Tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat, aber das Wetter ist zu schön, um vor dem PC zu sitzen und zu schreiben. Es ist auch nicht so lang dieses Kapitel, aber ich wollte euch nicht allzulange auf die Folter spannen. Komm ja wohl doch erst mal nicht zum schreiben. :o)

Hanna: Ja, ja ich bin auch ein Freund von solchen Sachen. Aber ich fürchte ich bin nicht einfallsreich genug um mich noch zu steigern...

Morla- SyalNaomi FaryTale: Hab mich auch nicht angegriffen gefühlt. Wollte nur erklären wie ich gerechnet habe.
War mir klar, dass das Mädel nicht wie 4 klingen würde, aber jetzt kann man wohl auch verstehen, warum es vier sein musste, oder? Ich weiß leider so gar niemanden, den ich mir im Alter von 4 Jahren vorstellen könnte. Aber ansonsten, hguter Tip. Werd ich mir merken!

Schwesterherzchen: Deine Frage dürfte geklärt sein... warum unterhalten wir uns eigentlich über diese Seite, wenn wir doch nur durch eine Wand getrennt sind :o)

So viel Spaß beim lesen:

Kapitel 3

Es war nicht leicht gewesen, diese Position zu erreichen. Normalerweise war ein Sklave ein Sklave. Mehr nicht. Doch dank seiner Jedi Fähigkeiten konnte er sich in den Party Saal von Jabba persönlich schleichen. Dort würde er garantiert herausfinden, ob Zyrd hier ist.

Eigentlich war er nicht der perfekte Übersetzer. Als Jedi hatte er einige Sprachen gelernt, doch einen Druiden könnte er niemals ersetzen. Dennoch hatte er andere davon überzeugen können, dass er der beste Ersatz für den kürzlich zerstörten Protokolldruiden wäre. Er hoffte, sich so in die Stelle des Beraters hineinschmuggeln zukönnen.

Angekommen, wurde er an die linke Seite von Jabba postiert. Der Hutt hatte bereits gewaltige Ausmaße erreicht und seine Ausdünstungen waren im Grunde unerträglich. Doch Jinn stellte sich ruhig an den ihm zugewiesenen Platz und machte sich sogleich daran, den Raum zu durchsuchen. Er tat es, ohne die Aufmerksamkeit anderer zu erregen. Er fand tatsächlich einen Rodianer. Ob es wirklich Zyrd war, war schwer zu sagen, aber soweit er das beurteilen konnte, wäre es nicht auszuschließen.

Doch es passierte lange Zeit nichts. Die Party nahm kein Ende. Er ließ seine Gedanken zu Obi-Wan schweifen. Sein Padawan hatte es einfach nicht lassen können und trug nun die Konsequenzen davon auf dem Rücken. Qui-Gon war zwar leicht wütend, denn das machte das Gelingen der Mission dringlicher, aber er machte sich auch große Sorgen. Diese Wunden sahen nicht gut aus. Er konnte nur hoffen, dass sie gereinigt wurden. Wenn auch nur mit Wasser. Eine Entzündung könnte böse Folgen haben.

Aber er konnte es seinem Padawan auch nicht wirklich verübeln. Das Mädchen hatte etwas besonderes an sich. Sie war Macht-sensitiv. Das hatte auch er spüren können. Das einzige, was für einen Jedi schlimmer ist, als das Elend anderer Menschen zu ertragen, ist das Leiden eines Bruders oder einer Schwester ertragen zu müssen.

In dem Augenblick erschien jenes Mädchen in Jabbas Palast. Sie bediente die Gäste Jabbas. Die Arbeit in den Mienen musste ein Bestrafung für eine Lappalie gewesen sein, denn das hier schien die Arbeit zu sein, die sie schon immer gemacht hat.

Schließlich kam der erste Job für Qui-Gon. Er hoffte, dass die Kreatur eine Sprache sprach, die er im Tempel gelernt hatte. Sonst würde er improvisieren müssen was ein großes Risiko bedeuten würde.

Doch zum Glück sprach der in den Raum eintretende Xexto huttisch. Das Boonta Eve Rennen stand bevor und Gasgano, wie der Rennfahrer hieß, bat um Unterstützung. Er brauchte Geld für die Startgebühr und versprach zu gewinnen.

Noch während der Xexto sprach konzentrierte Qui-Gon sich auf die Macht. Er erforschte die Möglichkeiten des Piloten. Er schien sehr fähig zu sein und sein Sieg war wahrscheinlich. Der Jedi-Meister hielt die Gelegenheit für günstig, sich als persönlicher Berater Jabbas zu versuchen. Ihm war klar, dass es Risikoreich war als Übersetzter, der nicht gebraucht wurde, Ratschläge zu verteilen, aber es war die einzige Chance, sich zu beweisen.

„Ich bin Gewinner verschiedener Podrennen in der ganzen Galaxie und ich bin überzeugt davon, dass ich auch dieses Rennen gewinnen kann."

„Er ist wirklich sehr gut." Flüsterte Qui-Gon von der Seite.

„Du brauchst nicht zu übersetzen!", schnauzte Bib Fortuna zurück: „Mir erscheint er sehr großkotzig, euer Ehren. Der bringt euch nichts!"

„Mit Hilfe von diesem Pilot könntet ihr Gardulla endlich eines auswischen. Er wird euch nicht enttäuschen."

Jabba brüllte ungeduldig und schlug beide mit dem Arm nach hinten.

„Wir werden sehen, wer von euch beiden Recht hat. Ich werde ihm das Geld geben. Wenn er gewinnt, bekomme ich den Gewinn, wenn nicht, bekomme ich seinen Podracer!"

Das war Jabbas letztes Wort zu der Angelegenheit und Gasgano tat gut daran, es anzunehmen. Was besseres konnte man sich von Jabba nicht erwarten. Er verbeugte sich und machte sich von dannen. Qui-Gon konnte nur hoffen, dass der Pilot das Rennen auch gewann. Das er gut war, daran hatte er keinen Zweifel. Aber das alleine verhalf einem noch lange nicht zum Sieg eines solchen Rennens.

Des weiteren war der Tag nicht besonders ereignisreich. Qui-Gon hatte nichts zu tun seit dem Piloten und jede menge Zeit nach zudenken. Besonders über dieses Mädchen. Qui-Gon erkannte das Potential in dem Mädchen und wenn es nicht Sklavin gewesen wäre, hätte er sie gewiss mit zum Jedi Tempel gemommen. Sie war noch nicht zu alt für das Training.

Gerne hätte er der Kleinen diese Möglichkeit gegeben, aber zur Zeit sah er einfach keine Chance und ihre hauptsächliche Aufgabe war es, Zyrd zurück nach Coruscant zu bringen. Vielleicht eröffnete sich im Laufe der Mission eine Chance für das Mädchen. Aber die Mission hatte Vorrang.

Schließlich war Jabba des Abends eingeschlafen, womit die Party zuende war. Die Musik hörte auf. Qui-Gon folgte den anderen Sklaven in die Quartiere. Dank seiner Position hatte er jetzt die Wahl. Er ließ sich von dem Twilek Mädchen zu Obi-Wan leiten.

In den Sklavenquartieren erwartete Qui-Gon ein Häuflein Elend von Padawan. Die Wunden waren jetzt entzündet. Das Mädchen ging sofort Wasser holen.

„Qui-Gon?"
„Ja, Obi-Wan, ich bin hier."
„Ich konnte nicht anders, Meister. Es tut mir Leid, wenn ich Euch die Mission erschwere. Aber ich konnte es einfach nicht zulassen."

Das Herz dieses Jungen war einfach zu groß für diese Welt und er brachte es einfach nicht fertig, ihn für seine Aktion zu schelten, auch wenn er es schwer verdient hatte. „Schon gut, Padawan. Das ist nicht die richtige Zeit dafür. Du musst dich jetzt auf die Heilung deiner Wunden konzentrieren." „Ja, Meister"

Als Kari-Ann mit dem Wasser wieder kam und Qui-Gon bei Obi-Wan sitzen sah, blieb sie erst mal stehen. Nach der ersten Schreckenssekunde entschied sie sich, nicht zu Obi-Wan zu gehen. Sie setze sich an ihren üblichen Platz und trank das Wasser. Wieder tat sie so, als würde es niemanden außer sich selbst geben.

„Wo ist Kari-Ann?"
„Ist das der Name von dem Twilek, dem du das Leben gerettet hast?"
„Ja, sie wollte Wasser holen. Sie hat bereits gestern meine Wunden gereinigt."
„Mir scheint, ich habe sie verschreckt"

Qui-Gon stand auf und ging auf das Mädchen zu, das ihn mit abweisenden Blicken versuchte unauffällig zu beobachten. Als er bei ihr angekommen war und sich neben sie setze, sagte sie noch immer kein Wort.

„Ich bin Qui-Gon Jinn, Obi-Wans Vater. Ich habe mir große Sorgen um ihn gemacht. Ich freue mich zu hören, dass du dich während meiner Abwesenheit um ihn gekümmert hast."

Endlich schaute sie sich ihn genauer an. Dann fragte sie: „Wie geht es ihm jetzt?"

„Es hat sich entzündet, aber er wird es überstehen, dessen bin ich mir sicher. Er ist in jeder Hinsicht ein Sturkopf. Er hat dich übrigens vermisst. Warum gehst du nicht zu ihm?"

Schon war die Kleine auf und davon wieder neues Wasser zu holen. Zusammen versorgten sie seine Wunden und Qui-Gon ließ sich währenddessen auch noch einmal von ihrem Schicksal berichten. Qui-Gon fühlte sich bestätigt in seiner Vermutung, dass sie für das Jedi Training bereit wäre. Er begann sich Gedanken darüber zu machen, wie er ihr hier heraus helfen könnte.

Die einzige Lösung schien zu sein, sie frei zu kaufen, doch wenn er und sein Padawan erst mal geflüchtet waren, wäre das keine gut Idee. Shmi würde er genauso gerne befreien. Sie war der Grund gewesen, dass er versuchte an die Stelle des Beraters zu gelangen. Dort allein hatte er die Chance etwas zu erreichen. Das fühlte er.

Shmi war wieder zu Kräften gekommen dank der Nahrungskapseln. Sie hat ihm erzählt, dass sie nicht genau wusste, im wievielten Monate sie schwanger war. Wahrscheinlich kannte sie den Vater nicht einmal. Er wollte sich nicht vorstellen, wie viele in Frage kämen und warum.

Er hatte es Obi-Wan noch nicht gesagt, aber das ungeborene Junge von Shmi war etwas besonderes, das war im klar geworden, sobald er in die Nähe der Frau gekommen war.

Er ließ seine Gedanken für diese Nacht ruhen. Am nächsten Tag war bereits das Rennen und es würde sich heraus stellen, ob er sich den Platz als Jabbas Berater verdienen würde. Jabba hatte mit Gardulla gewettet, dass Gasgano gewinnt. Es ging also um alles oder nichts. Er musste sich auf harte Zeiten einstellen, falls etwas schief lief.