Disclaimer: Weder die Figuren, noch die darauf basierende Handlung meiner Fanfiction, gehören mir. Die Rechte an Harry Potter liegen ganz alleine bei Joanne K. Rowling. Ich verdiene hiermit kein Geld.
Mortal Sin – Warnungen im Paradies
Wieder träumt Hermione. Dieses Mal empfand sie jedoch nichts dabei. Sie befand sich auf einer bunten wunderschönen Blumenwiese und genoss die Sonnenstrahlen, die auf sie herunterschienen. Aus einem ihr unbekannten Grund aber, hob sie plötzlich den Kopf und wandte sich um. Zwei dunkel Gestalten standen hinter ihr. Hermione konnte nur ihre Umrisse erkennen, aber es sah so aus als würden sie sich küssen.
Auf einmal durchfuhr sie ein schmerzhafter Stich in ihrer Brust. Sie legte die Hand auf ihr Herz und spürte, wie etwas nasses dickes langsam darüber hinunterglitt. Mit einem Blick darauf, stellte sie fest, dass es Blut war. Sie wollte schreien, doch ihren Lippen entkam nichts. Schon schwebten auch plötzlich sieben schwarze Kugeln vor ihr. Mit der anderen Hand griff sie danach, sie aber flogen tanzend zu Boden und verschwanden zwischen dem Gras und den Blumen.
In diesem Augenblick begannen plötzlich die Blumen zu verwelken, das Gras verrottete und das satte Grün wurde zu einem dreckigen Braun. Der Himmel über ihr verdunkelte sich zwischen großen schwarzen Wolken und die Sonne verlosch. Schnell warf sie einen Blick hinter sich auf das Pärchen. Sie standen noch da und schienen sich immer noch zu küssen. Es war so, als würden sie nichts von den komischen Veränderungen mitbekommen.
Auf einmal aber lösten sie sich auf. Gleichzeitig fielen sie wie Staub zu Boden und wurden von einem heftigen Wirbelsturm, der im selben Moment aufkam, mitgerissen. Ihre Asche verstreute sich über die ganze Wiese. Wieder wollte Hermione schreien und streckte ihre Hand nach dem Staub aus, um die beiden zu retten, doch immer noch wollte kein Ton ihrer Stimme entweichen. Dann auf einmal merkte sie, wie auch sie in den Wirbelsturm gerissen wurde und sich unter Schmerzen zu drehen begann...
Langsam öffnete Hermione die Augen. Die Sonne blitzte munter ins Zimmer und von draußen konnte man sogar das Meer rauschen hören. Sie spürte, wie etwas ihre Beine streifte und sah verwundert neben sich. Dort lag ein schlafender Ron. Nachdenklich betrachtete Hermione sein Bild. Die strubbligen Haare, die glatt Harrys Konkurrenz machen konnten, und die Sommersprossen auf seinem Gesicht, ließen ihn besonders heruntergekommen wirken. Aber trotz allem war er „ihr Ron". Ganz vorsichtig beugte sie sich zu seinem Gesicht herunter und drückte einen kleinen Kuss auf seine Lippen.
Dann entfernte sie sich wieder von seinem Gesicht. Genau im
richtigen Moment, denn nun wachte auch er auf. Vorsichtig blinzelte
er und starrte Hermione an, als wäre sie das erste Mädchen,
dass er je zu Gesicht bekommen hatte.
„Her... Hermione",
keuchte er erschrocken. Schnell rappelte er sich auf. „Was machst
du in meinem Bett?"
„Ron, das ist mein Bett.", erklärte
sie ihm lächelnd. „Hast du gestern schon vergessen?"
Das
Entsetzten in seinem Gesicht wurde größer. Dann jedoch
lachte er. „Ach ja... du hattest einen Alptraum und ich bin bei dir
geblieben."
„Genau. Ich will dir noch mal dafür danken, Ron."
„Kein
Thema", winkte er ab. „Ich habe trotzdem himmlisch
geschlafen."
Hermione betrachtete wie er sich streckte und dabei
gähnte. Das war wahrscheinlich ein guter Moment um sich zu
überwinden. Sie waren alleine. Er lag in ihrem Bett. Besser
konnte es doch eigentlich nicht kommen?
„Ron?", murmelte sie
leise und fuhr dabei mit ihrer Hand durch ihre langes braunes Haar,
wobei sofort wieder Strähnen sanft in ihr Gesicht
fielen.
„Mhm?"
„Ich..." Hermione stockte. Aufmerksam
sah er sie mit seinen blauen Augen an. Sie konnte es aber einfach
nicht sagen.
Plötzlich aber nahm sie allen Mut zusammen, beugte sich zu
ihm vor und küsste ihn. Es war, als würde ein Verlangen
gestillt werden, dass schon über Monate – wenn nicht sogar
Jahren – in ihrem Körper herrschte. Ron erwiderte den Kuss und
Hermione schlang ihre Arme um seinen Hals, während er die Hände
auf ihre Hüften gleiten ließ, sie langsam hinunter auf das
Bett drückte und sich auf sie legte.
Schließlich
trennten sich ihre Lippen wieder und er sah sie ihr in die Augen.
„Hermione..."
„Ich... ich konnte es dir nie sagen.",
murmelte sie mit verzweifelter trauriger Stimme. „Du... ich zähl
für dich nicht."
„Das..." Ron verstummte.
Entschuldigend sah er sie an. „Es tut mir so Leid, Hermione."
„Und was jetzt?", wollte sie wissen. „Zähl ich denn
jetzt für dich?"
Ron musste schlucken. Hermione befürchtete
schon das schlimmste und schon zuckte er auch mit den Schultern und
schüttelte mit den Kopf. Es war wie ein Schlag ins Gesicht. „Ich
weiß es nicht.", wisperte er.
Sanft erhob er sich wieder
von ihr. Hermione blieb liegen und starrte gegen die Decke. Als sie
hörte, wie Ron aufstand und schließlich aus dem Zimmer
ging, kroch eine Träne über ihre Wange.
„Wo ist Ron?", fragte Hermione verwundert, als Harry ohne diesen in das Taxi stieg. Die beiden hatten beschlossen heute die Stadtbibliothek auszusuchen, weil Hermione darum gebettelt hatte. Ihr gingen nämlich schon nach zwei Tagen in Griechenland die Bücher aus. Nicht wirklich, weil sie zuviel las, sonst einfach weil nicht mehr als nur ein Buch in den Koffer gehen wollte. Dem musste sie natürlich jetzt Abhilfe verschaffen und sie schickte Stoßgebete zu Gott, dass es in der Stadtbibliothek einen großen Englisch-Teil gab.
„Er meinte, dass es ihm nicht gut ginge und er lieber hier
bleiben würde."
Hermione nickte und gab dem Taxifahrer das
Zeichen loszufahren. Ihr war klar, dass es nur eine Ausrede war. Er
ging ihr aus dem Weg und wenn sie ehrlich war, verletzte es sie.
Gleichzeitig saß aber auch tief in ihr die Angst um ihre
Freundschaft. Sie würde es nicht ertragen können, wenn sie
nie wieder miteinander so umgehen konnten wie früher, weil sie
heute Morgen durch den Kuss alles zerstört hatte. Er hatte ihn
aber erwidert... wenn auch nur kurz.
„Sag mal...", murmelte Hermione nach ein paar Minuten.
„Schreibst du ihr eigentlich?"
„Manchmal.", meinte Harry
leise und lehnte seinen Kopf gegen die Lehne des Sitzes.
Er
wusste, dass sie auf Ginny anspielte. In Harrys Gegenwart benutzte
sie aus Rücksicht zu ihm, nie ihren Namen, auch sprachen sie
nicht oft über sie, doch manchmal kam es vor.
„Denkst du,
dass du mit deiner Entscheidung eure Freundschaft zerstört
hast?", hakte sie nach.
„Vielleicht. Ehrlich gesagt habe ich
die Angst jeden Tag. Ich überlege mir, was ich tun würde,
wenn ich sie wäre und das wäre... mich vergessen."
Hermione wandte sich ab und sah aus dem Fenster. Ron würde
sie nicht gleich vergessen, dass war natürlich etwas
übertrieben, immerhin hatte sie ihm nicht das Herz gebrochen,
doch... würde er es ihr brechen? Würde es dann besser sein,
wenn sie ihn vergaß?
Nach ein paar Minuten hielt das Taxi,
Hermione bezahlte den Fahrer und die beiden gingen in die
Stadtbibliothek. Sie war nicht besonders groß, doch staute sich
darin eine Unmenge von Büchern. Viele verbargen sich unter einen
dicken Staubschicht und Hermione kam der Gedanke, dass sie Leute hier
wohl lieber am Strand lagen und feierten, anstatt zu lesen.
Während sie so durch zwischen den Regalen in der Abteilung
„Griechische Mythologien" umherwanderte, hatte sich Harry in eine
andere Abteilung verdrückt. Schon immer hatte sie sich für
die Glauben der Griechen interessiert, der so ganz anders war als
ihrer. Es gab Götter in Unmengen, irgendwie beruhigender als
wenn sie an ihren Gott dachte. Er war immer da, heiß es, oft
aber, fühlte sie sich alleine, als würde er sich um andere
Menschen kümmern und sie vergessen.
Spontan griff sie nach
ein paar der Bücher und entschloss sich, diese zu Hause genauer
zu studieren. Immerhin war sie nicht nur in Griechenland um die Sonne
zu genießen, sondern auch um etwas über dieses Land zu
lernen.
Hermione hatten den ganzen Nachmittag zusammen mit Harry in der Bibliothek verbracht, sodass es nun schon Abend war, als sie wieder zu Hause ankamen. Ron sah sie selbst dann nicht. Sie vermutete das er ausgegangen war und innerlich konnte sie sich schon das Bild vor Augen halten, wie er wieder sich die Zeit mit einer griechischen Schönheit, an die sie nicht mal annähernd herankam, vertrieb.
So saß sie nun in ihrem Zimmer auf der Coach und durchforstete eins der Bücher, die sie mitgenommen hatte.
Wegen der ziemlich schwülen Nächte in Griechenland,
hatte sie das Fenster weit offen, sodass wenigstens der Hauch einer
warmen Brise ins Zimmer kommen konnte. Als Hermione plötzlich
ein seltsames Geräusch auf ihrem Fensterbrett wahrnahm, hob sie
verwundert den Kopf. Ihre wäre fast das Herz stehen geblieben.
Tatsächlich saß da Draco Malfoy!
„Hi", meinte er.
Erschrocken sprang Hermione auf und hastete zu der Schublade ihres
Schreibtisches, doch die war leer. Angestrengt versuchte sie sich
daran zu erinnern, wo sie ihren Zauberstab verstaut hatte, die
Erinnerung wollte aber einfach nicht kommen.
„Wenn ich fragen
darf... was machst du da?", wollte Malfoy spöttisch wissen und
sah ihr zu, wie sie weiter hastig eine Schublade nach der anderen
durchkramte.
Schließlich gab Hermione auf. Sie sprang auf und trat ihm
mit einem entschlossen entgegen, während sie ihr Buch schützend
gegen ihn erhoben hatte. Bereit sich zu wehren. Allerdings herrschte
tief in ihr eine Panik, die so fest gegen ihren Brustkörper
drückte, dass es ihr fast die Luft zum Atmen nahm. „Was... was
machst du hier?", schrie sie fast, jedoch zitterte ihre Stimme
dabei.
„Mal sehen was du treibst.", erwiderte Malfoy lässig
und ließ seine Augen an Hermione herunterwandern. „Aber sag
mal, hat deine Kampfposition vielleicht irgendeinen Grund?"
„Du wirst kein leichtes Spiel mit mir haben, Malfoy!", rief
Hermione. „Ich bin nicht alleine. Harry und Ron sind auch
hier."
„Das ist mir bewusst, allerdings weiß ich nicht,
was du damit meinst." Irritiert legte er die Stirn in
Falten.
„Deinen Zettel natürlich, tu nicht so dumm! Wenn
ich gewusst hätte, dass du Dankbarkeit zeigst, indem du den
anderen und mir an den Kragen willst, dann hätte ich dich auf
der Straße verrecken lassen, Malfoy!", entgegnete sie ihm
hasserfüllt.
Malfoys Blick wurde kühl. Schweigen trat ein, indem sie sich
nur gegenseitig in die Augen starrten und Hermione nervös den
Griff fest um ihr Buch hielt.
„Du wärst damit nicht die
erste, Granger.", meinte er dann kalt. „Aber ich will dir nichts
tun."
Schnell schüttelte sie jedoch den Kopf und lachte
freudlos auf. „Denkst du etwa ich bin blöd? Malfoy, du wirst
kein leichtes Spiel mit mir haben. Vergiss es."
„Der Zettel war eine Warnung, aber nicht vor mir.", erklärte
er schließlich entschlossen und ignorierte somit ihre
Worte.
Hermiones Augen weiteten sich verwundert. Automatisch
senkte sie langsam ihr Buch. „Wie?"
„Ich bin nicht hier um
dir oder den anderen beiden irgendetwas zu tun, Granger."
„Aber..."
Sie verstumme kurz. Malfoys Erklärung hatte sie vollkommen aus
dem Konzept gebracht. Mit allem hatte sie gerechnet, aber nicht
damit. „... du bist ein Todesser."
Kurz schloss Malfoy die Augen. Sie hatte das Gefühl, als
würde er traurig wirken. Als er aber wieder seine Augen öffnete,
konnte sie keine Spur von Schwäche darin erkennen, nur Härte
war in den grauen Tiefen zu erblicken.
„Das stimmt, ich bin ein
Todesser."
„Und du wolltest Dumbledore töten.", fuhr
Hermione fort.
Er nickte.
„Du hast es nicht getan, doch aber
bist du Schuld an seinem Tod."
Wieder nickte er. Ernst und
vollkommen ehrlich - auch... schuldbewusst. Hermione starrte ihn
verwundert an. Inzwischen wusste sie nicht mehr was sie denken
sollte.
„Wieso?", fragte sie ihn verständnislos.
„Wieso ich
ihn töten wollte?"
Hermione schüttelte den Kopf.
„Wieso hast du es nicht getan?"
War es Hoffnung darauf, dass
vielleicht ein kleiner Funken Gutes in Malfoy steckte? Sie wusste es
nicht, die Frage war ihr einfach so entkommen.
„Granger, ich bin
nicht hier um dir irgendwelche Geschichten zu erzählen.",
meinte Malfoy allerdings nur kalt. „Ich bin hier, weil ich meine
Fehler wieder gut machen will. Eigentlich kann es mir egal sein, was
mit euch allen geschieht und wenn ich ehrlich bin, ist es mir das
auch. Doch wenn ich weiß, dass ich mit meiner Warnung die Welt
vor einer großen Katastrophe schütze. Ihr seit in Gefahr
und ganz besonders du."
„Wie?" Mit jeder Sekunden fühlte sich Hermione in dem
ganzen Gespräch zwischen ihr und Malfoy überforderter.
Fragen über Fragen lagen ihr auf der Zunge und sie wusste
einfach nicht, welche sie als erstes stellen sollte. „Katestrophe?",
wiederholte sie. „Was meinst du damit und wieso sollte ausgerechnet
ich in Gefahr sein? Ich meine Harrys-"
„Es dreht sich nicht
alles um Potter.", unterbrach er sie verärgert. „Voldemort
will dich in die Finger bekommen und zwar so schnell wie möglich.
Er will deine Macht und diese Macht kann die Welt vernichten.
Vielleicht fällt es dir schwer zu kapieren, dass du die ganze
Menschheit erledigen kannst, aber es ist nun einmal so."
„Ich... ich..." Ihr fehlten einfach die Worte. Langsam trat
sie ein paar Schritte zurück und als sie ihre Couch erreichte,
ließ sie sich schwerfällig auf darauf fallen. „Die Welt
vernichten... Ich?"
Es war mehr eine Frage die sie sich selbst
stellte. Noch nie zuvor hatte sie sich so hilflos gefühlt wie
jetzt. Andererseits gab es auch etwas in ihrem Inneren, was sie
tadelte. Wieso glaubte sie denn einem Malfoy? Noch dazu Draco Malfoy?
„Das... das ist alles bloß einer deiner Sprüche!",
meinte Hermione schließlich nach ein paar Sekunden
entschlossen.
Malfoy zog die Braune empor. „Granger", begann
er langsam. „Ich lass die übelsten Dinge los, doch nicht in
diesem Fall. Du könntest jeden von uns töten. Potter,
Weasley und noch viele mehr, eingeschlossen dich natürlich.
Ehrlich gesagt... wenn ich könnte, würde ich dich sofort
zur Strecke bringen, dann wäre die Gefahr die von dir ausgeht
wenigstens gebannt."
„Wieso tust du es dann nicht?", rief Hermione. Seine Worte
wirkten so ehrlich, wie sie es selten von ihm erlebt hatte und genau
das ließ sie erneut panisch werden.
„Ich kann es nicht,
das weißt du genau. Immerhin habe ich schon einmal
versagt."
Ungläubig starrte sie ihn an. Sie spürte
einen dicken Kloß in ihrem Hals und merkte, wie die Tränen
in ihren Augen brannten.
„Wieso erzählst du mir das
alles?", murmelte sie. „Ich... habe dir geholfen. Ohne mich wärst
du vielleicht gestorben... und jetzt... jetzt versuchst du-"
„Verdammt noch mal!", donnerte Malfoy plötzlich. Er sprang von Hermiones Fensterbrett und kam somit in ihr Zimmer. Schneller als sie hatte reagieren können, hatte er sie an den Schultern gepackt und zwang sie ihn anzusehen. „Ich bin nicht hier um dir Angst zu machen, sondern wollte euch von Anfang an nur warnen. Denkst du etwa ich bin umsonst ihm entkommen? Habe umsonst mein Leben riskiert? Ich weiß nicht viel über deine Macht und alles was ich weiß, weiß ich von dem Dunkeln Lord und der will dich unbedingt in die Finger kriegen um damit sein Ziel zu erreichen!" Hermione musste schlucken. „Und wie kann ich verhindern, dass Voldemort nicht an... diese Macht kommt?"
Malfoy ließ sie los und trat langsam zurück. „Ich
weiß es nicht."
Wenn Hermione in diesem Moment nicht viel
zu sehr unter Schock stehen würde, dann hätte sie
wahrscheinlich gemerkt, wie Leid es ihm in diesen Moment tat, keine
Lösung für ihr Problem parat zu haben.
Abermals
schluckte Hermione. Sie fühlte sich schlecht. „Dann heißt
das ich kann nichts dagegen tun, als mich zu verstecken? Hoffen, dass
er mich nicht in die Finger bekommt?"
„So kann man es
nennen."
Langsam ging Malfoy wieder zurück zum Fenster und
machte sich ans Hinausklettern. Hermione sah ihm wie unter Trance zu.
„Malfoy...?", flüsterte sie dann aber kurz bevor er
verschwand.
So eben wollte er aus dem Fenster springen. Hielt aber
inne und wandte sich nochmals ihr zu.
„Wieso... bist du ein
Todesser geworden?"
Sie glaubte nicht wirklich von ihm eine
Antwort darauf zu bekommen und Malfoy schien auch wirklich zu
überlegen, ob er den Mund aufmachen sollte, schließlich
tat er es aber doch.
„Schicksal würde ich sagen."
„Machst
du dir es damit nicht etwas zu leicht, wenn du alles auf das
Schicksals schiebst?"
Ein bitteres Lächeln stahl sich auf
seine Lippen. „Natürlich, so etwas kann nur ein Schlammblut
sagen.", meinte er kalt und somit verschwand er.
Ein paar Sekunden lang saß Hermione nur starr auf ihrer
Couch. Es viel ihr schwer zu glauben, was eben geschehen war und noch
viel schwerer schien es zu verstehen, dass sie die Welt vernichten
konnte.
Konnte das nicht einfach nur einer ihrer Alpträume
sein?
TBC
