Kapitel 5
Claire ging mit Madeleine durch die kleine anliegende, doch recht hübsche Stadt Meronde.
Ein Städtchen, allein für Hexen und Zauberer. Sie brauchte neuen Nagellack, aber nicht so ein Fertig-Set für French Maniküre, sondern natürlich nur das Beste. Claire kam es nicht einmal in den Sinn etwas anderes zu holen.
Es war nun ihr 3 Jahr auf der Beauxbatonsschule. Madeleine war ihre Ansprechpartnerin seit der 1 Klasse und sie verstanden sich sehr gut. Die Beiden waren schon seit 3 Stunden unterwegs und nun gönnten sie sich eine Pause. Sie setzten sich in ein kleines rosa Café, und tranken grünen Tee.
Madeleine unterhielt sich mit Alison, einer Klassenkameradin von ihr, die am Nachbartisch saß.
Claire hörte die ganze Zeit der ´Unterhaltung´ über Madeleines, ach so schlimme Fingernägel zu, bis ein rothaariges Mädchen, das soeben das kleine Café betreten hatte, ihre Aufmerksamkeit erweckte.
„ Lissy! Lá! Dort ist noch ein Tisch frei! Lá!" rief ein blondes Mädchen aufgeregt.
Die Beiden waren in der ersten Klasse, noch total neugierig, hatten kaum Benehmen und viel Umgang mit Jungs gehabt. Was in der Beauxbatonsschule missachtet wird.
Es war eine der Benimmregeln, die man dort während der ersten Klasse lernt zu beachten. Unter anderem auch, das der Umgang mit Jungs während der Ausbildung nicht geduldet wird. Jegliche Kontakte die man bisher pflegte, müssen bei der Aufnahme an der Schule abgebrochen werden. Bei Regelverstoß droht der Schulverweis.
Am Anfang machte Claire dies nicht besonders viel aus. Aber inzwischen fand sie das nicht mehr sehr prickelnd. Letztens wurde sie von einem dunkelblonden, gebräunten, recht gutaussehenden Jungen auf einen Kaffe eingeladen. Sie war kurz davor gewesen zuzustimmen. Madeleine hatte diese Konversation wohl mitbekommen und nun saß sie Claire im Nacken. Sobald sie das Schloss verließe, konnte Claire keinen Schritt mehr machen, ohne dass irgendeine 7-klässlerin ihr folgte. Das war bei allen 3 und 4 Klässlern der Fall. Mme. Maxime war der Meinung das in dieser Altersklasse, die Gefahr am größten wäre Jungs ´anzubaggern´ und vom ´richtigen´ Weg abzukommen.
Die beiden Mädchen setzten sich kichernd an den freien Tisch in einer Ecke, den sie entdeckt hatten. Immer wieder schauten sie kichernd und mit großen Augen zu einem Fenster gegenüber. Es war leicht beschlagen, wie Claire feststellte. Kein Wunder, es hatte ja draußen gerade mal 2 Grad. Dennoch konnte man zwei Jungengesichter erkennen, die vorsichtig hereinspähten.
Die beiden Mädchen bekamen zwei heiße Schokoladen. Was gegen eine weitere Regel verstieß.
Erstens, macht Schokolade dick und zweitens – was noch schlimmer war – es regt die Hormone an.
„ Horrible!" Madeleine war das giggeln der zwei Schülerinnen natürlich nicht entgangen. Sie ging schnurstracks zu den beiden, und hielt ihnen eine Predigt.
Claire kannte das inzwischen auswendig. Wenn Madeleine nicht ihr folgte, wurde sie von der Schulleiterin beauftragt, Madeleine bei ihren Aufgaben zu helfen und ihr die ganze Zeit hinterher zu gehen.
´Lily... diese beiden Mädchen erinnern mich so an uns zwei... wir hatten immer soviel Spaß zusammen und weil ich jetzt hier bin und du auf einem Internat in Schottland sind wir getrennt... Es ist so schade... Wieso bist du keine Hexe? Dann könnten wir zusammen das alles erleben... ´
„ CLAIRE!"
Claire schreckte auf. Madeleine starrte sie böse an.
„ Qu´est-ce que tu fais? Regarde ! Meine ´ose ! Sie ist ganz nass!" Claire hatte ganz vergessen, dass sie, während sie so vor sich hin geträumt hatte, den Tee noch in der Hand hatte, nun hatte sie diesen beim Abstellen umgeschüttet und Madeleines Hose mit drei Tropfen versehen.
Claire musste sich ein Lachen verkneifen, sie reichte Madeleine mit einer langen und ausführlichen Entschuldigung auf Französisch, eine Serviette. Hätte sie Madeleine noch aufEnglisch um Verzeihung gebeten, wäre sie wohl endgültig ausgetickt. Da sie viel wert auf DIE Sprache legte.
Es würde mich sehr freuen wenn ihr auf den Knopf da unten drücken würdet, um mir ein kleines Kommi dazulassen!
lg
