Tut mir echt leid, dass das so lange gedauert hat. Aber Schreibblockaden, Kopfschmerzen und das Wetter haben mich aufgehalten. Ich brauche wohl ein bisschen länger zum schreiben...
Morla- SyalNaomi FaryTale: Natürlich meinte ich Droiden... :-) Ja, Gasgano ist auch bei dem Rennen dabei, das Anakin in Episode 1 fährt. Ich finde es ganz lustig, Elemente aus dem Original mit einzubringen.
Hannah Crazy: Ich habe mir Mühe gegeben. Ich hoffe, es gefällt. DAs mit dem Vater hat er doch nur gesagt, weil "Schüler" zu weiteren Fragen geführt hätte, oder nicht? In meiner GEschichte ist Qui-Gon nicht Obi-Wans Vater
Willow... : Hab dich lieb. Da du in Dänemark bist, wirst du das hier wohl erstmla nciht lesen können.
So, viel Spassdenn...
Kapitel 4
Am nächsten Tag ging es Obi-Wan schon wieder besser. Qui-Gon hatte ihm in eine tiefe Heilungstrance geholfen, die das Fieber gesenkt hat. Doch das war nur ein kleiner Erfolg. Dieser Tag würde erneut eine Herausforderung für seinen Padawan sein und er hoffte, dass der Junge ihn durchstehen würde.
Allein von der Anwesenheit seines Meister ermutigt und gestärkt, stand Obi-Wan auf und ging tapfer zurück in die Mienen. Qui-Gon machte sich auf den Weg zur Tribüne, um an Jabbas Seite das Rennen zu verfolgen.
Die Konkurrenz von Gasgano war nicht ungefährlich. Ein Dug, der mehr durch seine illegalen Tricks, als durch seine Fähigkeiten auffiel, und Ody Mandrell, dessen Fähigkeiten erstaunlich waren, allerdings an seiner Fairness scheiterte, machten es Gasgano nicht leicht. Doch dank seiner gesunden Mischung aus illegalen Mitteln und purem Talent für den Sport, schaffte er einen knappen Sieg vor dem Dug. Bib Fortuna wurde in die Mienen befördert und Qui-Gon hatte sich als guter Berater bewiesen.
Am Abend dieses entscheidenden Tages brach Obi-Wan erschöpft zusammen. Er war nicht fähig, sich in eine Heilungstrance zu begeben. Er war einfach zu erschöpft. Kari-Ann versuchte verzweifelt, ihrem neuen Freund Hoffnung zu geben. Qui-Gon saß dabei, als sie ihm zuflüsterte: „Zyrd ist hier!" Obi-Wan aber bekam nichts mehr mit und stöhnte nur leise vor sich hin. Qui-Gon jedoch hatte jedes Wort mitgehört und hakte sofort nach: „Stimmt das?" „Möchtest du auch Zyrds Sklave werden?" Qui-Gon stutze kurz. Aber nur kurz. „Stimmt es, oder nicht?" „Ja, es stimmt!"
Der Rodianer, den Qui-Gon gesehen hatte, war also höchst wahrscheinlich wirklich Zyrd.
Mit ein bisschen Geduld würde der Rodianer bald auf dem Weg nach Coruscant sein. Aber Obi-Wan hatte keine Zeit mehr. So wie es aussah, würde Obi-Wan den nächsten Tag nicht mehr überstehen. Jedenfalls nicht arbeitend. Qui-Gon hatte das Gefühl, als wenn ihm die Macht am nächsten Morgen eine Lösung präsentieren würde. Er schlief die ganz Nacht nicht und versuchte seinem Padawan zu helfen so gut er konnte.
Tatsächlich schaffte der Junge es am nächsten morgen wieder aufzustehen, aber es sah nicht danach aus, als wenn er Arbeitsfähig wäre. Qui-Gon machte sich auf den Weg zu Jabba. Doch unterwegs brachten ihm zwei Wächter einen jungen Mann entgegen. Er hieß Cliegg Lars und hatte beim Wetten auf das Boonta Eve Rennen Geld gewonnen.
„Man sagte mir, der erlauchte Jabba würde Sklaven verkaufen und für diese Saison brauche ich dringend Hilfe bei der Ernte." Qui-Gon nickte nur kurz und nahm den Farmer mit in die Mienen, wo die Sklaven, die für die harte Arbeit auf der Farm geeignet sein würden, arbeiteten. Unterwegs konzentrierte er sich auf den Geist des zukünftigen Sklavenbesitzers. Der Jedi-Meister erkannte einen gutmütigen Charakter. Beim betreten der Mienen war er von Mitleid für die Menschen und Abscheu für die Treiber erfüllt.
Für die Begutachtung würde die Arbeit unterbrochen. Alle Sklaven mussten sich in einer Reihe aufstellen. Qui-Gon informierte seinen Schüler über ihr Trainingsband.
/Verstecke deine Schwäche. Ich werde versuchen, dich an diesen Farmer zu verkaufen. Dort wirst du es besser haben/
Mit Hilfe von Meister Jinns machtunterstützten Weisung blieb Farmer Lars vor Obi-Wan stehen und betrachtete ihn sich genauer. „Er ist noch jung und kräftig!" Qui-Gon nickte bestätigend. Dann sprach Cliegg Lars den Jungen an und fragte: „Hast du schon mal auf einer Farm gearbeitet?" An seine kurze Zeit bei den Agri-Corps denkend nickte Obi-Wan. „Dann kannst du mit auf meine Farm kommen", sagte der Farmer und klopfte Obi-Wan dabei auf den Rücken. Qui-Gon spürte, wie der Junge kämpfte, um den dadurch ausgelösten Schmerz nicht zu zeigen.
„Wie heißt du denn mein Junge?", fragte Cliegg weiter, während sie die Mienen verließen. Obi-Wan kämpfte nur wenige Sekunden mit dem Schmerz und antwortete schließlich „Obi-Wan Kenobi."
Auf dem Weg zum Dug, der den Sklaventransfer leitete, kamen sie an Shmi Skywalker vorbei. Als der Farmer die hochschwangere Frau sah, schien sie in ihm schmerzhafte Erinnerungen wach zurufen. Er blieb kurz stehen. Schließlich fragte er: „Ist diese Frau auch käuflich?"
So kam es, dass der Farmer mit Shmi Skywalker und Obi-Wan Kenobi den Palast von Jabba verließ. /Ich werde dich finden Padawan, wo immer du auch bist/Ich weiß, Meister/
Zurück im Sklavenquartier am Abend kam Kari-Ann aufgeregt auf ihn zu. Sie schien aufregende Neuigkeiten zu haben. Doch ihr Enthusiasmus wurde gedämpft, als sie merkte, dass Obi-Wan nirgends war.
„Wo ist Obi-Wan?", fragte sie leise. „Er wurde heute morgen verkauft!" „Was!" Das Mädchen sank enttäuscht zu Boden. Sie starrte Qui-Gon mit traurigen Augen an. Die aufregenden Neuigkeiten schienen vergessen zu sein. Qui-Gon war neugierig und fragte nach: „Was hat dich den vorhin noch so glücklich gemacht?" „Er hatte doch gehofft, dass Zyrd ihn als Sklaven mitnimmt..." Qui-Gon wurde hellhörig: „Zyrd?" „Ja, er will bald weg und zwei Sklaven möchte er mitnehmen. Er hätte bestimmt Obi-Wan mitgenommen, so wie er es gehofft hatte..."
Das war die beste Möglichkeit, die sich ergeben würde. Er sah Kai-Ann an, wie sie dort den Tränen nahe auf dem Boden bei ihm saß. Zuvor war sie eine gut funktionierende Sklavin gewesen. Sie hatte ihr Schicksal akzeptiert und versucht, das Beste daraus zu machen. Doch durch seinen Padawan hatte das Mädchen Freundschaft erfahren und Hoffnung.
Er musste sie einfach mitnehmen. Ob sie dann ein Jedi würde oder nicht. Hier konnte sie nicht bleiben. Der Rodianer wollte zwei Sklaven... Er würde es schon irgendwie managen, dass Zyrd ihn und das Mädchen mitnehmen würde.
Glücklicherweise brachte Cliegg Lars sie mit einem Speeder zu seiner Farm. Egal wie kurz der Weg auch gewesen wäre, Obi-Wan hätte keinen Meter weiter als bis zum Speeder zu Fuß gehen können. Die Anstrengung, nicht krank auszusehen, hatte ihn völlig ausgelaugt. Er sank erschöpft in seinen Sitz. Es war ihm plötzlich egal, ob der Farmer herausfand, in was für einem Zustand sich sein frisch gekaufter Sklave befand. Dennoch bemühte sie Obi-Wan, nicht das Bewusstsein zu verlieren.
Die Fahrt dauerte lang und die Sonnen über Tatooine stiegen immer höher. Trotz des Fahrtwindes wurde es extrem heiß und Obi-Wan musste sich eingestehen, dass die kühlen Mienen auch etwas positives an sich hatten. Cliegg schien die Fahrt über in Gedanken versunken zu sein und machte keinen Versuch, eine Unterhaltung zu beginnen. Obi-Wan war auch nicht nach einer Unterhaltung zumute und Shmi schien aus Angst zu schweigen. So wurde während der Fahrt kein Wort geredet.
Als der Speeder hielt, versammelte Obi-Wan nochmals all seine Kräfte und er schaffte es auch, aus dem Gefährt auszusteigen. Zum ersten Mal stellte auch der Feuchtfarmer fest, dass etwas mit seiner neuesten Errungenschaft nicht in Ordnung war. „Was ist los?", doch bevor der junge Jedi irgendetwas antworten konnte, brach er entgültig zusammen. Es war einfach zuviel gewesen.
Als Obi-Wan aufwachte, stand der Farmer in der Tür. Obi-Wan lag auf einem Bett in einem angenehm kühlen Raum. Cliegg kam näher. „Man hat dich über zugerichtet, mein Junge!" Der Versuch, aufzustehen, wurde sofort verhindert. „Sie haben einen schlechten Kauf gemacht." „Na das werden wir ja noch sehen. Mit ein bisschen Pflege wirst du schon wieder aufblühen, da bin ich mir sicher." Es tat ihm Leid, dass er diesen gutmütigen Menschen schon bald wieder verlassen musste. Er würde entschädigt werden müssen, soviel war sicher. Aber es war keine Frage, dass ihm das Jedi Training wichtiger war, als die Sklavenarbeit hier auf dieser Feuchtfarm.
Shmi Skywalker hatte Stimmen aus dem Zimmer gehört und schaute neugierig vorbei. Obi-Wan war überrascht, zwei Babys auf ihrem Arm zu sehen. Cliegg klärte ihn kurz und bündig auf: „Das zweite Kind ist mein Sohn. Seine Mutter starb vor einigen Tagen bei seiner Geburt." „Das tut mir Leid!" Doch er schien ihn zu ignorieren und fuhr fort: „Shmi wird beide Jungs großziehen und ernähren."
„Aber nun erst mal zu dir. Während deiner Bewusstlosigkeit habe ich festgestellt, dass ein Fremdkörper die Entzündung hervor gerufen haben muss. Ich habe bereits versucht, daran zukommen. Aber wenn du auf der Seite liegst, ist es nicht zu schaffen. Es tut mir Leid mein Sohn, aber du musst bei Bewusstsein sein, damit ich du auf dem Bauch liegen kannst, ohne das die Gefahr besteht, dass du erstickst." Obi-Wan schluckte schwer nach dieser Diagnose. Er hatte sich zwar erholt und als Jedi sollte er so einer Sache gewachsen sein. Dennoch wünschte er sich irgendwo ganz weit weg zu sein, nur nicht hier in Tatooine in diesem Bett.
Mit einem komischen Gefühl in der Magengegend drehte er sich auf den Bauch. Er hatte Angst. Er griff nach der Macht und ließ sie ihm über seine Angst hinweg zu helfen während Cliegg seinen Rücken mit einem Desinfektionsmittel einrieb. Die Flüssigkeit kroch in seine Wunden und brannte. „Dann mal los", sagte Cliegg. Der junge Jedi hatte zwar die Angst mit Hilfe der Macht verloren, doch der Schmerz ließ keinen Platz für die Hilfe der Macht.
Cliegg schnitt die übel vereiterte Wunde auf und sein Patient umklammerte keuchend die Bettkante. Doch er rührte sich kein Stück, so dass der, durch einen Kurs in Medizin in Mos Eisley angelernte Farmer die Möglichkeit hatte, so genau wie möglich zu arbeiten. Noch einmal suchte Kenobi die Verbindung der Macht, um ihm zu helfen. Doch er verlor seinen Fokus gänzlich, als Cliegg auf der Suche nach dem Fremdkörper tiefer in die Wunde schnitt. Auch das Stöhnen konnte der junge Jedi Schüler nun nicht mehr verhindern und während sein Operateur sich dem Objekt näherte, liefen dem Jungen Schweißperlen über das Gesicht.
„Da haben wir es ja", ließ Farmer Lars schließlich verlauten. Er zog ein zehn cm langes Stück Leder aus seiner Wunde, das offensichtlich von der Peitsche stammte. Nachdem das Einschneiden in die Wunde endlich ein Ende hatte, entspannte sich Obi-Wan wieder ein bisschen. Die Versorgung der offenen Wunden mit Bakta war nur noch eine Kleinigkeit. Als er fertig verbunden war, sank er erschöpft ins Bett. Alles tat weh und an Schlaf war nicht zu denken. Seine Gedanken schweiften zu seinem Meister. Was er wohl machte. Würde er sicher aus Jabbas Palast kommen und was war jetzt eigentlich mit ihrer Mission?
Qui-Gon lief zusammen mit der kleinen Kari-Ann hinter Zyrd her. Es hatte tatsächlich geklappt. Er hatte Jabba per Gedankentrick überreden wollen, ihn mit Zyrd mit gehen zu lassen. Der Hutt brach darauf in lautes Gelächter aus und ließ Qui-Gon gehen. Das verunsicherte ihn. Zyrd hatte es offensichtlich auch verunsichert, denn der hatte seine Sklaven in Handschellen legen lassen, obwohl das nicht üblich war.
Die kleine Twilek mitzunehmen, war kein Problem. Bei dem Gedanken an eine weibliche Twilek Sklaven leuchteten seine Augen regelrecht und Qui-Gon hoffte, dass er das Mädchen nicht aus dem Regen in die Traufe geschickt hatte. Er musste gut auf sie aufpassen. Aber als erstes musste er einen Weg finden, Zyrd mit Handschellen zu überwinden...
