Kapitel 7

Wieder ein kleiner Zeitsprung. Inzwischen ist es Weihnachten.

24. Dezember.

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Lily erwachte und sah ihre Geschenke am Fußende ihres Bettes. Sie schaute zu ihrer besten Freundin herüber, diese schlief noch tief und fest. Kein Wunder, dachte Lily sie hatten bis spät in die Nacht an ihren Hausaufgaben gesessen. Sie wollten alle fertig haben, dass sie am Ende nicht so viel Druck hatten.

Sie krabbelte unter ihrer warmen Decke hervor und betrachtete sich ihren kleinen Stapel.

Ihr fiel ein ziemlich leicht übersehbarer, doch sehr zerknitterter Brief auf. Sie hob ihnauf, und setzte sich auf ihr Bett, wo sie ihn dann auch öffnete.

Liebe Lily,

Ich würde es dir ja gerne anders sagen, aber da du diese Ferien in deiner Schule bleibst, geht es wohl nicht anders. Ich möchte es dir nicht weiter verheimlichen da es jetzt auch schon zwei Monate her ist.

Trotzdem bedauere ich es, dir dies so mitteilen zu müssen

Ich hoffe du verstehst es und schaffst es drüber hinwegzukommen.

Lily,... Rose, deine Mutter ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Es tut mir so schrecklich leid das du es so erfahren musst.

Dein Papa."

Lily stand unter Schock. Ihre Mutter...

Das konnte nicht sein. Ihr rannen Tränen die Wange runter. Sie konnte es nicht fassen.

Hinzu kam noch, das ihr Vater es ihr zwei Monate, vorenthalten hatte. Und er konnte sich keinen günstigeren Augenblick suchen, als an Weihnachten!

Sie war fassungslos. Sie war wütend. Wütend auf ihren Vater. Und ihre Mutter wie konnte sie es ihr antun sie alleine zu lassen? Hier war sie nicht alleine. Aber bei ihrem Vater. Sie hatte seit zwei Jahren kein gutes Verhältnis mehr zu ihm. Er war damals nicht einverstanden gewesen, dass seine kleine Lily weg ging. Und zwar soweit weg das er keine Kontrolle mehr hatte.

Ihre Mutter... bei dem Gedanken an sie, rannen ihr wieder Tränen übers Gesicht...

Wie konnte er nur? ZWEI Monate.

Sie war nicht da gewesen... auch nicht bei der Beerdingung... der Gedanke daran machte sie wahnsinnig. Sie war bei der Beerdigung ihrer Mutter nicht da gewesen!

So komisch es klingen musste, sie fühlte sich schuldig, verloren und im Stich gelassen... Sie konnte sich nicht vorstellen das ihre Mutter nicht mehr da war.

Abermals rannen ihr Tränen übers Gesicht.

„ Lils?" fragte Amélie vorsichtig. Sie wurde wach von einem leisen schniefen.

Lily antwortete nicht. Sie starrte wie gebannt auf die Zeile in der ihr Vater ihr mitteilte das ihre Mutter nicht mehr lebte.

Lily,... Rose, deine Mutter ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen."

Amélie setzte sich neben sie und nahm sie in den Arm.

Lily war froh, dass sie das tat und sie nicht erst noch ausquetschte.

Sie strich ihr beruhigend über die Haare. Lily fing jetzt erst richtig an zu weinen. Aber es tat ihr gut dass jemand da war.

Amélie sang ihr leise etwas vor.

Nach einiger Zeit beruhigte sich Lily, ihr Atem ging wieder flach, sie wischte sich die Tränenspuren weg und schaute zu Amélie auf.

„ Danke!"

Amélie lächelte sie an.

„ Ich.. Mein Vater hat... ich... also meine,... Mutter ist..." Lily konnte es nicht aussprechen.

Amélie schaute sie fragend, aber doch nicht drängend an.

„ Du musst es mir nicht sagen, aber wenn du jemanden zum reden brauchst, ich bin da." Sie lächelte Lily aufmunternd an und stand dann auf.

„ Danke." Amélie ging ins Bad.

Lily schaute noch mal auf den Brief, packte dann aber die dazu gehörigen Geschenke aus.

Von ihrem Vater bekam sie ein Buch. Sie wusste das sie dieses Buch wahrscheinlich nie lesen würde. Sie legte es in die hinterste Ecke ihres Kleiderschranks.

Dann bemerkte sie ein kleines Päckchen. Sie wickelte es auf, und enthüllte so eine kleine Dose.

In der fand sie eine wunderschöne, silberne Kette. Der Anhänger war ein kleiner smaragdgrüner Tropfen. Lily wusste das dies, die Kette ihrer Mutter war.

Es war ein altes Erbstück. Zu Lily passte diese Kette sehr. Und Rose wusste schon immer, dass nicht Petunia, sondern Lily einmal diese Kette tragen würde.

Lily merkte wie ihre Augen wieder feucht wurden.

Nach einem Augenblick, legte sie die Kette wieder zurück.

Lily öffnete noch ihr letztes Geschenk. Das von Amélie.

Von ihr bekam sie ein Buch, über die schwierigsten Zaubertränke und einen schwarzen, knielangen Faltenrock, den Lily sich schon seit längerem gewünscht hatte.

Danach legte sie sich wieder in ihr Bett. Als Amélie wieder aus dem Bad kam, gab Lily ihr den Brief ihres Vaters. Amélie ergriff ihn zögerlich, las ihn aber dann und schlug sich die Hand vor den Mund.

„ Oh Lily. Es... es tut mir so leid!" Sie setzte sich neben sie.

„ ... Da.. Danke." sagte Lily, und versuchte zu lächeln.

„ Kann ich irgendwas für dich tun?"

„ Nein... im Moment möchte ich nur Zeit haben... um etwas nachzudenken."

„ Klar. Soll ich dir was zum Essen mitbringen?" fragte sie verständnisvoll. Lily schüttelte den Kopf. Sie hatte überhaupt keinen Hunger. Sie wollte nur noch alleine sein.

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„ Hey Tatze, hast du Lily gesehen?" fragte James, als er Sirius in der großen Halle beim Frühstück antraf.

„ Lily?" Fragte Sirius ungläubig. „ Hab ich was verpasst?"

„ Nein. Hast du sie nun gesehen, oder nicht?" fragte er ungeduldig.

„ Nein. Ich habe nur ihre Freundin, die Roather gesehen."

„ Hm...", dann setzte er sich neben Sirius.

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„ Hey Am!" rief Julia. Sie war auch in Griffindor, aber eine Klasse über ihr und Lily.

„ Hey Jules!" Sagte Amélie und setzte sich neben sie. Sie hatte irgendwie ein schlechtes Gewissen wegen Lily. Sie ganz alleine im Schlafsaal zu lassen? Aber sie brauchte jetzt Zeit für sich selbst.

„Hm.. Wo ist denn Lily?", fragte Julia, nachdem sie sich nach ihr umgeschaut hatte.

„Ähm.." Sie konnte ihr ja jetzt schlecht die Wahrheit sagen.

„ Sie fühlt sich nicht so dolle!" War ja nicht einmal gelogen, dachte sich Amélie.

„ Oh. Hoffentlich ist sie bis heute Abend wieder fit. Sonst muss Dave ja alleine gehen."

Oh Shit der Ball. Sie war sich jetzt schon sicher das Lils nicht mitwollte. War ja auch verständlich. Aber dann würde ihre neue Hauslehrerin, Mc Gonagall wissen wollen was los sei.

„ Ähm ja hoffentlich." Sagte Amélie.

„ Hey Roather!", Amélie drehte sich Richtung Ende des Tisches. Dort saßen Sirius und James.

Irgendwie fand sie Sirius ja schon süß, mit seinem charmanten Grinsen. Und er sah ja sowie so ziemlich gut aus.

„ Wo ist Evans?", fragte James er versuchte lässig zu klingen. Aber Amélie entging nicht, dass er leicht beunruhigt schien.

„Nicht da, siehste doch!", rief Amélie.

Sie musste Lily unbedingt noch mal fragen, was jetzt mit ihr und James sei. Aber nicht jetzt, das wäre kein guter Augenblick.

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Mc Gonagall schaute vom Lehrertisch herab auf ihr Haus. Ihr war aufgefallen das ihre beste Schülerin, Lily Evans, nicht anwesend war. Sie machte sich aber keinerlei weiterer Sorgen. Sie würde schon noch auftauchen.

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Lily lag in ihrem Bett und starrte an die Decke. (B/N:das mit den Kommas is wirklich ne Krankheit von dir! smile hug)(A/Ng ich weiß Kommas waren noch nie meine Stärke hug)

Sie dachte an ihre Mutter. Wie viel Spaß sie mit ihr hatte und was für ein gutes Verhältnis sie hatten.

´Hatten... ´das war das, was Lily nicht passte.

Warum eigentlich? Warum ihre Mutter was hatte sie der Welt getan?

... Diese F rage stellte sie sich schon zum tausendsten Mal.

Sie las sich ständig den steifen Brief ihres Vaters durch. Öffnete ständig die Dose mit der Kette, und konnte, vielleicht auch wollte nicht begreifen das ihre Mutter in ihren nächsten Ferien zu Hause nicht mehr da sein würde.

„Miss Evans?", Lily erschrak ein kleiner Hauself, stupste sie sachte an. Lily schreckte auf, weil ein kleiner Hauself sie sachte anstupste.

Er hatte riesige blaue Augen, ein lange Nase und trug einen roten Rollkragenpulli.

„ Miss Evans? Professor Dumbledore wünscht sie zu sprechen!" „Danke..." antwortete Lily verwirrt. Sie hörte einen ´Plopp und der Hauself verschwand.

Was wollte Dumbledore jetzt von ihr? Er wusste doch nichts von... oder doch?

Sie ging schnell ins Bad und nach einer halben Stunde kam sie, mit etwas weniger roten Augen und frisch geduscht wieder heraus. Sie zog sich einen schwarzen Rolli an und eine bequeme Jeans.

Dann ging sie runter in den Gemeinschaftsraum. Dort sah sie Sirius, der sich mit Amélie unterhielt und James, der leicht betrübt - so kam es ihr jedenfalls vor - ins Feuer starrte.

„Lils!" Rief Amélie als sie, sie erblickte.

„ Hi! Ich muss nur kurz zu Dumbledore." James war sofort aufgesprungen als er ihren Namen hörte. Doch bevor er seinen Mund öffnen konnte war Lily durch das Portraitloch gestiegen.

Lily ging mit eiligen Schritten auf Dumbeldores Büro zu.

Sie klopfte und trat nach einem höflichen „herein" ein.

„ Guten Tag Professor. Sie wollten mich sprechen?" Sagte Lily und setzte sich auf ihren zugewiesenen Platz.

„ Guten Tag, Lily. Ja das wollte ich, ich habe es mitgekriegt, das mit Ihrer Mutter..."

Lily zuckte etwas zusammen.

„ Ich will wissen wie es Ihnen geht. Kann ich etwas für Sie tun?"

„ Mir geht's, entschuldigen Sie für den Ausdruck, beschissen!"

„ Verständlich. Es tut mir außerordentlich leid!"

„ Danke..."

„ Sie müssen heute Abend nicht zum Ball gehen. Diese Entscheidung überlasse ich ihnen. Ich denke nur Sie sollten Mr. Walters, Ihrem Tanzpartner Bescheid geben."

Lily nickte.

James war ganz baff. Was war nur los mit ihr? Sie sah nicht gut aus. Etwas mitgenommen.

Er drehte sich fragend zu Amélie um. Auch Sirius schaute sie jetzt an.

„Ähm...Also, ich geh dann mal hoch", und schon war sie verschwunden.

Lily wusste das sie heute Abend nicht zu dem Ball gehen würde. Es war ihr egal was die Anderen dachten..

Als sie an ein paar Ravenclaws vorbeiging schnappte sie ein paar Wortfetzen auf.

„...- ich bekomm von meiner Mutter noch eine extra Kette geschickt."

„...- glaubst Dus? Meine Ma erlaubt mir die Party an Silvester nicht! Ah... wie kann sie nur?"

Lily liefen wieder Tränen die Wangen hinunter.

Ihre Ma... sie hatte ihr gar nicht mehr gesagt wie lieb sie, sie hatte. Sie hatte ihr das sowieso viel zu selten gesagt. Lily rannte nun fast zum Griffindorraum.

so.. das war Kapitel7.. bin gespannt was ihr dazu zu sagen habt) also nur her damit g

Dann zu den Kommis:

Stella

Tja... abwarten.. ) Dankeschön für dein Kommi! Werde mich mit dem Schreiben beeilenhug

Sophie

Dankeschön ) knuddel

gglg

littleginny