HughJackmanFan: DAnke. Ich fühle mich geehrt, aber...
hier das letzte Kapitel...
Kapitel 8
Qui-Gon sah ein, dass mit dem Mann jetzt nicht zureden war und verließ erst mal das Farmergelände. Shmi folgte jedoch und hielt ihn auf.
„Halt. Wartet." Qui-Gon blieb stehen und drehte sich zu ihr um. „Ihr müsst ihn verstehen. Er hat Euch nur als Sklavenhändler kennen gelernt und..." sie zögerte kurz und blickte zu Boden, fuhr dann aber mit aufrechtem Blick fort: „und er braucht Obi-Wan für die Ernte. Er hat kein Geld, um einen Tagelöhner zu bezahlen."
„Ihr müsst Cliegg Lars nicht verteidigen. Ich habe durchaus Verständnis für sein Verhalten. Das Leben hier auf Tatooine ist sehr hart."
„Was werdet Ihr tun?"
„Nun, es steht außer Frage, dass ich Obi-Wan nicht hier lassen werde. Aber ich werde mich darum kümmern, dass eine Lösung gefunden wird, die für beide Seiten von Vorteil ist."
„Ja", sagte Shmi nur nickend und wandte sich dann langsam ab und ging zurück zur Farm.
Qui-Gon machte sich nachdenklich auf den direkten Weg zum Schiff.
Kari-Ann sah Qui-Gon unsicher hinterher. Sollte sie ihm folgen?
Nachdem Qui-Gon das Haus verlassen hatte, erkannte Cliegg schließlich seinen alten Freund. „Ano-Kar! Was treibt dich denn hier her? Wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen!" Vergessen war der Ärger über Qui-Gon und die Frage, wie er hier her gekommen war.
„Darum bin ich gekommen! Es wurde längst mal wieder Zeit, von dir zuhören."
„Komm mit. Lass uns erst mal einen auf die Freundschaft trinken." Mit diesen Worten ließen sie Obi-Wan und Kari-Ann alleine. Bevor Kari-Ann sich jedoch entschließen konnte, Qui-Gon nachzulaufen sagte Obi-Wan: „Du kannst ruhig hier bleiben. Schließlich möchte ich doch von dir hören, wie ihr aus Jabbas Palast geflohen seid!" Daraufhin begann die Kleine eifrig an, zu erzählen und der Jedi hörte aufmerksam zu.
Qui-Gon erreichte das Schiff noch vor der Dunkelheit. Siri war erleichtert, dass sie die Nacht nicht alleine sein würde. Die Tusken Räuber hatten sie seid dem morgen zwar nicht mehr belästigt, aber ihr war klar, dass diese Räuber Nachtaktiv waren und die Nacht noch sehr unruhig werden konnte.
Sie öffnete ihm die Rampe und begrüßte ihn: „Meister Jinn" „Padawan Siri. Haben die Tusken Räuber noch viel Ärger gemacht?" „Nein. Es war den Tag über ruhig. Habt ihr die Ersatzteile besorgen können?" „Nein, es ist leider schwieriger als ich gedacht habe, hier etwas mit republikanischen Krediten zu kaufen, aber ich habe Obi-Wan gefunden." Siri konnte sich einen Blick hinter das breite Kreuz Jinns nicht verkneifen. „Es gibt im Bezug auf seine Abreise leider noch ein paar Probleme. Aber ich habe da schon eine Idee. Ich muss es nur mit dem Jedi-Rat abklären." Und schon war Qui-Gon im Cockpit verschwunden.
Siri schaute ihm nachdenklich hinterher. Sie wusste nicht, was sie davon halten sollte. Aber sie war sich ziemlich sicher, dass Obi-Wan in Ordnung war, denn Meister Jinn schien unbesorgt zu sein.
Nach einer längeren Zeit erschien Qui-Gon wieder. „Meister Gallia und Zyrd sind wohl behalten in Coruscant angekommen." Siri nickte kurz, dann fuhr Qui-Gon fort: „Morgen werde ich wieder zur Farm zurückkehren um Obi-Wan zuholen. Ohne die nötigen Ersatzteile musst du wohl wieder Wache halten. Ich werde heute nacht aufpassen. Gute Nacht." Mit diesen Worten ging Qui-Gon wieder zurück ins Cockpit.
Es war ein langer Tag gewesen. Eine Nacht ruhig zuschlafen, hätte ihm ganz gut getan. Aber auch Siri musste schlafen denn Qui-Gon war durchaus bewusst, wie anstrengend es sein konnte, den ganzen Tag lang über ein Schiff zuwachen.
Es dauerte nicht lange bis der Lebenszeichensensor blinkte und piepte. Die Räuber näherten sich. Die Macht hatte ihn schon zuvor auf die Bedrohung aufmerksam gemacht und er aktivierte den Schutzmechanismus des Schiffes, der glücklicherweise noch funktionierte. Die Schiffoberfläche stand nun unter Spannung. Dieser Mechanismus ist aus einer alten Idee entstanden. Schon vor langer Zeit, kurz nach der Entdeckung des elektrischen Stroms benutzte man diesen, um Tiere in einer Umzäunung zu halten.
Nun war es der Tusken Räuber, der einen Stromschlag vom Schiff bekam und somit fern gehalten wurde. Die Gruppe von Räubern gab erst nach einigen Versuchen auf. Als der Sensor endlich verstummte, schaltete Qui-Gon den Mechanismus wieder ab. Der Energieverbrauch war leider zu hoch für dauerhaften Einsatz.
Schließlich entschloss Qui-Gon sich in eine tiefe Meditation zu versetzen. Die Macht würde ihn im Falle einer weiteren Annäherung warnen.
...und auf einem wüsten Planeten wird der Macht ein Sohn geboren, der die Macht in ferner Zukunft ins Gleichgewicht bringen wird...
Qui-Gon schreckte aus seiner Meditation. Sein erster Blick fiel auf den Sensor. Doch alles schien ruhig zu sein. Dann besann er sich zurück auf seine Meditation.
Jeder kannte diese Worte. Eine Prophezeiung, die vor langer Zeit gesprochen wurde. Keiner war sich ihrer Bedeutung bewusst, aber jeder kannte sie. Warum flüsterte die Macht ihm jetzt diese Worte wieder zu?
In dem Augenblick schlug der Sensor wieder Alarm. Qui-Gon suchte in der Macht nach dem bedrohlichen Gefühl. Es kam jedoch nicht und er zögerte. Schließlich sah er aus dem Fenster. Der Morgen hatte bereits angebrochen und die erste Sonne war erschienen. Dort stand ein Speeder, der ihm bekannt vorkam.
Er öffnete die Luke und wie erwartet kamen ihm Kari-Ann und Ano-Kar entgegen.
„Guten morgen, Mr. Jinn!" „Guten Morgen Ano-Kar, guten Morgen Kari-Ann", sagte Qui-Gon und wendete sich mit den letzten Worten dem kleinen Mädchen zu, was hinter ihrem Vater verlegen von einem Fuß auf den anderen trat. „Kari möchte Euch etwas sagen", versuchte Ano-Kar seiner Tochter auf die Sprünge zuhelfen.
„Meister Jinn, ich ... ich würde gerne hier bleiben. Bei meinem Vater.", sagte sie und wurde rot dabei. Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu: „wenn das geht." Qui-Gon kniete sich zu hier runter und lächelte. „Wenn das dein Wunsch ist, so werde ich ihn akzeptieren. Das wichtigste ist, dass du glücklich und zufrieden bist." Kari-Ann nickte erleichtert. „ich habe so das Gefühl, als wenn dein Vater sehr gut für dich sorgen wird und du hier bestens aufgehoben sein wirst."
„Als Dank für die Rettung meiner Tochter aus Jabbas Palast habe ich Euch die benötigten Ersatzteile mitgebracht."
„Ich danke Euch. Ihr macht es uns möglich, diesen Planeten zu verlassen."
Die beiden Jedi machten sich daraufhin an die Reparatur des Schiffes während Kari-Ann und ihr Vater sich mit dem Speeder auf den Weg zurück zu Lars Farm machten. Es dauerte nicht lange und die beiden Jedi waren fertig. Sie machten sich sogleich auf den kurzen Weg zur Farm.
Auf der Lars Farm saßen die drei derzeitigen Bewohner beim Frühstück. Shmi beschloss, Cliegg jetzt, wo es noch früh am Tag war und er gute Laune hatte, auf Qui-Gon anzusprechen.
„Der Mann, den du gestern von der Farm geschickt hast, habe ich in Jabbas Palast kennen gelernt", sprach Shmi ihn vorsichtig auf die gestrige Situation an. „Und?", brummelte Cliegg nicht mürrisch, aber missmutig beim Gedanken an den ‚Sklavenhändler'.
„Er ist kein Sklavenhändler, wie du denkst.", sagte sie bestimmter. Cliegg antwortete jedoch wenig überzeugt: „Das hat er dir erzählt, ja?"
„Er war selber Sklave dort. Er hat es nur geschafft, eine höhere Position zu erreichen, in der er auch den Sklavenhandel machen musste!" „Und das hast du ihm alles geglaubt?" „Ich habe seine Ankunft mit eigenen Augen gesehen. Er kam zusammen mit seinem Sohn dorthin."
„Und den hat er dann da gelassen, während er wie auch immer aus Jabbas Palast entkommen ist. Natürlich!" Shmi blickte kurz auf ihr Essen, dann fasste sie den Mut für die letzte und wichtigste Enthüllung: „Im Gegenteil. Er hat seine Position genutzt, um seinen verletzten Sohn an einen gutmütigen Farmer zu verkaufen."
Shmi richtete dabei ihren Blick auf Obi-Wan. Cliegg wollte gerade etwas entgegnen, war aber Shmis Blick gefolgt und schien langsam aber sicher zu verstehen. Er stand auf und ließ die beiden ohne etwas zusagen alleine.
Keine fünf Minuten später betraten Kari-Ann und Ano-Kar den Raum. „Wir kommen direkt vom Raumschiff von Qui-Gon. Wir haben ihm die benötigten Teile gebracht. Er dürfte jeden Augenblick hier ankommen", berichtete der Twilek.
„Ich hoffe, Cliegg hat sich bis dahin wieder beruhigt", erwiderte Shmi besorgt. Ano-Kar legte die Stirn in Falten. „Ist er immer noch so aufgebracht?" „Ich habe ihm eben die Wahrheit über die beiden erzählt. Wahrscheinlich glaubt er mir und grübelt jetzt über die Lage", erklärte Shmi ihm.
In Gedanken versunken wanderte Cliegg zum Kondensator, den er überprüfen wollte. War es wahr, was Shmi da gesagt hatte? Was sollte er dann tun? Hatte er das Recht, den Sohn eines besorgten Vaters festzuhalten? Aber es ist unwahrscheinlich, dass es stimmt, redete sich Cliegg ein. Aber im Grunde sagte ihm sein Gefühl etwas anderes...
Als Cliegg wieder kam, landete ein Raumschiff in der Nähe seiner Farm. Neugierig beschleunigte der Farmer seine Schritte. Als er das Schiff fast erreicht hatte, öffnete sich die Luke. Heraus trat der große Mann, den Cliegg für einen Sklavenhändler hielt. Er trug nicht mehr die Klamotten eines Farmers, sondern eine saubere Tunika. Cliegg ging auf ihn zu und baute sich vor ihm auf.
„Ich hatte mich doch deutlich ausgedrückt, oder etwas nicht?", sagte er bestimmt aber ruhig. „Das habt ihr. Dennoch bitte ich Euch mich anzuhören." „Wer seid Ihr eigentlich?" „Ich bin Jedi Meister Qui-Gon Jinn. Obi-Wan ist mein Schüler. Ich würde Euch gerne ein Angebot machen." „Ein Jedi?", fragte Cliegg überrascht. Erst jetzt bemerkte er das Lichtschwert am Gürtel. „Kommt rein. Ich werde mir Euer Angebot anhören"
Am Tisch ergriff Qui-Gon wieder das Wort: „Ihr habt Obi-Wan aus Jabbas Minen frei gekauft und gesund gepflegt. Ich stehe tief in Eurer Schuld dafür." „Ohne seine Hilfe werde ich die Ernte dieses Jahr nicht schaffen." „Mir ist die Lage, in der Ihr steckt wohl bewusst und ich habe bereits eine Lösung für das Problem parat." „Und die wäre?" „Es gibt Jedi Schüler, die für das harte Leben eines Ritters nicht geeignet sind. Wenn sie 13 Jahre alt sind, wird ihnen ein Platz in einem landwirtschaftlichem Betrieb zugewiesen. Ich habe mich dem Rat unterhalten und sie wären einverstanden damit, Euch einen Schüler zu zuweisen."
Cliegg schwieg. Er hatte eigentlich beschlossen, den Jungen nicht gehen zulassen. Doch jetzt, wo sich eine Lösung gefunden haben könnte, gewann sein Gewissen wieder die Oberhand. Außerdem waren es Jedi. Er wusste zwar nicht viel über die Jedi, jedoch wollte er ihnen nicht quer kommen.
„Was für Pflichten bringt so ein Jedi Schüler mit sich?", fragte er schließlich misstrauisch. „Ihr müsst den Schüler den republikanischen Menschenrechten entsprechend behandeln. Zudem müsst Ihr ihm Unterkunft und Nahrung gewähren." Cliegg schwieg immer noch. „Ihr werdet dem Schüler beibringen, wie man die Felder bebaut und erntet und mit 21 Jahren darf der Schüler dann frei entscheiden, ob er bleiben oder gehen will.", fügte Qui-Gon.
„Wann kann dieser Schüler hier sein? In wenigen Tagen beginnt die Erntesaison. Ohne Hilfskraft wäre ich aufgeschmissen!", suchte Cliegg noch einmal nach Nachteilen. „Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr Euch sofort mit dem Jedi Rat in Verbindung setzten. Auf meinem Schiff befindet sich die Jedi Schülerin Siri. Sie wird Euch Zugang zum Kommunikationssystem gewähren", schlug der Jedi Meister vor. „So sei es", willigte Cliegg schließlich ein. Er stand auf und ging zum Schiff. In dem Augenblick betrat Shmi den Raum mit ihrem Sohn im Arm. Sie sah Cliegg verwirrt hinterher.
„Er hat eingewilligt", berichtete Qui-Gon lächelnd. Doch Shmis Antwort nahm Qui-Gon kaum wahr. Es war das erste Mal, dass er in der Nähe des Neugeborenen war. Er spürte sofort, dass das Baby Macht-sensitiv war.
‚und auf einem wüsten Planeten wird der Macht ein Sohn geboren, der die Macht in ferner Zukunft ins Gleichgewicht bringen wird'
Qui-Gon brauchte nicht lange, um sich wieder auf Shmi zu konzentrieren: „Das ist also der Kleine." Shmi sah ihn etwas verwirrt an: „Ja. Ich habe ihn Anakin genannt." Qui-Gon wählte die folgenden Worte sorgfältig: „Darf ich fragen, wie es zu der Schwangerschaft kam?" Er legte dabei die Hand auf ihre Schulter. Shmi sah ihn unschlüssig an: „Es ist nicht so, wir Ihr denkt. Ich weiß von keinem Vater. Ich habe Anakin ausgetragen und geboren." „Seid Ihr Euch sicher?", fragte Qui-Gon nach. „Ja", bestätigte Shmi. „Wisst Ihr, was es bedeutet?"
„Der kleine Anakin ist sehr stark in der Macht. Wenn er das Säuglingsalter hinter sich hat, wäre er mehr als ein würdiger Kandidat für einen Platz im Jedi Tempel." „Ihr würdet Ihn mit Euch nehmen?" „In einem Jahr, ja. Aber bis dahin bleibt Euch noch viel Zeit, über diese Entscheidung nachzudenken."
„Danke", sagte Shmi nickend und wendete sich Anakin in ihrem Arm zu. Qui-Gon ließ sie alleine und ging in Gedanken versunken zu Obi-Wan. Sollte Anakin wirklich der Auserwählte sein? Es gab eigentlich keinen Zweifel.
Ja, das ist jetzt endlich das Ende. Ich muss mich jetzt wirklich auf mein Studium und meinen Freund konzentrieren und werde wohl allzu bald nicht dazu kommen eine Folgegeschichte zuschreiben. Aber die Idee dazu besteht bereits. Ich werde die Geschichte aber erste veröffentlichen, wenn ich auch sicher bin, dass ich die Geschichte in einem Rutsch schreiben kann. So eine lange Wartezeit soll es nicht mehr geben.
Ich bedanke mich zum Schluss noch bei meinen Lesern. Ich freue mich über jeden, der sich für meine Geschichte interessiert hat.
