Hey ..
Vielen lieben Dank für die Kommis Hab mich rießig gefreut g ) Herzlichen Glückwunsch noch nachträglich an Inujeanne!
Ein verspätetes Geburtstaggeschenk ;-)
So es geht weiter hat doch ein wenig länger gedauert.. sry
Ich hatte so keine Lust weiterzuschreiben.. habe eigentlich immernoch wenig Lust, kann also nicht versprechen wann es weitergeht, da ich die Woche auch nicht da bin und dann erstmal Geburtstag habe.. Auch wenn keine Schule, dennoch genug Probleme habe, über die ich mir den Kopf zerbrechen muss, ich hoffe ihr verzeiht mir!
Das Kapitel gefällt mir nicht so gut, dennoch hoffe ich das es nicht zu schlimm ist g
Ein Dank an Carmen, da sie trotz Arbeitsstress sich noch dahintergeklemmt hat und sich extra beeilt hat! Und das du auch immer für mich da bist und mir zuhörst.. liest g
Daher widme ich dieses Pitelchen dir süße! knuddel
So nun gehts los, ich hoffe ihr lasst mir ein kommi da !
lg
littleginny
oOoOoOoOo Kapitel 17 oOoOoOoOo
War sie nicht mal das starke Mädchen gewesen? Die sich zusammenreißen konnte? Das hatte jedenfalls immer ihr Vater gemeint!... Ihr Vater...
Lily wollte gar nicht daran denken, wie es würde wenn sie in den Sommerferien zu ihm ginge, ohne ihre Mum, mit ihrem Vater und ihrer Schwester unter einem Dach.
Ohne ihre Mum... Das konnte sie sich einfach nicht vorstellen. Ohne. Dieses Wort und dann die Wörter „Ihre Mum" dranzuhängen, war für sie inakzeptabel.
Sie hatte bisher einfach versucht es zu verdrängen, aber akzeptiert, eingesehen, das hatte sie es nicht. Es würde sie wie ein Schlag treffen, wenn sie zu Hause ankäme, das wusste sie jetzt schon. Nicht mal Claire wäre für sie da! Niemand, sie würde alleine sein. Lily überkam wieder dieses eine Wochenende, wo ihre Mutter fort war und ihr Vater ihr Zimmer abermals betrat, das Buch, das sie gerade von ihrer Oma geschenkt bekommen hatte, ein ziemlich dickes Buch voller gesammelter kleinen Geschichten, von jungen Mädchen, er nahm es in die Hand und warf es voller Wucht auf sie. Lily zuckte zusammen. Sie ermahnte sich, es zu vergessen, es war schließlich schon ewig her. Und jetzt das alles mit James..
Sie war mit zehn Jahren, immer die Tochter gewesen, die ihre Gefühle immer unter der Kontrolle hatte, die nicht sofort losgeheult hatte. Nun ließ sie sich wegen einem Jungen so beeinflussen.
Was war mit James los? Wieso war er plötzlich genau das Gegenteil von dem wie sie ihn kennengelernt hatte?
Lily seufzte auf. –klonk klonk-
Sie schreckte auf, stütze sich auf ihre Unterarme und rief „Herein.", dann blickte sie erwartungsvoll zur Tür, doch niemand kam herein, sie setzte sich seufzend auf und wiederholte ihr „Herein!", doch wie zu vor blieb die Tür verschlossen. Nach einem erneuten –klonk klonk- wurde sie langsam sauer, sie stand auf und ging gereizt Richtung Tür, wenn das wieder irgendwelchen jüngeren Schülerinnen waren, die Lily baten für sie ein Autogramm von James zu holen, dann wäre das ihre letzte Bitte gewesen!
Sie riss wütend die Tür auf, da ein drittes –klonk klonk- sich den vorherigen angeschlossen hatte und es sie langsam in Rage versetzte. Die Tür wurde von ihr so heftig aufgerissen, das sie gegen die Wand schlug, wenn Lily nun jemand so vor sich gesehen hätte, hätte derjenige einiges erleiden müssen, da man förmlich sah, das Lily sich schon eine Reihe von Flüchen zurechtgestellt hatte.
Lily wollte gerade diejenige zur Schnecke machen, die sich solche Frechheiten erlaubte, doch es kam kein Laut über ihre Lippen, sie starrte auf eben diese Stelle wo sie die Schuldige zu vermuten schien, doch da war niemand.
Ein paar Erstklässler, schauten verängstigt vom Gemeinschaftsraum aus die Treppe hoch, so hatten diese Lily noch nie zuvor erlebt. Lily war immer das hilfsbereite Mädchen, die Hausaufgaben auf Wunsch hin korrigierte, Tipps gab, Außenseitern Gesellschaft leistete und jedem der ratlos wirkte Hilfe leistete.
Man konnte schon sagen, das Lily ein wahres Helfersyndrom hatte!
Nur James Potter gegenüber verhielt sie sich komplett anders, das war aber auch die einzige Ausnahme.
Selbst einem Slytherin, bei den Gryffindors nur unter Schniefelus bekannt, half sie wohl einmal in der Bibliothek, der aber am Abend einige Flüche abbekommen hatte von James Potter.
Lily schaute wütend zu den Erstklässlern hinunter und wollte diese schon zusammenstauchen, doch diese hielten es für besser, sich ganz schnell aus dem Staub zu machen!
Lily schaute den Schülern empört hinterher, die konnten doch nicht einfach wegrennen, na die würden noch was erleben. In dem Moment hörte sie wieder dieses nervende –klonk klonk-. Verwirrt schaute sich Lily um, doch da war nichts.
Doch dann entdeckte sie etwas, sie drehte sich abrupt um, schloss die Tür und lief eilig zum Fenster, wo eine braune Eule schon sehnsüchtig auf sie wartete.
Auf ihrem Bett löste sie den Briefumschlag und schaute dann seufzend der Eule hinterher, wie sie sich fast schwebend, durch das Fenster Richtung Himmel gleiten ließ. Wie schön musste es sein, frei umherzufliegen. Bei Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und bei klarer Nacht unter dem Sternenzelt. Befreit und unbeschwert stellte sie es sich vor.
Sie seufzte abermals, dann widmete sie sich wieder dem Brief.
To Mr. Evans, Petunia & Lilian EvansOben in der rechten Ecke stand noch etwas.
Weitergeleitet: From Mr. Evans to Lily EvansSehr geehrter Mr. Evans, 25. Oktober
Liebe Petunia,
Liebe Lilian,
Der Verlust ihrer Frau, eurer geliebten Mutter Rose Evans,
hat uns schwer getroffen.
Wir möchten Ihnen hiermit unser herzlichstes Beileid aussprechen.
Mit freundlichen Grüßen,
Mr. Georg Jones,
Mrs. Ayra Jones & Claire Jones
Lily konnte es kaum glauben, ein Brief von Claire! Von ihrer Claire, auch wenn zu keinem feierlichen Anlass...
Aber immerhin eine Nachricht!
Doch es war noch ein weiteres Papier beigelegt.
Liebe Lilian, 25. OktoberEs tut mir sehr leid was deiner Mutter zugestoßen ist.
Doch ist das nicht mein Anliegen, ich möchte dich bitten, mir keine weiteren Briefe zu schreiben, oder jegliche andere Kontaktaufnahme zu starten.
Ich bitte dich dies zur Kenntnis zu nehmen und zu akzeptieren, da es sinnlos wäre, wenn du mir weiterhin Briefe schreibst, die ich ohnehin nie erhalten werde.
Ich hoffe das du auf dem Internat, wo du nun verweilst, einiges Wissen erlernst.
Ich wünsche dir alles Gute!
Mit freundlichen Grüßen,
Claire Jones
Seit wann sprach Claire sie mit Lilian an? Oder schrieb sie so an? Warum so förmlich? Früher war das NIE so...
Früher... Sie hatten sich wohl wirklich zu sehr auseinandergelebt, kein Wunder, sie hatten sich das letzte Mal an ihrem Geburtstag gesehen, wo Claire vorbei kam um ihr die Ohrringe und den passenden Ring dazu zu schenken... Das war auch schon lange her, das war noch vor ihrer Zeit auf Hogwarts..
Lily seufzte.. Es war klar, dass man sich auseinander lebte, aber warum dann so förmlich anreden? Das verstand sie nicht... Im Moment war sowieso alles verwirrt, denn das mit James war ja wohl der Oberhammer der Verwirrtheit!
oOoOoOoOo
„Lily! Lily warte mal bitte!", rief eine Stimme ihr hinterher.
Sie lief gerade Richtung Bibliothek, die Prüfungen hatte sie zwar inzwischen hinter sich, aber dennoch wollte sie sich schon mal auf das 5te Schuljahr vorbereiten, denn das würde noch schwerer werden. Da standen dann die ZAG´s an. Sie drehte sich um und sah Miles auf sie zu hasten, grinsend schaute sie ihm entgegen. Er war ja schon ganz niedlich, mit seinen braunen wirren Haaren und den Sommersprossen und ein kleiner Tollpatsch obendrauf.
„Hi!", begrüßte sie ihn freudig.
„Hi!", keuchte er und grinste sie an. „Ich muss mit dir reden!"
„Klar! Ich wollte gerade in die Bibliothek, aber ich denke das hat auch noch eine Stunde Zeit!"
Miles schaute sie irritiert an.
„Was willst du denn schon wieder in der Bibliothek? Die Prüfungen sind schon rum! Boah du bist da viel zu oft, ich hasse Bücher."
Lily schüttelte den Kopf, sie verstand es nicht wie jemand Bücher hassen konnte, na gut sie las auch nicht absolut jedes Buch, aber sie wollte halt gut auf das nächste Schuljahr vorbereitet sein.
Sie gingen gemeinsam zum See, Lily legte sich dort in das weiche Gras und genoss die warmen Sonnenstrahlen, die ihre Haut berührten und erwärmten. Sie genoss die Ruhe, die hier noch herrschte, was nicht mehr lange anhielt, es war gerade mal 9 Uhr die meisten Schüler schliefen noch, oder waren beim Frühstücken. Es war immerhin Sonntag! In spätestens zwei Stunden wäre der See und die Wiesen mit Schülern überfüllt, die dann das gute Wetter ausnutzten, zum Schwimmen oder Sonnen.
Miles beobachtete Lily, wie sie dort am See lag. Sie war so wunderschön, ihr Haar glänzte in der Sonne ihre Brust hob und senkte sich ganz langsam. Sie fuhr sich plötzlich mit ihrer Zungenspitze, über ihre rosigen Lippen. Er wusste das es sehr peinlich würde, wenn sie bemerkte wie er sie anstarrte, aber er konnte den Blick einfach nicht von ihr abwenden. Er hätte sie am liebsten an sich gerissen und geküsst, doch er würde sich gedulden müssen...
oOoOoOoOo
... mit Professor Dumbledore ist schon alles abgesprochen, ich hoffe ihr freut euch!
Liebe Grüße und Küsse,
deine Mutter Elenore
Scott stutze, das konnte doch nicht wahr sein. Jetzt sollten sie das Ganze bis zu den Sommerferien hinkriegen? Oh.. Warum musste immer etwas dazwischen kommen? Es wäre perfekt gewesen... Sie geht noch etwas in den Ferien zu ihm, sie schrieben Briefe, verfluchen dieses Arsch... Aber nein jetzt kommt so was. Er musste sofort zu Miles.
oOoOoOoOo
Er fand ihn mit ihr beim See, dank dieser scheiß Karte von Potter, die ihn fast um Kopf und Kragen gebracht hätte. Er musste in sich hineingrinsen, sein Plan hatte doch funktioniert. Wenn Black und Lupin nichts mitbekommen haben war alles perfekt.
Er ging auf die Beiden zu, musste sich zurückhalten, Miles nicht eine überzuziehen. Musste er sie denn so anstarren? Zum Glück hatte sie ihre Augen zu.
Miles schaute auf, er funkelte Scott an, musste dieser Depp denn JETZT dazwischen platzten?.. Oh man..
„Sorry Lily, aber ich muss kurz mit Miles reden, ja? Kriegst ihn in ein paar Minuten wieder!", meinte er freundlich zu ihr. Lily schreckte auf, schaute verwirrt zu Scott nickte dann und meinte: „Ja klar, kein Problem!"
Miles stand gereizt auf und entfernte sich mit Scott ein Stück von Lily.
„Wenn das jetzt nichts wichtiges ist dann,-..!", knurrte er aufgebracht.
„Bevor du hier jetzt anfängst einen Kampfzwerg zu spielen, hör mir zu. Wir haben ein weitaus größeres Problem. Hier lies!"
Damit reichte er Miles den Brief, den er heute morgen von seiner Mutter bekommen hatte, drehte sich um und ging.
Er bekam Panik...pure Panik während er den Brief las. Er würde keine Chance haben .. der Plan wäre hin. Er würde sie nicht mehr wieder sehen. Er musste.. das.. es ging doch nicht .. Verdammt!.. Er blickte zu Lily, die ihn verwirrt anschaute.
„Ich muss mit dir reden! Ich ... werde nächstes Schuljahr nicht mehr hier sein. Meine Tante hat Scott und mich für Durmstrang angemeldet und wie es scheint würden sie uns nun aufnehmen...", er klang verbittert.
Lily war erschrocken, sie hatte ihn endlich besser kennen gelernt und konnte sehr gut mit ihm reden. Er war für sie ein richtig guter Freund geworden, mit der Zeit wäre vielleicht mehr daraus geworden und nun musste er weg?...
„Miles... das... musst du?"
Er nickte traurig. Sie rückte etwas näher zu ihm und umarmte ihn.
Er legte vorsichtig auch einen Arm um sie. Lily zuckte kurz zusammen, als ihr bewusst wurde wen sie da gerade umarmte, aber Miles gab ihr den Halt den sie vielleicht im Moment benötigte, also schloss sie die Arme fester um ihn.
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„NEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN! DAS KANNST DU DOCH NICHT EINFACH MACHEN! DU BIST BLÖD... AAAAARGH... ICH DACHTE ES WÄRE DIR ERNST! ICH DACHTE DU LIEBST MICH!"
Amélie kriegte sich nicht mehr ein, er wollte einfach verschwinden! Einfach an eine andere Schule gehen! Was für ein Arsch! Gut er wusste nichts davon, aber er könnte doch jetzt noch seine Mutter versuchen zu überreden! Neiiin... Mr. Superarsch wollte ja auch an diese Schule und sie hier einfach zurücklassen!
Sie war so sauer! Sie nahm das Kissen von seinem Bett und warf es hart gegen ihn. Durch das Quidditch hatte er aber gute Reflexe, so duckte er sich rechtzeitig und das Kissen knallte laut gegen seinen Kleiderschrank.
„Süße.. ich ..", versuchte Scott sie zu beruhigen.
„KOMM JETZT JAAAAA NICHT MIT SÜßE!", schrie sie ihm aufgebracht entgegen.
„Aber Am.. ich liebe dich doch, glaub mir, mir fällt das auch nicht leicht, aber ich habe mir schon immer gewünscht auf diese Schule zu gehen!"
„Wünsche können sich verändern, ich dachte ich bin dir wichtig! Nur wegen dieser scheiß Schule ist unsere Beziehung dann im Eimer! Wir sehen uns doch NIE!"
„Du BIST mir wichtig!", versuchte Scott die Situation zu retten.
„Ach wirklich? Sehe ich nicht so! Weißt du was?.. Du kannst mich mal!"
Damit bedachte sie ihn noch mit einem wütenden Blick und ging an ihm vorbei, doch bevor sie diese öffnen konnte, zog sie Scott am Arm zu sich, in eine feste Umarmung und küsste sie.
Sie vergaß für einen Moment ihre Wut, ihre Enttäuschung und ihre Traurigkeit.
Nach ein paar Augenblicken löste sie sich von ihm und ging.
Das war wohl das Ende ihrer Beziehung.
oOoOoOoOo
„James! Lass sie den Rest des Schuljahres einfach okay? Sie hat das Ganze viel zu sehr mitgenommen.. Glaub mir das hat keinen Sinn!" Sirius redete schon seit einer Stunde auf James ein, der immer wieder versuchte mit Lily zu reden, die ihn daraufhin immer nur anschrie und mit Tränen in den Augen verschwand.
Endlich blickte er seinem besten Freund in die Augen, er sah völlig mitgenommen aus, fand Sirius. James nickte und schlurfte in den Schlafsaal. Ein paar Drittklässlerinnen schauten ihm hinterher und kicherten leise, sie machten sich wohl große Hoffnungen.
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Das Ende des Schuljahres war gekommen, die Ferien warteten, ebenso der Hogwarts Express, der die Schüler in weniger als einer halben Stunde nach London fahren würde.
Lily stand mit Amélie schon unten am Bahnhof und luden gerade ihre Sachen ein.
„Tja.. wieder ein Schuljahr zu Ende..", meinte Amélie schließlich als sie es sich in einem der noch leeren Abteilen gemütlich gemacht hatten. Lils nickte nur, sie fand es richtig schade Miles nächstes Jahr nicht wieder sehen zu können.
Dafür hatte sie immer noch Potter am Hals, warum war er eigentlich nicht an Drumstrang interessiert? Er könne doch hingehen...
Wie gerufen öffnete sich die Tür und Potter kam vorsichtig rein. Er nickte Am kurz zu und blickte Lily dann an, doch bevor er seinen Mund öffnen konnte stand Lily auf, ging auf ihn zu und gab ihm eine Ohrfeige.
„Verschwinde und lass mich in Ruhe!", zischte sie leise.
Potter blickte sie traurig und verletzt aus seinen haselnussbraunen Augen an, drehte sich um, streifte dabei zufällig ihren Arm. Lily zuckte daraufhin zusammen, lies sich aber sonst nichts anmerken und ging auf ihren Platz zurück, nachdem sie sich hingesetzt hatte und den taxierenden Blick von Am ertragen musste, war James.. Potter schon verschwunden.
„Du liebst ihn noch! Und das wirst du immer tun! Glaub mir Süße, bei der Silvesterparty hat es eindeutig zwischen euch zwei gefunkt! Auch wenn du es jetzt nicht zugeben wirst, aber es ist so! Und streite es ja nicht ab!"
Lily schaute sie noch einen Moment an, widmete sich dann aber wieder dem Verwandlungsbuch fürs nächste Schuljahr. Lily verabschiedete sich mit einer kurzen Umarmung von Scott und Miles. Amélie mied es Scott anzusehen oder gar zu berühren. Sie zog Lily dann noch mit zu den Rumtreibern, sie umarmte Remus, James und Sirius herzlich, bei Peter sprang nur eine kleine Umarmung raus. Lily tat es ihr nach, doch James ließ sie aus.
„So Süße.. dann sehen wir uns nach den Ferien wieder hier?"
Amélie nickte und schloss Lily fest in ihre Arme.
„Ich werde dich vermissen! Du schreibst mir ja?"
Diesmal war es an Lily zu nicken, Amélie lächelte ihr zu und ging dann zu ihren Eltern. Lily drehte sich suchend um, ihr Vater war nirgends zu sehen, vielleicht sollte sie einfach hier warten, somit setzte sie sich auf ihren Koffer und wartete.
Nach einer halben Stunde waren alle Hogwartsschüler wahrscheinlich schon lange zu Hause, außer Lily, diese begab sich zum Ausgang des Bahnhofs und fuhr dann mit dem Bus Heim.
Es grauste ihr als sie vor der Haustür stand, den Finger auf der Klingel, sich aber nicht traute zu klingeln.
Was würde sie hinter dieser Tür erwarten? Ohne ihre Mutter...Was hatte sich alles verändert? Oder hatte sich überhaupt was verändert? Sie überwand sich zu klingeln. Sie wartete.. wieder einmal.. Nach ein Paar Minuten hörte sie etwas, ein Gepolter... Jemand kam die Treppe runter.
Als sich die Tür öffnete musste Lily sich an der Hauswand abstützen, um nicht bei dem Alkoholgestank in Ohnmacht zu fallen.
„Ja?... Wer bisn du? Was willsn?.. Ichd will niiiiixs gaufn ja?.. Verschwin´n sie eifach..", lallte ihr Vater ihr entgegen. Sein Haar war völlig verstrubbelt und fettig, er hatte eine bekleckste Jogginghose an, die Lilys Mutter sofort weggeworfen hätte, wenn sie die zu Gesicht bekommen hätte. Sein T-Shirt hatte er dann wohl auch schon einige Tage oder gar Wochen an. Lily verzog angewidert das Gesicht, nachdem sie ihn gemustert hatte, wie er dort schwankend und lallend im Türrahmen stand.
„Ich bins Papa.. Lily!"
Er schaute sie an, dann grinste er.
„Ah mine dochder ja?.. lili.. komm dochd reine... bisd du abghauen?"
„Ich hab Ferien!", knirschte sie, quetschte sich an ihm vorbei und ging in ihr Zimmer. Überall lagen Flaschen und dreckige Wäsche, es stank nach Alkohol, in ihrem Zimmer hatte sich nichts verändert. Sie riss das Fenster auf und schnappte nach Luft. Von unten hörte sie ein Klirren, wahrscheinlich war ihr Vater über ein paar Flaschen gestolpert. Sie musste von hier weg, sie konnte nicht hier bleiben! Sie suchte ein Stück Pergament und ihre Feder. Dann schrieb sie Amélie einen Brief band den an ihre Eule und schaute dieser hinterher wie sie davonflog.
Petunia war ebenfalls in einem Internat, wo sie ihren Abschluss machte, sie mied es in den Ferien Heim zu kommen. Das bekam Lily von einer Nachbarin mitgeteilt.
Amélie war jetzt zwei Wochen im Urlaub, danach würde Lily zu ihr gehen. Bis zum Ende der Ferien. Lily wusste sie würde es keine zwei Wochen mehr hier aushalten, sie würde noch eine Woche hier bleiben, ihren Vater dann um Geld bitten und dann würde sie sich ein Zimmer in der Winkelgasse nehmen.
Lily lag auf ihrem Bett und schaute an die Decke, in der Hand einen Brief von Potter. Er bat um Verzeihung und wolle sich mit ihr treffen um ihr irgendwas zu erklären. Sie zerriss den Brief, und jeden weiteren der in den darauffolgenden Tagen noch kam ebenfalls.
Ihr Vater bekam kaum etwas von ihrer Abreise mit. Lily bat die Nachbarin Mrs. Smith das sie mal nach ihrem Vater sah und sie schickte einen Brief an Petunia.
In der Winkelgasse fühlte sie sich auf anhieb wohl, Sie bekam ein sehr kleines, aber schönes Zimmer. Das Bett war sehr gemütlich und die Buchläden in der Winkelgasse warteten nur auf sie. Hier würde sie es eine Woche aushalten!
Abends im Bett gingen ihr Amélies Worte durch den Kopf, nachdem sie wieder einen von Potters Briefen erhalten und gleich zerrissen hatte, die kleinen Fetzten Pergament, schickte sie dann wieder zurück.
´Du liebst ihn noch! Und das wirst du immer tun! Glaub mir Süße, bei der Silvesterparty hat es eindeutig zwischen euch zwei gefunkt!... Du liebst ihn noch...´
Mit diesen Gedanken schlief Lily ein.
