So.. endlich gehts weiter..
Vielen Dank für die Reviews... )
Dann mal viel Spaß beim Lesen, und Kommentare sind wie immer herzlich willkommen..
Kapitel 3
Lily öffnete ihre Augen und lächelte, heute würde sie nach Hogwarts fahren!
Sie freute sich riesig.
Sie stand auf und zog sich um.
„ Mom, komm schon, ich will nicht zu spät kommen! ",Drängelte Lily. Es war 10 vor 11 und sie hatten Gleis neun und zehn noch nicht erreicht.
„ Ja, Schatz."
Lily schaute sich um. Zu ihrer Rechten war Gleis 10 zur Linken Gleis 9, nur wo war 9 ¾ ?
Sie schaute nochmals auf ihre Fahrkarte, die sie von Hagrid bekommen hatte.
„Oh, Sorry!" Ein schwarzhaariger Junge war in sie hineingerempelt.
Sie schaute ihm in seine haselnussbraunen Augen. „Ähm... macht doch nichts", stotterte sie.
Er lächelte sie an. Dann drehte er sich um und ging zwischen Gleis neun und zehn entlang.
Sie verfolgte ihn mit ihren Blicken.
„Lily? Dein Zug fährt in 5 Minuten! ", Ermahnte sie ihre Mutter.
Lily schaute sie kurz irritiert an, dann schüttelte sie kaum merklich den Kopf und meinte: „ Ähm, ja, Sorry, lass uns gehen."
„Mom, es ist wirklich okay, du musst nicht mit zum Gleis!", hörte sie jemanden sagen.
„Okay, dann pass gut auf dich auf. Und lass Hogwarts stehen!"
Moment, hatte sie da gerade Hogwarts gehört? Sie drehte sich suchend zu den Stimmen um, und erblickte den schwarzhaarigen Jungen. Er sah nicht schlecht aus, musste sie feststellen.
Er umarmte kurz seine Mutter und ging dann auf eine Absperrung zu, lehnte sich lässig dagegen und verschwand.
Stop! Er verschwand? Lily schaute sich suchend um, doch er war weg. Kam sie so etwa auf ihr gesuchtes Gleis?
Sie schaute auf die Uhr. Noch 2 Minuten. Oh Mist.
Sie musste es versuchen, wenn sie nicht ihren Zug verpassen wollte.
„Mom, ich muss durch diese Absperrung da!"
„DURCH?"
„Ähm ja... ich denke schon." Ihre Mutter schaute sie zweifelnd an, sagte jedoch nichts.
Sie gab ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange und nahm ihr das Gepäck ab.
„Okay, dann viel Spaß und schreib uns bitte!"
„Mach ich! ", Versprach Lily. Dann rannte sie zur Absperrung, da der Zug gleich losfuhr.
Sie atmete tief durch und ging auf die Absperrung zu, bewusst, dass sie volle Kanne gegen diese knallen würde. Als sie ihre Augen wieder öffnete, sah sie eine riesige Lok vor sich. Sie konnte es nicht fassen. Sie hatte es tatsächlich geschafft. Ihre Gefühle überschlugen sich. Sie stieg in den Zug ein, und suchte sich ein Abteil. Obwohl sie eine der letzten war, fand sie noch eins der letzten leeren Abteile.
Sie ließ sich in einen Sitz fallen und schaute aus dem Fenster.
Überall waren Eltern, die ihre Kinder umarmten und Predigten hielten, dass sie sich auch ja benahmen.
Kinder, die es gar nicht erwarten konnten, in ihrer zweiten Heimat anzukommen.
Ein Pfiff und die Eltern schoben ihre Kinder schnellstens zur Lok. Eine letzte Umarmung, ein Ruck, ein letztes hörbares Schniefen der Mutter, ein Winken, und schon war der Zug in Richtung Hogwarts. Mit ihr, Lily Evans. Einer Muggelgeborenen.
Sie war überglücklich.
„Ähm, dürfte ich mich eventuell zu dir setzten? Die anderen Abteile sind alle ziemlich voll."
Lily schaute hoch. Ein Mädchen, wahrscheinlich auch im ersten Jahr, stand in der Tür.
Sie hatte schwarze, etwas längere, lockige Haare. Und blaue Augen.
„Ja klar, setz dich."
„Danke!" Das Mädchen lächelte und begab sich zu einem Platz, gegenüber von Lily.
„Ich bin Lily, Lily Evans."
„Ich bin Amélie, Amélie Roather."
„Ist es dein erstes Jahr?"
„Ja, deins auch?"
„Ja."
„Meine Mom hat mir schon von Hogwarts erzählt. Muss wirklich fantastisch sein."
„Deine Mom war auf Hogwarts? Ist sie eine Hexe?"
„ Ja, mein Vater ist Muggel."
„ Meine Eltern sind beide Muggel", erwiderte Lily.
Die beiden Mädchen verstanden sich gut und unterhielten sich die ganze Zeit lang.
Bis plötzlich die Abteiltür aufgerissen wurde. Ein dunkelhaariger Junge kam rein.
Er hatte längere Haare, die ihm mit Eleganz ins Gesicht fielen. Er sah, das konnte man nicht bestreiten, ziemlich gut aus.
Hinter ihm kam der Junge herein, der Lily auf dem Bahnhof schon begegnet war.
„Hi. Ihr habt nicht zufällig so einen Jungen mit fettigen, schwarzen Haaren gesehen?"
„Ähm, nein. Warum?"
„Och nichts besonderes, er hat uns nur beleidigt und ein paar blöde Kommentare abgegeben."
„Haben wir uns nicht auf dem Bahnhof getroffen?", fragte der Junge mit den haselnussbraunen Augen und dem zerstrubbelten Haar Lily.
„Komm schon James, hier ist er nicht." Und damit zog der andere James mit aus dem Abteil, der ihr noch ein letztes Lächeln schenkte.
„Hast du Hunger? Wir können uns was kaufen", schlug Amélie vor.
„Ähm, ja, können wir machen." Die beiden holten etwas Geld aus ihren Koffern und machten sich auf um sich etwas zu essen von der Hexe zu kaufen, die mit ihrem kleinen Wagen durch den Zug ging.
Lily musste während der ganzen Fahrt über immer wieder an haselnussbraune Augen denken, die sie freundlich anschauten.
Amélie erzählte ihr etwas von Hogwarts. Von den vier verschiedenen Häusern. Und Quidditch. Einer Zauberersportart auf Besen. Das fand Lily sehr interessant, aber trotzdem war sie noch nie ein Fan von Höhe, und vor allem vom Fliegen, gewesen.
Und schneller als es Lily lieb war, waren sie auch schon da. Sie hätte noch so gerne mehr über das Ministerium und das Zaubererkrankenhaus gehört, von dem Amélie erzählt hatte.
Aber jetzt freute sie sich erst mal auf Hogwarts.
„Gryffindor! ", Rief der alte Hut, den Lily auf ihrem Kopf hatte. Sie atmete erleichtert auf.
Gryffindor war das Haus, in das sie am ehesten gewollt hatte, oder Ravenclaw.
Amélie hatte ihr von Gryffindor erzählt, ihre Eltern waren auch dort gewesen.
Auch Amélie kam nach Griffindor. Nach dem Essen wurden sie von den Vertrauensschülern in ihren Turm gebracht. Auf dem Weg dorthin wurde ihnen einiges erklärt.
Lily fand das Treppenhaus sehr lustig, Amélie trat auch gleich in eine dieser Trickstufen.
In ihrem Schlafraum angekommen, schmissen sie sich ins Bett und bevor sie sich noch ´Gute Nacht´ wünschen konnten, fielen ihnen auch schon die Augen zu.
