"Hey Lils. Wie geht es dir?" Fragte Amélie, die auf ihrem Bett lag und sich eine Zeitschrift anschaute.

„Ähm ... es geht so. Aber ich glaube nicht das ich zum Ball gehe. Könntest du das Dave eventuell sagen?"

„Ähm ja klar mach ich. Aber wenn du nicht gehst, dann geh ich auch nicht! Ich lass dich doch nicht an Weihnachten hier alleine!" ,sagte Amélie entschlossen.

Lily schmunzelte. Sie freute sich, dass sie nicht alleine blieb, doch wollte sie nicht, dass Amélie ihretwegen den Ball verpasste.

„Aber dann verpasst du den Ball! Das geht nicht!"

„Hm... Dann geh ich kurz hin und komme gleich wieder, wäre das okay? Wenn nicht dann kann ich auch ganz dableiben! Kein Problem, nächstes Jahr gibt's ja wieder einen!"

„Ne geh ruhig hin. Erzähl mir dann wie es war." Sagte Lily und schmiss sich dann auf ihr Bett.

Jetzt fiel ihr wieder ein was die Ravenclaws gesagt hatten. Und Sie hatte ihrer Mutter fast nie gesagt wie lieb sie, sie hatte. Sie wusste jetzt schon nicht was sie ohne ihre geliebte Mutter zu Hause sollte, na ja zu Hause konnte man es ja nicht mehr nennen. Hogwarts war ihr Zuhause.

Sie fühlte sich, als sie an ihr ehemaliges zu Hause dachte, leer und verlassen. Mit Petunia hat sie sich noch nie gut verstanden und...naja ihr Vater... das war so eine Sache. Lily hatten in den letzten Jahren versucht, ihn etwas zu umgehen. Denn ein Erlebnis, lies sie nicht mehr los.

------------Flashback-----------

Lily saß in ihrem Bett, zusammengekauert unter der Bettdecke. Sie hatte ziemliche Angst.

Sie hörte von unten immer wieder ein Poltern.

Ihre Mutter war mit einer Freundin ein Wochenende lang verreist. Das machte sie sehr selten. Seit sie Petunia und Lily hatte, hatte sie das erst einmal gemacht.

Ihr Mann Martin verstand, dass sie auch mal eine kurze Auszeit wollte. Also nahm er sich den Freitag frei.

Mittags spielte er mit seinen Kindern, sie waren im Park und Eisessen. Lily hatte vorher ein mulmiges Gefühl gehabt. Sie waren noch nie, nicht jedenfalls das sie sich daran erinnern könne, ein Wochenende allein mit ihrem Vater.

Sie hatten an diesem Nachmittag viel Spaß zusammen. Doch abends ging ihr Vater mit Freunden weg. Es war niemand da, der auf Lily und Petunia aufpasste.

Sie war zu dem Zeitpunkt 5 und Petunia 7. Nachts kam er Heim und war stockbesoffen.

Er polterte rum und warf Stühle um.

Einen Abend später saß Lily zitternd auf ihrem Bett. Sie hatte die Decke fest um sich geschlungen.

Plötzlich hörte sie ein lautes Klirren. Wahrscheinlich der Spiegel. Und ein lautes Fluchen.

Petunia war diesen Abend nicht da, sie schlief bei einer Freundin.

Dann hörte sie wie ihr Vater die Treppe rauf kam. Lily versteckte sich, soweit das möglich war, noch weiter unter der Bettdecke. Dann ging die Tür auf und ihr schlug der Alkoholgestank entgegen. Ihr Vater stand in der Tür.

Er schrie Lily an. Sie zitterte, soweit das noch ging, noch mehr, brachte aber keinen Laut raus, außer ein kleiner Schluchzer, der in dem Geschrei ihres Vaters unterging.

Er kam auf sie zu, packte sie hart an den Oberarmen und zog sie hoch, warf sie aber kurz darauf wieder auf ihr Bett. Sie rollte sich sofort zusammen. Sie hatte fürchterliche Angst, so hatte sie ihren Vater noch nicht erlebt.

Aber es kam noch schlimmer. Er schaute sie an und schlug einfach auf sie ein. Dann ging er hinaus und lies seine fünfjährige Tochter einfach liegen.

Er hatte, da er ziemlich betrunken war, nicht immer getroffen. Das war ein Glück,

Lily nahm ihre Decke und heulte unerbitterlich, sie verkroch sich in der hintersten Ecke ihres Zimmer.

In der Angst das ihr Vater noch einmal kommen würde. Und tatsächlich, eine viertel Stunde später ging die Tür wieder auf...

-----------Flashback ende------------

Lily schreckte hoch, sie keuchte. Warum verfolgte sie das jetzt wieder? Sie dachte sie hätte damit abgeschlossen. Sie schaute sich um und merkte das sie alleine war. Aber aus dem Badezimmer drangen Stimmen zu ihr.

Lorelei und Marissa ihre Zimmergefährtinnen, kamen gerade aus dem Bad. Sie machten sich gerade fertig für den Ball und tuschelten ein wenig. Sie hatten nicht mitgekriegt, dass Lily wach war.

„ Sue, aus Ravenclaw, will sich heute Abend James schnappen. Meint sie zumindest. Sie war total eifersüchtig, als sie bemerkt hatte, das Lily und James sich jetzt verstanden. Und naja, da Lily heute ja nicht zum Ball geht,..."

„Wie will sie das denn schaffen? James will doch nur Lily!" Antwortete Lorelei.

„Tja wir werden sehn. Hm.. denkst du ich sollte meine Haare hochstecken?"

„Och komm schon Marissa, das haben wir doch schon vor zwei Wochen besprochen!"

Die Beiden kicherten und gingen mit ihren Kleidern wieder ins Bad.

Ach, das hatte sich schon herum gesprochen? Na toll. Und Sue, wer war das denn? Lily musste überlegen. Jetzt fiel es ihr wieder ein. Sie konnte Lily nicht leiden. Sie war auch in ihrem Jahrgang. Sie hatte blonde lange, einfach nur herunterhängende Haare, blaue Augen und sie war extrem dünn. Sie hatte wahrscheinlich seit ihrem 11 Lebensjahr, so gut wie nichts mehr gegessen hatte. Ziemlich viele Jungs standen auf sie. Außer James. Obwohl,... wenn Lily überlegte. War James nicht mal mit ihr zusammen gewesen?

„ Hey Lils! Haste gut geschlafen?" Fragte Amélie, die gerade mit einem kleinen Päckchen in der Hand zur Tür herein kam.

„ hm...!"

„ Könntest du mir vielleicht eine Frisur machen?" Sie setzte sich auf ihr Bett und kramte in ihrem Nachtisch herum. „Falls das für dich okay ist!" Fragte sie unsicher.

„ Ähm, ja klar!" Sagte Lily und stand auf.

Amélie hatte ein paar Ohrringe von ihrer Mutter geschickt bekommen und nun suchte sie ein Armband aus ihrem Nachtisch.

Zehn Minuten später hatte sich Amélie umgezogen und Lily probierte eine Frisur nach der anderen aus.

Amélie schminkte sich währenddessen. Als Lily sie betrachtete fiel ihr etwas ein.

„Jetzt nicht erschrecken Am. Ich will nur etwas ausprobieren!"

„Ähm okay." Antwortete diese. Lily holte ihren Zauberstab und murmelte leise etwas vor sich hin.

Amélie starrte in den Spiegel. Ihre Haare waren nun nicht mehr ganz schwarz. Sie hatten ganz feine, ziemlich dünne dunkelblaue Strähnchen im Haar.

„Wow! Wie hast du das gemacht?" Amélie schaute sich verwundert im Spiegel an. Es sah gar nicht mal schlecht aus. Nein um so länger sie sich betrachtete, fand sie sich eigentlich ziemlich gutaussehend.

„Du siehst wirklich gut aus!" Meinte Lily.

„Ja, und das habe ich alleine dir zu verdanken. Ich wusste überhaupt nicht was ich machen sollte."

Amélie nahm sie in den Arm und fragte sie „Du willst wirklich nicht mitgehen?"

„Nein ich denke ich bleibe hier!"

„Also gut."

„Ach Am, da fällt mir etwas ein, mit wem gehst du eigentlich zu Ball?"

Amélie grinste. „ Tja weißt du das war auch so eine Sache. Ich wusste es die ganze Zeit gar nicht. Und ich hatte mir schon überlegt einfach mit Dave zu gehen, wenn du nicht mitgehst, aber ich will das du mitgehst! Überlegs dir noch mal, und na ja, dann hat mich Jess aus Ravenclaw gefragt. Du weißt schon, der Große, blonde Haare, muskulös, der Hüter und ziemlich gutaussehend."

Lily war baff. Der war neben James und Sirius der bestaussehendste Schüler auf Hogwarts. Er war ziemlich beliebt und er war eigentlich mit Sue zusammen! SUE!

Das fragte sie auch Amélie.

„Ja das dachte ich auch und sprach ihn darauf an, doch er meinte sie hätten im Moment eine Pause und sie nerve ihn ein wenig. Und das Beste ist, sie ging direkt hinter uns, das heißt sie hatte das alles mitgekriegt.

Sie ist in dieser Beziehung ständig fremdgegangen und sie hat wohl schon den ganzen sechsten Jahrgang aus Ravenclaw durch."

Oh mein Gott. Kann man sie als Schlampe bezeichnen? Lily dachte schon. Das geschah ihr recht. Sue konnte sie schon seit der ersten Klasse nicht wirklich leiden. Sie war total zickig und dachte immer sie wäre etwas besseres.

„Oh shit schon 5 vor acht. Sorry Lils aber ich muss gehen! Kommst du wirklich klar?"

„Ja. Schon okay! Viel Spaß." Versicherte ihr Lily.

Amélie warf ihr noch eine Kusshand zu und ging. Lily stieg lächelnd wieder in ihr Bett.

Ein Kommi würde mich, ebenso wie meine Beta Carmen anspornen)

lg knuddel euch alle

littleginny