann, in meinem vierten Jahr, schuf sich einen neuen Körper.
Dafür brauchte er drei Zutaten.
Knochen von einem Familienmitglied. Er nahm seinen Vater, den er selbst getötet hatte.
Fleisch von einem Diener. Wurmschwanz hackte sich die Hand ab.
Blut von einem Feind. Er entführte mich, tötete Cedric und entnahm mir das Blut."
Dumbledore nickte beifällig. Ihm war anscheinend gerade das Licht aufgegangen.
Beim Rest musste der Groschen erst fallen.
"Kurz gesagt, meine Magie beruht zum Drittel auf seiner und sein Körper beruht zum Drittel auf meinem. Leider oder zum Glück hat keiner von uns die Macht auf den anderen geistig Einfluss zu nehmen.
Und jetzt hat er anscheinend vor, mich auf seine Seite zwingen zu wollen.
Ende der Geschichte."
Der Groschen war gefallen und die meisten ließen seine Worte auf sich einwirken.
Auch der letzte Satz zeigte seine Wirkung, mehrere packten schnell ihre Sachen und liefen in den Unterricht.
Er wurde, zu seiner Erleichterung, nicht von Fragen überrollt.
Insgesamt war die Geschichte eine riesige Lüge.
Es hatte nie ein Magietransfer stattgefunden und das sein Blut benutzt worden war, entsprach zwar der Wahrheit, hatte aber keine besonderen Auswirkungen.
Voldemort und er hatten dadurch nur die gleiche Blutgruppe.
Aber vielleicht würde die Geschichte einige Sachen erklären ............. etwa seine Wutanfälle.
Seine Freunde starrten ihn fassungslos an.
"Warum hast du uns nichts gesagt?" fragte Ron leise.
"Tut mir Leid. Aber ich wollte euch keine unnötigen Sorgen bereiten, zudem habe ich es bis jetzt nur vermutet."
"Aber du musst was tun!" versuchte Hermine zu erklären. "Du bist in Gefahr. Wenn das stimmt, wird er dich mit allen Mitteln auf seine Seite bekommen wollen.
Harry lächelte leicht.
"Ich bin in Hogwarts Hermine. Sicherer geht es nicht. Der einzige Weg wäre freiwillig und das würde ich nie tun."
"Du hast recht. Dumbledore würde es nicht zulassen. OH NEIN! Wir müssen los, sonst kommen wir zu spät in Zaubertränke!"
"WAS?! Snape? Shit." lies sich Ron vernehmen und schlang den Rest seines Brotes hinunter.
Hermine war schon los gerannt und Harry wollte ihr schon folgen, als er Dumbledore sah.
Der stand in einer Ecke der Halle und winkte unauffällig zu Harry.
Anscheinend wollte er, dass Harry ihm folgte.
"Ron?"
"Ja?"
"Geh bitte alleine zu Zaubertränke. Ich muss noch zu Dumbledore."
Damit rannte er los.
Er hörte noch ein überraschtes "WAS?" von Ron, da war er aber such schon außer Hörweite.
Bei Dumbledore angekommen, wandte der sich um und ging durch eine kleine Tür, die gut versteckt hinter einem Wandvorhang lag.
Zögerlich folgte ihm Harry.
Sie gingen durch einen dunklen Gang, der immer wieder von Fackeln erhellt wurde.
Nach mehreren Metern endete der Gang unvermittelt vor einer Statue, die einen stolzen Zauberer darstellte.
"Sie funktioniert ähnlich wie ein Portschlüssel, Harry. Berühr sie."
Er gehorchte und Dumbledore tat es ihm gleich. Dann zog der Direktor den Zauberstab heraus und tippte zweimal auf die Schulter des Mannes.
"In des Direktorsbüro."
Der steinerne Zauberer leuchtete kurz auf und Harry spürte ein Ziehen im Bauchnabel.
Links und rechts rasten steinerne Wände, uralte Räume und endlose Gänge vorbei.
Plötzlich hörte es auf und Harry stand in Dumbledores Büro.
"Setz dich Harry." Hörte er Dumbledore neben ihm sagen.
Als sie beide saßen (Harry vor- Dumbledore hinter dem Schreibtisch), fing Dumbledore an sich zu entschuldigen:
"Harry, es tut mit Leid, das mit dem Trank. Wir wollten einfach nur sicher gehen............
es war falsch."
So etwas hatte sich Harry schon gedacht.
Er wusste dass dieser Test tatsächlich unerlässlich gewesen war. Was ihn aufregte war, das er das Versuchskaninchen gewesen ist.
"Professor," antwortete er ruhig. "Ich weiß, dass es nötig war und bin auch nicht deswegen wütend gewesen.
Aber hätten sie es mir nicht sagen können? Hätten sie nicht eine andere Methode finden können, so das ich nicht das Versuchskaninchen gewesen wäre?"
Dumbledore schien diese Vorwürfe erwartet zu haben und recht erleichtert zu sein, das er nicht angeschrieen wurde.
"Ja, das hätten wir. Aber wir haben dich, verzeih uns, für ein Kind gehalten.
Wir dachten, dass es so für dich angenehmer gewesen wäre, wenn du unsere Zweifel an deiner Identität nicht mit bekommst.
So gesehen gab es nur eine Methode, die allen Anforderungen gerecht wurde."
"Und meine Erinnerungen? Es hat seine Gründe warum ich nicht alles erzähle."
"Da ist wohl unsere Neugier mit uns durch gegangen....."
"Ja, das ist sie wohl." Antwortete Harry bitter. Er bezweifelte, ob er Dumbledore je wieder so trauen konnte wie zuvor.
"Harry, ab jetzt sagen wir dir alles. Wir werden dich behandeln wie ein Erwachsener.
Du bist über das Jahr reifer und erfahrener geworden, das wissen wir jetzt...."
Dumbledore bereute seine Schritte wirklich und Harry wurde weicher.
"Der Orden?"
"Du wirst an den Versammlungen teilnehmen, wenn du möchtest."
Das Gespräch lief besser als Harry erwartet hatte und lies ihn glücklicher werden.
Was Auswirkungen auf seine Elbenseite hatte und er die ganze Zeit singen wollte (Was ihn leicht nervte).
"Gut. Wollen sie noch etwas wissen?"
Schweigen. Dumbledore sah nachdenklich auf seine Schreibtischplatte.
"Ja." Dann die bündige Antwort.
